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MotorsportBearbeiten

MonopostorennenBearbeiten

Elgh versuchte in den 1970er Jahren den klassischen Weg durch die Monoposto-Formeln von der Formel Vau Richtung Formel 1. In den späten 1970er Jahren galt er in Schweden als großes Talent und wurde von schwedischen Motorsportjournalisten bereits als Nachfolger der knapp hintereinander verstorbenen Gunnar Nilsson und Ronnie Peterson gesehen. Gemanagt wurde er in den 1970er und 1980er Jahren vom früheren Rennfahrer Torsten Palm.

Über die Formel-Super-Vau, die schwedische und die europäische, kam er 1977 in die Britische Formel-3-Meisterschaft. Nicht zuletzt deswegen, weil die meisten Formel-1-Teams ihre Fabriken in Großbritannien hatten, und wegen der großen Dichte an talentierten Fahrern galt die britische Meisterschaft als Sprungbrett in die Formel 1. Die Saison 1977 bestritt der Schwede für das Chevron Racing und wurde knapp hinter Derek Daly ex aequo mit Stephen South Zweiter in der Meisterschaft.[1]

Nach einem ersten Rennen 1977 stieg er 1978 von der Formel 3 in die nächsthöhere Rennklasse, die Formel 2 auf und ging für das Team von Fred Opert an den Start. Opert wurde später Teammanager im ATS Racing Team. Die erste Saison – Einsatzfahrzeug war ein Chevron B42 – verlief für einen Rockie durchaus erfolgreich. In Pau wurde er mit einem Rückstand von knapp 20 Sekunden auf Bruno Giacomelli, der einen Werks-March 782 fuhr, Zweiter[2] und beendete die Rennen in Rouen-les-Essarts[3] und Hockenheim[4] als Sechster. In der Schlusswertung der Meisterschaft platzierte er sich als Gesamtelfter[5].

1979 wechselte er zu Tiga Race Cars, die einen March 792 einsetzten und gewann am Autodromo di Pergusa[6] sein erstes Formel-2-Rennen. Sein bestes Jahr in der Formel-2-Europameisterschaft war die Saison 1981. Schon im Jahr davor war er zu Maurer Motorsport gewechselt und hatte eine katastrophale erste Saison ohne Zielankunft erlebt. 1981 siegte er in Vallelunga[7], beendete die Rennen in Thruxton[8] (hinter Teamkollegen Roberto Guerrero) und das Eifelrennen[9] auf der Nordschleife des Nürburgrings (hinter Thierry Boutsen) als Zweiter sowie die Rennveranstaltung in Spa[10] als Dritter. Diese Position nahm er auch in der Endwertung der Meisterschaft ein[11].

Trotz dieser Erfolge gelang dem Schweden der Sprung in die Formel-1-Weltmeisterschaft nicht, daher suchte er neue Herausforderungen in Asien. Bereits Anfang der 1980er-Jahre wechselten viele europäische Rennfahrer in die lukrativen japanischen Monopostoserien. Elgh fuhr dort erfolgreich in der japanischen Formel-2- und Formel-3000-Meisterschaft.

SportwagenrennenBearbeiten

Mitte der 1980er Jahre begann die Tourenwagen- und Sportwagen-Karriere des Schweden. Er wurde Werksfahrer bei Dome und fuhr 1984 Tourenwagenrennen für das Volvo-Team seines Landsmanns Robert Kvist. Gemeinsam mit Ulf Granberg wurde er Zweiter beim 500-km-Rennen von Mugello[12], dem zwölften Wertungslauf der Tourenwagen-Europameisterschaft 1984.

Bis zum Ende seiner Karriere 1995 war er eng mit Dome und dem Sportwagenteam von Toyota verbunden, für die er fast durchgehend engagiert war. Elgh galt als starker Entwicklungsfahrer und loyaler Teamplayer, der auch zu Zeiten bei Toyota blieb, als Erfolge weitgehend ausblieben. Sein erstes Langstreckenrennen gewann er 1985; mit Partner Geoff Lees triumphierte er beim 500-km-Rennen von Suzuka, einem Rennen der All Japan Sports Prototype Championship auf einem Dome 84C.[13] Sein Letzter der vier Erfolge in der japanischen Sportwagen-Meisterschaft war der Gesamtsieg beim 500-km-Rennen von Sugo 1991; wieder mit Lees als Partner, diesmal im Toyota 91C-V[14].

Zehnmal war beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am Start. Sein Debüt gab er 1982; sein bestes Ergebnis erzielte er 1993 mit dem sechsten Gesamtrang.

Seit dem Ende seiner Rennkarriere arbeitet er in Schweden als TV-Kommentator.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1982 Vereinigtes Konigreich  March Racing Team March 82G Belgien  Patrick Nève Vereinigte Staaten  Jeff Wood Ausfall Elektrik
1985 Japan  Dome Team Dome 85C Vereinigtes Konigreich  Geoff Lees Japan  Toshio Suzuki Ausfall Kupplungsschaden
1986 Japan  Dome Co. Ltd. Dome 86C-L Italien  Beppe Gabbiani Japan  Toshio Suzuki Ausfall Turboschaden
1987 Japan  Toyota Team Tom’s Toyota 87C-L Vereinigtes Konigreich  Geoff Lees Australien  Alan Jones Ausfall kein Benzin
1988 Australien  Takefuji Schuppan Racing Team Porsche 962C Frankreich  Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich  Brian Redman Rang 10
1989 Australien  Team Schuppan Porsche 962C Australien  Gary Brabham Australien  Vern Schuppan Rang 13
1990 Australien  Team Schuppan Porsche TS962 Schweden  Thomas Danielsson Australien  Thomas Mezera Rang 15
1991 Schweiz  Team Salamin Primagaz Porsche 962C Osterreich  Roland Ratzenberger Vereinigtes Konigreich  Will Hoy Ausfall Zylinder überhitzt
1992 Japan  Toyota Team Tom’s Toyota 92C-V Osterreich  Roland Ratzenberger Vereinigtes Konigreich  Eddie Irvine Rang 9
1993 Japan  Nisso Trust Racing Team Toyota 93C-V Schweden  Steven Andskär Sudafrika 1961  George Fouché Rang 6

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten