Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem

deutsche Schriftstellerin

Anna Eufemia Carolina Gräfin von Adlersfeld-Ballestrem (* 18. August 1854 in Ratibor; † 26. April 1941 in München) war eine deutsche Schriftstellerin. Um 1900 zählte sie zu den beliebtesten deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.

Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem (vor 1905)

Hervorgetreten ist sie vor allem mit Familien- und Liebesromanen, von denen viele Elemente von Schauer- und Kriminalliteratur oder von Phantastik enthalten. Adlersfeld-Ballestrem gilt als eine der bedeutendsten Marlitt-Epigoninnen. Handlungsort ihrer Arbeiten ist, anders als bei Marlitt, jedoch stets die Welt des Adels.

LebenBearbeiten

Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem wurde als fünftes von sechs Kindern des Grafen Alexander Karl Wolfgang von Ballestrem di Castellengo, Landschaftsdirektor in Ratibor, und Mathilde von Ballestrem, geb. von Hertell, in Ratibor geboren. Die Familie gehörte dem Adel in Schlesien an, die Vorfahren waren 1745 aus dem Piemont nach Schlesien übergesiedelt.

Im Jahr 1860 legte der Vater sein Amt nieder und die Familie zog zuerst nach Brieg und anschließend nach Hirschberg um. Hier verlebte Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem eine unbeschwerte Kindheit und wurde durch verschiedene Hauslehrer erzogen, der Vater weckte in ihr die Liebe zur Literatur. Von der Dresdner Kammersängerin Jenny Bürde-Ney erhielt sie Gesangsunterricht und entwickelte in der Folge „eine schöne Sopranstimme von seltenem Umfange“[1]

Nach dem Tod des Vaters im Jahre 1881 bereiste Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem mit ihrer Mutter für einige Jahre Italien. Diese Reise wirkte inspirierend auf ihr künstlerisches Schaffen, besonders widmete sie sich der Porträtmalerei. In Rom wurde sie sogar als Mitglied in die Accademia dell’Arcadia aufgenommen.

Nach der Rückkehr aus Italien nahm Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem zusammen mit ihrer Mutter ihren Wohnsitz in Breslau. Bis zu ihrer Hochzeit war sie dort Ehrenstiftsdame des königlichen kaiserlichen Stifts Maria Schul. Dort lernte sie auf einem Empfang den Rittmeister Joseph Fritz von Adlersfeld (* 1845) kennen, den sie 1884 heiratete und mit dem sie in die Garnisonsstadt Militsch zog. Im Jahr 1885 wurde die gemeinsame Tochter Dagmar geboren. Es folgten, bedingt durch Versetzungen des Ehemanns, die fast immer eine Beförderung nach sich zogen, noch mehrere Umzüge, so 1889 nach Karlsruhe und 1894 nach Durlach.

Im Sommer 1897 ließ sich Joseph von Adlersfeld als Oberstleutnant in den Ruhestand versetzen. Das Paar zog nach Baden-Baden und ließ sich nach längeren Reisen in den Jahren 1899 bis 1903 in Vevey in der Schweiz nieder. Im Jahr 1907 starb Joseph von Adlersfeld und Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem zog ein Jahr später nach Karlsruhe. Nach dem Ersten Weltkrieg siedelte sie nach München über, wo sie am 21. April 1941 starb. Sie wurde auf dem alten Teil des Münchner Waldfriedhofs beigesetzt. Ihr Grab am Wegrand ist als massives Steinkreuz gestaltet.

WerkBearbeiten

 
Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem: Komtesse Käthe in der Ehe. Humoresken. Illustriert von Fedor Czabran. Leipzig: Philipp Reclam jun. Verlag. 12. Auflage o. J.; um 1899

Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem war eine der wenigen deutschen Autorinnen des 19. Jahrhunderts, die ihre Werke nicht unter einem Pseudonym schrieben. Ihr erstes Werk Die Nichten des Kardinals veröffentlichte sie bereits mit 17 Jahren 1871 unter ihrem Geburtsnamen Eufemia Gräfin Ballestrem.[2] Es folgten Gedichte, Novellen, Humoresken und 1878 ihr erster Roman, Lady Melusine, dem bald 39 weitere Romane folgten. Sie veröffentlichte zudem Kleinformen in Zeitschriften wie der Leipziger Illustrirten Zeitung; Romanvorabdrucke erschienen in der Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens und Novellen zeitweise exklusiv in der Familienzeitschrift Reclams Universum.

