Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem

deutsche Schriftstellerin

Anna Eufemia Carolina Gräfin von Adlersfeld-Ballestrem (* 18. August 1854 in Ratibor; † 26. April 1941 in München) war eine deutsche Schriftstellerin. Um 1900 zählte sie zu den beliebtesten deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.

Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem (vor 1905)

LebenBearbeiten

Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem wurde als fünftes von sechs Kindern des Grafen Alexander Karl Wolfgang von Ballestrem di Castellengo, Landschaftsdirektor in Ratibor, und der Mathilde von Ballestrem, geb. von Hertell, in Ratibor geboren. Die Familie gehörte dem Adel in Schlesien an, die Vorfahren waren 1745 aus dem Piemont nach Schlesien übergesiedelt.

Im Jahr 1860 legte der Vater sein Amt nieder und die Familie zog zuerst nach Brieg und anschließend nach Hirschberg um. Hier verlebte Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem eine unbeschwerte Kindheit und wurde durch verschiedene Hauslehrer erzogen, der Vater weckte in ihr die Liebe zur Literatur. Von der Dresdner Kammersängerin Jenny Bürde-Ney erhielt sie Gesangsunterricht und entwickelte in der Folge „eine schöne Sopranstimme von seltenem Umfange“[1]

Nach dem Tod des Vaters im Jahre 1881 bereiste Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem mit ihrer Mutter für einige Jahre Italien. Diese Reise wirkte inspirierend auf ihr künstlerisches Schaffen, besonders widmete sie sich der Porträtmalerei. In Rom wurde sie sogar als Mitglied in die Accademia dell’Arcadia aufgenommen.

Nach der Rückkehr aus Italien nahm Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem zusammen mit ihrer Mutter ihren Wohnsitz in Breslau. Bis zu ihrer Hochzeit war sie dort Ehrenstiftsdame des königlichen kaiserlichen Stifts Maria Schul. Dort lernte sie auf einem Empfang den Rittmeister Joseph Fritz von Adlersfeld kennen, den sie 1884 heiratete und mit dem sie in die Garnisonsstadt Militsch zog. Im Jahr 1885 wurde die gemeinsame Tochter Dagmar geboren. Es folgten, bedingt durch Versetzungen des Ehemanns, die fast immer eine Beförderung nach sich zogen, noch mehrere Umzüge, so 1889 nach Karlsruhe und 1894 nach Durlach.

Im Sommer 1897 ließ sich Joseph von Adlersfeld als Oberstleutnant in den Ruhestand versetzen. Das Paar zog nach Baden-Baden und ließ sich nach längeren Reisen in den Jahren 1899 bis 1903 in Vevey in der Schweiz nieder. Im Jahr 1907 starb Joseph von Adlersfeld und Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem zog ein Jahr später nach Karlsruhe. Nach dem Ersten Weltkrieg siedelte sie nach München über, wo sie am 21. April 1941 starb. Sie wurde auf dem alten Teil des Münchner Waldfriedhofs beigesetzt. Ihr Grab am Wegrand ist als massives Steinkreuz gestaltet.

Die Autorin Eufemia von Adlersfeld-BallestremBearbeiten

 
Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem: Komtesse Käthe in der Ehe. Humoresken. Illustriert von Fedor Czabran. Leipzig: Philipp Reclam jun. Verlag. 12. Auflage o. J.; um 1899

Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem war eine der wenigen deutschen Autorinnen des 19. Jahrhunderts, die ihre Werke nicht unter einem Pseudonym schrieb. Ihr erstes Werk Die Nichten des Kardinals veröffentlichte sie bereits mit 17 Jahren 1871 unter ihrem Geburtsnamen Eufemia Gräfin Ballestrem.[2] Es folgten Gedichte, Novellen, Humoresken und über 40 Romane. Sie veröffentlichte zudem Kleinformen in Zeitschriften wie der Leipziger Illustrirten Zeitung; Romanvorabdrucke erschienen in der Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens und Novellen zeitweise exklusiv in der Familienzeitschrift Reclams Universum.

Einer ihrer größtes Erfolge im Bereich der Kleinformen wurde die Humoreskensammlung Komtesse Käthe, die 1894 erschien und bereits 1903 ihre 30. Auflage erlebte; die Fortsetzung Komtesse Käthe in der Ehe aus dem Jahr 1899 wurde 1907 in der 40. Auflage herausgebracht. Im Jahr 1897 brachte Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem Komtesse Käthe auch als Schwank auf die Bühne.

