Hauptmenü öffnen

Eckart Gaddum (* 1960 in Neuwied) ist ein deutscher Journalist. Seit 2008 leitet er die Hauptredaktion Neue Medien beim ZDF.

LebenBearbeiten

Gaddum, Sohn des früheren rheinland-pfälzischen Finanzministers und Bundesbank-Vizepräsidenten Johann Wilhelm Gaddum[1] absolvierte von 1981 bis 1983 ein Volontariat bei der Allgemeinen Zeitung Mainz und begann anschließend ein Studium in Politikwissenschaften, Jura und Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das er 1988 abschloss. Von 1989 bis 1993 arbeitete er an seiner Dissertation zur deutschen Europapolitik der 80er-Jahre.

Seit 1987 bereits als freier Mitarbeiter für das Heute-journal tätig, wurde Gaddum 1993 Reporter und Schlussredakteur dieser Nachrichtensendung. Nach einer Referententätigkeit für den damaligen ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser wurde er 1995 Leiter des Landesstudios Thüringen, was er bis 1997 blieb. Anschließend war er bis 2000 Chef vom Dienst der ZDF-Hauptredaktion Aktuelles. Von 2001 bis 2002 als Auslandskorrespondent in Paris tätig, übernahm Gaddum 2003 die Leitung des ZDF-Morgenmagazins.

Am 1. Juni 2008[2] übernahm Gaddum die Leitung der Hauptredaktion Neue Medien, die die ZDFmediathek betreut und für die Steuerung der Onlineprozesse des Senders verantwortlich ist. 2009 wurden er und zwei weitere ZDF-Redakteure für die Online-Dokumentation Die Berlin-Bilanz mit dem Medienpreis des Deutschen Bundestages ausgezeichnet.[3] Im Februar 2017 galt er als Kandidat für die Nachfolge des Deutschlandradio-Intendanten Willi Steul.[4] Der Verwaltungsrat des Deutschlandradios entschied sich allerdings für den bisherigen MDR-Chefredakteur Stefan Raue als Kandidaten.[5]

VeröffentlichungenBearbeiten

  • 1994: Deutsche Europapolitik in den 80er Jahren, Entscheidungen und Konflikte der Regierung Kohl (Dissertation, Univ. Mainz 1992). ISBN 978-3-506-79322-5
  • 2005: Entscheidung 2005. Handbuch zur Bundestagswahl (Hrsg.)
  • 2006: Europa verstehen. Handbuch zur Europäischen Union (Hrsg.)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten