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Eppenhausen

Stadtteil von Hagen (Westfalen)

Eppenhausen ist ein Ortsteil der kreisfreien Großstadt Hagen im östlichen Ruhrgebiet.

Eppenhausen
Stadt Hagen
Koordinaten: 51° 21′ 40″ N, 7° 30′ 20″ O
Höhe: 185 m ü. NHN
Einwohner: 6238 (31. Dez. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. April 1901
Postleitzahl: 58093
Vorwahl: 02331
Dreifaltigkeitskirche Eppenhausen
Dreifaltigkeitskirche Eppenhausen
Teimanns Hof in Eppenhausen
Grundschule Boloh in Eppenhausen

GeschichteBearbeiten

Die Anfänge Eppenhausens liegen im Dunkel der Geschichte, der Name des Ortsteils lässt darauf schließen, dass hier eine Hofstelle bestanden hat, die einem Eppo oder Eppinc gehörte und nach ihm benannt wurde.[2]

Erstmals wurde Eppenhausen 1229 als Eppenhusen in dem Güter- und Einkünfteregister des Frauenkonvents und späteren adligen Damenstifts Herdecke erwähnt.[3] Von 1271 bis 1374 ist in alten Quellen ein Ritter Goswin von Eppenhausen nachgewiesen, er führte ein eigenes Siegel. Um 1400 hatte der Graf von der Mark Rechte in der Eppenhuser marke.[4] Nach der Teilung der westfälischen Marken 1450 existierte eine „Eppenhauser Mark“, welche die heutigen Stadtteile Halden, Herbeck, Eppenhausen, Emst und Delstern umfasste.

Die Bauerschaft Eppenhausen gehörte im Kirchspiel und Gericht Hagen zur Grafschaft Mark. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 werden in der Eppenhuser Burschop 12 steuerpflichtige Hofbesitzer (2 aus Emst) mit einer Abgabe zwischen 1 oirt (¼ Gg) und 8 Goldgulden genannt.[5]

Im Jahr 1746 wurden der Eppenhauser Nachbarstadt Hagen die Stadtrechte zugesprochen, im Jahr 1751 löste Friedrich der Große die Marken auf, so dass dies auch das Ende der Eppenhauser Mark bedeutete.

In den 1780er Jahren stellte der damalige Landrat Freiherr von Hövel auf Herbeck beim königlichen Hof in Berlin den Antrag, den "Eppenhauser Brunnen" auf Grund des dort zutage tretende heilkräftige Wasser als Heilwasser anzuerkennen. Auch nach der Ablehnung wurde der Brunnen – vor allem durch die Hohenlimburger Witwe Bettermann – bis in die 1870er Jahre als Gesundbrunnen angepriesen und Bäder verabreicht.

Im Jahr 1814 erhielt Eppenhausen eine eigene Postlinie und eine Poststation, 1898 wurde Eppenhausen zur selbstständigen Kirchengemeinde erklärt, und am 5. August 1900 führte die erste Straßenbahnlinie für die neue elektrische Straßenbahn von Hohenlimburg nach Eppenhausen, deren Betrieb erst 1975 eingestellt wurde.

Am 1. April 1901 wurde die Gemeinde Eppenhausen zusammen mit den Gemeinden Delstern und Eckesey in die Stadt Hagen eingemeindet[6], deren Bevölkerung so auf die Zahl von 68.402 Einwohnern anstieg.

GegenwartBearbeiten

Heute ist Eppenhausen Teil des Stadtbezirks Hochschulviertel (Bezirk 103) der Stadt Hagen, der zu Beginn des Jahres 2011 eine Einwohnerzahl von 12.396 Menschen aufwies.[7]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Eppenhausen (Hagen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt der Stadt Hagen
  2. Richard Althaus: Eppenhausen. Hagen 1977.
  3. Ralf Blank/Stephanie Marra/Gerhard E. Solbach: Hagen – Geschichte einer Großstadt und ihrer Region, Klartext Verlag, Essen 2008, Seite 89
  4. A. Ludorf: Bau und Kunstdenkmälder des Kreises Hagen Stadt. Im Auftrag des Provinzial-Verbandes der Provinz Westfalen, 1910, Seite 20
  5. A. Meister (Hrsg.): Die Grafschaft Mark, Dortmund 1909, Seite 51
  6. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 232 und 240.
  7. Hagener Monatszahlen. Februar 2011@1@2Vorlage:Toter Link/www.hagen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 1,3 MB)