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Einwohnerentwicklung von Aachen

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Dieser Artikel gibt die Einwohnerentwicklung von Aachen tabellarisch und graphisch wieder.

Am 31. Dezember 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Aachen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 259.030 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) – historischer Höchststand.[1]

Inhaltsverzeichnis

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Einwohnerentwicklung 1500 - 2013

Im 19. Jahrhundert verstärkte sich auf Grund der Industrialisierung das Bevölkerungswachstum in Aachen. Hatte die Stadt 1816 noch 32.000 Einwohner, so überschritt die Einwohnerzahl 1888 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 1. Januar 1897 erfolgte die Eingemeindung der Kreisstadt Burtscheid (15.871 Einwohner 1895) aus dem Landkreis Aachen, wodurch sie Sitz der Kreisverwaltung wurde. 1939 hatte Aachen 162.000 Einwohner.

Deutlich sichtbar sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Durch die alliierten Luftangriffe wurden 65 Prozent der Wohnungen zerstört. Am 11. und 12. September 1944 erfolgte eine Zwangsevakuierung von Aachen, danach lebten nur noch 6.000 Menschen in der Stadt. Am 21. Oktober 1944 wurde Aachen nach sechswöchigem Kampf (Schlacht um Aachen) als erste westdeutsche Stadt von den Alliierten eingenommen. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Stadt 11.139 Einwohner. Aber schon im Dezember 1945 überschritt die Einwohnerzahl durch die Rückkehr der Zwangsevakuierten wieder die Grenze von 100.000.

Einen Bevölkerungszuwachs um rund 63.000 Personen erlebte die Stadt am 1. Januar 1972 durch mehrere Eingemeindungen – die Einwohnerzahl stieg von 177.000 auf rund 240.000. Der Anstieg um 9.000 Personen im Jahre 2003 ist darauf zurückzuführen, dass die Stadt im gleichen Jahr die Zweitwohnsitzsteuer einführte, was insbesondere viele Studenten dazu bewog, ihren Zweitwohnsitz bei der Stadtverwaltung gegen einen Hauptwohnsitz einzutauschen. Im Jahre 2006 stand die Stadt mit 258.770 Einwohnern unter den deutschen Großstädten an 27., innerhalb Nordrhein-Westfalens an 13. Stelle.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1812 handelt es sich meistens um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Stadtverwaltung (bis 1970) und des Statistischen Landesamtes (ab 1971). Die Angaben beziehen sich ab 1834 auf die „Zollabrechnungsbevölkerung“, ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1834 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Von 1500 bis 1870Bearbeiten

(jeweiliger Gebietsstand)

Jahr/Datum Einwohner
1500 15.000
1601 14.171
1656 25.000
1700 24.000
1750 24.000
1781 21.000
1795 23.413
1799 23.699
1802 24.250
1808 27.168
1812 30.179
1. Dezember 1816¹ 32.072
1. Dezember 1819¹ 32.296
1. Dezember 1822¹ 34.252
Datum Einwohner
1. Dezember 1825¹ 35.428
1. Dezember 1831¹ 38.884
3. Dezember 1834¹ 39.044
3. Dezember 1840¹ 44.289
3. Dezember 1843¹ 46.620
3. Dezember 1846¹ 48.557
3. Dezember 1849¹ 50.533
3. Dezember 1852¹ 52.687
3. Dezember 1855¹ 54.373
3. Dezember 1858¹ 56.260
3. Dezember 1861¹ 58.553
3. Dezember 1864¹ 63.782
3. Dezember 1867¹ 67.923

¹ Volkszählungsergebnis

Von 1871 bis 1944Bearbeiten

(jeweiliger Gebietsstand)

