Hauptmenü öffnen

Erich Gustav Ludwig Ziebarth (* 31. Dezember 1868 in Frankfurt (Oder); † 21. Oktober 1944 in Dettelbach) war ein deutscher Althistoriker.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Ziebarth war vom 1. April 1900 bis zum 30. März 1919 Lehrer am Hamburger Wilhelm-Gymnasium und wurde 1919 bei der Gründung der Universität Hamburg erster Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte. Diese Professur behielt er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1936. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. Nach den Luftangriffen auf Hamburg zog er nach Dettelbach am Main, wo er ein Jahr später starb.

In seiner Forschung beschäftigte er sich vor allem mit dem griechischen Schul- und Vereinswesen, der Geschichte von Handel und Wirtschaft und der griechischen Epigraphik. Zahlreiche Aufsätze darüber publizierte er in den Jahresberichten des Wilhelm-Gymnasiums sowie im Hellas-Jahrbuch der Deutsch-Griechischen-Gesellschaft. Seine Beschäftigung mit dem modernen Griechenland war nationalistisch geprägt.

Während seines Studiums wurde er Mitglied der StMV Blaue Sänger Göttingen.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Das griechische Vereinswesen. Hirzel, Leipzig 1896
  • Kulturbilder aus griechischen Städten. Teubner, Leipzig 1907
  • (mit Josef Kohler) Das Stadtrecht von Gortyn und seine Beziehungen zum gemeingriechischen Rechte. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1912
  • Beiträge zur Geschichte des Seeraubs und Seehandels im alten Griechenland. Friederichsen/de Gruyter, Hamburg 1929
  • Der griechische Kaufmann im Altertum. Heimeran, München 1934
  • Zypern: Griechen unter britischer Gewalt. Junker und Dünnhaupt, Berlin 1940
als Herausgeber

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verband Alter SVer (VASV): Anschriftenbuch. Mitgliederverzeichnis sämtlicher Alten Herren. Stand vom 1. Oktober 1937. Hannover 1937, S. 81.

WeblinksBearbeiten

 Wikisource: Erich Ziebarth – Quellen und Volltexte