Hauptmenü öffnen

Der Fußball-Club Memmingen 1907 Verein für Leibesübungen e.V. (kurz FC Memmingen) ist ein Fußballverein in Memmingen. Der (Stand: Sommer 2016) 780 Mitglieder[1] zählende Verein spielt seit der Saison 2012/13 in der viertklassigen Regionalliga Bayern.

FC Memmingen
Vereinsemblem des FC Memmingen
Basisdaten
Name Fußball-Club Memmingen 1907 Verein für Leibesübungen e.V.
Sitz Memmingen, Bayern
Gründung 30. Mai 1907
Farben Rot-Weiß
Mitglieder 780 (Sommer 2016)[1]
Vorstand Armin Buchmann
Website fc-memmingen.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Uwe Wegmann
Spielstätte Memminger Arena
Plätze 5.000
Liga Regionalliga Bayern
2018/19 6. Platz
Heim
Auswärts

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Verein wurde am 30. Mai 1907 als Abteilung des Memminger Turnvereins gegründet. Der FC Memmingen entstand 1924 nach der Abspaltung der Fußballer von den Turnern.

Bis 1945 war der Verein siebenmal Meister der jeweiligen Spielklasse, die fast jährlich geändert, abgeschafft oder komplett neu geschaffen wurden. In der Nachkriegszeit verschwand der FCM jedoch für einige Jahrzehnte aus dem gehobenen Amateurfußball.

Erst 1970 gelang der erstmalige Aufstieg in die Bayernliga, die damals als 1. Amateurliga die höchste bayerische Spielklasse war. Zwar konnte der Verein nur 1979/80 mit einem dritten Rang vom Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga träumen, dennoch hielt sich der FC Memmingen immerhin 17 Jahre in der Liga, ehe er 1987 den Gang zurück in die Landesliga bestreiten musste, aus der der FCM jedoch nach nur zwei Jahren wieder aufsteigen konnte.

In diesem Abschnitt der Vereinsgeschichte waren einstellige Tabellenplätze wieder häufiger zu erreichen. Am erfolgreichsten dabei war das Spieljahr 1996/97, als der Klub den Aufstieg in die Regionalliga nur knapp verpasste. Hier wurde der FC Memmingen, der im Spiel gegen die Offenbacher Kickers in der Nachspielzeit im Rhein-Neckar-Stadion in Mannheim mit 3:2 Toren geführt hatte und damit Aufsteiger in die Fußball-Regionalliga gewesen wäre, nur durch einen Flutlichtausfall und den dadurch bedingten Spielabbruch gestoppt. Das Wiederholungsspiel im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion verlor der FC Memmingen mit 0:2 und somit waren die Kickers aus Offenbach in die Regionalliga aufgestiegen. Die guten Leistungen der Saison konnten jedoch nicht bestätigt werden; ein Jahr später entging der Klub als 15. nur knapp dem Abstieg, welcher 2002 dann aber dennoch kam. Seit dem direkten Wiederaufstieg 2003 gehörte der FC Memmingen ununterbrochen der Bayernliga an. Insgesamt gehörte der Verein 37 Jahre der Bayernliga an und ist Tabellenführer in der ewigen Tabelle selbiger.

Im Jahr 2007 feierte der Verein das 100-jähriges Bestehen mit einigen Veranstaltungen. Zur Jubiläumssaison wurde auch das vom FC Memmingen genutzte Stadion an der Bodenseestraße von der Stadt in eine moderne Fußballarena umgebaut. Eröffnet wurde die Memminger Arena und damit zugleich die Bayernligasaison 2007/08 am 28. Juli 2007 mit dem Allgäu-Derby gegen den FC Kempten, das von 6.650 Zuschauern besucht wurde und vom Bayerischen Fernsehen in der zweiten Halbzeit live übertragen wurde.

