Färöische Fußballmeisterschaft 2019

Die Färöische Fußballmeisterschaft 2019 war die 77. Saison der höchsten färöischen Fußballliga. Die Liga hieß offiziell Betrideildin nach dem Hauptsponsor Betri Banki. Sie startete am 10. März 2019 und endete am 26. Oktober 2019.

Betrideildin 2019
Meister KÍ Klaksvík
Champions-League-
Qualifikation
KÍ Klaksvík
Europa-League-
Qualifikation
B36 Tórshavn
NSÍ Runavík
HB Tórshavn
Pokalsieger HB Tórshavn
Mannschaften 10
Spiele 135
Tore 435  (ø 3,22 pro Spiel)
Torschützenkönig Klæmint Olsen (NSÍ Runavík)
Betrideildin 2018

Der einzige Aufsteiger ÍF Fuglafjørður kehrte nach einem Jahr in die höchste Spielklasse zurück. Meister wurde KÍ Klaksvík, die den Titel somit zum 18. Mal erringen konnten. Titelverteidiger HB Tórshavn landete auf dem vierten Platz.

Im Vergleich zur Vorsaison verbesserte sich die Torquote auf 3,22 pro Spiel, was den höchsten Schnitt seit 2015 bedeutete. Die höchsten Siege erzielten NSÍ Runavík mit einem 8:1 im Auswärtsspiel gegen EB/Streymur am zehnten Spieltag sowie KÍ Klaksvík mit einem 7:0 im Heimspiel gegen TB Tvøroyri am siebten Spieltag. Die torreichsten Spiele absolvierten ÍF Fuglafjørður und AB Argir mit einem 4:6 am 25. Spieltag sowie HB Tórshavn und EB/Streymur mit einem 6:4 am zwölften Spieltag.

ModusBearbeiten

In der Betrideildin spielte jede Mannschaft an 27 Spieltagen jeweils drei Mal gegeneinander. Die punktbeste Mannschaft zu Saisonende ist Meister und nimmt an der Qualifikation zur Champions League teil. Es gab keinen Absteiger, da drei nichtaufstiegsberechtigte Teams die ersten drei Plätze der 1. Deild belegten.

SaisonverlaufBearbeiten

B36 Tórshavn setzte sich mit vier Siegen aus vier Spielen zu Beginn der Saison an die Tabellenspitze. Nach drei Niederlagen in Folge, darunter einem 0:3 im Heimspiel gegen KÍ Klaksvík am vierten Spieltag war zunächst Skála, die noch am ersten Spieltag mit 0:1 bei B36 unterlagen in Führung, welche durch eine 1:2-Heimniederlage gegen EB/Streymur zu KÍ wechselte. Nach zwei Unentschieden an den ersten beiden Spieltagen gewannen sie die nächsten sieben Spiele und verloren erstmals am zehnten Spieltag mit 1:4 im Auswärtsspiel gegen HB Tórshavn. Nun befanden sich mit NSÍ Runavík, KÍ Klaksvík und Víkingur Gøta drei Mannschaften mit jeweils zehn Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen punktgleich an der Spitze, B36 Tórshavn folgte mit nur einem Punkt dahinter. Am nächsten Spieltag setzte sich B36 auswärts mit 2:0 gegen KÍ durch, während KÍ einen Spieltag später mit 1:0 gegen NSÍ gewinnen konnte. Víkingur spielte vom 16. bis 18. Spieltag gegen alle drei Konkurrenten und verlor jeweils. Am 17. Spieltag waren nun NSÍ Runavík, KÍ Klaksvík und B36 Tórshavn punktgleich. Während B36 die nächsten sieben Spiele siegreich gestalten konnte, blieb NSÍ die folgenden vier Spiele ungeschlagen, verlor jedoch am 22., 24. und 26. Spieltag gegen B36, KÍ und Víkingur jeweils zu Hause. KÍ Klaksvík hingegen spielte nur am 19. Spieltag im Heimspiel gegen Skála ÍF mit einem 2:2 unentschieden und gewann die restlichen Partien. Nach einem 2:2 im Derby zwischen B36 und HB gab die bessere Tordifferenz den Ausschlag gegenüber KÍ. Am letzten Spieltag kam es zur Entscheidung. KÍ Klaksvík konnte sich hierbei mit 3:0 auswärts bei B36 Tórshavn durchsetzen und gewann somit die Meisterschaft.

