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Eugenio María de Hostos

puerto-ricanischer Pädagoge und Schriftsteller
Eugenio María de Hostos

Eugenio María de Hostos y Bonilla (* 11. Januar 1839 in Mayagüez; † 11. August 1903 in Santo Domingo) war ein puerto-ricanischer Pädagoge und Schriftsteller.

De Hostos studierte Jura in Bilbao und Madrid und lernte dort Vertreter des Krausismo kennen, der seine philosophischen, pädagogischen und politischen Ansichten entscheidend prägte. Er war Anhänger der Ersten Spanischen Republik und schloss sich nach deren Untergang 1874 der New Yorker Junta Revolucionaria Cubana an, deren Zeitschrift La Revolución er herausgab. Später leitete er das Colegio Nacional de Asunción in Venezuela und gründete in Santo Domingo die Escuela Normal, wo er von 1879 bis 1888 unterrichtete. Zwischen 1889 und 1899 wirkte er als Pädagoge auch in Chile. De Hostos starb im Alter von 64 Jahren in Santo Domingo an den Folgen einer Infektion und wurde (als einziger Puertoricaner) im Panteón de los Héroes Nacionales beigesetzt.

Geprägt vom Krausismo vertrat de Hostos liberale Ideen. Er setzte sich für die Unabhängigkeit Kubas und der Antillen und ein vereinigtes Südamerika ebenso ein wie für Minoritätenrechte und die Gleichberechtigung der Frauen. Neben einem vollendeten Roman (La peregrinación de Bayoán), zwei unvollendeten Romanen und lyrischen Werken wie dem Poem El nacimiento del Nuevo Mundo verfasste de Hostos Essays zu ethischen, soziologischen, juristischen und literarischen Themen sowie didaktische Schriften.

QuellenBearbeiten