Das Faberhaus[1] liegt im Stadtteil Kötzschenbroda der sächsischen Stadt Radebeul, in der Meißner Straße 266. Der Häusername geht zurück auf die Familienmitglieder der Familie Faber, in deren Eigentum das Haus war (1910: Hugo Faber, 1944: Herbert Faber).

Faberhaus
Wohn- und Geschäftshaus Meißner Straße/Ecke Moritzburger Straße, rechts daneben das Faberhaus
Faberhaus (mitte). Vor der Meißner Straße 268 (links) steht an der Endhaltestelle eine Lößnitzbahn (1898).

BeschreibungBearbeiten

Das dreigeschossige, heute unter Denkmalschutz stehende[2] Wohn- und Geschäftshaus ist ein freistehendes Gebäude in einer Reihe ähnlicher Bauten. Es steht unmittelbar rechts des Eckhauses zur Moritzburger Straße und ist selbst „gestaltet wie ein Eckhaus“,[3] spiegelbildlich zu seinem linken Nachbarn. Dieser Eindruck wird hauptsächlich hervorgerufen durch den kräftigen Eckrisalit auf der rechten Seite, der von einer vierseitigen Kuppel mit Laterne bekrönt wird. Hinter dem markanten Dachaufsatz befindet sich ein flaches, abgeplattetes Walmdach, das ehemals verschiefert war.

In der Hauptansicht zur Meißner Straße, dessen Erdgeschoss durch Läden eingenommen wird, steht ein dreiachsiger Mittelrisalit, in dessen erstem Obergeschoss sich ein Drillingsfenster mit Hermen-Pilastern und Ädikulamotiv in der Nachfolge der Dresdner Semper-Nicolai-Schule befindet.

Der Putzbau aus der Zeit um 1890 wird durch Geschossgesimse gegliedert; die Fenster werden durch Sandsteingewände eingefasst, die im ersten Obergeschoss durch „aufwendige Fensterverdachungen im Stil der italienischen Hochrenaissance[3] ausgebildet sind.

Die Lücke zum linken Nachbargebäude wird durch einen eingeschossigen, schlichten Geschäfts-Flachbau geschlossen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Faberhaus – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Information des Stadtarchivs Radebeul aus der Häuserkartei an Benutzer:Jbergner vom 15. Juli 2011.
  2. Große Kreisstadt Radebeul (Hrsg.): Verzeichnis der Kulturdenkmale der Stadt Radebeul. Radebeul 24. Mai 2012, S. 26 (Letzte von der Stadt Radebeul veröffentlichte Denkmalliste. Die seit 2012 beim Landkreis Meißen angesiedelte Untere Denkmalschutzbehörde hat noch keine Denkmalliste für Radebeul veröffentlicht.).
  3. a b Volker Helas (Bearb.): Stadt Radebeul. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Große Kreisstadt Radebeul (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Sachsen). SAX-Verlag, Beucha 2007, ISBN 978-3-86729-004-3, S. 212 f.

Koordinaten: 51° 6′ 29,5″ N, 13° 37′ 52,5″ O