Datum Einwohner
1. Dezember 1871¹ 74.146
1. Dezember 1875¹ 79.606
1. Dezember 1880¹ 85.551
1. Dezember 1885¹ 95.321
31. Dezember 1888 100.490
1. Dezember 1890¹ 103.470
2. Dezember 1895¹ 110.551
31. Dezember 1898 115.650
31. Dezember 1899 133.440
1. Dezember 1900¹ 135.245
31. Dezember 1901 137.650
31. Dezember 1902 140.135
31. Dezember 1903 142.456
31. Dezember 1904 142.280
1. Dezember 1905 ¹ 144.095
31. Dezember 1906 152.873
31. Dezember 1907 153.708
31. Dezember 1908 154.543
Datum Einwohner
31. Dezember 1909 155.378
1. Dezember 1910¹ 156.143
31. Dezember 1911 157.781
31. Dezember 1912 159.909
31. Dezember 1913 160.508
1. Dezember 1916¹ 142.235
5. Dezember 1917¹ 140.843
8. Oktober 1919¹ 145.748
31. Dezember 1919 148.426
31. Dezember 1920 151.731
31. Dezember 1921 155.139
31. Dezember 1922 155.774
31. Dezember 1923 154.392
31. Dezember 1924 156.342
16. Juni 1925¹ 155.222
31. Dezember 1925 156.210
31. Dezember 1926 156.247
31. Dezember 1927 156.484
Datum Einwohner
31. Dezember 1928 155.497
31. Dezember 1929 154.586
31. Dezember 1930 154.682
31. Dezember 1931 154.118
31. Dezember 1932 153.550
16. Juni 1933¹ 162.774
31. Dezember 1933 163.693
31. Dezember 1934 164.185
31. Dezember 1935 164.174
31. Dezember 1936 164.036
31. Dezember 1937 163.426
31. Dezember 1938 162.600
17. Mai 1939¹ 162.164
31. Dezember 1939 159.500
31. Dezember 1940 158.900
13. September 1944 6.000
21. Oktober 1944 11.139

¹ Volkszählungsergebnis

Quelle: Stadt Aachen

Von 1945 bis 1989Bearbeiten

(jeweiliger Gebietsstand)

Datum Einwohner
31. Dezember 1945 101.638
29. Oktober 1946¹ 110.462
31. Dezember 1947 118.896
13. September 1950¹ 130.278
31. Dezember 1951 137.534
31. Dezember 1952 140.556
31. Dezember 1953 143.560
25. September 1956¹ 152.075
6. Juni 1961¹ 169.769
31. Dezember 1961 171.598
31. Dezember 1962 174.121
31. Dezember 1963 174.828
31. Dezember 1964 176.258
31. Dezember 1965 177.940
Datum Einwohner
31. Dezember 1966 178.139
31. Dezember 1967 177.125
31. Dezember 1968 176.582
31. Dezember 1969 177.886
27. Mai 1970¹ 173.475
31. Dezember 1970 175.593
31. Dezember 1971 176.626
31. Dezember 1972 238.570
31. Dezember 1973 241.362
31. Dezember 1974 242.416
31. Dezember 1975 242.453
31. Dezember 1976 242.701
31. Dezember 1977 243.282
31. Dezember 1978 242.725
Datum Einwohner
31. Dezember 1979 242.971
31. Dezember 1980 243.947
31. Dezember 1981 244.699
31. Dezember 1982 245.000
31. Dezember 1983 241.863
31. Dezember 1984 239.801
31. Dezember 1985 238.587
31. Dezember 1986 239.170
25. Mai 1987¹ 229.740
31. Dezember 1987 230.886
31. Dezember 1988 233.255
31. Dezember 1989 236.987

¹ Volkszählungsergebnis

Quellen: Stadt Aachen (bis 1970), Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen (ab 1971)

Ab 1990Bearbeiten

(jeweiliger Gebietsstand)

Datum Einwohner
31. Dezember 1990 241.861
31. Dezember 1991 244.442
31. Dezember 1992 245.627
31. Dezember 1993 246.671
31. Dezember 1994 247.113
31. Dezember 1995 247.923
31. Dezember 1996 247.792
31. Dezember 1997 245.969
31. Dezember 1998 244.429
Datum Einwohner
31. Dezember 1999 243.825
31. Dezember 2000 244.386
31. Dezember 2001 245.778
31. Dezember 2002 247.740
31. Dezember 2003 256.605
31. Dezember 2004 257.821
31. Dezember 2005 258.208
31. Dezember 2006 258.770
31. Dezember 2007 259.030
Datum Einwohner
31. Dezember 2008 259.269
31. Dezember 2009 258.380
31. Dezember 2010 258.664
9. Mai 2011¹ 236.420
31. Dezember 2012 240.086
31. Dezember 2013 241.683

