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Euregiobahn

Regionalbahnlinie im Verbundraum des Aachener Verkehrsverbunds
RB 20 euregiobahn
Strecke der Euregiobahn
Kursbuchstrecke (DB):482
Höchstgeschwindigkeit:120 km/h
Verkehrsunternehmen: DB Regio AG, Region NRW
Bundesland (D): Nordrhein-Westfalen
Zuglauf
[veraltet]
Kopfbahnhof – Streckenanfang
Stolberg (Rheinl) Hbf RE
   
Merzbrück (geplant)
Bahnhof, Station
Eschweiler-St. Jöris
Haltepunkt, Haltestelle
Alsdorf-Poststraße
Haltepunkt, Haltestelle
Alsdorf-Mariadorf
Haltepunkt, Haltestelle
Alsdorf-Kellersberg
Bahnhof, Station
Alsdorf-Annapark
Haltepunkt, Haltestelle
Alsdorf-Busch
Haltepunkt, Haltestelle
Herzogenrath August-Schmidt-Platz
Haltepunkt, Haltestelle
Herzogenrath-Alt-Merkstein
Bahnhof, Station
Herzogenrath IC, RE
Bahnhof, Station
Kohlscheid
   
Richterich (geplant)
Bahnhof, Station
Aachen West RE
Haltepunkt, Haltestelle
Aachen Schanz RE
Bahnhof, Station
Aachen Hbf ICE, IC, THA, RE
Bahnhof, Station
Aachen-Rothe Erde RE
Haltepunkt, Haltestelle
Eilendorf
Bahnhof, Station
Stolberg (Rheinl) Hbf (Flügelung) RE
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Stolberg (Rheinl) Hbf (Gleis 27)
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Stolberg-Schneidmühle
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Stolberg Mühlener Bahnhof
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Stolberg-Rathaus
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Stolberg-Altstadt
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Eschweiler-Aue (geplant)
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Eschweiler-West
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Eschweiler Talbahnhof/Raiffeisenplatz
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Eschweiler-Nothberg
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Eschweiler-Weisweiler
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Langerwehe RE
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Düren RE, ICE, IC

Die Euregiobahn ist eine Regionalbahnlinie (RB 20) im Bereich des Aachener Verkehrsverbundes, betrieben durch die DB Regio AG, Region NRW auf eigenen Gleisen und auf Infrastruktur der Euregio Verkehrsschienennetz.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Ursprünglich geplantes Netz der Euregiobahn

Historischer Vorläufer der Euregiobahn waren die zunächst zweistündlich verkehrenden StadtExpress-Züge Aachen – Heerlen, welche seit dem 31. Mai 1992 die Züge auf der Bahnstrecke Sittard–Herzogenrath ersetzten. (Millionenlinie). Als erste eigentliche Ausbaustufe des Regionalbahnsystems Euregiobahn wurde im Juni 2001 die Relation von Heerlen über Herzogenrath, Kohlscheid und Aachen nach Stolberg Altstadt in Betrieb genommen. Dabei wurde der Streckenabschnitt Stolberg Hauptbahnhof–Stolberg Altstadt für den Personenverkehr reaktiviert. Der Bahnhof Stolberg-Altstadt (der frühere Bahnhof Stolberg (Rheinl) Hammer wurde auf Wunsch des Stadtrates umbenannt) sowie die Haltepunkte Stolberg Rathaus, Stolberg Mühlener Bf und Stolberg Schneidmühle entstanden neu, wobei gleichzeitig am Haltepunkt Stolberg Mühlener Bf ein Busbahnhof auf dem Gelände des abgerissenen Mühlener Bahnhofs entstand.

Als zweite Ausbaustufe gingen im September und Dezember 2004 die Eschweiler Talbahn von Stolberg Hauptbahnhof über Eschweiler-West, Eschweiler Talbahnhof/Raiffeisen-Platz, Eschweiler-Nothberg nach Eschweiler-Weisweiler sowie der Abschnitt von Herzogenrath über Herzogenrath Alt-Merkstein bis Herzogenrath August-Schmidt-Platz in Betrieb. Im Dezember 2005 wurde auch die Strecke über Alsdorf-Busch bis Alsdorf-Annapark befahren. Schließlich bedient die Euregiobahn seit Dezember 2007 die beiden neuen Haltepunkte Heerlen-De Kissel und Eygelshoven-Markt zwischen Herzogenrath und Heerlen.