Ihre frühen Romane, die mit ihren Titeln (Das Erbe der zweiten Frau, Haideröslein) zum Teil auf erfolgreiche Arbeiten von E. Marlitt verwiesen, folgten mit ihrer Figurencharakterisierung und ihren Schauerelementen Marlitts Schreibweise treuer, als dies bei anderen Marlitt-Epigoninnen der Fall war. Während die Handlung von Marlitts Werken oft auch im bürgerlichen Milieu angesiedelt war, gehörten Adlersfeld-Ballestrems Figuren allerdings stets dem Adel an; auch die Moral, der Handlung und Figuren folgten, war anders als bei Marlitt, nie die der bürgerlichen Gesellschaft, sondern stets die des Adels. Während Marlitt bei ihren Figuren Ehen zwischen Blutsverwandten stets vermieden hat, sind bei Adlersfeld-Ballestrem beispielsweise auch Ehen zwischen Cousins ersten Grades (Violet) kein Problem. Während bei Marlitt Figuren, denen ein Unrecht angetan wird, sich darüber freimütig beschweren, sind bei Adlersfeld-Ballestrem Heldinnen die Regel, die in vergleichbaren Situationen auch ihren engsten Angehörigen gegenüber schweigen, um diese nicht mit dem quälenden Wissen über eine Familienschande zu belasten (Lady Melusine). Während bei Marlitt Figuren, die ein Verbrechen begangen haben, von der Autorin mindestens mit Exil, eher aber noch mit dem Tode „bestraft“ oder aber mit juristischen Konsequenzen konfrontiert werden, kommen Adlersfeld-Ballestrems Verbrecher gelegentlich mit reinen Sühnehandlungen davon (Lady Melusine).

Das Konzept der ins Adelsmilieu gewendeten Marlitt-Nachfolge erwies sich als äußerst profitabel. Adlersfeld-Ballestrems größten Erfolge wurden die Romane Die Falkner vom Falkenhof (über 40 Auflagen), Trix (rund 70 Auflagen) und einer der Bestseller seiner Zeit Die weißen Rosen von Ravensberg aus dem Jahr 1896, von dem über 120 Auflagen erschienen.[3]

Einer ihrer größten Erfolge im Bereich der Kleinformen wurde die Humoreskensammlung Komtesse Käthe, die 1894 erschien und bereits 1903 ihre 30. Auflage erlebte; die Fortsetzung Komtesse Käthe in der Ehe aus dem Jahr 1899 wurde 1907 in der 40. Auflage herausgebracht. Im Jahr 1897 brachte Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem Komtesse Käthe auch als Schwank auf die Bühne.

Von den 1910er Jahren an schrieb Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem ausschließlich noch fiktionale Literatur; bis zu ihrem Tode erschien mindestens ein Roman pro Jahr.[2] Ihre Liebes- und Kriminal-, gelegentlich sogar ihre humoristischen Romane bezogen dabei ihre Spannung oft aus geschickt eingesetzten phantastischen Motiven, die Beiwerk sein können (etwa in Das Rosazimmer), aber auch handlungsrelevant (etwa in Palazzo Iran). Während fast alle Romane der Autorin Motive des Kriminalromans aufweisen, schrieb sie mit den „Windmüller-Romanen“ auch ganz explizit eine Reihe von Krimis, die den „Gentleman-Detektiv“ Dr. Franz Xaver Windmüller prekäre Fälle in aristokratischen Kreisen (z. B. Djavahir) und diplomatischen Milieus (z. B. Das Rosazimmer oder Das wogende Licht) verfolgen und lösen lassen.

