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Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.
Ernennungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland

Eine Ernennung ist die Bestimmung einer Person zur Wahrnehmung einer Funktion als Amtsträger. Der Ernennung kann eine demokratische Wahl vorausgehen.

Die Ernennung ist vor allem im öffentlichen Dienst üblich und erfolgt hier mit Aushändigung einer Ernennungsurkunde, worauf der Amtseid abgelegt wird. Eine Ernennung zu einem Amt kann zeitlich befristet werden.

Inhaltsverzeichnis

Ernennung nach deutschem RechtBearbeiten

In Deutschland werden u. a. folgende Personen ernannt:

Gesetzliche DefinitionenBearbeiten

Mitglieder von Bundes- und LandesregierungenBearbeiten

Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag gewählt. Der Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen (Art. 63 Grundgesetz (GG)). Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt (Art. 64 GG).

BeamteBearbeiten

Einer Ernennung bedarf es zur Begründung des Beamtenverhältnisses, Umwandlung des Beamtenverhältnisses in ein solches anderer Art, Verleihung eines anderen Amtes mit anderem Endgrundgehalt (Beförderung) oder Verleihung eines anderen Amtes mit anderer Amtsbezeichnung (§ 10 Bundesbeamtengesetz, § 8 Beamtenstatusgesetz).

RichterBearbeiten

Einer Ernennung bedarf es zur Begründung des Richterverhältnisses, zur Umwandlung des Richterverhältnisses in ein solches anderer Art und zur Verleihung eines anderen Amtes mit anderem Endgrundgehalt (§ 17 Deutsches Richtergesetz).

SoldatenBearbeiten

Einer Ernennung bedarf es zur Begründung des Dienstverhältnisses eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf Zeit (Berufung), zur Umwandlung des Dienstverhältnisses eines Soldaten auf Zeit in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten oder umgekehrt (Umwandlung), zur Verleihung eines höheren Dienstgrades (Beförderung) (§ 4 Soldatengesetz).

Ernennung DDRBearbeiten

Unter Ernennung in den sogenannten Bewaffneten Organen der DDR verstand man die Verleihung des ersten Dienstgrades einer bestimmten oder neuen, Dienstgradgruppe beziehungsweise Form des Einsatzes in eine Dienststellung (Beispiel Nationale Volksarmee: Karriere-Aufstieg vom Oberst (Ranggruppe: Offiziere) zum Generalmajor (Ranggruppe: Generale)).[1]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Militärlexikon, 2. Auflg. 1973, L-Nr.: 5, ES-Nr.: 6C1, BstNr: 745.303.1, S. 84, Definition: „Ernennung“.
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