Ein Füllwort ist laut Duden ein Wort mit geringem Aussagewert[1], das zum Verständnis des Kontextes nicht notwendig ist.[2] Typische Beispiele sind gar, ja, also und halt.[3]

BeschreibungBearbeiten

Füllwörter können weggelassen werden, ohne die Aussage auf der Sachebene zu verändern. Sie dienen manchmal dazu, einen Inhalt emotional zu färben (Modalpartikel) oder einen Vers zu glätten.[4] In der gesprochenen Sprache können sie zur Verbesserung des Sprachflusses eingesetzt werden. Von vielen Sprechern oder Schreibern werden sie unüberlegt und unwillkürlich eingesetzt, was meist zu schlechtem Stil führt.

Auch in der französischen Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts war das Füllwort als Cheville verpönt.

WeblinksBearbeiten

Wiktionary: Füllwort – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. duden.de: Füllwort
  2. Der grosse Brockhaus. 18. neu bearbeitete Auflage. Brockhaus, Wiesbaden 1978, Bd. 4, S. 292.
  3. Eine Liste von Wörtern, die oft als Füllwörter verwendet werden, darunter die genannten, gibt Wolf Schneider: Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil. 2. Auflage. Goldmann, München 1984, ISBN 3-442-11536-1, S. 120–122.
  4. Auszug aus Munzinger Online/Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache, 4. Auflage, CD-ROM, Bibliographisches Institut GmbH, Berlin 2012.