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Earl Bamber (Mitte) am Siegerpodest der ersten Drei, nach dem Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2015
Earl Bamber beim A1 Grand Prix in Kyalami 2009

Earl Bamber (* 9. Juli 1990 in Wanganui, Neuseeland) ist ein neuseeländischer Automobilrennfahrer.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Nachdem Bamber 2004 zwei neuseeländische Kartsportmeistertitel gewonnen hatte, startete er 2005 in der neuseeländischen Formel Ford und wurde mit drei Siegen Vierter der Gesamtwertung. Im folgenden Jahr war Bamber für das malaysische Team Meritus in der Formel BMW Asia aktiv und sicherte sich mit zehn Siegen in 19 Rennen den Meistertitel 2006. 2007 nahm er für Meritus startend an der neuseeländischen Toyota Racing Series und der Formel Renault V6 Asia teil. In beiden Serien konnte er kein Rennen gewinnen.

2008 war Bamber erneut in der neuseeländischen Toyota Racing Series aktiv und belegte dort den zweiten Platz in der Meisterschaft. Außerdem wurde er Vizemeister der Formel Renault V6 Asia an. Aufmerksamkeit erregte Bamber, als er im September 2008 mit 18 Jahren in Imola an seinem ersten Rennwochenende der Internationalen Formel Master als Fahrer von ADM Motorsport das Sprintrennen gewann. Kurz darauf rückte Bamber erneut in den Blickpunkt, denn beim A1-Grand-Prix-Rennwochenende in Zandvoort stand er in beiden Rennen auf dem Podium. Daraufhin wurde Bamber von Qi-Meritus Mahara für die GP2-Asia-Serie-Saison 2008/2009 als Teamkollege des ehemaligen Formel-1- Fahrers Alex Yoong verpflichtet.[1] Am ersten Rennwochenende in Shanghai hinterließ Bamber wieder einen guten Eindruck: Er holte in beiden Rennen Punkte und beim Sprintrennen gelang ihm mit Rang zwei seine erste Podiumsplatzierung. An den nächsten zwei Rennwochenenden holte Bamber keine weiteren Punkte und wurde danach durch Álvaro Parente ersetzt. In der Gesamtwertung wurde er 14. Nach seinem Engagement in der GP2-Asia-Serie bestritt Bamber weitere Rennen der A1GP.

2009 begann Bamber seine Saison in der internationalen Formel Master. Sein Engagement war allerdings bereits nach zwei Rennwochenenden beendet, da sich sein Team ADM Motorsport aus der Serie zurückgezogen hatte. Der Neuseeländer, der als Gastfahrer an einem weiteren Rennwochenende teilnahm, belegte in der Gesamtwertung den 18. Platz. Außerdem war er in der Euroseries 3000 und der neuseeländischen Toyota Series aktiv.

2010 startete Bamber die komplette Saison in der neuseeländischen Toyota Racing Series. Zwar war er mit sechs Siegen der Pilot mit den meisten Siegen in dieser Saison, den Meistertitel verlor er dennoch gegen Mitch Evans mit 915 zu 912 Punkten knapp und wurde wie 2008 Vizemeister. Außerdem nahm der Neuseeländer in der Saison 2010 an zwei Rennwochenenden der Superleague Formula teil. In Ordos vertrat er Álvaro Parente in dem von Atech Grand Prix und Reid Motorsport betreuten Team des FC Porto. Bamber wurde im ersten Rennen Dritter und entschied das „Super Final“, dessen Sieger 100.000 Euro erhielt, für sich. Beim anschließenden Rennwochenende in Peking, das nicht zur Meisterschaft zählte, wechselte er teamintern in das Auto der PSV Eindhoven. Nach Platz sechs im ersten Rennen wurde er im zweiten Rennen Zweiter hinter Parente. Da das Super Final aufgrund von heftigen Regenfällen nicht stattfinden konnte, wurde Bamber, der die meisten Punkte erzielt hatte, zum sogenannten „Weekend Winner“.