Von der Kritik wurden ihre Romane, die zum Teil traditionelle Spukelemente der Biedermeier-Tradition beinhalteten, als antiquiert verrissen. Tatsächlich schrieb die Adlersfeld-Ballestrem aber seit den 1890ern, rein technisch gesehen, eine durchaus professionelle Prosa, die sich positiv abhebt von den süßlichen Wortgirlanden etwa einer Nataly von Eschstruth oder einer Aloysia Kischner (Pseudonym: „Ossip Schubin“). In der „Schund-und-Kitsch-Debatte“ im Österreich der 1920er-Jahre galten die Romane Eufemia von Adlersfeld-Ballestrems gleichwohl neben denen Eugenie Marlitts und Hedwig Courths-Mahlers als typische Werke, die „mit Schund und Kitsch … das Gehirn verkleister[n]“.[4]

Der „Kitsch“ der Autorin lag aber weniger in der Form ihrer literarischen Darbietung als in einem ständestaatlichen Gesellschaftsbild: Alle literarischen Individuen in den Romanen und Erzählungen Eufemia von Adlersfeld-Ballestrems bewegen sich auch noch in den Publikationen der Weimarer Zeit fest im Rahmen einer biedermeierlich-gründerzeitlichen Feudalordnung, über die der Zeitgeist real freilich längst hinausgewachsen war. Als adlige Autorin, deren an ein weibliches Lesepublikum adressierte Arbeiten von adligen Figuren bevölkert sind, kann Adlersfeld-Ballestrem unter anderem mit Nataly von Eschstruth (1860–1939) verglichen werden.

In den Zeiten des Wirtschaftswunders bis in die 1980er-Jahre erlebten zahlreiche Romane Eufemia von Adlersfeld-Ballestrems im Meister Verlag (gelegentlich anschließend sogar als Taschenbuch) eine Neuauflage – allerdings unter geänderten Titeln, stark gekürzt und redaktionell bearbeitet. Das eskapistische Moment ihrer Werke, die literarische Flucht in eine geordnete Ständewelt, in der in Aristokraten anderes Blut "fließt" als in seines Bediensteten, sprach in den 1960ern zwar noch träumerische Leserinnen an, konnte sich aber nicht behaupten gegen die einsetzende Umwälzung der Geschlechterrollen.

Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem war seit 1881 Herausgeberin eines Jahrbuchs deutscher Kunst und Dichtung. Als Ehrenstiftsdame gab sie 1882 die Festschrift Im Zeichen des Roten Kreuzes heraus, das Autografen deutscher Fürsten und Fürstinnen enthielt. Sie verfasste zudem Biografien unter anderem zu Maria Stuart, Kaiserin Augusta und Königin Elisabeth Christine von Preußen und widmete sich historischen Recherchen zum Beispiel zu Ahnentafeln zur Geschichte europäischer Dynastien, die bei Historikern ihrer Zeit auf Hochachtung stieß: Es sei „eine Arbeit, an die sich kaum ein Mann heranwagen möchte [und die] wohl niemals überboten werden [wird].“[5]

Von nicht zu unterschätzender Bedeutung war der Katechismus des guten Tons und der feinen Sitte, den Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem 1892 veröffentlichte und der in immer neue Auflagen ging, später unter dem verkürzten Titel Der gute Ton und die feine Sitte. Zehntausende von bürgerlichen Aufsteigern erlernten hier die ‚feine‘ Tischordnung, die Kunst des gesellschaftlichen Auftritts und der adelskonformen Konversation. Dabei nahm die Adlersfeld-Ballestrem (wie ja auch in ihren Romanen und Erzählungen) die Position eines ‚aufgeklärten Traditionalismus‘ ein, d. h., sie setzte sich ab von dem ihr allzu steif und lebensfern erscheinenden Hofzeremoniell, hielt aber auf ständisch akzentuierte Ordnung.

Auch als Übersetzerin trat sie in Erscheinung und veröffentlichte zum Beispiel Édouard Simons L'Empereur Frédéric 1888 unter dem Titel Kaiser Friedrich III. auf Deutsch.

Ein Teil ihres Briefnachlasses befindet sich heute im Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek.

