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Die Einsteinstraße ist eine Innerorts- und Ein- und Ausfallstraße in München. Sie verläuft in den Stadtbezirken Au-Haidhausen und Bogenhausen (Stadtteile Haidhausen und Steinhausen).

Einsteinstraße
Wappen
Straße in München
Einsteinstraße
Ende der Straße am Bogenhausener Tor (März 2018)
Basisdaten
Landeshauptstadt München
Stadtbezirke Au-Haidhausen, Bogenhausen
Hist. Namen Äußere Wiener Straße, Am Kirchstein
Name erhalten 1956
Anschluss­straßen Max-Planck-Straße, Töginger Straße (Bundesautobahn 94)
Querstraßen Innere Wiener Straße, Ismaninger Straße, Schloßstraße, Seerieder Straße, Trogerstraße, Flurstraße, Kuglerstraße, Lucile-Grahn-Straße, Grillparzerstraße, Versailler Straße, Braystraße, Bothestraße, Saint-Privat-Straße, Leuchtenbergring, Richard-Strauss-Tunnel, Steinhauser Straße, Truderinger Straße, Prinzregentenstraße
Plätze Max-Weber-Platz, Vogelweideplatz
Nummerierungssystem Orientierungsnummerierung
Bauwerke Klinikum rechts der Isar, Unionsbräu, Friedhof Haidhausen, Internationales Jugendzentrum, Fritjof-Nansen-Realschule (Zugang Ernst-Reuter-Straße), daseinstein, MVG-Betriebshof Tram, Betriebshof Ost (Busdepot), Bogenhausener Tor (Bavaria Towers, im Bau), zahlreiche in der Denkmalliste gelistete Wohnhäuser
U4, U5 Max-Weber-Platz
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, ÖPNV
Straßen­gestaltung zweispurige Fahrbahn in jede Fahrtrichtung, teilweise durch Gleiskörper der Straßenbahn getrennt
Technische Daten
Straßenlänge 1,9 km

VerlaufBearbeiten

 
daseinstein

Die Straße bildet einen Teil der alten Landstraße von München in Richtung Wien über Mühldorf am Inn und Braunau am Inn. Sie beginnt am Max-Weber-Platz und setzt dort etwa rechtwinklig abknickend die Innere Wiener Straße sowie die in der Verlängerung der Maximilianstraße vom Maximilianeum kommende Max-Planck-Straße fort. Vom Max-Weber-Platz führt sie südlich am Klinikum rechts der Isar vorbei, verläuft am Nordrand von Alt-Haidhausen, kreuzt die Grillparzerstraße, führt nördlich an der Fritjof-Nansen-Realschule vorbei. Sie kreuzt dann den Leuchtenbergring (Teil des Mittleren Rings, dort das Geschäftszentrum daseinstein). Jenseits des Mittleren Rings verläuft die Straße in einigem Abstand zur Bahnstrecke München–Mühldorf am Betriebshof Einsteinstraße der Straßenbahn München und am weiter östlich gelegenen Busdepot (Nr. 130) vorbei zum Vogelweideplatz. Dort wird der Richard-Strauss-Tunnel eingefädelt, der eine unterirdische, kreuzungsfreie Verbindung vom Mittleren Ring herstellt. Außerdem wird die Prinzregentenstraße über eine ampelgesteuerte Kreuzung eingefädelt. Am Bogenhausener Tor (auch Stadtportal München Ost) mit seiner neuen Hochhausbebauung (Bavaria Towers) geht die Einsteinstraße in die Töginger Straße über, die den Übergang zur Bundesautobahn 94 bildet.

Durch die Straße verkehrt die Straßenbahnlinie 19, die im Jahr 2016 bis zur Wendeschleife nördlich der S-Bahn-Station Berg am Laim verlängert wurde. Außerdem wird der Betriebshof der Straßenbahn über die Einsteinstraße bedient.

Unter dem Max-Weber-Platz liegt die gleichnamige U-Bahn-Station mit Verzweigung der U-Bahn-Linien U4 und U5. In der Nähe der Kreuzung mit dem Leuchtenbergring befindet sich die gleichnamige S-Bahn-Station, die über den Leuchtenbergringtunnel erreicht wird.

GeschichteBearbeiten

Auf dem Gelände der Straßenbahn- und Busbetriebshöfe befand sich das bis 1927 betriebene Gaswerk am Kirchstein.[1][2]

BezeichnungBearbeiten

Die Einsteinstraße trug bis 1956 die Bezeichnung Äußere Wiener Straße, im Bereich um den Vogelweideplatz hieß sie vor der Eingemeindung nach München Am Kirchstein.[3] Die heutige Benennung der Straße würdigt den Physiker Albert Einstein und den Musikforscher Alfred Einstein.

Bauwerke unter Denkmalschutz an der StraßeBearbeiten

Nr. 28 (Münchner Volkshochschule, 1890/91), Nr. 32, 34 (Mietshäuser, um 1900), Nr. 42 (Unionsbräu, 1896, neben dem Hofbräukeller der letzte verbliebene Zeuge des Brauwesens in Haidhausen), Nr. 44 (Mietshaus, 1876), Nr. 46, 46a, 48 (Mietshäuser, um 1900), Nr. 54 – 62 gerade (Wohnhausgruppe, 1925/26, von Fritz Beblo und Karl Meitinger), Nr. 74 (Friedhof Haidhausen), Nr. 99 (Mietshaus, um 1870), Nr. 101 – 109 ungerade (Gruppe gleichartiger Mietshäuser, um 1860/70), Nr. 113 (Mietshaus, 1901), Nr. 121, 123, 125, 127 (Mietshäuser, um 1900), Nr. 131 (stattliches Mietshaus, um 1900), Nr. 135 (Mietshaus, um 1900), Nr. 143 (Mietshaus mit Erkerturm und Giebeln, um 1900)

LiteraturBearbeiten

  • Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 6. Auflage, Südwest Verlag, München 2007, ISBN 978-3-517-08370-4, S. 72.
  • Willibald Karl (Hrsg.): Bogenhausen. Vom bäuerlichen Pfarrdorf zum noblen Stadtteil. Buchendorfer Verlag, München 1992, ISBN 3-927984-11-6.
  • Roland Krack: Nachbarschaft. In Roland Krack (Hrsg.): Die Parkstadt Bogenhausen in München. Volk Verlag, München 2006, ISBN 3-937200-10-X, S. 20–22.
  • Heinrich Habel, Klaus Merten, Michael Petzet, Siegfried von Quast: Münchner Fassaden. Bürgerhäuser des Historismus und des Jugendstils. Prestel Verlag, München 1974, ISBN 3-7913-0048-2, S. 282.
  • Rambaldi: Die Münchener Straßennamen und ihre Erklärung. Piloty & Loehle, München 1894. S. 220 Straßenname 704 – Wienerstraße, äußere.
  • Heerde: Haidhausen. Oberbayerisches Archiv, Band 98, Stadtarchiv München 1974. S. 269–271 Einstein/Äußere Wiener Straße.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Willibald Karl (Hrsg.): Bogenhausen. Vom bäuerlichen Pfarrdorf zum noblen Stadtteil. Buchendorfer Verlag, München 1992, ISBN 3-927984-11-6.
  2. muenchenwiki.de
  3. Gaswerk am Kirchstein im München Wiki

WeblinksBearbeiten

  Commons: Einsteinstraße (Munich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 8′ 8″ N, 11° 35′ 52″ O