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Der Egebergs Ærespris (vollständige Bezeichnung Kabinetskammerherre Egebergs ærespris for alsidig idrett) ist ein Sportpreis, der als die höchste Auszeichnung im norwegischen Sport gilt. Er wird an norwegische Sportler vergeben, die in mehreren Sportarten herausragende Ergebnisse vollbracht haben.

GeschichteBearbeiten

Der Preis geht zurück auf Kammerherr Ferdinand Julian Egeberg (1842–1921), der den Preis 1919 gestiftet hat. Die Auszeichnung ist eine Bronzestatue des Bildhauers Vigrestad Magnus (1887–1957) und zeigt einen Athleten mit Lorbeerkranz auf den Körper getragen von zwei Sportskameraden.

Anfangs sollte der Preis nur an Sportler vergeben werden, die in zwei vollkommen verschiedenen Sportarten erfolgreich sind, also bspw. einer Wintersportart und einer Sommersportart. Mittlerweile wurde diese Regelung aufgehoben, so dass mittlerweile auch reine Sommer- oder Wintersportler den Preis erhalten können. Verliehen wurde der Preis in den ersten Jahren in Tolga, wo der Stifter Egeberg ein Haus besaß und 1921 bei einem Jagdunfall ums Leben kam.[1]

PreisträgerBearbeiten

Jahr Gewinner Sportarten
1918 Gunnar Andersen Fußball und Skisport
1919 Helge Løvland Leichtathletik und Turnen
1921 Harald Strøm Eisschnelllauf und Fußball
1922 Ole Reistad Skisport und Leichtathletik
1926 Johan Støa Skisport und Leichtathletik
1928 Bernt Evensen Eisschnelllauf und Radsport
1929 Armund Carlsen Eisschnelllauf und Radsport
1929 Reidar Jørgensen Skisport und Leichtathletik
1931 Fritjof Bergheim Turnen und Leichtathletik
1934 Otto Berg Turnen und Leichtathletik
1935 Bjarne Bryntesen Skisport und Leichtathletik
1936 Laila Schou Nilsen Skisport, Eisschnelllauf und Tennis
1937 Johan Haanes Tennis und Skisport
1938 Henry Johansen Skisport und Fußball
1939 Arne Larsen Skisport und Leichtathletik
1946 Godtfred Holmvang Leichtathletik und Skisport
1947 Sverre Farstad Eisschnelllauf und Gewichtheben
1949 Martin Stokken Skisport und Leichtathletik
1950 Egil Lærum Skisport und Fußball
1951 Hjalmar Andersen Eisschnelllauf und Radsport
1952 Hallgeir Brenden Skisport und Leichtathletik
1956 Roald Aas Eisschnelllauf und Radsport
1960 Reidar Andreassen Skisport und Leichtathletik
1961 Arne Bakker Fußball und Bandy
1962 Magnar Lundemo Skisport und Leichtathletik
1965 Ole Ellefsæter Skisport und Leichtathletik
1967 Fred Anton Maier Eisschnelllauf und Radsport
1971 Frithjof Prydz Tennis und Skispringen
1971 Bjørn Wirkola Skispringen und Fußball
1973 Ivar Formo Skisport und Orientierungslauf
1975 Eystein Weltzien Skisport und Orientierungslauf
1980 Bjørg Eva Jensen Eisschnelllauf und Radsport
1981 Cato Zahl Pedersen Behindertensport
1987 Oddvar Brå Skisport und Leichtathletik
1988 Ragnhild Bratberg Skisport und Orientierungslauf
1990 Grete Ingeborg Nykkelmo Skisport und Biathlon
1991 Birger Ruud Skispringen und alpiner Skisport
1992 Ingrid Kristiansen Leichtathletik und Skisport
1996 Anita Andreassen Radsport, Skisport
2000 Anette Bøe Skisport, Triathlon, Mountainbiking, Eishockey
2001 Anders Aukland Skilanglauf, Triathlon und Leichtathletik
2002 Ole Einar Bjørndalen Biathlon, Skisport
2002 Hilde Gjermundshaug Pedersen Ski Orientierungslauf, Skisport
2004 Trond Einar Elden Nordische Kombination, Skisport/Leichtathletik
2005 Stein Johnson Trainer in mehreren Sportarten
2006 Lars Berger Biathlon, Skilanglauf
2009[2] Frode Andresen Biathlon, Skilanglauf
2009[2] Helge Bjørnstad Sledge-Eishockey, Schwimmen (Behindertensport)
2010[3] Jens Arne Svartedal Skilanglauf und Duathlon
2010[3] Hedda Berntsen Telemarkskilauf, Freestyle-Skiing/Skicross, alpiner Skisport
2011[3] Kristin Størmer Steira Skilanglauf und Leichtathletik
2012[4] Odd-Bjørn Hjelmeset Skilanglauf, Leichtathletik und Berglauf
2013 Mariann Vestbøstad Marthinsen Krückenskifahren, Schwimmen (Behindertensport)
2015 Astrid Uhrenholdt Jacobsen Skilanglauf und Leichtathletik
2018 Nils Erik Ulset Biathlon, Skilanglauf (Behindertensport)

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kabinetskammerherre Egeberg omkommet paa fjeldet som følge af vaadeskud. In: Aftenposten, 12. September 1921. Abgerufen am 8. Februar 2013. 
  2. a b Knut Andreas Ramsrud: Andresen hedret med Egeberg (Norwegisch) Tidens Krav. 30. Dezember 2009. Abgerufen am 8. Februar 2013.
  3. a b c Steira: – Dette er veldig stort (Norwegisch) NRK. 5. April 2011. Abgerufen am 8. Februar 2013.
  4. Geir Owe Fredheim: Egebergs Ærespris til Odd-Bjørn Hjelmeset (Norwegisch) Norges idrettsforbund. 8. Mai 2012. Archiviert vom Original am 11. Mai 2012.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.idrett.no Abgerufen am 8. Februar 2013.

WeblinksBearbeiten