Erich I. (Schleswig)

Herzog von Schleswig
Das Siegel Erik Abelsøns (Vorder- und Rückseite) mit den Schleswigschen Löwen

Erich I. (* um 1242; † 27. Mai 1272) war der zweite Sohn des Königs Abel von Dänemark und der Mechthild von Holstein, Tochter des Grafen Adolf IV. von Schauenburg und Holstein. Ab 1260 war er Herzog von Schleswig.

Herzog von SchleswigBearbeiten

Nach dem Tod seines Vaters wurde zunächst sein älterer Bruder Waldemar III. nach Auseinandersetzungen mit dem dänischen König Christoffer letztlich Herzog von Schleswig.

Nach dem Tod seines Bruders folgte Erich I. ihm und wurde 1260 mit dem Herzogtum belehnt, setzte aber den Krieg um Dänemark und Schleswig fort. 1261 gewann er die Schlacht auf der Lohheide und nahm den königlichen Vetter Erich V. von Dänemark und dessen Mutter gefangen. Er sicherte damit seiner Linie Schleswig als erbliches Lehen. Zudem wurde sein jüngerer Bruder Abel dann mit Langeland belehnt. Er wurde von den Fürsten von Rügen und Grafen von Holstein unterstützt, verlor jedoch trotzdem nach und nach sein Land bis auf den südlichsten Teil an die Krone. Zeitweise wurde er sogar nach Holstein verjagt.

Um 1260 heiratete er Margarete von Rügen (* 1247; † 1272), Tochter des Fürsten Jaromar II. von Rügen, mit der er folgende Kinder hatte:

  • Margarete († nach 1313)
    • ∞ entweder um 1285 Helmhold III., Graf von Schwerin-Boizenburg († 1299)?
    • ∞ oder ...
  • Waldemar IV., Herzog von Schleswig (* um 1265, † 1312)
  • Erik (Eriksen) „Langbein“, ab 1295 Herr von Langeland, (* 1272; † 1310) ∞ (1295) Sophie von Querfurt-Rosenburg († 1325), Tochter von Burchard VII. von Querfurt, genannt von Rosenburg (1297), († nach 12. November 1306) und Jutta von Sachsen (* vor 1226; † nach 1250)

1268 erwarb er von Bundo, Bischof von Schleswig (1265–1282), († 1282), Burg Gottorf und begann den Ausbau zur herzoglichen Burg.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

VorgängerAmtNachfolger
Waldemar III. 
Herzog von Schleswig
1260–1272
Waldemar IV.