Färöische Fußballnationalmannschaft der Frauen

Färöer
Føroyar
Færøerne
Fed feroe.svg
Verband Fótbóltssamband Føroya
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Cheftrainer Pætur Clementsen
Co-Trainer John Petersen
Kapitän [[Olga Kristina Hansen]]
Rekordtorschützin Rannvá Andreasen (26)
Rekordspielerin Rannvá Andreasen und Olga Kristina Hansen (je 55)
Heimstadion Tórsvøllur
FIFA-Code FRO
FIFA-Rang 86. (1259 Punkte)
(Stand: 26. Juni 2020)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
73 Spiele
22 Siege
9 Unentschieden
42 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
IslandIsland Island 6:0 Färöer FaroerFäröer
(Kópavogur, Island; 25. Juni 1986)
Höchster Sieg
AndorraAndorra Andorra 0:8 Färöer FaroerFäröer
(Hamrun, Malta; 6. April 2015)
Höchste Niederlage
FaroerFäröer Färöer 0:13 Norwegen NorwegenNorwegen
(Tórshavn; 8. Oktober 2019)
(Stand: 9. März 2020)

Die färöische Fußballnationalmannschaft der Frauen repräsentiert den Fußballverband der Färöer im internationalen Frauenfußball. Neben der A-Mannschaft gibt es derzeit eine U-19- und U-17-Auswahl. Die meisten Spielerinnen kommen vom Rekordmeister KÍ Klaksvík.

GeschichteBearbeiten

Ihre ersten beiden Spiele bestritt die Mannschaft im Juni 1986 in Island gegen die Isländische Fußballnationalmannschaft der Frauen, die sie mit 0:6 und 0:2 verlor.

Nachdem der FSF 1988 der FIFA beitrat und die Männer im selben Jahr offizielle Begegnungen absolvierten, kam es bei den Frauen erst 1995 in der Qualifikation zur Europameisterschaft 1997 zu Pflichtspielen. Nach denen dauerte es acht Jahre bis zu den nächsten Begegnungen mit anderen offiziellen Nationalmannschaften. Seit 2004 werden wieder regelmäßig Spiele absolviert. Allerdings wurde 2004 auch das letzte offizielle Heimspiel ausgetragen, danach spielte das Team ausschließlich auswärts oder auf neutralen Plätzen. Erst in der Qualifikation zur WM 2015 wurden im April wieder Heimspiele ausgetragen.

Auf die Qualifikation zur Weltmeisterschaft wurde bis 2011 verzichtet. Größter sportlicher Erfolg waren die Siege des Frauenfußballturniers bei den Island Games in den Jahren 2001, 2003 und 2005.

Derzeit stehen die Färingerinnen auf Platz 69 der FIFA-Weltrangliste und auf Platz 38 der UEFA-Rangliste für Europa (Stand: 1. September 2017). Beste Platzierung war der 60. Platz im Juni 2009. In der Vorqualifikation für die EM 2013 belegte das Team beim Turnier auf Malta nach Niederlagen gegen Armenien und Georgien den letzten Gruppenplatz, konnte dabei aber den Gastgeber Malta mit 2:0 bezwingen.

In der Qualifikation für die WM 2015 musste die Mannschaft in die Vorqualifikation und erreichte in den Spielen im April 2013 beim Turnier in Litauen ein 3:3 gegen Montenegro, ein 1:0 gegen den Gastgeber Litauen und ein 2:1 gegen Georgien und qualifizierte sich damit für die eigentliche Qualifikation, die im Herbst 2013 begann. Dort traf die Mannschaft im Herbst 2013 erstmals auf Schweden und Polen. Im April 2014 kam es in diesem Rahmen zum ersten Spiel gegen Nordirland. Die Partie endete torlos. Weitere Gegner waren Schottland und Bosnien und Herzegowina, gegen die die Färöer bereits zuvor gespielt hatten. Die Färingerinnen beendeten die Qualifikation mit zwei Punkten als Gruppenletzte.

In der Vorqualifikation zur EM 2017 belegten die Färöer punktgleich mit Georgien und Malta den zweiten Platz, da der direkte Vergleich gegen Georgien mit 0:2 verloren wurde. Die Spiele gegen Malta und Andorra wurden mit 4:2 beziehungsweise 8:0 gewonnen. In der Qualifikation zur WM 2019 trafen die Färingerinnen in der Vorqualifikation als Gastgeber eines Miniturnieres im April 2017 auf Luxemburg, Montenegro sowie die Türkei und qualifizierten sich für die Hauptqualifikation. Dort sind Deutschland, Island, Tschechien und Slowenien die Gegner.

