Emmanuel Korir

kenianischer Leichtathlet

Emmanuel Kipkurui Korir (* 15. Juni 1995 im Elgeyo-Marakwet County) ist ein kenianischer Leichtathlet, der vor allem im 800-Meter-Lauf erfolgreich ist. 2021 gewann er die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Emmanuel Korir

Emmanuel Korir 2017.jpg
Emmanuel Korir (2017)

Voller Name Emmanuel Kipkurui Korir
Nation Kenia Kenia
Geburtstag 15. Juni 1995 (26 Jahre)
Geburtsort Elgeyo-Marakwet CountyKenia
Karriere
Disziplin 800 m
Bestleistung 1:42,05 min
Trainer Mika Laaksonen
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Afrikameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold Tokio 2020 800 m
Logo der CAA Afrikameisterschaften
Gold Asaba 2018 4 × 400 m
Silber Asaba 2018 800 m
letzte Änderung: 4. August 2021

Herkunft und LebenBearbeiten

Emmanuel Korir stammt aus dem Westen Kenias, wo er ein einem Dorf in der Nähe der Stadt Iten, aufwuchs. Er besuchte dieselbe Schule wie der Olympiasieger und 800-Meter-Weltrekordhalter David Lekuta Rudisha. Zunächst trat er vor allem im 400-Meter-Lauf an. Auf Anraten des Olympiasiegers Paul Ereng, der von Korirs Explosivität begeistert war, wandte er sich dem 800-Meter-Lauf zu und wechselte nach dem Schulabschluss in die Vereinigten Staaten. Dort nahm er ein Studium der Bewegungswissenschaften an der University of Texas at El Paso auf.[1] Für die Universität nahm er als Teil des Sportteams, den UTEP Miners, in College-Wettkämpfen in den USA teil.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Emmanuel Korir trat erstmals 2016 bei den nationalen Meisterschaften über 800 Meter an. Dabei belegte er den achten Platz. Zuvor trat er vor allem über die halbe Distanz an. Im Januar 2017 lief er bei einem Hallenwettkampf in Albuquerque eine Zeit von 1:14,97 min über 600 Meter und stellte damit einen Hallenweltrekord auf. Diese Zeit wurde nur eine Woche später allerdings erneut, mit einer Hundertstelsekunde, unterboten. In der Weltbestenliste liegt er, mit Stand 2020, auf dem vierten Platz.[2] Im April stellte er sowohl über 400, als auch über 800 Meter neue Bestleistungen auf. Mit einem Alter von 21 Jahren war er zu jenem Zeitpunkt der jüngste Mensch, die über 400 Meter unter 45 Sekunden bleiben und zugleich über 800 Meter schneller als 1:45 min laufen konnte.[3] Ein Zeit von 1:43 min konnte er 2017 erst wieder im Juni bei den kenianischen Meisterschaften bestätigen, bei denen er in 1:43,86 min die Goldmedaille gewann. Einen Monat später siegte er bei einem Wettkampf in Monaco mit Bestzeit von 1:43,10 min. Beim Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften in London, kam er nicht an diese Zeiten heran. Zwar überstand er den Vorlauf, schied dann in 1:46,08 min allerdings knapp im Halbfinale aus und landete insgesamt auf dem zehnten Platz.

Im Februar 2018 stellte Korir in 1:44,21 min in New York City einen Hallenafrikarekord auf. Im Juni wurde er mit einer Zeit von 44,21 s kenianischer Meister über 400 Meter. Diese Zeit bedeutete den sechsten Platz auf der Jahresweltbestenliste in dieser Disziplin. Im Juli verbesserte Korir in London seine 800-Meter-Zeit auf 1:42,05 min und siegte damit bei diesem stark besetzten Rennen. Es war das schnellste 800-Meter-Rennen seit dem Jahr 2012 und spülte Korir auf den dritten Platz der ewigen Weltbestenliste, mit Stand 2020, vor.[4][5] Anfang August trat er über die 800 Meter auch bei den Afrikameisterschaften in Nigeria an. Dabei kam er im Finale auf eine Zeit von 1:45,65 min und gewann damit die Silbermedaille. Zwei Tage später gewann er zusammen mit der kenianischen 4-mal-400-Meter-Staffel, mit neuem Meisterschaftsrekord, zudem die Goldmedaille. 2019 lief Korir im August Saison Bestleistung von 1:43,69 min über 800 Meter. Im entschied er sich, neben den 800, auch über die 400 Meter bei den Weltmeisterschaften im September und Oktober in Doha an den Start zu gehen. Zunächst zog er über 800 Meter ins Halbfinale ein, schied darin allerdings in 1:45,19 min als Drittplatzierter, aufgrund der Tatsache, dass die anderen Halbfinals schneller waren, aus. Insgesamt belegte er, wie bereits bei den letzten Weltmeisterschaften, den zehnten Platz. Besser lief es für ihn über die 400 Meter. In diesem Wettbewerb erreichte er das Finale, in dem er eine Zeit von 44,94 s lief, mit der er den sechsten Platz belegte.

2021 belegte Korir im Juni den dritten Platz über 800 Meter bei den kenianischen Ausscheidungswettkämpfen und qualifizierte sich damit für die Olympischen Spiele in Tokio. Dort zog er mit seiner zweitschnellsten Zeit der Saison in das Finale ein und konnte darin in 1:45,06 min vor seinem Landsmann Ferguson Cheruiyot Rotich die Goldmedaille gewinnen.[6]

Wichtige WettbewerbeBearbeiten

Jahr Veranstaltung Ort Platz Disziplin Zeit
Startet für Kenia  Kenia
2017 Weltmeisterschaften Vereinigtes Konigreich  London 10. 800 m 1:46,08 min
2018 Afrikameisterschaften Nigeria  Asaba 2. 800 m 1:45,64 min
1. 4 × 400 m 3:00,92 min
2019 Weltmeisterschaften Katar  Doha 10. 800 m 1:45,19 min
6. 400 m 44,94 s
2021 Olympische Spiele Japan  Tokio 1. 800 m 1:45,06 min

Persönliche BestleistungenBearbeiten

Freiluft
Halle
  • 800 m: 1:44,21 min, 3. Februar 2018, New York City, (Afrikarekord)

WeblinksBearbeiten

Commons: Emmanuel Korir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thomas Byrne: London gamble shows Korir the path (English) In: worldathletics.org. 30. Juli 2018. Abgerufen am 10. Juni 2020.
  2. Weltbestenliste über 600 Meter in der Halle auf iaaf.org
  3. Bret Bloomquist: How did UTEP land world class runner Emmanuel Korir? (English) In: eu.elpasotimes.com. 12. Mai 2017. Abgerufen am 10. Juni 2020.
  4. Weltbestenliste über 800 Meter auf iaaf.org
  5. World Athlete of the Year 2018 nominees – middle and long distance (English) In: worldathletics.org. 6. November 2018. Abgerufen am 10. Juni 2020.
  6. Emmanuel Korir wins men's 800m title in Kenyan 1-2. In: Olympics.com. 4. August 2021, abgerufen am 6. August 2021 (englisch).