In den 1910er Jahren legte sich Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem auf die Belletristik fest, sodass bis zu ihrem Tod mindestens ein Roman pro Jahr erschien.[2] Ihre Liebes- und Kriminal-, gelegentlich sogar ihre humoristischen Romane bezogen dabei ihre Spannung oft aus geschickt eingesetzten phantastischen Motiven, die Beiwerk sein können (etwa in Das Rosazimmer), aber auch handlungsrelevant (etwa in Palazzo Iran). Während fast alle Romane der Autorin Motive des Kriminalromans aufweisen, schrieb sie mit den „Windmüller-Romanen“ auch ganz explizit eine Reihe von Krimis, die den „Gentleman-Detektiv“ Dr. Franz Xaver Windmüller prekäre Fälle in aristokratischen Kreisen (z. B. Djavahir) und diplomatischen Milieus (z. B. Das Rosazimmer oder Das wogende Licht) verfolgen und lösen lassen.

Ihre größten Erfolge wurden die Romane Die Falkner vom Falkenhof (über 40 Auflagen), Trix (rund 70 Auflagen) und einer der Bestseller seiner Zeit Die weißen Rosen von Ravensberg aus dem Jahr 1896, von dem über 120 Auflagen erschienen.[3] Die weißen Rosen von Ravensberg wurden sowohl 1919 unter der Regie von Nils Chrisander als auch 1929 von Rudolf Meinert verfilmt.

Von der Kritik wurden ihre Romane, die zum Teil traditionelle Spukelemente der Biedermeier-Tradition beinhalteten, als antiquiert verrissen. Tatsächlich schrieb die Adlersfeld-Ballestrem aber seit den 1890ern, rein technisch gesehen, eine durchaus professionelle Prosa, die sich positiv abhebt von den süßlichen Wortgirlanden etwa einer Nataly von Eschstruth oder einer Aloysia Kischner (Pseudonym: „Ossip Schubin“). In der „Schund-und-Kitsch-Debatte“ im Österreich der 1920er-Jahre galten die Romane Eufemia von Adlersfeld-Ballestrems gleichwohl neben denen Eugenie Marlitts und Hedwig Courths-Mahlers als typische Werke, die „mit Schund und Kitsch … das Gehirn verkleister[n]“.[4]

Der „Kitsch“ der Autorin lag aber weniger in der Form ihrer literarischen Darbietung als in einem ständestaatlichen Gesellschaftsbild: Alle literarischen Individuen in den Romanen und Erzählungen Eufemia von Adlersfeld-Ballestrems bewegen sich auch noch in den Publikationen der Weimarer Zeit fest im Rahmen einer biedermeierlich-gründerzeitlichen Feudalordnung, über die der Zeitgeist real freilich längst hinausgewachsen war.

In den Zeiten des Wirtschaftswunders bis in die 1980er-Jahre erlebten zahlreiche Romane Eufemia von Adlersfeld-Ballestrems im Meister Verlag (gelegentlich anschließend sogar als Taschenbuch) eine Neuauflage – allerdings unter geänderten Titeln, stark gekürzt und redaktionell bearbeitet. Das eskapistische Moment ihrer Werke, die literarische Flucht in eine geordnete Ständewelt, in der einen Aristokraten eben anderes Blut durchpulst als seine Bediensteten, sprach in den 1960ern zwar noch träumerische Leserinnen an, konnte sich aber naturgemäß nicht behaupten gegen die einsetzende Umwälzung der Geschlechterrollen.

Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem war seit 1881 Herausgeberin eines Jahrbuchs deutscher Kunst und Dichtung. Als Ehrenstiftsdame gab sie 1882 die Festschrift Im Zeichen des Roten Kreuzes heraus, das Autografen deutscher Fürsten und Fürstinnen enthielt. Sie verfasste zudem Biografien unter anderem zu Maria Stuart, Kaiserin Augusta und Königin Elisabeth Christine von Preußen und widmete sich historischen Recherchen zum Beispiel zu Ahnentafeln zur Geschichte europäischer Dynastien, die bei Historikern ihrer Zeit auf Hochachtung stieß: Es sei „eine Arbeit, an die sich kaum ein Mann heranwagen möchte [und die] wohl niemals überboten werden [wird].“[5]

Von nicht zu unterschätzender Bedeutung war der Katechismus des guten Tons und der feinen Sitte, den Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem 1892 veröffentlichte und der in immer neue Auflagen ging, später unter dem verkürzten Titel Der gute Ton und die feine Sitte. Zehntausende von bürgerlichen Aufsteigern erlernten hier die ‚feine‘ Tischordnung, die Kunst des gesellschaftlichen Auftritts und der adelskonformen Konversation. Dabei nahm die Adlersfeld-Ballestrem (wie ja auch in ihren Romanen und Erzählungen) die Position eines ‚aufgeklärten Traditionalismus‘ ein, d. h., sie setzte sich ab von dem ihr allzu steif und lebensfern erscheinenden Hofzeremoniell, hielt aber auf ständisch akzentuierte Ordnung.