Auf Grund der drastisch gekürzten Landesmittel konnten die Strecken zunächst nur beschränkt ausgebaut werden. Mit der Neubaustrecke Eschweiler-Weisweiler–Langerwehe wurde im Sommer 2007 begonnen, sie wurde am 14. Juni 2009 eröffnet. Die Züge fahren nunmehr von Eschweiler-Weisweiler nach Langerwehe und seit Dezember 2009 stündlich bis Düren weiter. Da Eschweiler-Nothberg und Langerwehe nun auch Anschluss über die Euregiobahnstrecke haben, ist der Haltepunkt Nothberg an der Hauptstrecke Köln–Aachen im Dezember 2009 geschlossen worden.

Am 11. November 2011 fand die erste Testfahrt auf dem nächsten Ausbauabschnitt des Ringschlusses, dem Streckenabschnitt Alsdorf-Annapark – Kellersberg – Poststraße, statt. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte am 9. Dezember 2011, an dem um 18:02 Uhr eine Sonderfahrt der Euregiobahn nur für geladene Gäste ab Alsdorf-Annapark die Strecke eröffnete. Am 11. Dezember 2011 begann der planmäßige Fahrgastbetrieb. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 wurde der Abschnitt zwischen Herzogenrath und Heerlen nicht mehr durch die Euregiobahn bedient und durch einen Pendelbetrieb des RE 18 als Übergangslösung zum Limax ersetzt. Gleichzeitig wurde der Takt zwischen Herzogenrath und Alsdorf-Annapark vom 60 auf 30 Minuten verdichtet.[1] Am 12. Juni 2016 wurde der letzte fehlende Abschnitt des Ringschlusses von Eschweiler-St. Jöris bis Stolberg Hauptbahnhof reaktiviert. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Merkstein zwischen dem heutigen Haltepunkt Alsdorf-Busch und Herzogenrath-Merkstein wurde Mitte 2017 ein Begegnungsgleis errichtet, so dass dort im Verspätungsfall Zugkreuzungen durchgeführt werden können die sonst planmäßig in Alsdorf-Annapark stattfinden.[2]

Reaktivierte StreckenBearbeiten

 
Gleis 27 in Stolberg (Rheinl) Hbf Richtung Altstadt

Folgende Strecken wurden für den Betrieb der Euregiobahn durch den Infrastrukturbetreiber EUREGIO Verkehrsschienennetz (EVS) modernisiert oder reaktiviert:

  • 10. Juni 2001: Stolberg Hbf – Stolberg-Hammer (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Walheim)
  • 11. September 2004: Stolberg Hbf – Eschweiler-Weisweiler (Eschweiler Talbahn)
  • 11. Dezember 2004: Herzogenrath – Herzogenrath August-Schmidt-Platz (Merkstein) (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)
  • 11. Dezember 2005: Herzogenrath August-Schmidt-Platz – Alsdorf-Annapark (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)
  • 9. Dezember 2011: Alsdorf-Annapark – Alsdorf Poststraße (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)
  • 15. Juni 2014: Alsdorf Poststraße – Eschweiler-St. Jöris (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)
  • 12. Juni 2016: Eschweiler-St. Jöris – Stolberg Hbf (Teil der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath)

StreckenneubautenBearbeiten

 
Weisweiler – Langerwehe

FlügelzugkonzeptBearbeiten

Eine betriebliche Besonderheit ist das Kuppeln und Flügeln der mit einer automatischen Scharfenbergkupplung ausgestatteten Züge. Die aus Aachen kommenden Züge werden im Stolberger Hauptbahnhof getrennt; der erste Zugteil fährt über Eschweiler-Weisweiler weiter nach Langerwehe, der hintere Zugteil nach Stolberg-Altstadt. In Gegenrichtung werden die Züge in einem entsprechend ausgerüsteten Gleis (Beifahranlage) im Stolberger Güterbahnhof vereinigt und fahren gemeinsam über Aachen Hauptbahnhof und Aachen Schanz nach Herzogenrath. Ab dort wurde (ohne Flügelung) abwechselnd Heerlen/NL oder über Merkstein und Alsdorf-Annapark die Station Eschweiler-St. Jöris erreicht. Seit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 verkehren die Triebwagen halbstündlich bis Alsdorf-Annapark, seit 2016 (Ringschluss) stündlich weiter bis Stolberg Hauptbahnhof.

 
Euregiobahn in Heimbach

Seit Frühjahr 2004 gab es an Sonntagen in den Sommermonaten einen direkten Zug zwischen Heerlen bzw. Alsdorf und Heimbach (Eifel), welcher sich speziell unter touristischen Gesichtspunkten eignete, seit Dezember 2015 gibt es diese Verkehre nicht mehr.