AuszeichnungenBearbeiten

  • Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft für ihre Biografie Maria Stuart, Königin von Schottland. aus den Händen von König Karl von Württemberg
  • Ehrenmitglied der Pariser Société Archéologique de France
  • Mitglied der römischen Accademia letteraria dell'Arcadia

WerkeBearbeiten

Jahr Titel Verlag Typ Anmerkungen
1876 Blätter im Winde. Novellen Breslau Kurzprosa Inhalt: Die Brillanten der Prinzessin, Eine namenlose Geschichte, Der Page des Kardinals, Eine Überraschung, Orchidea.
1876 Verschlungne Pfade. Novellen Breslau Kurzprosa Inhalt: Jadviga, Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht, Die wilde Margareth, Ein Opfer, Sal viola. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1878 Lady Melusine Decker, Berlin Kriminal- und Liebesroman
1878 Das Erbe der zweiten Frau. Eine Familiengeschichte Costenoble, Jena Kriminal- und Liebesroman
1878 Tropfen im Ocean Pierson, Dresden Gedichtband
1878 Ein Meter Mutze, Leipzig Drama Drama in 4 Acten nach einem Stoffe von Emile Mario Vacano.
1880 Haideröslein Schottlaender, Breslau Kriminal- und Liebesroman
1880 Jadwiga Drama Dramatisierte Novelle
1880 Charitas Schottlaender, Breslau Herausgeberin Ein Almanach in Wort und Bild zusammengestellt und herausgegeben von Eufemia Gräfin Ballestrem.
1880 Was die Blumen sagen. Ein Herbarium in Liedern aus Beiträgen deutscher Dichter gesammelt und zusammengestellt Baumann, Düsseldorf nicht-fiktional
1881 Raoul der Page. Ein Sang aus alten Tagen Albrecht, Leipzig Gedichtband
1881 Memoiren des Freiherrn Dubislav Gneomar von Natzmer Grieben, Berlin Biografie
1882 Im Glanze der Krone. Biographische Skizzen regierender Fürstinnen aller Zeiten und Länder Grieben, Berlin Biografie
1882 Im Zeichen des Roten Kreuzes. Ein Selbstschriften-Album deutscher Fürsten und Fürstinnen zum Besten der vom Vaterländischen Frauen-Verein zu Gleiwitz O.-Schl. gegründeten Institute zur Hebung der Haus-Industrie Entrich, Berlin nicht-fiktional
1882 Altbiblische Bilder Heilig, Hirschberg nicht-fiktional
1883 Aus tiefem Borne. Schottlaender, Breslau Kurzprosa Inhalt: Zigeunerblut; Sauve qui peut, Eine gebrochene Rose, Am Kamin, Die blasse Lady, Das sprechende Portrait, Tannhäuser, Es war ein Traum, Der Brautschmuck der Ahnfrau, Dr. Dorothea Schlözer, Der Schleier der Maria Stuart.
1883 Violet Schottländer, Breslau Kriminal- und Liebesroman
1883 Skaldenklänge. Ein Balladenbuch zeitgenössischer Dichter Breslau, Leipzig, Schottländer Herausgeberin Mit Hermann Lingg
1886 Die Augen der Assunta und andere Novellen Pierson, Dresden und Leipzig Kurzprosa Inhalt: Die Augen der Assunta, Titania – eine Künstlergeschichte, Ein verklungenes Lied, Der Schatten des Adlers. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1889 Sol und andere Novellen Bechtold, Wiesbaden Kurzprosa Inhalt: Sol, In der Fremde gefunden, Juno Ludovisi, Donna Virginia
1889 Datura sanguinea und andere Novellen Bechtold, Wiesbaden Kurzprosa Inhalt: Datura sanguinea, Das Geheimnis der Seealm, Der Ring der Maria Stuart.
1889 Die blonden Frauen von Ulmenried. Eine Familiengeschichte aus vier Jahrhunderten Pierson, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1889 Maria Stuart, Königin von Schottland. Blätter zu ihrem Andenken und zu ihrer Ehre Verlags-Anstalt, Hamburg Biografie
1890 Um eine Königskrone und andere Novellen Kurzprosa Inhalt: Um eine Königskrone, Eine Zaren-Idylle, Dieudonnee, La Traviata, Die weiße Dame, Beate, Feuilletons, Lady Iris.
1890 Die Falkner vom Falkenhof Hauschild, Dresden und Wien Kriminal- und Liebesroman
1891 Lanzen gefällt zur Attaque. Heitere Geschichten Reclam, Leipzig Kurzprosa Inhalt: Felddienstübungen, Einquartierung, Porte bonheur, Comtesse Hans, Auf Remontecommando, Das Pedigree der Butterfrau.
1890 Komtesse Käthe. Humoresken Reclam, Leipzig Kurzprosa Inhalt: Quarks Lieblingsname, Der Bärenführer, Syndetikon.
1896 Die weißen Rosen von Ravensberg Reclam, Leipzig Kriminal- und Liebesroman
