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Eisenbahnversuchsring Velim

Versuchsstrecke für Eisenbahnfahrzeuge in Tschechien
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Unterwerk und Betriebsstelle des Eisenbahnversuchsrings Velim

Der Eisenbahnversuchsring Velim (tschechisch Železniční zkušební okruh u Velimi) ist eine Versuchsstrecke für Eisenbahnfahrzeuge in Tschechien. Er befindet sich knapp 50 km östlich von Prag nahe Poděbrady im Středočeský kraj (Region Mittelböhmen). Eigentümer der Versuchsanlage ist das Eisenbahnforschungsinstitut VUZ („Forschungsinstitut der Eisenbahn“)[1], eine Tochtergesellschaft der Tschechischen Bahn. Daneben forscht auf dieser Anlage noch das Forschungsinstitut VÚKV a.s. („Forschungsinstitut für Schienenfahrzeuge“), eine Tochter von Škoda.

GeschichteBearbeiten

 
Eisenbahnversuchsring Velim

Die von den damaligen sozialistischen Ländern gegründete Organisation für die Zusammenarbeit der Eisenbahnen (OSShD)[2] errichtete den Versuchsring, der 1963 eröffnet wurde.

BeschreibungBearbeiten

Der Eisenbahnversuchsring besteht aus zwei miteinander verbundenen Schleifen:

  • Der kleine Ring ist 3,951 km lang und ermöglicht Fahrgeschwindigkeiten bis 90 km/h.
  • Der große Ring ist 13,276 km lang (Radius 1400 m, Überhöhung 150 mm)[3] und ist für Geschwindigkeiten bis 210 km/h (Fahrzeuge mit Neigetechnik bis 230 km/h) zugelassen. Innerhalb liegt das Dorf Sokoleč.

Für Versuchsfahrten elektrischer Lokomotiven und Triebwagen ist die Fahrleitungsspannung auf alle in Europa üblichen Stromsysteme umschaltbar:

  • 3000 V =
  • 1500 V =
  • 750 V =
  • 25 kV 50 Hz ~
  • 15 kV 16,7 Hz ~

AŽD Praha rüstete im Jahr 2015 den großen Ring mit ETCS Level 2 aus.[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Eisenbahnversuchsring Velim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. VUZ - offizielle Homepage
  2. Peter Bock: Oranienburger Runde. Von der Versuchsbahn zum Testring. In: Verkehrsgeschichtliche Blätter. Bd. 27. Berlin 2000. S. 86.
  3. http://www.cdvuz.cz/en/vuz-test-centre-velim/
  4. Intelligence Market. In: Railway Gazette International. Band 171, 2015, ISSN 0373-5346, S. 18–19.

Koordinaten: 50° 6′ 0″ N, 15° 5′ 45″ O