Fahrzeuge der EuregiobahnBearbeiten

Die DB Regio NRW setzt 24 zweiteilige Dieseltriebzüge der Bauart Bombardier Talent ein. Sie wurden in Aachen gebaut.

In der Anfangszeit der Euregiobahn rollten jedoch auch Einheiten der dreiteiligen Version als Baureihe 644. Die heute eingesetzten Züge der Baureihe 643.2 verfügen neben einer Indusi-Vorrichtung für die deutschen Gleissysteme auch über das niederländische Zugsicherungssystem ATB.

Für Kritik sorgte das Fehlen von WC-Anlagen in den Triebzügen, weshalb zwischenzeitlich mit Hinweisen an den Fahrzeugtüren auf diesen Umstand aufmerksam gemacht wurde.

Für die erwogene künftige Weiterführung der Euregiobahn im Straßenraum bis in die Aachener Innenstadt sind einige der bisher beschafften Triebwagen für den Betrieb nach der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab) mit besonders leistungsfähigen Bremsen, Blinkern und Rückspiegeln ausgerüstet worden.

Die Verträge mit der DB Regio liefen bis Ende 2016. DB Regio gewann 2015 auch die Ausschreibung für den Zeitraum Dezember 2016 bis Dezember 2020 und wird die Euregiobahn in diesem Zeitraum weiter mit den bereits vorhandenen Fahrzeugen betreiben. Ende 2020 soll die Elektrifizierung abgeschlossen sein, nach der Neuausschreibung sollen dann Elektrozüge zum Einsatz kommen.[3]

ZukunftBearbeiten

Aktuelle Planungen[4]Bearbeiten

ElektrifizierungBearbeiten

Zukünftig soll die Euregiobahn wie der restliche Schienenpersonennahverkehr in der Region ausschließlich unter Fahrleitung betrieben werden. Dazu müssen die restlichen 40 % der Strecke elektrifiziert werden. Dies betrifft die Strecken, welche nicht im Besitz der DB sind: Die Ringbahn Herzogenrath – Alsdorf – Stolberg, die Strecken von Stolberg Hauptbahnhof über Eschweiler-Weisweiler nach Langerwehe sowie jene zwischen Stolberg Hauptbahnhof und Stolberg Altstadt. Von der Elektrifizierung soll sich eine Kostenersparnis bei Beschaffung und Betrieb der Fahrzeuge, eine Reduzierung der Schadstoff- und Lärmemissionen sowie eine Verbesserung der Fahrdynamik ergeben. Dies würde auch die Einführung weiterer Halte ermöglichen, insbesondere eine Verlängerung in Stolberg bis Breinig.[5][3] Anfang 2015 wurde bekannt, dass selbst mit der Elektrifizierung die Wendezeiten nicht ausreichen, um Breinig mit den vorhandenen Zugumläufen anzubinden. Für einen weiteren Zug stehen jedoch derzeit keine Mittel zur Verfügung. Zudem wurde festgestellt, dass eine Elektrifizierung der Strecke, die sich in der Einflugschneise des Flugplatzes Merzbrück befindet, gar nicht zulässig ist. Eine Elektrifizierung ist daher von der Verlängerung und Verschwenkung der Landebahn abhängig, für die mittlerweile der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, die Finanzierung jedoch nach wie vor ungeklärt ist.[6] Bei den Eckpunkten für das neue Vergabeverfahren der RB 20, dass der NVR am 20. Oktober 2017 beschlossen hat, wird von einer Elektrifizierung bis Mitte 2021 ausgegangen.[7] Die Kosten werden mit 24.161.800€ angegeben, wovon 6.523.700€ Landesmittel für den Fall der Realisierung zugesagt sind. Aus diesen Mitteln soll auch ein Abzweig mit Abstellanlage realisiert werden mit der zunächst eine überschlagende Wende der Züge in Alsdorf-Annapark ermöglicht wird und später die Strecke nach Siersdorf angebunden werden kann.[8]

Mariadorf – Siersdorf – BaesweilerBearbeiten

Schon länger gibt es Pläne, die Stichstrecke vom ehemaligen Bahnhof Mariagrube zur ehemaligen Grube Emil Mayrisch zu reaktivieren. Diese vergleichsweise junge Strecke ist noch größtenteils erhalten und beginnt mit der ehemaligen Verbindungskurve zur Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath. Vom Prellbock ausgehend, verläuft sie zwischen den Haltepunkten Alsdorf-Kellersberg und Alsdorf-Mariadorf ein Stück parallel und biegt dann nach Norden ab. Die Gleise enden Heute kurz vor der Landesstraße 50 in Siersdorf.

Aktuelle Pläne sehen vor, die Strecke nach Setterich und in einer weiteren Stufe bis zum Gelände der ehemaligen Grube Carl Alexander zu verlängern. In einer ersten Maßnahme ab 2020, die in erster Linie der Erhaltung der Eisenbahninfrastruktur dient, soll die vorhandene Strecke befahrbar gemacht werden. Der NVR übernimmt 3.794.000 € der geplanten Kosten von 4.215.500 €. Der Abzweig aus der Strecke Alsdorf – Stolberg und die anschließende Abstellanlage sollen aus der Maßnahme zur Elektrifizierung des EVS-Netzes heraus realisiert werden.[8][9] Die Stichstrecke kann dabei aus der bestehenden Wendezeit der Euregiobahn in Alsdorf bedient werden, was bei der Neuausschreibung der Linie berücksichtigt ist.[7]

 
Entwicklung Euregio Verkehrsschienennetz

Haltepunkt Eschweiler-AueBearbeiten

Der Halt Eschweiler-Aue sollte bereits 2004 reaktiviert werden. Aus finanziellen Gründen wurde dies trotz Bürgerprotesten in Eschweiler bisher nicht verwirklicht. Der Haltepunkt ist im Förderprogramm bis 2017[veraltet] nicht enthalten.[10]

In Diskussion befindliche oder verworfene PlanungenBearbeiten

Anbindung an JülichBearbeiten

Frühe Pläne sahen vor, eine Verbindung nach Jülich über die ehemalige Strecke der Jülicher Kreisbahn von Puffendorf nach Jülich zu schaffen. Diese ist aber mittlerweile stillgelegt und größtenteils abgebaut.

Stichstrecke Würselen – Aachen ZentrumBearbeiten

Im Endausbau soll die Strecke der Euregiobahn über Alsdorf-Begau, Würselen-Merzbrück und das Würselener Zentrum bis in die Aachener Innenstadt geführt werden. Dabei würden weitgehend die Trassen vorhandener und stillgelegter Strecken genutzt. Der Abschnitt zwischen Aachen Nord und Aachen Bushof müsste dabei straßenbahnmäßig trassiert werden. Entgegen früheren Planungen werden keine der bereits für den Innenstadtverkehr zertifizierten Talent-Dieseltriebzüge die Aachener Innenstadt befahren. Hier wird auf zukünftige Zuggenerationen gesetzt, die im Hinblick auf Lärm- und Abgasentwicklung den Anforderungen für die Innenstadt entsprechen. Im innerstädtischen Verkehr wäre auch eine Einstiegshöhe von deutlich weniger als 80 Zentimetern erforderlich, um hier Barrierefreiheit zu ermöglichen.

Stolberger StreckenastBearbeiten

Eine Verlängerung des Stolberger Streckenastes nach Stolberg-Breinig und später über Walheim nach Eupen durch die Reaktivierung der bestehenden Strecke wird diskutiert. Die EVS wird dazu vom 12. März 2018 bis zum 12. Dezember 2018 das Rüstbach-Viadukt erneuern und damit die Langsamfahrstelle auf dem Streckenabschnitt zwischen Stolberg Altstadt und Stolberg-Breinig beseitigen.[11] Dafür sind Mittel von 5.025.800 € vorgesehen wobei 3.618.500 € durch den Zweckverband Nahverkehr Rheinland gefördert werden.[8][9] Dieser Abschnitt kann nach späterer Elektrifizierung in das Netz der RB 20 integriert werden, wofür bei der Ausschreibung für den Betrieb ab 2021 Fahrzeugreserven gebildet werden. Bis dahin ist ein Pendelverkehr mit Dieselfahrzeugen angedacht.[7] Für die Befahrbahrmachung des Streckenabschnittes Breinig bis Bundesgrenze mit Kosten von 6.901.400 € wurde ebenfalls ein Förderantrag gestellt. Dieser wurde jedoch abgelehnt, da der NVR in dieser Förderperiode keine Bestellung von SPNV in Aussicht stellen kann. Die Strecke ist jedoch gemäß der Auflage des Eisenbahnbundesamtes und des Vertrags zwischen SNCB und Bundesbahn zu erhalten.[8]

