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Energie Campus Nürnberg

Forschungsinstitution in Nürnberg

Koordinaten: 49° 27′ 37″ N, 11° 1′ 41″ O

Der Energie Campus Nürnberg (EnCN) ist eine 2011 gegründete interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit Sitz in Nürnberg.[1] Ziel der Forschung am EnCN ist Technologien für eine nachhaltige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu schaffen. Dies umfasst die Kombination der Themen Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, Transport von Energie, intelligente Einspeisung, Speicherung, effiziente Nutzung sowie das Energiemarktdesign.
Die Räumlichkeiten des EnCN auf dem ehemaligen AEG-Gelände im Nürnberger Stadtteil Muggenhof wurden Anfang 2013 bezogen.[2] Er wurde im Rahmen der Initiative Deutschland – Land der Ideen als Ausgewählten Ort 2012 ausgezeichnet.[3]

Energiecampus Nürnberg (EnCN)
Energiecampus Nürnberg (EnCN)
Logo des EnCN
Kategorie: Forschungseinrichtung
Standort der Einrichtung: Nürnberg
Art der Forschung: Energieforschung
Fachgebiete: Ingenieurwissenschaften, Chemie, Informatik, Wirtschaftswissenschaften
Grundfinanzierung: Freistaat Bayern
Leitung: Veronika Grimm (Sprecherin der wissenschaftlichen Leitung)
Alexander Buchele (Geschäftsführer)
Homepage: www.encn.de

Inhaltsverzeichnis

GründungspartnerBearbeiten

Die sechs Gründungspartner waren:

Daneben existiert mit dem Energie Campus Nürnberg e. V. ein Förderverein, dem neben den wissenschaftlichen Partnern auch die Stadt Nürnberg, die IHK Nürnberg für Mittelfranken und die Handwerkskammer für Mittelfranken angehören.

ForschungsschwerpunkteBearbeiten

Die Arbeiten am Energie Campus Nürnberg teilen sich auf mehrere Projekte auf.

Erneuerbare EnergienBearbeiten

Im Forschungsbereich Regenerative Energieerzeugung geht es um die anwendungsbezogene Entwicklung neuer Werkstoffe für Solarthermie, Photovoltaik und die photochemische Wandlung solarer Energie. Weiterhin werden Prozesse zum Druck von Photovoltaikmodulen und Alterungsverfahren entwickelt.

Speicher-TechnologienBearbeiten

Im Forschungsbereich Energiespeicherung werden Verfahren und Komponenten für Speichertechnologien entwickelt. Untersucht werden hierbei sowohl thermische als auch elektrische Speicher. Der Fokus bei der Speicherung von elektrischer Energie liegt auf der Speicherung von Wasserstoff in Flüssigen Organischen Wasserstoffträgern. In einem Speichertechnikum können diese Entwicklungen getest werden.

Elektrische NetzeBearbeiten

Im Forschungsbereich Netze und Infrastruktur werden neue Konzepte für intelligente Stromnetze entwickelt. Untersucht werden sowohl komplette Systeme also auch Komponenten, Produkte und Anwendungen, insbesondere für innovative und komplexe Leistungselektronik. Entsprechend den Anforderungen werden Hochspannungstests, Materialprüfungen, Simulationen, Demonstratortests und Prototypenentwicklungen durchgeführt.

Energiemanagement-TechnologienBearbeiten

Im Rahmen des Forschungsbereichs Energiemanagementsysteme werden neue Kommunikationsnetze und Systemarchitekturen entwickelt. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Sicherheit in der Datenkommunikation und die Entwicklung einer flexiblen und kostengünstigen Kommunikationsplattform mit breitem Einsatzspektrum. Darüber hinaus werden Simulations- und Optimierungswerkzeuge auf unterschiedlichen Ebenen entwickelt, mit denen die Effizienz eines komplexen Energiesystems untersucht und gesteuert werden kann.

Effiziente EnergienutzungBearbeiten

Im Forschungsbereich Effiziente Energienutzung werden neue Materialien zur Wärmedämmung von Gebäuden sowie neue Technologien und Systeme der Gebäudetechnik entwickelt. Die Ergebnisse werden simuliert sowie im Technikumsmaßstab getestet und verifiziert. Im Industriebereich entstehen neue elektrische Antriebskonzepte beziehungsweise bestehende Systeme werden optimiert und weiterentwickelt.

EnergiemarktdesignBearbeiten

Im Forschungsbereich Energiemarktdesign werden Investitionsanreize für die Schaffung von Kraftwerks- und Netzkapazitäten untersucht. Durch die Abbildung des Energiemarktes in Modellen lassen sich verschiedene Alternativen vergleichen. Es wird dabei ein Methodenmix angewandt, der durch Experimente und empirische Untersuchungen flankiert wird.

EinzelnachweiseBearbeiten