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Fabienne Königstein

deutsche Langstreckenläuferin
(Weitergeleitet von Fabienne Amrhein)
Fabienne Königstein Leichtathletik

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Fabienne Königstein 2013

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 25. November 1992 (26 Jahre)
Geburtsort WieslochDeutschland
Größe 168 cm
Gewicht 52 kg
Beruf Studentin (Molekularbiologie)
Karriere
Disziplin Mittel-, Langstrecken-, 10 km Straßenlauf,
Halbmarathon und Marathon
Verein MTG Mannheim, vorm. TSG Wiesloch
und SG Nußloch
Trainer Christian Stang
Medaillenspiegel
Crosslauf-EM 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
Logo der EAA Crosslaufeuropameisterschaften
0Bronze0 Tilburg 2018 Team
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
0Bronze0 Markt Indersdorf 2015 Crosslauf
0Silber0 Löningen 2017 Crosslauf
0Bronze0 Hannover 2018 Halbmarathon
0Gold0 Düsseldorf 2018 Marathon
letzte Änderung: 14. Mai 2019

Fabienne Königstein (geb. Amrhein; * 25. November 1992 in Wiesloch) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf Langstreckenläufe bis zum Marathon spezialisiert hat und auch Geländeläufe absolviert.

Inhaltsverzeichnis

BerufswegBearbeiten

Königstein absolvierte 2012 ihr Abitur am Ottheinrich-Gymnasium als Jahrgangsbeste in Wiesloch mit einem Schnitt, der rechnerisch besser als die 1,0 auf dem Zeugnis ist.[1] Anschließend hatte sie ein einjähriges Sportstipendium in den USA.[2]

Den Bachelor schloss sie 2016 in der Regelstudienzeit mit der Note 1,1 ab und ist Studentin der Molekularbiologie (Molecular Biosciences/Cancer Biology) auf Master am Deutschen Krebsforschungszentrum an der Universität Heidelberg.[3][4][5]

Sportliche KarriereBearbeiten

Mit viereinhalb Jahren kam Königstein zur Leichtathletik, ging zunächst verschiedenen Disziplinen nach, und erst zehn Jahre später spezialisierte sie sich auf das Laufen.[5][1] Seit ihrer ersten Teilnahme 2008 auf nationaler Ebene bei den Deutschen Jugendmeisterschaften über 400 Meter Hürden, nahm Königstein regelmäßig an nationalen und internationalen Wettkämpfen teil. 2009 schied sie beim 1500-Meter-Lauf noch in der Qualifikation aus und war dann 2010 und 2011 bei den Deutschen U20-Meisterschaften mit jeweils einem dritten Platz erfolgreich.

Im Abitursjahr 2012 wurde Königstein Deutsche Crosslauf-Meisterin mit der U23-Mannschaft. Als sie 2013 beim Abschlusswettkampf ihres US-Sportstipendiums über die 1500-Meter im Vorlauf ausschied und kurzerhand beim 5000-Meter-Lauf antrat, bei dem sie nach 17 Minuten ins Ziel kam, vermutete Königstein zukünftig beim Langstreckenlauf die besseren Chancen zu haben.[2] Nur wenige Tage nach dem Ende ihres USA-Aufenthalts holte sie mit persönlicher Bestzeit von 16:52,60 Minuten Bronze über 5000 Meter bei den Deutschen U23-Meisterschaften und belegte auf Anhieb den fünften Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Ihr Debüt im Trikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Belgrad konnte Königstein mit einem 5. Platz der U23-Mannschaft feiern. In 2013 wurde sie zudem Deutsche Hochschulvizemeisterin im Crosslauf.

2014 kam Königstein bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im 3000-Meter-Lauf und bei den Deutschen Meisterschaften über 5000 Meter jeweils auf den sechsten Platz. Im Crosslauf wurde sie Deutsche Hochschulmeisterin und kam bei den Deutschen Crosslauf-Meisterschaften mit der U23-Mannschaft auf den vierten und in der Einzelwertung auf den fünften Platz. Nach ihrer Nationalmannschaftspremiere im Vorjahr holte Königstein nun mit der U23-Mannschaft den vierten Platz bei den Crosslauf-Europameisterschaften.

 
Königstein bei der Crosslauf-EM 2013

2015 wurde Königstein in der Hallensaison über 3000 Meter Deutsche Hochschulhallenmeisterin und belegte den fünften Platz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften kam sie über 1500 Meter auf den dritten Platz und wurde beim Crosslauf erneut Deutsche Hochschulmeisterin. Bei den Deutschen Meisterschaften erreichte Königstein über 5000 Meter den sechsten Platz und kam bei den Deutschen Crosslauf-Meisterschaften mit der Mannschaft auf den fünften Platz und holte in der Einzelwertung Bronze.

2016 machte sie ihren Bachelor und war beim 10-km-Straßenlauf als Deutsche Hochschulmeisterin und mit einem siebten Platz bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften erfolgreich. Bei den Crosslauf-Europameisterschaften kam sie mit der Mannschaft auf den siebten Platz und erreichte mit einem 20. Platz ihr bis dato bestes Ergebnis in der Einzelwertung.