1897 Pommery & Greno und andere Kuckucksnester-Geschichten. Militärhumoresken Reclam, Leipzig Kurzprosa Inhalt: Pommery & Greno, Murks, Der Hirsepopel, Heureka, Schauzels Rache, Die Häßliche und die Diagonale.
1897 Komtesse Käthe Bloch, Berlin Drama Schwank in drei Aufzügen. Von E. von Adlersfeld und H. Stobitzer
1890 Komtesse Käthe in der Ehe. Humoresken Reclam, Leipzig Kurzprosa Inhalt: Tante Kukis Hochzeitsgeschenk, Die Anna, Also spricht Zarathustra. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1890 Erinnerungen aus den Tuilerien von Mad. A. Carette, frei übertragen. 2 Bände. Schottlaender, Breslau nicht-fiktional
1892 Der gute Ton und die feine Sitte Weber, Leipzig nicht-fiktional Später unter dem Titel Katechismus des guten Tons und der feinen Sitte. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1895 Aus der Rumpelkammer der Weltgeschichte. Skizzen und Studien Verein der Bücherfreunde, Berlin nicht-fiktional
1899 Windbeutel und andere heitere Geschichten Reclam, Leipzig Kurzprosa Inhalt: Windbeutel, Wie der Berger-Karle zu seiner Frau kam, August Paddemanns einziger Wunsch, Ein Ritt um Tod und Leben.
1901 Pension Malepartus, eine ganz verrückte Geschichte Reclam, Leipzig Kurzprosa eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1901 Ahnentafeln zur Geschichte europäischer Dynastien Starke, Grossenhain nicht-fiktional
1902 Halali. Der Fall Stachelberg. 2 Kriminal-Novellen Reclam, Leipzig Kurzprosa
1902 Kaiserin Augusta. Ein Lebensbild Grote, Berlin Biografie Mit Illustrationen und Zeichnungen von Alexander Frenz (Digitalisat)
1903 Die blonde Ida und andere Humoresken Reclam, Leipzig Kurzprosa Inhalt: Die blonde Ida, Eine geniale Idee, Odysseus und Penelope, Pech.
1903 Trix Reclam, Leipzig Kriminal- und Liebesroman
1904 Tiere und Menschen. Heitere Geschichten Reclam, Leipzig Kurzprosa Inhalt: Glänzend gesiegt!, L'Aiglon, Lump und Schuft, Tiddlywinks, Donner und Doria!
1904 Ca' Spada. Eine Tragödie aus dem alten und ein Mysterium aus dem modernen Venedig Pierson, Dresden Phantastischer Roman
1905 Zigeunerblut und andere Novellen Schlesische Verlags-Anstalt, Breslau Kurzprosa Inhalt: Zigeunerblut, Eine gebrochene Rose, Die blasse Lady, Das sprechende Portrait.
1905 Major Fuchs auf Reisen. Der "Pension Malepartus" anderer Teil. Tragikomische Erlebnisse Reclam, Leipzig Kurzprosa eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1905 Tannhäuser und andere Novellen Schottländer, Breslau Kurzprosa Inhalt: Tannhäuser, Es war ein Traum, Der Brautschmuck der Ahnfrau, Dr. Dorothea Schlözer, Der Schleier der Maria Stuart.
1906 Die Fürstäbtissin. Der Spiegel der Lukrezia Borgia. Zwei Erzählungen Reclam, Leipzig Kurzprosa
1906 Djavahir. Lucifers Träne Zwei Novellen Reclam, Leipzig Kurzprosa (Windmüller) eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1907 Y.Z.100 und andere Humoresken Reclam, Leipzig Kurzprosa Inhalt: Y.Z.100, Der Schimpfzettel, Die verhexte 'Alpenrose', So geht's zu!
1907 Maria Schnee. Der Roman eines Rätsels Seyfert, Dresden Phantastischer Roman eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1907 Diplomaten. Ein Roman in 45 Stunden Reclam, Leipzig Detektivroman (Windmüller) eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1908 Die Dame in Gelb. Eine sonderbare Geschichte Seyfert, Dresden Phantastischer Roman
1908 Elisabeth Christine, Königin von Preußen Biografie Digitalisat
1909 Unheimliche Geschichten Reclam, Leipzig Kurzprosa, Phantastik Inhalt: Das Zeichen des Ringes, Urgroßmutters Brautschatz, Das Wrack der „Mercedes“.
1909 Der Jungfernturm. Eine Geschichte von der Wende des Jahrhunderts Seyfert, Dresden Phantastischer Roman
1909 Palazzo Iràn Reclam, Leipzig Phantastischer Roman
1910 Ihre Majestät Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1910 Margarita Margaritarum. Der Roman einer Perle Seyfert, Dresden Phantastischer Roman
1911 Schloß Monrepos Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1912 Weiße Tauben Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller)