Auch als Übersetzerin trat sie in Erscheinung und veröffentlichte zum Beispiel Édouard Simons L'Empereur Frédéric 1888 unter dem Titel Kaiser Friedrich III. auf Deutsch.

Ein Teil ihres Briefnachlasses befindet sich heute im Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek.

AuszeichnungenBearbeiten

  • Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft für ihre Biografie Maria Stuart, Königin von Schottland. aus den Händen von König Karl von Württemberg
  • Ehrenmitglied der Pariser Société Archéologique de France
  • Mitglied der römischen Accademia letteraria dell'Arcadia

WerkeBearbeiten

ProsaBearbeiten

Novellen und ErzählungenBearbeiten

  • Blätter im Winde. Novellen. Breslau 1876. (Inhalt: Die Brillanten der Prinzessin, Eine namenlose Geschichte, Der Page des Kardinals, Eine Überraschung, Orchidea.)
  • Verschlungne Pfade. Novellen. Breslau 1876. (Inhalt: Jadviga, Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht, Die wilde Margareth, Ein Opfer, Sal viola.) eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Aus tiefem Borne. Schottlaender, Breslau 1883. (Inhalt: Zigeunerblut; Sauve qui peut, Eine gebrochene Rose, Am Kamin, Die blasse Lady, Das sprechende Portrait, Tannhäuser, Es war ein Traum, Der Brautschmuck der Ahnfrau, Dr. Dorothea Schlözer, Der Schleier der Maria Stuart.)
  • Die Augen der Assunta und andere Novellen. Pierson, Dresden und Leipzig 1886. (Inhalt: Die Augen der Assunta, Titania – eine Künstlergeschichte, Ein verklungenes Lied, Der Schatten des Adlers.) eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Sol und andere Novellen. Bechtold, Wiesbaden 1889. (Inhalt: Sol, In der Fremde gefunden, Juno Ludovisi, Donna Virginia)
  • Datura sanguinea und andere Novellen. Bechtold, Wiesbaden 1889. (Inhalt: Datura sanguinea, Das Geheimnis der Seealm, Der Ring der Maria Stuart.)
  • Um eine Königskrone und andere Novellen. 1890. (Inhalt: Um eine Königskrone, Eine Zaren-Idylle, Dieudonnee, La Traviata, Die weiße Dame, Beate, Feuilletons, Lady Iris.)
  • Lanzen gefällt zur Attaque. Heitere Geschichten. Reclam, Leipzig 1891. (Inhalt: Felddienstübungen, Einquartierung, Porte bonheur, Comtesse Hans, Auf Remontecommando, Das Pedigree der Butterfrau.)
  • Komtesse Käthe. Humoresken. Reclam, Leipzig 1890 (Inhalt: Quarks Lieblingsname, Der Bärenführer, Syndetikon.)
  • Pommery & Greno und andere Kuckucksnester-Geschichten. Militärhumoresken. Reclam, Leipzig 1897. (Inhalt: Pommery & Greno, Murks, Der Hirsepopel, Heureka, Schauzels Rache, Die Häßliche und die Diagonale.)
  • Komtesse Käthe in der Ehe. Humoresken. Reclam, Leipzig 1890 (Inhalt: Tante Kukis Hochzeitsgeschenk, Die Anna, Also spricht Zarathustra.) eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Windbeutel und andere heitere Geschichten. Reclam, Leipzig 1899. (Inhalt: Windbeutel, Wie der Berger-Karle zu seiner Frau kam, August Paddemanns einziger Wunsch, Ein Ritt um Tod und Leben.)
  • Pension Malepartus, eine ganz verrückte Geschichte. Reclam, Leipzig 1901. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Major Fuchs auf Reisen. Der "Pension Malepartus" anderer Teil. Tragikomische Erlebnisse. Reclam, Leipzig 1905. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Halali. Der Fall Stachelberg. 2 Kriminal-Novellen. Reclam, Leipzig 1902.
  • Die blonde Ida und andere Humoresken. Reclam, Leipzig 1903. (Inhalt: Die blonde Ida, Eine geniale Idee, Odysseus und Penelope, Pech.)
  • Tiere und Menschen. Heitere Geschichten. Reclam, Leipzig 1904. (Inhalt: Glänzend gesiegt!, L'Aiglon, Lump und Schuft, Tiddlywinks, Donner und Doria!)
  • Zigeunerblut und andere Novellen. Schlesische Verlags-Anstalt, Breslau 1905. (Inhalt: Zigeunerblut, Eine gebrochene Rose, Die blasse Lady, Das sprechende Portrait.)
  • Tannhäuser und andere Novellen. Schottländer, Breslau 1905. (Inhalt: Tannhäuser, Es war ein Traum, Der Brautschmuck der Ahnfrau, Dr. Dorothea Schlözer, Der Schleier der Maria Stuart.)
  • Die Fürstäbtissin. Der Spiegel der Lukrezia Borgia. Zwei Erzählungen. Reclam, Leipzig 1906
  • Y.Z.100 und andere Humoresken. Reclam, Leipzig 1907. (Inhalt: Y.Z.100, Der Schimpfzettel, Die verhexte 'Alpenrose', So geht's zu!)
  • Harzveilchen und andere ulkige Gewächse. Sonnemann, Halle 1925. (Inhalt: Harzveilchen, Thilo, Die Hammelsucht, Rote Rosen, Ein Tag bei Geheimrats, Er ist's, Im Nebel.)
  • Der Kerl und die Anderen. Eine höchst verdächtige Geschichte. Seyfert, Dresden 1925. (Inhalt: Der Kerl und die Anderen, Eine höchst verdächtige Geschichte, Das hysterische Halsband und die Katzenpfote, Boxbart versus Aschau.)

