Hauptmenü öffnen

Fasanenhof (Kassel)

Stadtteil in Kassel, Hessen, Deutschland

Fasanenhof ist ein Stadtteil der nordhessischen Großstadt Kassel.

Wappen von Kassel
Fasanenhof
Stadtteil von Kassel
Lage von Fasanenhof in Kassel
Koordinaten 51° 19′ 50″ N, 9° 30′ 31″ OKoordinaten: 51° 19′ 50″ N, 9° 30′ 31″ O.
Höhe 150 m ü. NHN
Fläche 2,16 km² (17/23)
Einwohner 8638 (31. Dez. 2013) (10/23)
Bevölkerungsdichte 3999 Einwohner/km² (18/23)
Ausländeranteil 12,6 % (31. Dez. 2010) (9/23)
Eingemeindung 1926
Neugründung 1640
Postleitzahl 34125
Vorwahl 0561
Website Stadtteilinfo Fasanenhof
Politik
Ortsvorsteherin Jutta Bachmann (SPD)
Sitzverteilung (Ortsbeirat)
Ortsbeirat Fasanenhof 2016.svg
  • SPD: 5 Sitze
  • Grüne: 2 Sitze
  • CDU: 2 Sitze
  • Quelle: Stadtverwaltung im Internet

    GeschichteBearbeiten

    Seine erste Erwähnung fand der Stadtteil Fasanenhof 1640 als Fasangarten vor Wolfsanger, einem Ort, der schon um 800 erwähnt wurde und heute ebenfalls ein Stadtteil Kassels ist.[1] Dabei schenkte Landgräfin Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg den Fasanengarten dem Hofprediger Neuberger. Dessen Witwe verkaufte ihn der nächsten Landgräfin Hedwig Sophie von Brandenburg wieder zurück. 1712 kam das Vorwerk an ihren Sohn Landgraf Karl.[1] 1766 wurde er von hessischen Landgrafen Friedrich II. der Kriegs- und Domänenkammer übergeben,[1] 1866 fiel er an Preußen.

    1920 kaufte die Stadt Kassel vom preußischen Staat den Fasanenhof mit den dazugehörenden Liegenschaften, um dort Wohnbebauung durchführen zu können. Erst im Jahr 1926 wurde das Gebiet auch politisch nach Kassel eingemeindet.

    In der Folge sollte dort ein erstes Siedlungsgebiet für untere Einkommensschichten entstehen. Dazu wurden zunächst an der Ihringshäuser Straße und der Eisenschmiede genossenschaftlich gebaute Häuser erbaut. Ab 1925 erfolgte eine Bebauung des Gebietes bis zur Fuldatalstraße durch die Siedlungs- und Baugenossenschaft Fasanenhof. 1926 wurde der Gutsbezirk Fasanenhof auch politisch in die Stadt Kassel eingemeindet.[1]

    In 1936 wurden von der katholischen Gemeinde die St. Bonifatius Kirche und von der evangelischen Gemeinde die Erlöserkirche fertiggestellt. An die Kirche schließt sich ein Kindergarten an.

    Im Zweiten Weltkrieg wurde die Domäne Fasanenhof zerstört. 1962–1970 entstand an der Stelle des ehemaligen Gutshofs eine große Seniorenwohnanlage, das Heinrich-Constantin-Heim.[1]

    Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

    Das Klinikum Kassel hat seinen Sitz in diesem Stadtteil. Es ist das größte kommunale Krankenhaus in Hessen.[2]

    Im Stadtteil befindet sich auch eine größere Schule, die Fasanenhofschule. Es handelt sich um eine Ganztagsgrundschule.

    Zudem verfügt der Fasanenhof über ein Dichterviertel. Eine Vielzahl von Straßen – die alle eng miteinander verbunden sind – ist nach Dichtern wie Eduard Mörike, Wilhelm Hauff, Adelbert von Chamisso und Franz Grillparzer benannt.

    Die Ihringshäuser Straße ist die Hauptstraße des Stadtteils. Sie verbindet den Fasanenhof im Norden mit der Gemeinde Fuldatal und im Süden mit dem Stadtteil Wesertor.

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Fasanenhof (Kassel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. a b c d e Fasanenhof, Stadt Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 3. September 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 24. Januar 2016.
    2. Klinikum Kassel