VereineBearbeiten

Mannschaft Stadion Spielort
AB Argir Skansi Arena Argir
B36 Tórshavn Gundadalur Tórshavn
EB/Streymur við Margáir Streymnes
HB Tórshavn Gundadalur Tórshavn
ÍF Fuglafjørður Í Fløtugerði Fuglafjørður
KÍ Klaksvík Við Djúpumýrar Klaksvík
NSÍ Runavík við Løkin Runavík
Skála ÍF Undir Mýruhjalla Skála
TB Tvøroyri við Stórá Trongisvágur
Víkingur Gøta Sarpugerði Norðragøta

AbschlusstabelleBearbeiten

Mannschaften der Betrideildin 2019
Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. KÍ Klaksvík  27  21  3  3 062:190 +43 66
 2. B36 Tórshavn (P)  27  20  3  4 053:230 +30 63
 3. NSÍ Runavík  27  18  3  6 065:310 +34 57
 4. HB Tórshavn (M)  27  15  6  6 062:280 +34 51
 5. Víkingur Gøta  27  16  3  8 051:350 +16 51
 6. Skála ÍF  27  12  1  14 038:320  +6 37
 7. AB Argir  27  6  3  18 032:660 −34 21
 8. TB Tvøroyri1  27  5  4  18 020:570 −37 19
 9. EB/Streymur  27  5  3  19 025:630 −38 18
10. ÍF Fuglafjørður (N)  27  1  3  23 027:810 −54 06

Platzierungskriterien: 1. Punkte – 2. Tordifferenz – 3. geschossene Tore

1 TB Tvøroyri löste die Fusion mit FC Suðuroy und Royn Hvalba, so dass der Platz von TB/FC Suðuroy/Royn übernommen wurde.
  • Färöischer Meister und Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2020/21
  • Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2020/21
  • (M) Meister 2018
    (P) Pokalsieger 2018
    (N) Aufsteiger aus der 1. Deild 2018

    KreuztabelleBearbeiten

    2019                    
    AB Argir 1:2 1:2 1:1 1:2 2:1 3:1 0:4 0:2 1:5 0:1 0:2 2:2 1:3 0:3
    B36 Tórshavn 4:1 3:0 2:1 2:2 3:0 7:2 0:3 0:3 1:1 1:0 1:0 1:0 3:1 2:1
    EB/Streymur 5:1 1:2 1:2 0:4 0:3 1:0 0:2 0:0 0:1 1:8 0:1 0:2 1:4
    HB Tórshavn 4:3 5:0 0:0 6:4 6:0 4:1 1:1 0:2 0:2 3:0 3:0 3:0 3:1 3:1
    ÍF Fuglafjørður 4:6 1:3 2:3 0:2 1:5 2:3 0:3 2:4 0:3 1:3 2:2 1:1 0:4
    KÍ Klaksvík 2:1 0:2 2:1 4:0 0:0 3:1 3:0 2:0 3:2 2:2 7:0 3:0 2:0
    NSÍ Runavík 5:1 2:0 2:1 0:3 1:0 3:0 1:1 3:1 3:1 0:1 3:0 3:1 4:2 0:2
    Skála ÍF 0:1 1:2 1:2 5:0 0:3 2:1 0:1 0:2 2:0 1:2 2:0 5:1 2:3 0:1
    TB Tvøroyri 2:1 0:1 0:1 1:0 1:2 1:1 1:0 1:0 0:3 1:4 0:2 1:2 0:2
    Víkingur Gøta 1:1 1:0 0:1 1:1 2:1 1:0 3:0 3:2 2:2 1:3 2:3 2:1 3:1

    TorschützenlisteBearbeiten

    Bei gleicher Anzahl von Treffern sind die Spieler nach dem Nachnamen alphabetisch geordnet.

     
    Torschützenkönig Klæmint Olsen
    Pl. Name Team Tore
    1. Klæmint Olsen NSÍ Runavík 26
    2. Jóannes Bjartalíð KÍ Klaksvík 18
    3. Adrian Justinussen HB Tórshavn 16
    4. Patrik Johannesen KÍ Klaksvík 13
    5. Ari Olsen HB Tórshavn 12
    6. Stefan Radosavljevic TB Tvøroyri (6)
    B36 Tórshavn (3)
    9
    Sølvi Vatnhamar Víkingur Gøta
    8. Árni Frederiksberg B36 Tórshavn 8
    Petur Knudsen NSÍ Runavík
    Danemark  Ronni Møller-Iversen Skála ÍF

    Dies war nach 2013, 2014, 2015 und 2016 der fünfte Titel für Klæmint Olsen.