Windmüller-Romane und -ErzählungenBearbeiten

  • Djavahir. Lucifers Träne. Zwei Novellen Reclam, Leipzig 1906. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Diplomaten. Ein Roman in 45 Stunden. Reclam, Leipzig 1907. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Weiße Tauben. Seyfert, Dresden 1912.
  • Das wogende Licht. Seyfert, Dresden 1914.
  • Wenn der Teufel kutschiert. Seyfert, Dresden 1916.
  • Die Fliege im Bernstein. Seyfert, Dresden 1919.
  • Die Erbin von Lohberg. Seyfert, Dresden 1920. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Die Wahrheit über Donna Centa. Seyfert, Dresden 1921. (Digitalisat)
  • Windmüllergeschichten. Seyfert, Dresden 1921. (Inhalt: Der Mann im Spiegel, Der große Kurfürst, Junges Blut, Schoschnonüfoffofelnonasose, Der kleine Finger, Der Fall, der keiner war, Roccadiana.)
  • Das Rosazimmer. Venetianischer Roman. Seyfert, Dresden 1926. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Mit veilchenblauer Seide. Der Roman des linken Katzenauges und der Dame im blauen Kleid. Seyfert, Dresden 1929.
  • Über Nacht. Detektiv-Roman. Seyfert, Dresden 1933.
  • Povera Farfalla (Armer Schmetterling). Seyfert, Dresden 1931.
  • Das Zünglein an der Waage. Detektivroman. Seyfert, Dresden 1936.

