Fabio Jakobsen

niederländischer Radrennfahrer

Fabio Jakobsen (* 31. August 1996 in Heukelum) ist ein niederländischer Radrennfahrer.

Fabio Jakobsen Straßenradsport
Fabio Jakobsen (2016)
Fabio Jakobsen (2016)
Zur Person
Geburtsdatum 31. August 1996
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Disziplin Straße
Fahrertyp Sprinter
Zum Team
Aktuelles Team Deceuninck-Quick-Step
Wichtigste Erfolge

zwei Etappen Vuelta a España 2019

Letzte Aktualisierung: 27. August 2019

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Schon die Eltern von Fabio Jakobsen waren radsportbegeistert, weshalb sie ihrem Sohn den Vornamen des im Jahr zuvor tödlich verunglückten Fabio Casartelli gaben.[1]

2016 machte Jakobsen erstmals international auf sich aufmerksam, als er das heimische Rennen Slag om Norg gewann. Zudem wurde er niederländischer Straßenmeister der U23. Im Jahr darauf verbuchte er mehrere Etappensiege, so bei der Tour de Normandie, bei der Tour Alsace, bei der Tour de l’Avenir und der Olympia’s Tour. Auch gewann er das U23-Rennen bei Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn sowie die Ronde van Noord-Holland und wurde ein zweites Mal niederländischer U23-Meister.

Im Jahr 2018 wurde Jakobsen Mitglied des UCI WorldTeams Quick-Step Floors und gewann im Frühjahr Nokere Koerse, nachdem er wenige Tage zuvor bei Dwars door Vlaanderen Vierter geworden war, sowie den Scheldeprijs jeweils im Sprint eines größeren Vorderfelds.[2]

Am 5. August 2020 stürzte Jakobsen im Zielsprint der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt, nachdem Dylan Groenewegen ihn in die Absperrgitter gedrängt hatte. Jakobsen verletzte sich schwer am Kopf, verlor viel Blut und wurde im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand wurde als „lebensbedrohlich“ beschrieben. Groenewegen wurde wegen regelwidrigen Verhaltens disqualifiziert und Jakobsen zum Sieger erklärt.[3]

EhrungenBearbeiten

2017 wurde Fabio Jakobsen mit der Gerrie Knetemann Trofee als Nachwuchs-Radsportler des Jahres der Niederlande ausgezeichnet. Zudem wurde er Sportler des Jahres in seiner Heimatstadt Gorinchem.[4]

ErfolgeBearbeiten

2016
2017
2018
2019
2020

Grand Tour-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour2019
  Giro d’Italia
  Tour de France
  Vuelta a España145

TeamsBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Fabio Jakobsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Brecht Decaluwé: Ambitious Jakobsen adds his name to Scheldeprijs history. In: Cyclingnews. 4. April 2018, abgerufen am 5. April 2018.
  2. Jakobsen setzt Beutezug des „Wolfsrudels“ fort: 24 Saisonerfolge. In: radsport-news.com. 25. Januar 2018, abgerufen am 6. April 2018.
  3. Niederländer nach Horrorsturz im Koma orf.at, 5. August 2020, abgerufen 5. August 2020.
  4. Fabio Jakobsen weer Sportman van het Jaar. In: hetkontakt.nl. 3. Februar 2018, abgerufen am 5. April 2018 (niederländisch).