Eine Armee Gretchen

Film von Erwin C. Dietrich (1973)

Eine Armee Gretchen ist ein 1972 in Jugoslawien gedrehter, schweizerischer Kriegs- und Sexploitationfilm von Erwin C. Dietrich (Regie, Produktion und Drehbuch) mit Carl Möhner in der Hauptrolle. Der Geschichte liegt ein gleichnamiger, 1947 veröffentlichter Roman von Karl-Heinz Helms-Liesenhoff zugrunde.

Film
OriginaltitelEine Armee Gretchen
ProduktionslandSchweiz
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1973
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieErwin C. Dietrich
DrehbuchErwin C. Dietrich
ProduktionErwin C. Dietrich
MusikWalter Baumgartner
KameraPeter Baumgartner
SchnittMarie-Luise Buschke
Besetzung

HandlungBearbeiten

Die Geschichte spielt im Dritten Reich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Wehrmacht droht personell auszubluten, und daher sollen nun auch Frauen rekrutiert werden. Aber nicht, um an der Front ihren Dienst an der Waffe abzuleisten. Als sogenannte „Blitzmädels“ werden Krankenschwestern, Nachrichten- und Flakhelferinnen in Uniformen gesteckt – zur sexuellen Beglückung deutscher Frontoffiziere, zur Wehrertüchtigung, zur moralischen Stärkung von Hitlers letztem Aufgebot gegen die anrennende Rote Armee.

Stabsarzt Dr. Felix Kuhn mustert das rein nach sexueller Attraktivität ausgesuchte, oftmals blonde „Damenaufgebot“. Auch seine beiden hübschen Töchter Eva und Marga sollen den Soldaten zu Diensten sein, doch versucht Kuhn mehrfach, sie und auch andere Mädchen mit nebulösen Attesten vor diesem zweifelhaften Dienst für das Vaterland zu bewahren. Deshalb bekommt Dr. Kuhn eines Tages Besuch von der Gestapo. Doch Kuhn macht sich zu viele Sorgen, denn ganz offensichtlich haben die Blitzmädels nicht nur Spass, Uniformen und Waffen auszuprobieren, sondern in besonderem, sich schmucken NS-Offizieren hinzugeben. Auch sexuellen Erfahrungen untereinander ist diese „Armee Gretchen“ nicht abgeneigt.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Eine Armee Gretchen wurde in Jugoslawien gedreht und am 1. Januar 1973 in der Schweiz uraufgeführt. Die deutsche Erstaufführung fand am 23. August 1973 statt.

KritikBearbeiten

Filme 1971–76 nannte den hochspekulativen Film „politisch unverantwortlich und zum Teil abstoßend widerlich“.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweisBearbeiten

  1. Deutsche Filme 1971–76. Kritische Notizen aus sechs Kino- und Fernsehjahren. Köln 1977, S. 20