Kriminal- und LiebesromaneBearbeiten

teilweise mit phantastischen Elementen

  • Lady Melusine. Roman in zwei Abtheilungen. Decker, Berlin 1878.
  • Das Erbe der zweiten Frau. Eine Familiengeschichte. Costenoble, Jena 1878.
  • Haideröslein. Roman, 2 Bände. Schottlaender, Breslau 1880.
  • Violet. Roman. Schottländer, Breslau 1883.
  • Die blonden Frauen von Ulmenried. Eine Familiengeschichte aus vier Jahrhunderten. Pierson, Dresden 1889.
  • Die Falkner vom Falkenhof. Roman, 2 Bände. Hauschild, Dresden und Wien 1890.
  • Die weißen Rosen von Ravensberg. Roman in zwei Bänden. Reclam, Leipzig 1896.
  • Trix. Roman, 2 Bände, Reclam, Leipzig 1903.
  • Ihre Majestät. Roman. Seyfert, Dresden 1910.
  • Schloß Monrepos. Roman. Seyfert, Dresden 1911
  • Der grüne Pompadour. Roman. Seyfert, Dresden 1913. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Der Amönenhof. Seyfert, Dresden 1918.
  • Die Rechnung ohne den Wirt. Seyfert, Dresden 1919.
  • Die Nichte aus Florida. Seyfert, Dresden 1922.
  • Espe. Der Roman eines Königtraumes. Seyfert, Dresden 1922.
  • Die Herzogin von Santa Rosa. Seyfert, Dresden 1924.
  • Chrysantis Oleander. Seyfert, Dresden 1924.
  • Die Gründe des Doktor Pompeo Carcioffi. Seyfert, Dresden 1925.
  • Der Maskenball in der Ca'Torcelli. Seyfert, Dresden 1926. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Der Skarabaeus. Seyfert, Dresden 1926.
  • Der Dritte. Dresden, Seyfert 1928.
  • Die Spinne, das Netz und Anneliese Holderbusch. Seyfert, Dresden 1932.
  • Die Siebenbuchener Erbschaft. Seyfert, Dresden 1934.
  • Warum keine Glyzinen? Seyfert, Dresden 1935.
  • Schwarze Opale. Seyfert, Dresden 1938.

Phantastische Romane und ErzählungenBearbeiten

die Romane häufig mit Krimi-Handlung

  • Ca' Spada. Eine Tragödie aus dem alten und ein Mysterium aus dem modernen Venedig. Pierson, Dresden 1904.
  • Maria Schnee. Der Roman eines Rätsels. Seyfert, Dresden 1907. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Die Dame in Gelb. Eine sonderbare Geschichte. Seyfert, Dresden 1908.
  • Unheimliche Geschichten. Reclam, Leipzig 1909. (Inhalt: Das Zeichen des Ringes, Urgroßmutters Brautschatz, Das Wrack der „Mercedes“.)
  • Der Jungfernturm. Eine Geschichte von der Wende des Jahrhunderts. Seyfert, Dresden 1909.
  • Palazzo Iràn. Roman. Reclam, Leipzig 1909.
  • Ave. Roman. Seyfert, Dresden 1917.
  • Die Erzählungen der Elf. Seyfert, Dresden 1917. (Inhalt: Wie die Elf zusammenkamen, Der Spiegel des Aah-Hotpe, Der Mann bei den Nothelfern, Gebrannte Mandeln, Die gestreifte Nelke, Ein Staatsgeheimnis, Der berühmte Tafelaufsatz, Zur Chronik der Burg in der grünen Au, Die Scheuerfrau von Buchensee, Der ruppige Löwe und der süße Bube, Der „Babylu“, Der Johanniskäfer, Wie von den Elf neun auseinandergingen und zwei zusammenblieben.)
  • Die Fliege im Bernstein. Roman. Seyfert, Dresden 1919.
  • Im Zwielicht. Unheimliche Geschichten. Seyfert, Dresden 1923. (Inhalt: Die Florentiner Laute, Die Giustina des Dogen Nicolo da Ponte, Die Bettelprinzessin, Zwischen Lipp' und Kelchesrand, Paulownia Imperialis, Warum?, Der arme Peter, Der Spiegel im Castell Tarquino, Das Neujahrsgespenst.)
  • Die Herzogin von Santa Rosa (1924)
  • Margarita Margaritarum. Der Roman einer Perle. Seyfert, Dresden 1910.
  • Gefüllte Datteln. Seyfert, Dresden 1930. (Mit den sechs eingestreuten Spukgeschichten Die Axt an der Wand, Heliotrop, Im Scheechhaus, Das offene Tor, Drei weiße Rosen, Die Fürstin von Otrobarrio.)

GedichtbändeBearbeiten

  • Tropfen im Ocean. Pierson, Dresden 1878.
  • Raoul der Page. Ein Sang aus alten Tagen. Albrecht, Leipzig 1881.

DramenBearbeiten

  • Jadwiga. (Dramatisierte Novelle; 1880)
  • Ein Meter. Drama in 4 Acten nach einem Stoffe von Emile Mario Vacano. Mutze, Leipzig 1878.
  • Komtesse Käthe. Schwank in drei Aufzügen. Von E. von Adlersfeld und H. Stobitzer. Bloch, Berlin 1897.

