Fahrzeug- und Motoren-Werke

ehemaliger deutscher Hersteller für Straßenfahrzeuge
Fahrzeug- und Motoren-Werke GmbH (FAMO)
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1935
Auflösung 1945
Sitz Breslau, Deutsches Reich
Branche Kraftfahrzeughersteller, Traktorenhersteller, Rüstungsindustrie

Sd.Kfz. 9 vom Typ FAMO F3 Baujahr 1944 im Militärmuseum Bukarest (2009)
Der FAMO-Dieselraupenschlepper „Rübezahl“ im Traktorenwerk Schönebeck im Jahr 1948

Als Fahrzeug- und Motoren-Werke GmbH (FAMO) wurde die Straßenfahrzeug-Fertigung des Junkers-Konzerns in Breslau bezeichnet. Im Jahr 1935 hatte dieser den Sektor von den Linke-Hofmann-Busch-Werken (LHB) übernommen. Das Unternehmen bestand in dieser Form von 1935 bis 1945. Teile des Werkes wurden 1945 nach Schönebeck (Elbe) ausgelagert; daraus ging später das Traktorenwerk Schönebeck hervor.

Hierbei wurden auch KZ-Häftlinge des KZ Groß-Rosen im Außenlager (Lager 1 FAMO-Werke) genutzt.[1] Egon von Eickstedt war in der Verwaltung der FAMO-Werke kriegswichtig eingesetzt.[2]

Neben der Fertigung von Traktoren und Raupenschleppern verschiedener Größe und Leistung bestand in geringem Umfang auch eine LKW-Fertigung.

Bekannt geworden ist der Name vor allem durch den FAMO-Zugkraftwagen bzw. -Schlepper der Wehrmacht. Hierbei handelt es sich um ein schweres Halbkettenfahrzeug für über 18 t Anhängelast, das offiziell Schwerer Zugkraftwagen 18 t (s.Zgkw. 18 t) bzw. Sd.Kfz. 9 (Sonder-Kraftfahrzeug 9) hieß und das größte und stärkste jemals gebaute Halbkettenfahrzeug war.

WeblinksBearbeiten

Commons: Fahrzeug- und Motoren-Werke (FAMO) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.tenhumbergreinhard.de/05aaff9bed0fa4003/05aaff9bfd087bc23/05aaff9bd106da803.html
  2. Detlev Franz: Der politische Kontext der Schlesienuntersuchung. In: Arbeitskreis Universitätsgeschichte 1945–1965 (Hrsg.): Elemente einer anderen Universitätsgeschichte. Mainz 1991.