Haltepunkt RichterichBearbeiten

Ein Haltepunkt in Richterich an der Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach wurde von Bürgern gefordert, ist bisher jedoch nicht realisiert worden.[12]

InfrastrukturBearbeiten

Die Züge der Euregiobahn nutzen auf den nicht von DB Netz betriebenen Strecken die Infrastruktur der EUREGIO Verkehrsschienennetz (EVS) mit Sitz in Stolberg. Diese wurde 1999 von der BSR Naturstein-Aufbereitungs-GmbH gegründet und hat am 12. Oktober 2000 einen Großteil der heute von der Euregiobahn befahrenen Strecken von der Deutschen Bahn AG übernommen.

Sonderfahrten nach Stolberg-BreinigBearbeiten

 
Sonderfahrt in Breinig

Zum jährlichen Stadtfest in Stolberg, das meist an einem Wochenende im September stattfindet, fährt die Euregiobahn über ihren Endpunkt Stolberg-Altstadt hinaus bis Breinig. Sie verkehrt zwischen Stolberg Hauptbahnhof und Breinig von Samstagnachmittag bis Sonntagabend im Stundentakt und kann zum Kinderfahrpreis genutzt werden. Zwischen Stolberg-Altstadt und Breinig benutzt die Euregiobahn den sonst planmäßig nicht befahrenen Streckenabschnitt der Bahnstrecke Stolberg–Walheim. Wegen fehlender Signaltechnik und Sicherungseinrichtungen fährt der Zug dort im Schritttempo. An den Bahnübergängen in Breinig wurden Anfang 2016 die Schrankenmotoren erneuert und eine Funkauslösung installiert, so dass der Lokführer den Bahnübergang nach vorherigem Halt per Fernbedienung sichern kann. Vorher geschah die Sicherung mittels Absperrband von Verkehrshelfern. Für die Fahrt von Breinig nach Stolberg-Altstadt benötigt die Euregiobahn zwölf Minuten.

BildergalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Änderung im Zugverkehr zwischen Aachen und Heerlen. Aachener Verkehrsverbund, 1. Dezember 2015, abgerufen am 1. Dezember 2017.
  2. Jürgen Langee: Neuer Euregiobahn-Abschnitt: Anschlüsse sollen zuverlässiger werden. In: Aachener Zeitung. 22. September 2017, abgerufen am 1. Dezember 2017.
  3. a b DB Regio gewinnt Ausschreibung der Linie RB 20. In: avv.de. Aachener Verkehrsverbund, 27. August 2015, abgerufen am 28. August 2015.
  4. http://euregiobahn.de/de/#ausbau2004
  5. Jürgen Lange und Karl Stüber: Euregiobahn steht ab 2017 unter Strom. In: Aachener Nachrichten. 11. Mai 2012, abgerufen am 1. Juli 2014.
  6. Jutta Geese: Flugplatz Merzbrück: Wenn die Millionen fließen, wird gebaut. In: Aachener Zeitung. 20. Juli 2017, abgerufen am 31. Juli 2017.
  7. a b c RB 20 — Eckpunkte des Vergabeverfahrens. Zweckverband Nahverkehr - SPNV & Infrastruktur - Rheinland, 20. Oktober 2017, S. 2, abgerufen am 29. November 2017 (PDF).
  8. a b c d Sitzungsunterlagen Öffentliche Einladung (für Internet) 30.06.2017 Verbandsversammlung mit Auswirkungen auf die Schienenwegkapazität. Zweckverband Nahverkehr Rheinland, 13. Juni 2017, abgerufen am 1. Dezember 2017 (PDF).
  9. a b Öffentliche Beschlussliste 30.06.2017 Verbandsversammlung. Zweckverband Nahverkehr Rheinland, abgerufen am 1. Dezember 2017 (PDF).
  10. Haltepunkt Aue wird erst nach 2017 Thema. In: Aachener Zeitung. 30. Juni 2014, abgerufen am 1. Juli 2014.
  11. Geplante Instandhaltungs- und Baumaßnahmen der EVS GmbH mit Auswirkungen auf die Schienenwegkapazität. Euregio Verkehrsschienennetz, 28. Juli 2017, abgerufen am 1. Dezember 2017 (PDF).
  12. Neuer Bahnhof in Richterich: Die Bürger sind gefragt. In: Aachener Zeitung. Zeitungsverlag Aachen GmbH, 21. Juni 2013, abgerufen am 21. Oktober 2013.