Im Jahr 2011 fuhr Earl Bamber die Toyota Racing Series, wo er in der Gesamtwertung den 15. Rang belegte sowie in der Superleague Formula, wo er siebter wurde. 2013 gewann er den Porsche Carrera Cup Asia und bestritt erste Läufe im Porsche Supercup als Gastfahrer. Ein Jahr später wurde Bamber wieder Meister im Porsche Cup Asia und im Porsche Supercup, außerdem belegte er im Porsche Carrera Cup Deutschland den siebten Rang.

2015 und 2017[2] gewann er mit Porsche das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

StatistikBearbeiten

KarrierestationenBearbeiten

  • 2004: Kartsport
  • 2005: Neuseeländische Formel Ford (Platz 4)
  • 2006: Asiatische Formel BMW (Meister)
  • 2007: Neuseeländische Toyota Racing Series (Platz 7); Formel Renault V6 Asia (Platz 11)
  • 2008: Neuseeländische Toyota Racing Series (Platz 2); Formel Renault V6 Asia (Platz 2)
  • 2009: GP2-Asia-Serie (Platz 14); Internationale Formel Master (Platz 18)
  • 2010: Neuseeländische Toyota Racing Series (Platz 2); Superleague Formula
  • 2011: Neuseeländische Toyota Racing Series (Platz 15); Superleague Formula (Platz 7)
  • 2013: Porsche Carrera Cup Asia (Platz 1); Porsche Supercup (Gastfahrer)
  • 2014: Porsche Supercup (Platz 1); Porsche Carrera Cup Asia (Platz 1)
  • 2015; 24h von Le Mans Gesamtsieg & Klassensieg LMP1 Porsche 919 Hybrid
  • 2017; 24h von Le Mans Gesamtsieg & Klassensieg LMP1 Porsche 919 Hybrid

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2015 Deutschland  Porsche Team Porsche 919 Hybrid Deutschland  Nico Hülkenberg Vereinigtes Konigreich  Nick Tandy Gesamtsieg
2016 Vereinigte Staaten  Porsche Motorsport North America Porsche 911 RSR Frankreich  Frédéric Makowiecki Deutschland  Jörg Bergmeister Ausfall
2017 Deutschland  Porsche LMP Team Porsche 919 Hybrid Deutschland  Timo Bernhard Neuseeland  Brendon Hartley Gesamtsieg
2018 Deutschland  Porsche GT Team Porsche 991 RSR GTE Frankreich  Patrick Pilet Vereinigtes Konigreich  Nick Tandy Rang 27
2019 Deutschland  Porsche GT Team Porsche 991 RSR GTE Frankreich  Patrick Pilet Vereinigtes Konigreich  Nick Tandy Rang 22

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2014 Vereinigte Staaten  Mühlner Motorsports America Porsche 911 GT America Vereinigte Staaten  Kyle Gimple Italien  Ruggero Melgrati Ausfall Unfall
2015 Vereinigte Staaten  Porsche North America Porsche 911 RSR Vereinigtes Konigreich  Nick Tandy Frankreich  Patrick Pilet Osterreich  Richard Lietz Rang 14
2016 Vereinigte Staaten  Porsche North America Porsche 911 RSR Frankreich  Frédéric Makowiecki Danemark  Michael Christensen Rang 12
2018 Vereinigte Staaten  Porsche GT Team Porsche 911 RSR Belgien  Laurens Vanthoor Italien  Gianmaria Bruni Rang 12
2019 Vereinigte Staaten  Porsche GT Team Porsche 911 RSR Belgien  Laurens Vanthoor Frankreich  Mathieu Jaminet Rang 14

WeblinksBearbeiten

  Commons: Earl Bamber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „GP2-Asia: Meritus mit Yoong und Bamber“ (Motorsport-total.com am 10. Oktober 2008)
  2. "Surreal", "unfassbar": Porsche jubelt über Le-Mans-Hattrick - - WEC bei Motorsport-Total.com. In: Motorsport-Total.com. (motorsport-total.com [abgerufen am 18. Juni 2017]).