Elisabeth Müller-Luckmann

deutsche Psychologin

Elisabeth „Mary Lou“ Müller-Luckmann (* 16. Oktober 1920 in Braunschweig; † 6. Juli 2012[1] in Berlin) war eine deutsche Professorin für Psychologie, Gerichtsgutachterin, Krimiautorin und Kolumnistin.

LebenBearbeiten

Müller-Luckmann promovierte 1945 an der Carolo-Wilhelmina. 1955 habilitierte sie als erste Frau an der TU Braunschweig mit der Habilitationsschrift "Glaubwürdigkeit kindlicher und jugendlicher Zeugen bei Sexualdelikten". 1962 nahm sie einen Ruf an die TU Braunschweig an, und bis 1986 leitete Müller-Luckmann dort die Abteilung für Diagnostik und Klinische Psychologie.[2]

Müller-Luckmann war außerdem viele Jahre Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung.

Von den 1960er Jahren bis 2007 war sie psychologische Beraterin für Leserinnen in der Für Sie und für Leser unter anderem in der Rubrik „Von Mensch zu Mensch“ des Hamburger Abendblattes.

Zwischen 1946[3] und 1999 war sie auch als Gerichtsgutachterin tätig, unter anderem in den Prozessen gegen den Kindermörder Bartsch, gegen Marianne Bachmeier und die Kindsmörderin Monika Böttcher, geschiedene Weimar sowie im Fall des Hamburger Serienmörders Fritz Honka.

AuszeichnungenBearbeiten

SchriftenBearbeiten

Wissenschaft
  • 1959: Über die Glaubwürdigkeit kindlicher und jugendlicher Zeuginnen bei Sexualdelikten (Beiträge zur Sexualforschung, 14), Stuttgart: Enke
  • 1962 mit Günter Blau (Hg.): Gerichtliche Psychologie: Aufgabe und Stellung der Psychologen in der Rechtspflege. Neuwied am Rhein, Berlin-Spandau: Luchterhand
Sachbücher
  • 1979: Wie man den Alltag zu zweit besteht: ein psychologischer Ratgeber, München: Lichtenberg-Verlag, ISBN 978-3-7852-1220-2
Belletristik

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Todesanzeige in der FAZ, 14. Juli 2012, S. 11
  2. Prof. Dr. Daniela Hosser: Nachruf auf Müller-Luckmann auf den archivierten Seiten der TU-Braunschweig. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 10. Dezember 2010; abgerufen am 27. August 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tu-braunschweig.de
  3. Die deutsche Miss Marple ist tot. In: EMMAonline“. 9. Juli 2012, archiviert vom Original am 5. September 2013; abgerufen am 7. Mai 2014.