1913 Der grüne Pompadour Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1914 Das wogende Licht Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller)
1916 Wenn der Teufel kutschiert Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller)
1917 Ave Seyfert, Dresden Phantastischer Roman
1917 Die Erzählungen der Elf Seyfert, Dresden Kurzprosa, Phantastik Inhalt: Wie die Elf zusammenkamen, Der Spiegel des Aah-Hotpe, Der Mann bei den Nothelfern, Gebrannte Mandeln, Die gestreifte Nelke, Ein Staatsgeheimnis, Der berühmte Tafelaufsatz, Zur Chronik der Burg in der grünen Au, Die Scheuerfrau von Buchensee, Der ruppige Löwe und der süße Bube, Der „Babylu“, Der Johanniskäfer, Wie von den Elf neun auseinandergingen und zwei zusammenblieben.
1918 Der Amönenhof Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1919 Die Rechnung ohne den Wirt Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1919 Die Fliege im Bernstein Seyfert, Dresden Phantastischer Roman
1919 Die Fliege im Bernstein Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller)
1920 Die Erbin von Lohberg Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller) eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1921 Die Wahrheit über Donna Centa Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller) (Digitalisat)
1921 Windmüllergeschichten Seyfert, Dresden Kurzprosa (Windmüller) Inhalt: Der Mann im Spiegel, Der große Kurfürst, Junges Blut, Schoschnonüfoffofelnonasose, Der kleine Finger, Der Fall, der keiner war, Roccadiana.
1922 Die Nichte aus Florida Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1922 Espe. Der Roman eines Königtraumes Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1923 Im Zwielicht. Unheimliche Geschichten Seyfert, Dresden Kurzprosa, Phantastik Inhalt: Die Florentiner Laute, Die Giustina des Dogen Nicolo da Ponte, Die Bettelprinzessin, Zwischen Lipp' und Kelchesrand, Paulownia Imperialis, Warum?, Der arme Peter, Der Spiegel im Castell Tarquino, Das Neujahrsgespenst.
1924 Die Herzogin von Santa Rosa Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1924 Chrysantis Oleander Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1924 Die Herzogin von Santa Rosa Phantastischer Roman
1925 Harzveilchen und andere ulkige Gewächse Sonnemann, Halle Kurzprosa Inhalt: Harzveilchen, Thilo, Die Hammelsucht, Rote Rosen, Ein Tag bei Geheimrats, Er ist's, Im Nebel.
1925 Der Kerl und die Anderen. Eine höchst verdächtige Geschichte Seyfert, Dresden Kurzprosa Inhalt: Der Kerl und die Anderen, Eine höchst verdächtige Geschichte, Das hysterische Halsband und die Katzenpfote, Boxbart versus Aschau.
1925 Die Gründe des Doktor Pompeo Carcioffi Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1926 Der Maskenball in der Ca'Torcelli Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1926 Der Skarabaeus Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1926 Das Rosazimmer. Venetianischer Roman Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller) eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
1928 Der Dritte Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1929 Mit veilchenblauer Seide. Der Roman des linken Katzenauges und der Dame im blauen Kleid Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller)
1930 Gefüllte Datteln Seyfert, Dresden Phantastischer Roman Mit den sechs eingestreuten Spukgeschichten Die Axt an der Wand, Heliotrop, Im Scheechhaus, Das offene Tor, Drei weiße Rosen, Die Fürstin von Otrobarrio.
1931 Povera Farfalla (Armer Schmetterling) Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller)
1932 Die Spinne, das Netz und Anneliese Holderbusch Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1933 Über Nacht. Detektiv-Roman. Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller)
1934 Die Siebenbuchener Erbschaft Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1935 Warum keine Glyzinen? Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman
1936 Das Zünglein an der Waage. Detektivroman Seyfert, Dresden Detektivroman (Windmüller)
1938 Schwarze Opale Seyfert, Dresden Kriminal- und Liebesroman

