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Esbach (Weidenbach)

Ortsteil des Marktes Weidenbach

Esbach ist ein Ortsteil des Marktes Weidenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken).

Esbach
Koordinaten: 49° 11′ 58″ N, 10° 37′ 7″ O
Höhe: 432 m ü. NHN
Einwohner: 110 (2012)[1]
Postleitzahl: 91746
Vorwahl: 09826

GeografieBearbeiten

Durch das Dorf fließt ein Graben, der sich mit weiteren Gräben zu einem linken Zufluss der Altmühl vereinigt. Im Westen grenzt das Flurgebiet Steinhärdlein an. Ca. 0,5 km östlich liegt der Fasanengarten.[2]

GeschichteBearbeiten

1377 verkaufte Arnold von Seckendorff zwei Güter in Esbach an das St.-Gumbertus-Stift in Ansbach. 1388 übereigneten Friedrich und Johann von Heideck ihr Lehen zu Weidenbach und Esbach dem Arnold von Seckendorff.[3]

Im Salbuch des Fürstentums Ansbach von 1684 werden für Esbach 15 Mannschaften verzeichnet: 14 Anwesen unterstanden dem Hofkastenamt Ansbach, 1 Anwesen dem Stiftsamt Ansbach. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach inne.[4] Zwischen Esbach und Weidenbach bestand seit 1715 die markgräfliche Fasanerie.[5]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Esbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weidenbach zugeordnet. Es gehörte auch der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Weidenbach an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) löste sich Esbach von Irrebach und bildete eine eigene Ruralgemeinde.[6] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden. Spätestens 1846 ging diese Gemeinde in der Ruralgemeinde Leidendorf auf, wie aus dem Statistischen Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken hervorgeht. In dem Werk wird erwähnt, dass es im Ort einen Wirt und zwei Weber gab.[7]

Am 1. Juli 1971 wurde Esbach im Zuge der Gebietsreform in den Markt Weidenbach eingegliedert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002012
Einwohner 107 114 111 119 125 97 104 135 101 110 126 110
Häuser[8] 18 18 22 22 20 20 20 26
Quelle [9] [7] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]

ReligionBearbeiten

Der Ort ist seit der Reformation protestantisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind in die Markgrafenkirche (Weidenbach) gepfarrt,[19] die Einwohner römisch-katholischer Konfession nach St. Jakobus (Ornbau).

VerkehrBearbeiten

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Weidenbach, Haag und zur Staatsstraße 2220 zwischen Weidenbach und Irrebach.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012, Band 1, Berlin/Boston: De Gruyter, S. 346.
  2. Esbach im BayernAtlas
  3. Gerhard Rechter: Die Seckendorff. Quellen und Studien zur Genealogie und Besitzgeschichte, Neustadt a. d. Aisch 1987, S. 118.
  4. Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 876. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 682.
  5. Jahresbericht des Historischen Vereins für Mittelfranken, 28 (1860), S. 104; Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelfranken, 17 (1994), S. 226.
  6. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 45 (Digitalisat).
  7. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 159 (Digitalisat).
  8. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840, 1852 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“.
  9. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 23 (Digitalisat). Für die Gemeinde Esbach zuzüglich Irrebach (S. 45): 179 Einwohner und 33 Feuerstellen.
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1024, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1190, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1121 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1188 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1226 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1057 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 777 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 172 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 332 (Digitalisat).
  19. Protestantisches Kirchen-Jahrbuch für das Königreich Baiern, Erster Jahrgang, Sulzbach 1812, S. 64.