In der Saison 2009/10 sicherte sich der FCM souverän und vorzeitig die Bayernliga-Meisterschaft. Der sportliche Aufstieg in die Regionalliga Süd ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Das erste Aufeinandertreffen mit dem weiteren Lokalrivalen SSV Ulm 1846 in einem Punktspiel überhaupt endete am 3. September 2010 in der mit 5.100 Zuschauern ausverkauften Arena 1:1-Unentschieden. Am letzten Spieltag traten die Memminger beim SV Darmstadt 98 vor 17.000 Zuschauern an – Zuschauerrekord in der Memminger Vereinsgeschichte. Durch die Reform im deutschen Fußball spielt der FC Memmingen seit der Saison 2012/13 in der neuen Regionalliga Bayern und gehört damit konstant seit über 45 Jahren dem bayerischen Amateur-Spitzenfußball an. Am 14. September 2013 trat nach 16 Jahren Amtszeit (Spieler und Trainer) der bosnische Trainer Esad Kahric von seinem Amt als Cheftrainer zurück.[2] Im Jahr 2014 richtete der FCM zusammen mit dem Fanclub "Red Baarons Dietmannsried" das alljährliche Traumspiel des FC Bayern München aus. Mit Zusatztribünen wurde das Fassungsvermögen auf 11.000 Besucher aufgestockt – es war der größte Zuschauerzuspruch bei einem Fußballspiel im Allgäu bislang.

NachwuchsarbeitBearbeiten

Die zweite Mannschaft des FC Memmingen, das sogenannte Junior-Team, ist der Unterbau. Sie schaffte in der Saison 2007/08 den erstmaligen Aufstieg in die Landesliga Süd und spielte in der Saison 2008/09 nur eine Liga unter der Bayernliga-Mannschaft. Nach einer Saison musste die Mannschaft wieder absteigen und spielte in der Bezirksoberliga Schwaben, die im Sommer 2012 aufgelöst wurde. Der FCM II schaffte die Qualifikation für die neue Landesliga Südwest.

Der Fußballclub ist im Allgäu führend in der Jugendarbeit. Memmingen ist Nachwuchsleistungszentrum des DFB und BFV, wo Talente zusätzlich zum Vereinstraining gefördert und für Auswahlmannschaften gesichtet werden. In den oberen Altersklassen (A-, B- und C-Junioren) spielt der FC Memmingen in den höchsten bayerischen Ligen. 12 Jugendmannschaften sind im Spielbetrieb. Nach vielen erfolgreichen Jahren im Mädchen- und Frauenfußball gibt es hier seit Sommer 2016 einen Neuaufbau.

ErfolgeBearbeiten

  • Erreichen der Aufstiegsspiele zur Fußball-Regionalliga 1997
  • Tabellenerster der Ewigen Bayernliga-Tabelle
  • Bayerischer Hallenmeister 2009
  • Bayernliga-Meisterschaft und Aufstieg in die Regionalliga Süd 2010