TurnierbilanzBearbeiten

WeltmeisterschaftBearbeiten

  • 1991 : nicht teilgenommen
  • 1995 : nicht teilgenommen
  • 1999 : nicht teilgenommen
  • 2003 : nicht teilgenommen
  • 2007 : nicht teilgenommen
  • 2011 : nicht teilgenommen
  • 2015 : nicht qualifiziert
  • 2019 : nicht qualifiziert

EuropameisterschaftBearbeiten

  • 1984 : nicht teilgenommen
  • 1987 : nicht teilgenommen
  • 1989 : nicht teilgenommen
  • 1991 : nicht teilgenommen
  • 1993 : nicht teilgenommen
  • 1995 : nicht teilgenommen
  • 1997 : nicht qualifiziert
  • 2001 : nicht teilgenommen
  • 2005 : nicht teilgenommen
  • 2009 : nicht qualifiziert
  • 2013 : nicht qualifiziert
  • 2017 : nicht qualifiziert

Olympische SpieleBearbeiten

  • 1996 : nicht teilgenommen
  • 2000 : nicht teilgenommen
  • 2004 : nicht teilgenommen
  • 2008 : nicht teilgenommen
  • 2012 : nicht teilgenommen
  • 2016 : nicht qualifiziert
  • 2020 : nicht qualifiziert

Algarve-CupBearbeiten

Die Nationalmannschaft nahm einmal am Algarve-Cup teil, spielte dabei in Gruppe C, in der zunächst die schwächeren Mannschaften gegeneinander antreten und belegte sowohl in der Gruppe als auch in der Abschlusswertung den letzten Platz.

  • 1994 bis 2009: nicht teilgenommen/eingeladen
  • 2010: 12. Platz
  • 2011 bis 2020: nicht teilgenommen/eingeladen

OffizielleBearbeiten

TrainerBearbeiten

Bisher wurde die Nationalmannschaft von fünf verschiedenen Personen trainiert.

Co-TrainerBearbeiten

In den bisherigen Spielen assistierten folgende Co-Trainer.

RekordspielerinnenBearbeiten

Nach EinsätzenBearbeiten

Stand: Ende 2019[2]

Rang Name Einsätze Tore Zeitraum
01. Rannvá Biskopstø Andreasen 55 26 2004–2018
0 Olga Kristina Hansen 55 05 2006–0000
03. Heidi Sevdal 53 21 2006–0000
04. Malena Josephsen 41 10 2004–2015
05. Ansy Sevdal 39 00 2010–0000
06. Randi Wardum 38 00 2004–2014
07. Eyðvør Klakstein 34 04 2012–0000
08. Fríðrún Olsen 31 02 2008–2015
09. Lív Arge 29 02 2012–0000
10. Ásla Johannessen 22 00 2014–0000
11. Bára Skaale Klakstein 20 00 1996–2013
Milja R. Simonsen 20 04 2015–2018

Jüngste eingesetzte Spielerin war Lív Arge mit 15 Jahren und 8 Monaten.

Nach TorenBearbeiten

Aufgelistet sind nur mehrfache Torschützinnen.

Stand: Ende 2019[2]

Rang Name Tore Einsätze Zeitraum
01. Rannvá Biskopstø Andreasen 26 55 2004–2018
02. Heidi Sevdal 21 53 2006–0000
03. Malena Josephsen 10 41 2004–2015
04. Olga Kristina Hansen 05 55 2006–0000
05. Milja Simonsen 04 20 2015–2018
Eyðvør Klakstein 04 34 2012-0000
07. Vivian Bjartalíð 03 05 2004–2007
Mona Breckman 03 12 2008–2011
09. Elin Kathrina Thomsen 02 08 2005–2008
Íðunn Magnussen 02 14 2012–2015
Birita B. Nielsen 02 08 2017–0000
Fríðrún Olsen 02 31 2008–2015
Lív Arge 02 29 2012–0000

Weitere sieben Spielerinnen erzielten jeweils einen Treffer. Jüngste Torschützin ist Mona Breckman mit 17 Jahren und 2 Monaten.

Länderspiele gegen deutschsprachige Fußball-NationalmannschaftenBearbeiten

(Ergebnisse stets aus färöischer Sicht)

Auf Deutschland trafen die Färingerinnen erstmals in der im Herbst 2017 begonnenen Qualifikation für die WM 2019:

  1. 24. Oktober 2017 in Großaspach 0:11 (0:6) (WM-Qualifikation)
  2. 4. September 2018 in Tórshavn 0:8 (0:3) (WM-Qualifikation)
  1. 26. Februar 2010 in Lagos 0:3 (0:2) (Algarve-Cup)
  2. 3. März 2010 in Silves 0:6 (0:0) (Algarve-Cup)
  1. 15. Mai 2008 in Junglinster 4:2 (1:0) (Freundschaftsspiel)
  2. 27. Oktober 2008 in Marijampolė 6:2 (3:1) (Freundschaftsspiel)
  3. 28. November 2012 in Niederkorn 6:0 (4:0) (Freundschaftsspiel)
  4. 4. November 2016 in Itzig 1:2 (Freundschaftsspiel)
  5. 6. November 2016 in Consdorf 1:1 (Freundschaftsspiel)
  6. 6. April 2017 in Tórshavn 5:1 (WM-Vorqualifikation)

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Frauen-Weltrangliste. In: fifa.com. FIFA, 26. Juni 2020, abgerufen am 26. Juni 2020 (Mannschaften ohne Platz und Punkte sind provisorisch, da nicht mehr als fünf Spiele absolviert wurden oder die Mannschaften seit mehr als 18 Monaten inaktiv sind.).
  2. a b Kvinnur A: Landsliðsleikarar 1995-2019 (färöisch)

WeblinksBearbeiten