2017 erweiterte Königstein ihr Leistungsspektrum und hatte ihr bis dato erfolgreichstes Jahr. In der Hallensaison holte sie über 3000 Meter bei den Deutschen Hochschulhallenmeisterschaften den dritten Platz und erreichte einen sechsten Platz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften holte sie zwei weitere Meistertitel, über 3000 Meter und beim Halbmarathon. Bei den Deutschen Meisterschaften kam Königstein über 5000 Meter auf den siebten Platz und wurde Deutsche Crosslauf-Vizemeisterin. Anfang Mai 2017 hatte sie beim Gutenberg-Marathon in Mainz nicht nur den Streckenrekord im Halbmarathon um mehr als sechs Minuten verbessert als Königstein nach 1:13:11 Stunden mit viertschnellster deutscher Halbmarathonzeit des Jahres die Ziellinie überquerte, sondern war auch 17 Sekunden schneller als die Norm für die Sommer-Universiade 2017 in Taiwan,[6] wo sie auf den sechsten Platz kam. Die bis dato sechsfache deutsche Hochschulmeisterin hatte im September beim Berlin-Marathon ihre Premiere auf der vollen Marathondistanz und lief bei widrigen Wetterbedingungen in einem Weltklassefeld in 2:34:14 Stunden auf den elften Platz. Damit schaffte Königstein auch die Team-Norm für die Europameisterschaften 2018 in Berlin.[4]

Beim Düsseldorf-Marathon am 29. April 2018 wurde die 25-Jährige in 2:32:34 Stunden Deutsche Marathon-Meisterin.[7] Sie wurde vom DLV für den Europacup im Rahmen der Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 nominiert[8], wo sie als beste Deutsche in 2:33:44 Stunden auf den 11. Platz lief. Am 1. November verbesserte Königstein den von Anna Hahner gehaltenen Badischen Rekord über 10 km beim Hockenheimringlauf um eine Sekunde auf 33:23 min. Ende November qualifizierte Königstein sich beim Crosslauf in Darmstadt als Dritte für die Crosslauf-Europameisterschaften in Tilburg, bei denen sie zwei Wochen später Platz 19 belegte und mit der Mannschaft Bronze gewann. Am 31. Dezember gewann sie in der Frauenkategorie wie schon im Vorjahr den traditionellen Silvesterlauf von Werl nach Soest.

VereinszugehörigkeitenBearbeiten

Fabienne Königstein startet für die MTG Mannheim. Sie war zuerst bei der TSG Wiesloch und von 2001 bis 2006 bei der SG Nußloch.

Persönliche BestleistungenBearbeiten

(Stand: 7. April 2019)

Halle
Freiluft

Erfolge (Auswahl)Bearbeiten

national
international

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fabienne Amrhein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Birgit Schillinger: Fabienne Amrhein, Porträts, auf: laufreport.de, vom Juni 2015, abgerufen 10. Oktober 2017
  2. a b Reinhard Sogl: Über Stock, Stein und die Schmerzgrenze, auf: fabienne-amrhein.de, Rhein-Neckar-Zeitung Nr. 282 vom 5. Dezember 2013, abgerufen 12. Oktober 2017
  3. Fabienne Amrhein – Porträt, auf: fabienne-amrhein.de, abgerufen 10. Oktober 2017
  4. a b Pamela Ruprecht: Flash-News des Tages – Fabienne Amrhein: Fahrrad-Panne in Berlin kein Hindernis bei EM-Norm (Memento vom 10. April 2018 im Webarchiv archive.is), Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 4. Oktober 2017
  5. a b Philipp Neumayr: Fabienne Amrhein ist Leichtathletik-Star, Heidelberger Biologie-Studentin, auf: rnz.de, vom 21. Juli 2017, abgerufen 10. Oktober 2017
  6. Silke Bernhart: Flash-News des Tages – Fabienne Amrhein rennt mit Streckenrekord zur Universiade@1@2Vorlage:Toter Link/www.leichtathletik.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 7. Mai 2017, abgerufen 8. Oktober 2017
  7. Harald Koken: Tom Gröschel und Fabienne Amrhein sind Deutschlands Marathon-Meister auf: leichtathletik.de, vom 29. April 2018, abgerufen 30. April 2018
  8. Pamela Ruprecht: DLV nominiert Marathonläufer für EM in Berlin. In: leichtathletik.de. 25. Mai 2018, abgerufen am 26. Mai 2018.
  9. Ergebnisliste DSMM/DJMM Endkampf 2011 Lage
  10. Bericht Deutsche Hochschulmeisterschaft Crosslauf 2013 Pforzheim
  11. Ergebnisse (PDF 849 MB)
  12. Bericht Deutsche Hochschulmeisterschaft Crosslauf 2014 Pforzheim
  13. Ergebnisse (PDF 1,8 MB)
  14. Ergebnisse Deutsche Hochschulhallenmeisterschaften 2015 Frankfurt-Kalbach
  15. Ergebnisse Deutsche Hochschulmeisterschaften 2015 Münster
  16. Bericht Deutsche Hochschulmeisterschaft Crosslauf 2015 Darmstadt
  17. Bericht Deutsche Hochschulmeisterschaft Straßenlauf 2016 Mosbach
  18. Ergebnisliste Deutsche Hochschulhallenmeisterschaften 2017 Frankfurt-Kalbach (PDF 230kb)
  19. Ergebnisse Deutsche Hochschulmeisterschaft Marathon und Halbmarathon 2017 Mainz
  20. Ergebnisliste Deutsche Hochschulmeisterschaften 2017 Kassel