    TrainerBearbeiten

    Mannschaft Trainer Spieltage
    AB Argir Sorin Anghel Vasile 01–27
    B36 Tórshavn Jákup á Borg 01–27
    EB/Streymur Jákup Martin Joensen 01–27
    HB Tórshavn Island  Heimir Guðjónsson 01–27
    ÍF Fuglafjørður Hegga Samuelsen 01–05
    Ólavur Larsen 06
    Kári Reynheim 07–27
    Hans Jørgen Djurhuus
    KÍ Klaksvík Mikkjal Thomassen 01–27
    NSÍ Runavík Island  Guðjón Tórðarson 01–27
    Skála ÍF Eyðun Klakstein 01–27
    TB Tvøroyri Serbien  Zoran Pavlovic 01–24
    Karl Øster 25–27
    Tórður Holm
    Víkingur Gøta Erland Tvørfoss 01
    Sámal Erik Hentze 02–27

    Während der Saison gab es abgesehen von Víkingur Gøta zwei Trainerwechsel. TB Tvøroyri verschlechterte sich daraufhin um eine Position auf den achten Platz, wohingegen es für ÍF Fuglafjørður keine Auswirkungen hatte.

    SchiedsrichterBearbeiten

    Folgende Schiedsrichter, darunter auch jeweils einer aus Finnland, Norwegen und Schweden, leiteten die 135 Erstligaspiele:

    Name Stammverein Spiele
    Kári á Høvdanum Víkingur Gøta 22
    Rúni Gaardbo B68 Toftir 18
    Eiler Rasmussen AB Argir 18
    Jóhan Hendrik Ellefsen MB Miðvágur 16
    Alex Troleis B68 Toftir 15
    Dagfinn Forná NSÍ Runavík 13
    Petur Reinert Víkingur Gøta 10
    Bjarki Danielsen NSÍ Runavík 09
    Lars Müller Royn Hvalba 08
    Schweden  Fredrik Hansson 01
    Runi Olsen MB Miðvágur 01
    Finnland  Oliver Reitala 01
    Norwegen  Svein Tore Sinnes 01
    Rani Andrasson Skaalum Undrið FF 01
    Áron Sofus Vest KÍ Klaksvík 01

    Die MeistermannschaftBearbeiten

    In Klammern sind die Anzahl der Einsätze sowie die dabei erzielten Tore genannt.

    1. KÍ Klaksvík
     

    Jákup Andreasen (26/2) | Mikkjal á Bergi (3/0) | Jóannes Bjartalíð (27/18) | Jesper Brinck (25/0) | Aksel Danielsen (2/0) | Jóannes Danielsen (27/0) | Boris Dosljak (25/5) | Torbjørn Grytten (13/3) | Semir Hadzibulic (10/1) | Kristian Joensen (24/0) | Meinhardt Joensen (3/0) | Jonn Johannessen (22/2) | Patrik Johannesen (25/13) | Páll Klettskarð (14/6) | Darius Lewis (12/3) | Takuya Matsunaga (6/0) | Ólavur Niclassen (17/0) | Steinbjørn Olsen (20/1) | Deni Pavlovic (15/2) | Børge Petersen (6/0) | Óli Poulsen (1/0) | Simen Sandmæl (21/3) | Ísak Simonsen (22/0) | Magnus Stamnestrø (9/1)

    ohne Einsatz: Tórur Justesen | Túri Géza Tamas

    Nationaler PokalBearbeiten

    Im Landespokal gewann HB Tórshavn mit 3:1 gegen Víkingur Gøta. Meister KÍ Klaksvík schied im Halbfinale aus.

    EuropapokalBearbeiten

    2019/20 spielte HB Tórshavn als Meister des Vorjahres in der 1. Qualifikationsrunde zur Champions League gegen HJK Helsinki (Finnland). Nach der Niederlage im Hinspiel mit 0:3 erreichte HB zu Hause ein 2:2. Anschließend spielte HB in der 2. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen Linfield FC (Nordirland) im Heimspiel 2:2 und verlor auswärts mit 0:1.

    NSÌ startete in der Vorqualifikation zur UEFA Europa League gegen Ballymena United (Nordirland). Nach einem 0:2 im Auswärtsspiel endete das Rückspiel 0:0, woraufhin NSÍ ausschied.

    KÍ Klaksvík startete ebenfalls in der Vorqualifikation zur UEFA Europa League gegen SP Tre Fiori (San Marino) und gewann beide Spiele mit 5:1 und 4:0. In der 1. Qualifikationsrunde gelang gegen FK Riteriai (Litauen) das Weiterkommen nach einem 1:1 und 0:0 aufgrund der Auswärtstorregel. In der 2. Qualifikationsrunde schied KÍ schließlich nach 0:1-Niederlagen in beiden Spielen gegen den FC Luzern (Schweiz) aus.

    B36 Tórshavn spielte als Pokalsieger des Vorjahres in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen Crusaders FC (Nordirland) und verlor beide Spiele mit 0:2 und 2:3.

    WeblinksBearbeiten