¹ Volkszählungsergebnis

Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen

BevölkerungsprognoseBearbeiten

In der im Juli 2015 publizierten Studie zur Bevölkerungsprognose aus dem Datenportal „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann Stiftung[2] wurde die zahlenmäßige Entwicklung der Bevölkerung für Städte und Gemeinden ab 5.000 Einwohner sowie aller Landkreise berechnet. Für Aachen wird vorausgesagt, dass die Bevölkerung bis 2030 um 3,6 % zurückgeht.[3] Nach dieser aktuellen Prognose wird die Einwohnerzahl Aachens in den nächsten Jahren kontinuierlich sinken und 2030 nur noch 231.310 betragen.

BevölkerungsstrukturBearbeiten

Die größten Gruppen der melderechtlich in Aachen registrierten Ausländer kamen am 31. Dezember 2005 aus der Türkei (7.566), Griechenland (1.729), Niederlande (1.724), Serbien (1.487), China (1.296), Polen (1.234), Bosnien und Herzegowina (1.167), Kroatien (1.005), Iran (901), Marokko (899), Italien (897), Russland (885), Belgien (843), Spanien (808), Ukraine (705) und Frankreich (561).[4] Von der amtlichen Statistik als Ausländer nicht erfasst werden eingebürgerte Personen und als Deutsche in Deutschland geborene Kinder ausländischer Abstammung.

Bevölkerung Stand 31. Dezember 2006
Einwohner mit Hauptwohnsitz 258.770
davon männlich 132.391
weiblich 126.379
Deutsche 214.431
davon männlich 108.484
weiblich 105.947
Ausländer 44.339
davon männlich 23.907
weiblich 20.432
Ausländeranteil in Prozent 17,1

Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen

AltersstrukturBearbeiten

Die folgende Übersicht zeigt die Altersstruktur vom 31. Dezember 2006 (Hauptwohnsitze).

Alter Einwohnerzahl Anteil in Prozent
0–5 10.188 3,9
6–14 20.802 8,0
15–17 7.020 2,7
18–24 29.419 11,4
25–29 23.337 9,0
30–39 35.634 13,8
40–49 45.645 17,6
50–59 29.622 11,4
60–64 11.850 4,6
über 65 45.253 17,5
Gesamt 258.770 100,0

Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen

Altersstruktur der Einwohner der Stadt Aachen
Alter Einwohner
0-5
  
9.160
5–10
  
9.259
10–14
  
9.623
15–19
  
11.038
20–24
  
25.244
25–29
  
23.965
29–30
  
16.450
35–39
  
13.221
40–44
  
16.557
45–49
  
17.468
50–54
  
15.500
55–59
  
13.380
60–64
  
11.940
65–69
  
10.563
70–74
  
12.512
75–79
  
8.623
80–84
  
6.359
85–89
  
3.935
90-
  
1.623
Datenquelle: Zensus 2011, Information und Technik Nordrhein Westfalen, 9. Mai 2011 [5]

StadtbezirkeBearbeiten

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember 2006 (Hauptwohnsitze).[6]

Name Fläche in km² Einwohnerzahl Einwohner pro km²
Brand 13,38 16.807 1.256
Eilendorf 6,84 15.275 2.233
Haaren 8,80 11.979 1.361
Kornelimünster/Walheim 37,03 16.070 434
Laurensberg 29,97 19.851 662
Mitte 51,63 163.121 3.159
Richterich 13,18 9.409 714
Aachen 160,83 252.512 1.570

Quelle: Stadt Aachen

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Karl Friedrich Wilhelm Dieterici (Hrsg.): Mitteilungen des Statistischen Bureau's in Berlin, 1848–1861
  • Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1880–1918
  • Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1919–1941/42
  • Deutscher Städtetag (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch Deutscher Gemeinden , 1890 ff.
  • Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, 1952 ff.
  • Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Wegweiser Demographischer Wandel 2020. Analysen und Handlungskonzepte für Städte und Gemeinden. Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2006, ISBN 3-89204-875-4

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten