Erich Angermann

deutscher Historiker und Professor für nordamerikanische Geschichte
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Funktionär des VKSK siehe Erich Angermann (Verbandsfunktionär).

Erich Angermann (* 2. März 1927 in Chemnitz; † 9. November 1992 in Herrsching am Ammersee) war ein deutscher Historiker für nordamerikanische Geschichte.

Erich Angermann wurde 1927 als Sohn eines Volksschullehrers in Chemnitz geboren. Er besuchte das humanistische Maximiliansgymnasium München. Ab 1947 studierte er Geschichte, Germanistik und Anglistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1952 wurde er bei Franz Schnabel promoviert zu dem Thema Karl Mathy als Sozial- und Wirtschaftspolitiker 1842–48. Ab 1952 war Angermann wissenschaftlicher Mitarbeiter der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (für die Neue Deutsche Biographie) und am Amerika-Institut (München). 1961 folgte die Habilitation bei Franz Schnabel mit einer Arbeit über den liberalen Staatswissenschaftler und Politiker Robert von Mohl. 1963 wurde er an die Universität zu Köln auf einen Lehrstuhl für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der nordamerikanischen Geschichte berufen, den er bis zu seiner Emeritierung 1992 innehatte. Schüler Angermanns sind u.a. Horst Dippel, Michael Klöcker, Hermann Wellenreuther, Arnd Krüger, Norbert Finzsch, Vera Nünning, Torsten Oppelland und Klaus Larres.

Ab 1971 war Angermann ordentliches Mitglied der Historischen Kommission. 1984 wurde er Ehrenmitglied der Academy for the Humanities and the Sciences, City University of New York.[1]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Die Vereinigten Staaten von Amerika seit 1917. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1966. 9. Auflage 1995 (dtv-Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, Bd. 7).
  • Deutschland und Amerika in der Epoche des Ersten Weltkrieges 1900–1924. Stuttgart 1993.
  • Robert von Mohl: 1799–1875. Leben und Werk eines altliberalen Staatsgelehrten. Neuwied 1962.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. cunyufs.org: About the Academy, abgerufen am 30. Oktober 2011