VerfilmungenBearbeiten

  • Aus Mangel an Beweisen (1916)
  • Der Amönenhof (1919)
  • Die weißen Rosen von Ravensberg (1919)
  • Tscherkessenblut (1919)
  • Die weißen Rosen von Ravensberg (1929)

LiteraturBearbeiten

  • Heinrich Groß: Deutschlands Dichterinnen und Schriftstellerinnen. Eine literaturhistorische Skizze. Gerold, Wien 1882, S. 139.
  • Rudolf Eckart: Die moderne Literatur. Eufemia Gräfin Ballestrem di Castellengo. In: Rudolf Eckart: Der deutsche Adel in der Litteratur. Biographisch-kritische Essays. Berlin 1895, S. 17–19.
  • Arthur Kleinschmidt: Eufemia von Adlersfeld, geb. Gräfin Ballestrem. Eine Lebensskizze. In: Universum. Illustrierte Familien-Zeitschrift. Jahrgang 14, Nr. 1, 1898, Sp. 389–392.
  • Arthur Kleinschmidt: Eufemia v. Adlersfeld-Ballestrem. Zum 60. Geburtstag am 18. August. In: Illustriertes Universum-Jahrbuch 1914. Leipzig: Reclam, [1914], S. 354–358 (mit Bild).
  • Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Band 1. Lexikon Reclam, Leipzig 1913, S. 33f.
  • Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft – Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 1. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, S. 9. (Mikrofiche-Ausg.: München: Saur, ISBN 3-598-30664-4)
  • Urszula Bonter: Der Populärroman in der Nachfolge von E. Marlitt: Wilhelmine Heimburg, Valeska Gräfin Bethusy-Huc, Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, S. 115–173.
  • Franz Rottensteiner: Die gespenstische Eufemia Adlersfeld-Ballestrem, in: Franz Rottensteiner: Im Labor der Visionen. Anmerkungen zur phantastischen Literatur. 19 Aufsätze und Vorträge aus den Jahren 2000–2012, Verlag Dieter van Reeken, Lüneburg 2013, ISBN 978-3-940679-72-7, S. 221–235.
  • Adlersfeld, Eufemia von, in: Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts, 1981, S. 2

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Brümmer, S. 3.
  2. a b Bonter, S. 116.
  3. Vgl. Jörg Jungmayr. In: Hans-Gert Roloff (Hrsg.): Die deutsche Literatur. Biographisches und bibliographisches Lexikon. Reihe VI: Die deutsche Literatur von 1890 bis 1990. Stuttgart 1997, S. 296ff.
  4. In: Bildungsarbeit. 16, 1929.
  5. Kleinschmidt, S. 391.