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Ellierode (Hardegsen)

Ortsteil der Stadt Hardegsen

Ellierode ist ein Ortsteil der Kleinstadt Hardegsen im Landkreis Northeim in Niedersachsen.

Ellierode
Stadt Hardegsen
Wappen von Ellierode
Koordinaten: 51° 37′ 58″ N, 9° 48′ 11″ O
Höhe: 234 m ü. NN
Einwohner: 379
Eingemeindung: 1. Juni 1970
Postleitzahl: 37181
Vorwahl: 05505
Ellierode (Niedersachsen)
Ellierode

Lage von Ellierode in Niedersachsen

Dorfansicht vom Gladeberg aus
Dorfansicht vom Gladeberg aus

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Ellierode liegt am Südostrand des Sollings im Tal des Schöttelbaches, der ca. 3 km westlich des Ortes entspringt und in Hardegsen in die Espolde mündet. Das Dorf erstreckt sich beidseitig des Baches und nach Südosten auf die Hänge des Gladeberges. Die Nachbarorte sind Hardegsen im Nordosten, Lichtenborn im Nordwesten, Hettensen und Asche im Südwesten und Südosten. Im Südosten auf der anderen Seite des Gladeberges liegt Gladebeck ohne direkte Straßenverbindung nach Ellierode.

NameBearbeiten

Die erste überlieferte Namensform des Dorfes lautet Aldiggerod. Es handelt sich um einen der in der Region weniger häufig vorkommenden Ortsnamenstyp mit der Endung „-ingerode“ (vgl. die häufigere Endung „-rode“). Das Bestimmungswort ist der Personenname Aldo, der mit dem heutigen Wort „alt“ verwandt ist. Übertragen hat der Ortsname die Bedeutung „Rodung der Leute des Aldo“.[1]

GeschichteBearbeiten

Ellierode wurde im Jahr 1055 das erste Mal in einer Urkunde erwähnt. Im heutigen Ort gibt es zwei alte Siedlungsschwerpunkte: südlich des Schöttelbaches im Bereich der Kirche und nördlich des Baches entlang der alten Wegeverbindung und heutigen Straße nach Hardegsen.[2] Ellierode war seit dem Mittelalter eines der Amtsdörfer von Hardegsen und als Pfarrdorf auch für die Betreuung des benachbarten Ortes Hettensen zuständig. Das Ortsbild von Ellierode ist heute hauptsächlich von stark veränderten und neueren Gebäuden geprägt. Der Ort wurde am 1. Juni 1970 in die Stadt Hardegsen eingegliedert.[3]

PolitikBearbeiten

OrtsratBearbeiten

Der Ortsrat von Ellierode hat fünf Mitglieder, Ortsbürgermeister ist Thomas Ziaja.

WappenBearbeiten

Das Wappen von Ellierode zeigt einen Steinmarder auf mehreren Steinen. Die Ellieröder tragen auch den Spitznamen 'Steinmarder'.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Westansicht der Ellieröder Kirche mit Sandsteinturm

Die Kirche von Ellierode ist ein schlichter verputzter Rechteckbau und wurde 1748–49 erbaut. Die Fenstereinfassungen und die Eckquaderung bestehen aus Sandstein, die Decke des Kirchensaales ist als hölzernes Tonnengewölbe gestaltet. Eine Besonderheit stellt der vergleichsweise aufwendige neugotische Kirchturm aus dem Jahre 1865 dar, der bis in die Spitze aus Sandsteinen gemauert ist.[2]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Traditionen sind

  • der Ellieröder Karneval
  • das Silvestersingen am 31. Dezember anstatt des Martinssingen
  • der Umzug des Neujahrbocks am 31. Dezember
  • die alljährliche Sportwoche
  • das alljährliche Osterfeuer durch den Junggesellenclub Ellierode
  • das alljährliche Eierbacken am Ostermontag
  • der Tanz in den Mai
  • der Weihnachtsmann und der Ausschank von Glühwein an Heiligabend

Für die Traditionspflege in Hinsicht auf Weihnachten, Ostern, Mai und Silvester ist der Junggesellenclub Ellierode verantwortlich.

VereineBearbeiten

  • Neben Gymnastik- und Tanzgruppen hat sich der Fußball seit der Gründung des Sportvereins Ellierode e.V. als beliebteste Sportart etabliert. Dabei stellt der SV Blau-Weiß Ellierode neben einer 1. Herren (Kreisliga Northeim-Einbeck), einer 2. Herren (3. Kreisklasse) ebenfalls eine Frauenfußballmannschaft.
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Feuerwehrspielmannszug, 7-facher Gewinner der Kreismeisterschaften des Kreismusikverbandes Northeim (Aufgelöst)
  • Junggesellenclub, der sich um die Traditionen kümmert
  • Die „Fitness-Tenne“, das innerörtliche Fitness-Studio
  • Kart-Club von 1995
  • die Band "SchottenROCK"
  • weitere Vereine

InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Ellierode liegt an der Landstraße L557 von Hettensen nach Lichtenborn, von der im Ort die Straße nach Hardegsen abzweigt. Die von Ost-West-Richtung durch den Ort führende Sollingstraße nördlich des Schöttelbaches war bis zum Neubau der Bundesstraße nördlich von Ellierode ein Teil der B 241, die von Northeim über Hardegsen und Uslar an die Weser führt. Die nächstgelegene Bahnstation ist Hardegsen.

BauwerkeBearbeiten

  • Dorfgemeinschaftshaus
  • Sportplatz, Bolz- und Kinderspielplatz
  • Parkanlage am Dorfgemeinschaftszentrum

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. K. Casemir, F. Menzel und U. Ohainski: Die Ortsnamen des Landkreises Northeim. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005, S. 121f und S. 433. ISBN 3-89534-607-1
  2. a b C. Kämmerer, P. F. Lufen: Baudenkmale in Niedersachsen, Band 7.1: Landkreis Northeim, Südlicher Teil. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland). C. W. Niemeyer, Hameln 2002, S. 112f. ISBN 3-8271-8261-1
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 213.