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Eckart Würzner

deutscher Politiker, Oberbürgermeister von Heidelberg
Eckart Würzner

Eckart Würzner (* 10. Oktober 1961 in Goslar) ist Oberbürgermeister der Universitätsstadt Heidelberg.

Als Nachfolger von Beate Weber trat er sein Amt im November 2006 an. Der studierte Geograph ist parteilos und wurde bisher von den lokalen Parteigliederungen der CDU, der FDP sowie den Freien Wählern und der Wählervereinigung Die Heidelberger unterstützt. Bei der Wahl zum Oberbürgermeister Heidelbergs am 19. Oktober 2014 wurde er bei einer Wahlbeteiligung von lediglich 21,80 %[1] mit 84,44 % wiedergewählt, SPD und Grüne hatten keinen Kandidaten aufgestellt.[2][3]

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Nachdem Würzner 1982 das Abitur in Hochdahl bei Düsseldorf absolviert hatte, studierte er von 1982 bis 1987 Geographie als Diplomstudiengang sowie Geologie und Rechtswissenschaften als Nebenfächer in Mannheim und Heidelberg. Im Anschluss daran promovierte er zum Thema Vergleichende Fallstudie über potenzielle Einflüsse atmosphärischer Umweltnoxen auf die Mortalität in Agglomerationen für den Bereich der Ballungsräume in der BRD und den Großraum Paris. Seit dieser Zeit ist er Mitglied der Studentenverbindung Corps Suevia Heidelberg.

1988 wurde Würzner Umweltfachberater im Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg. In diesem Amt war er darauf von 1991 bis 1997 Leiter der Abteilung „Technischer Umweltschutz“.

Seit 1997 ist er Hauptgeschäftsführer der regionalen Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH (KLIBA). Von Ende 1997 bis Ende 1999 wurden ihm mit der Leitung der Abteilung Umwelt- und Energiemanagement und der stellvertretenden Amtsleitung des Amtes für Umweltschutz und Gesundheitsförderung zusätzliche Aufgaben übertragen. Anfang 2000 bis März 2001 wurde er schließlich Leiter des Amtes für Umweltschutz, Energie und Gesundheitsförderung. Seit 1998 nimmt Würzner Lehraufträge an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der SRH Hochschule Heidelberg wahr und leitet Praktika sowie Seminare in den Bereichen Energie- und Umweltmanagement, Nachhaltigkeit sowie Projektmanagement. In den Jahren 1991 bis 2000 veröffentlichte er wissenschaftliche und projektorientierte Schriften, welche ihren Schwerpunkt im Umweltbereich haben.

2001 wurde Würzner vom Gemeinderat zum Bürgermeister für Umwelt und Energie der Stadt Heidelberg gewählt. Nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister im November 2006 fand am 14. Dezember 2006 die Amtseinführung statt. Im Mai 2016 wurde Würzner zum Honorarprofessor durch die SRH Hochschule Heidelberg ernannt.[4]

Würzner ist verheiratet und hat vier Kinder.

Themen und Projekte als OberbürgermeisterBearbeiten

  • Konversion[5]: Heidelberg kann nach dem Abzug der US-Armee 180 Hektar Fläche neu entwickeln. Auf den insgesamt fünf Arealen im Stadtgebiet sollen vielfältig gemischte Quartiere entstehen. Eines der Kernziele sei die Schaffung von preiswertem Wohnraum.
  • Bahnstadt[6]: In zentraler Lage entsteht Heidelbergs neuester Stadtteil komplett im Passivhaus-Standard.
  • Mobilitätsnetz[7]: Mit dem Aus- und Neubau von mehreren Straßenbahnlinien soll der öffentliche Nahverkehr in Heidelberg gestärkt werden.
  • Umweltschutz[8]: Heidelberg nimmt als Modellkommune am Masterplan 100 % Klimaschutz des Bundesministeriums teil.
  • Familienoffensive[9]: Ausbau von Betreuungsplätzen
  • Bildung[10]

Weitere Funktionen und TätigkeitenBearbeiten

NationalBearbeiten

  • Seit 2001:
  • 2001–2015: Zweiter Beiratsvorsitzender der Energieeffizienzagentur Rhein-Neckar (E2A)
  • 2002–2015: Erster Vorsitzender des Umweltkompetenzzentrums Heidelberg-Rhein-Neckar e. V. (UKOM e. V.)
  • Seit 2006:
  • Seit 2007:
    • Präsident des DRK-Kreisverbands Rhein-Neckar/Heidelberg
    • Vorsitzender des Aufsichtsrates der Akademie für Ältere Heidelberg
    • Vorsitzender des Verwaltungsrates der Schurmann-Gesellschaft (Trägerverein DAI)
    • Mitglied im Beirat der Evangelischen Stadtmission Heidelberg
    • Kuratoriumsmitglied des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, der Kernphysik sowie der medizinischen Forschung
    • Kuratoriumsmitglied der Hochschule für Jüdische Studien
    • Kuratoriumsmitglied des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma Heidelberg
    • Kuratoriumsmitglied der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte
    • Kuratoriumsmitglied im Förderkreis StammzellForschung
  • Seit 2009: Vorsitzender der Sportregion Rhein-Neckar
  • Seit 2012:
  • Mitglied des Corps Suevia[11][12]
  • Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Heidelberg

InternationalBearbeiten

  • Seit 1991:
    • Mitaufbau des Internationalen Verbands für kommunale Umweltinitiativen (ICLEI)
    • Unterstützung beim Aufbau eines Umwelt- und Energiemanagements in Rio de Janeiro und Curitiba für die Carl-Duisberg Gesellschaft
  • Seit 1994: Mitglied im Vorstand des Europäischen Netzwerkes Energy Cities
  • 1998: Durchführung von Umweltseminaren in Riad, Dschidda und Dhahran im Auftrag des Auswärtigen Amtes
  • 2003–2009: Leiter der European Energy and Climate Task Force
  • Seit 2006:
    • Präsident des Europäischen Netzwerkes Energy Cities
    • Präsident des Heidelberg Club International (HCI)

Auszeichnungen und EhrungenBearbeiten

  • 2006: Goldener Helios (Umweltpreis, mit welchem jährlich Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich im Rhein-Neckar-Raum besonders für Energieeffizienz eingesetzt haben[13])
  • 2012: Ausgezeichnet mit dem “Freedom of the City of London”
  • 2013: Landesehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg
  • 2015: Green City Award der Organisation Global Forum on Human Settlements in Kooperation mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen [14]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. OB-Wahl 2014 Heidelberg (Standard-Darstellung). Abgerufen am 29. Januar 2018.
  2. Parteiloser Würzner siegt in Heidelberg, FAZ vom 20. Oktober 2014
  3. Eckart Würzner siegt mit mehr als 85 Prozent, RNZ vom 20. Oktober 2014
  4. [1], Würzner wird zum Honorarprofessor ernannt
  5. Konversion in Heidelberg
  6. Die Bahnstadt in Heidelberg
  7. Das Mobilitätsnetz in Heidelberg
  8. Umweltschutz in Heidelberg
  9. Familienoffensive in Heidelberg
  10. Bildung in Heidelberg
  11. Presseinformation des Corps Suevia vom 12. April 2012 (PDF; 41 kB)
  12. Die älteste Verbindung der Stadt, corpsstudenten.eu, abgerufen 12. November 2013
  13. http://www.e2a.de/about/goldener_helios/
  14. [2], Heidelberg gewinnt Green City Award