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Ein Führungsgrundgebiet dient der Strukturierung von Fähigkeiten innerhalb einer Führungsorganisation. Der Begriff wird überwiegend beim Militär verwendet.

Die Führungsgrundgebiete sind Grundlage für den Aufbau einer Stabsorganisation und für die Schulung des dort einzusetzenden Personals. Insofern findet sich in den meisten Stäben die Einteilung nach Führungsgrundgebieten (Sachgebiete) wieder.

MilitärBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

In der Bundeswehr, insbesondere in Kommandobehörden, gibt es vielfach die klassische Stabsgliederung (Durchnummerierung der Sachgebiete nach Führungsgrundgebiet) nicht mehr, eine Differenzierung der Organisationselemente (z. B. Dezernate) nach Führungsgrundgebiet lässt sich dennoch meist erkennen.

Die Führungsgrundgebiete (FGG)[1] sind

  • Personalwesen, Innere Führung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (FGG 1),
  • Militärisches Nachrichtenwesen (FGG 2),
  • Führung, Organisation, Ausbildung (FGG 3),
  • Logistik (FGG 4),
  • Führungsdienst (FGG 6)

SchweizBearbeiten

Auch die Schweizer Armee gliedert nach Führungsgrundgebieten (FGG)

  • FGG 1 Personelles der Armee
  • FGG 2 Nachrichten
  • FGG 3 Operationen
  • FGG 4 Logistik
  • FGG 5 Planung
  • FGG 6 Führungsunterstützung
  • FGG 7 Ausbildung
  • FGG 8 Finanzen
  • FGG 9 International
  • FGG10 Sicherheit

Nordatlantikpakt-Organisation (NATO)Bearbeiten

In der NATO unterscheidet man

  • Manpower or Personnel (1) – Truppenstärke und Personal
  • Intelligence / security / information operations (2) – Nachrichtenwesen / Sicherheit / Informationsoperationen
  • Operations (3) – Führung und Einsatz
  • Logistics (4) – Logistik
  • Plans & Strategy (5) – Planung und Strategie
  • Signal (Communications and IT) (6) – Kommunikation und Informationstechnik
  • Training (7) – Ausbildung
  • Finance (8) – Haushalt und Finanzen
  • CIMIC (9) – Zivil-militärische Zusammenarbeit

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zentrale Dienstvorschrift 1/50 Grundbegriffe zur militärischen Organisation - Unterstellungsverhältnisse - Dienstliche Anweisungen, Nr. 116