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Eroberung von Cusco
Datum 14. November 1533
Ort Cusco
Ausgang Spanischer Sieg
Folgen Einnahme Cuscos
Konfliktparteien

Conquistadoren, verbündete Kañari und Huanca

nördliches Inkareich

Befehlshaber

Francisco Pizarro
Diego de Almagro

Quizquiz

Truppenstärke
300 Spanier,
Tausende Indios
Zehntausende

Die Eroberung von Cusco durch die spanischen Conquistadoren endete mit der Einnahme der Stadt am 15. November 1533

HintergrundBearbeiten

Cusco war die Hauptstadt des Inkareichs Tawantinsuyu. Im Bürgerkrieg zwischen dem aus Quito stammenden Atahualpa und seinem Halbbruder Huáscar war Atahualpa 1532 siegreich hervorgegangen. Sein General Quizquiz hatte Cusco eingenommen und unter dem dortigen Inkaadel ein Massaker angerichtet. Auf dem Weg von Quito nach Cusco wurde Atahualpa in der Schlacht von Cajamarca von Francisco Pizarro im Handstreich gefangen genommen und trotz Zahlung eines immensen Lösegelds hingerichtet.

Nach Atahualpas Hinrichtung am 26. Juli 1533 zog Pizarro von Cajamarca nach Cusco. Verstärkt wurde sein Heer durch eine etwa gleich große Zahl von Männern, die mit seinem Partner Diego de Almagro gekommen waren und an der Verteilung der Beute von Cajamarca nicht beteiligt gewesen waren. Unterwegs schloss sich ihm Huáscars Halbbruder Manco an, der dem Gemetzel in Cusco entkommen war und nun Anspruch auf den Inkathron erhob.

Quizquiz, der Cusco besetzt hielt, unternahm mehrere Versuche, Pizarros Truppe aufzuhalten – in Jauja, Vilcashuaman und Vilcaconga. Die letzte Schlacht fand am 14. November 1533 kurz vor Cusco statt und endete, wie die anderen, siegreich für die Spanier. Die demoralisierten Truppen aus Quito räumten daraufhin die Stadt.

Einnahme CuscosBearbeiten

Am 15. November zog Pizarro in Cusco ein. Am folgenden Tag wurde Manco mit einer prächtigen Zeremonie als neuer Inkaherrscher Manco Cápac II. inthronisiert. Die Spanier nahmen das reichlich vorhandene Gold und Silber an sich. Am 25. März 1534 „gründete“ Pizarro Cusco als Stadt nach spanischem Recht neu.

FolgeBearbeiten

Manco stellte Pizarro mehrere tausend Mann zur Verfügung, mit denen er Quizquiz aus dem südlichen Teil des Reiches vertrieb, und arbeitete auch sonst eng mit Pizarro und Almagro zusammen. Seine Hoffnungen auf Wiederherstellung des Reiches erfüllten sich jedoch nicht. Die vermeintlichen Befreier erwiesen sich als Besatzer, die das Land unter sich aufteilten und auch seine Person nicht schonten.

1536 floh Manco aus der Stadt. In der folgenden Belagerung von Cusco entgingen die Spanier nur knapp der Vernichtung.

LiteraturBearbeiten