PersonenBearbeiten

Kader 2019/20Bearbeiten

  • Stand: 12. Juli 2019[3]
Nr. Name Geburtsdatum Nat. beim FCM seit letzter Verein
Tor
01 Martin Gruber 14. März 1990 Deutschland  2013 TSV 1874 Kottern
12 Lukas Trum 16. September 1995 Deutschland  2019 SC Egg
33 Felix Thiel 22. Juli 1994 Deutschland  2019 TSV Schwabmünchen
Marco Zettler 5. August 1998 Deutschland  2012 eigene Jugend
Abwehr
02 Mario Jokić 10. September 1990 Kroatien  2018 TSV 1874 Kottern
03 Arijant Kelmendi 25. Februar 1995 Kosovo  2019 FC Pipinsried
04 Philipp Boyer 22. März 1996 Deutschland  2012 FC Augsburg Jugend
05 Sebastian Schmeiser (C)  20. Juni 1992 Deutschland  2013 SC Fürstenfeldbruck
07 Fadhel Morou 6. Juli 1997 Deutschland  2019 FC Pipinsried
18 Lukas Ender 16. März 2000 Deutschland  2019 FC Heidenheim
20 Olcay Kücük 23. Mai 1994 Turkei  2018 SSV Ulm 1846
22 Jakob Gräser 1. Februar 1999 Deutschland  2015 eigene Jugend
26 Tobias Schmölz 10. Mai 2001 Deutschland  2016 eigene Jugend
28 Lirim Kelmendi 28. Januar 1996 Kosovo  2019 VfR Garching
Mittelfeld
06 Lukas Rietzler 14. September 1997 Deutschland  2014 eigene Jugend
08 Marco Boyer 15. Oktober 1997 Deutschland  2019 SC Ichenhausen
15 Roland Wohnlich 8. April 1998 Deutschland  2012 eigene Jugend
17 Marco Schad 24. Februar 1997 Deutschland  2016 FC Augsburg Jugend
19 Gianluca Ippolito 29. Februar 2000 Italien  2019 FC Ingolstadt Jugend
21 Natsuhiko Watanabe 26. Juni 1995 Japan  2018 VfR Aalen
24 Marco Greisel 24. Juli 1997 Deutschland  2019 FC Augsburg Jugend
Timo Lutz 8. Februar 1999 Deutschland  2015 FC Memmingen II
Angriff
09 Fatjon Celani 14. Januar 1992 Deutschland  2018 TSV Steinbach Haiger
10 Menelik Chaka Ngu'Ewodo 16. Dezember 1999 Kamerun  2019 SV Pullach
11 Ensar Skrijelj 16. Dezember 1999 Bosnien und Herzegowina  2018 FC Ismaning Jugend
13 Marco Nickel 28. Juli 1999 Deutschland  2017 SpVgg Kleinkötz
16 Luca Sirch 14. Juni 1999 Deutschland  2015 FC Königsbrunn

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

  • Martin Dausch, später VfR Aalen, 1. FC Union Berlin, MSV Duisburg
  • Timo Gebhart, später 1860 München, VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg, Steau Bukarest, Hansa Rostock (ehemaliger Junioren-Nationalspieler)
  • Harald Gfreiter, später SSV Jahn Regensburg
  • Christian Gmünder, später u. a. 1. FC Heidenheim, Waldhof Mannheim
  • Jannik Haberer, später SpVgg Unterhaching, TSG Hoffenheim, VfL Bochum, SC Freiburg (U-21-Nationalspieler)
  • Alexander Hack, später SpVgg Unterhaching, FSV Mainz 05
  • Andreas Hindelang, zuvor VfB Stuttgart II
  • Frank Kramer, später SpVgg Greuther Fürth, Trainer TSG Hoffenheim II, SpVgg Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf (U-19-Nationaltrainer)
  • Reinhold Mathy, später u. a. FC Bayern München, Bayer 05 Uerdingen und Hannover 96
  • Reiner Maurer, später u. a. SpVgg Unterhaching, FC Bayern München, VfB Stuttgart, Karlsruher SC, Arminia Bielefeld und TSV 1860 München
  • Markus Mendler, später 1. FC Nürnberg, Stuttgarter Kickers
  • Michael Mutzel, später Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, Karlsruher SC
  • Sarah Romert, spielte von 2009 bis 2011 für den Verein, seitdem FC Bayern München (U-19-Nationalspielerin)
  • Bajram Sadrijaj, später Borussia Dortmund
  • Patrick Sontheimer, später SpVgg Greuther Fürth, U-19-Nationalspieler
  • Kevin Volland, später TSV 1860 München, TSG 1899 Hoffenheim, Bayer Leverkusen (A-Nationalspieler)
  • Frank Wiblishauser, später u. a. FC Bayern München, 1. FC Nürnberg (ehemaliger Junioren-Nationalspieler)
  • Verena Wieder, spielte 2015 bis 2016 für den Verein

WeblinksBearbeiten

  Commons: FC Memmingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b FC-Memmingen.de: Infos FC Memmingen
  2. Trainer Esad Kahric erklärt Rücktritt beim FC Memmingen
  3. Team, fcmemmingen.de