Biografien, Anthologien, SonstigesBearbeiten

  • Charitas. Ein Almanach in Wort und Bild zusammengestellt und herausgegeben von Eufemia Gräfin Ballestrem. Schottlaender, Breslau 1880.
  • Memoiren des Freiherrn Dubislav Gneomar von Natzmer. Grieben, Berlin 1881.
  • Im Glanze der Krone. Biographische Skizzen regierender Fürstinnen aller Zeiten und Länder. Grieben, Berlin 1882.
  • Im Zeichen des Roten Kreuzes. Ein Selbstschriften-Album deutscher Fürsten und Fürstinnen zum Besten der vom Vaterländischen Frauen-Verein zu Gleiwitz O.-Schl. gegründeten Institute zur Hebung der Haus-Industrie. Entrich, Berlin 1882.
  • Was die Blumen sagen. Ein Herbarium in Liedern aus Beiträgen deutscher Dichter gesammelt und zusammengestellt. Baumann, Düsseldorf 1880.
  • Altbiblische Bilder. Heilig, Hirschberg 1882.
  • Skaldenklänge. Ein Balladenbuch zeitgenössischer Dichter. Breslau, Leipzig, Schottländer 1883 (Mit Hermann Lingg)
  • Maria Stuart, Königin von Schottland. Blätter zu ihrem Andenken und zu ihrer Ehre. Verlags-Anstalt, Hamburg 1889
  • Erinnerungen aus den Tuilerien von Mad. A. Carette, frei übertragen. 2 Bände. Schottlaender, Breslau 1890.
  • Der gute Ton und die feine Sitte. Weber, Leipzig 1892. (Später unter dem Titel Katechismus des guten Tons und der feinen Sitte.) eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  • Aus der Rumpelkammer der Weltgeschichte. Skizzen und Studien. Verein der Bücherfreunde, Berlin 1895.
  • Ahnentafeln zur Geschichte europäischer Dynastien. Starke, Grossenhain 1901.
  • Kaiserin Augusta. Ein Lebensbild. Mit Illustrationen und Zeichnungen von Alexander Frenz. Grote, Berlin 1902. (Digitalisat)
  • Elisabeth Christine, Königin von Preußen (Biografie; 1908) (Digitalisat)

LiteraturBearbeiten

  • Heinrich Groß: Deutschlands Dichterinnen und Schriftstellerinnen. Eine literaturhistorische Skizze. Gerold, Wien 1882, S. 139.
  • Rudolf Eckart: Die moderne Literatur. Eufemia Gräfin Ballestrem di Castellengo. In: Rudolf Eckart: Der deutsche Adel in der Litteratur. Biographisch-kritische Essays. Berlin 1895, S. 17–19.
  • Arthur Kleinschmidt: Eufemia von Adlersfeld, geb. Gräfin Ballestrem. Eine Lebensskizze. In: Universum. Illustrierte Familien-Zeitschrift. Jahrgang 14, Nr. 1, 1898, Sp. 389–392.
  • Arthur Kleinschmidt: Eufemia v. Adlersfeld-Ballestrem. Zum 60. Geburtstag am 18. August. In: Illustriertes Universum-Jahrbuch 1914. Leipzig: Reclam, [1914], S. 354–358 (mit Bild).
  • Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Band 1. Lexikon Reclam, Leipzig 1913, S. 33f.
  • Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft – Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 1. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, S. 9. (Mikrofiche-Ausg.: München: Saur, ISBN 3-598-30664-4)
  • Urszula Bonter: Der Populärroman in der Nachfolge von E. Marlitt: Wilhelmine Heimburg, Valeska Gräfin Bethusy-Huc, Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, S. 115–173.
  • Franz Rottensteiner: Die gespenstische Eufemia Adlersfeld-Ballestrem, in: Franz Rottensteiner: Im Labor der Visionen. Anmerkungen zur phantastischen Literatur. 19 Aufsätze und Vorträge aus den Jahren 2000–2012, Verlag Dieter van Reeken, Lüneburg 2013, ISBN 978-3-940679-72-7, S. 221–235.
  • Adlersfeld, Eufemia von, in: Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts, 1981, S. 2

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Brümmer, S. 3.
  2. a b Bonter, S. 116.
  3. Vgl. Jörg Jungmayr. In: Hans-Gert Roloff (Hrsg.): Die deutsche Literatur. Biographisches und bibliographisches Lexikon. Reihe VI: Die deutsche Literatur von 1890 bis 1990. Stuttgart 1997, S. 296ff.
  4. In: Bildungsarbeit. 16, 1929.
  5. Kleinschmidt, S. 391.