eThekwini Metropolitan Municipality

eine Metropolgemeinde in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal


Koordinaten: 29° 52′ S, 31° 1′ O

EThekwini Metropolitan Municipality
eThekwini Metropolitan Municipality
Map of KwaZulu-Natal with eThekwini highlighted (2016).svg
Symbole
Wappen
Wappen bzw. Logo
Basisdaten
Staat Südafrika
Provinz KwaZulu-Natal
Sitz Durban
Fläche 2297 km²
Einwohner 3.442.361 (Oktober 2011)
Dichte 1499 Einwohner pro km²
Schlüssel ETH
ISO 3166-2 ZA-KZN
Webauftritt www.durban.gov.za (englisch)
Politik
Bürgermeister Mxolisi Kaunda
Partei African National Congress
Wirtschaft
BIP 137.600 Mio. R
39.973 R pro Kopf
(2008)

Die eThekwini Metropolitan Municipality (kurz eThekwini) ist eine Metropolgemeinde in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal, deren Zentrum von der Stadt Durban gebildet wird.[1] Sie hat 3.442.361 Einwohner (Stand: Oktober 2011)[2] auf einer Fläche von 2297 Quadratkilometern (Stand vor August 2016) und ist nach den Metropolgemeinden Johannesburg und Kapstadt bevölkerungsmäßig die drittgrößte Gemeinde Südafrikas.[2] Der Sitz der Metropolgemeinde befindet sich in Durban. Mxolisi Kaunda (ANC) ist der Bürgermeister.[3]

2016 kamen Teile der aufgelösten Lokalgemeinde Vulamehlo zu eThekwini.

NamenBearbeiten

Die Herkunft des Namens sowie der Name selbst sind umstritten. In Zulu ist ethekwini die Lokativform von itheku oder amatheku. Die beiden Wörter stehen für Hafen bzw. Lagune oder auch Tier oder Mann mit einem Hoden. Als der ehemalige Bürgermeister Obed Mlaba 2007 diese Bedeutung bemerkte, setzte er sich dafür ein, den Distrikt umzubenennen. Die Pläne wurden aber nicht umgesetzt.[4][5]

GliederungBearbeiten

Seit 1998 liefen Vorbereitungen zu einer Gemeindegebietsstrukturreform in Südafrika. Daraus gingen auch sechs Metropolgemeinden hervor. Für das Durban metropolitan area wurde im August 2000 der Name Ethekwini vorgeschlagen.[6] Im Dezember 2000 erfolgte die Gründung der Metropolgemeinde. Wahlen auf Gemeindeebene fanden im gesamten Land am 5. Dezember des Jahres statt.[7]

Die bevölkerungsreichsten Stadtteile in eThekwini sind Durban, Umlazi, Phoenix, KwaMashu, Inanda, Pinetown, Ntuzuma und Mpumalanga.[8] Neben diesen allgemein als Stadtgebiet von Durban wahrgenommenen Teilen, gehören zu eThekwini auch die Küstenstädte Amanzimtoti und Umhlanga mit bedeutendem Strandtourismus, sowie Umkomaas, das für sein Zellulosewerk bekannt ist. An den Verkehrswegen in Richtung Pietermaritzburg sind die weiter im Landesinnern und höher gelegenen Vororte Hillcrest und Cato Ridge zu finden. In der im Küstenbereich gelegenen Stadt Verulam befindet sich ein von Mahatma Gandhi 1913 eröffneter Hindutempel. Das in der Nähe des King Shaka International Airports gelegene Tongaat ist der Sitz von Tongaat Hulett, einem der größten Agrarkonzerne im südlichen Afrika.

BevölkerungBearbeiten

Die größte Bevölkerungskonzentration auf dem Gebiet von eThekwini befindet sich in den zentralen und nördlichen Stadtteilen. Die Metropolgemeinde erlebte seit 2001 ein starkes Wachstum ihrer Bevölkerungszahl, das sich hauptsächlich aus einer Binnenmigration von anderen Orten der Provinz KwaZulu-Natal ergab und ein kleinerer Anteil aus dem Ausland.[9]

Der größte Teil der Bevölkerung ist schwarzafrikanisch (73,8 %), eine bedeutende Minderheit sind Inder und Asiaten (16,7 %), der weiße Bevölkerungsanteil beträgt 6,6 %.[10] Die indische Bevölkerung wohnt hauptsächlich in den Stadtteilen Phoenix und Chatsworth.[11]

TriviaBearbeiten

Die Stadtverwaltung errichtete 57.500 öffentliche Toiletten, bei denen Kot und Urin getrennt aufgefangen und gesammelt werden. Das System wurde als eThekwini latrine bekannt[12][13]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The Local Government Handbook. South Africa: eThekwini Metropolitan Municipality (ETH). auf www.localgovernment.co.za (englisch).
  2. a b Statistics South Africa: Ethekwini. auf www.statssa.gov.za (englisch).
  3. eThekwini Municipality: Mayor Cllr Mxolisi Kaunda. bei www.durban.gov.za (englisch), abgerufen am 13. Juni 2020.
  4. So is it eThekwini or bull’s testicle? (englisch) Independent Online. 23. August 2007. Abgerufen am 3. Januar 2016.
  5. SA row over ‘bull testicle’ name (englisch) BBC NEWS. 23. August 2007. Abgerufen am 17. Februar 2010.
  6. SAIRR: South Africa Survey 2000/2001. Johannesburg 2001, S. 534, 573.
  7. SAIRR: South Africa Survey 2001/2002. Johannesburg 2001, S. 78.
  8. South Africa: Ethekwini / Durban. In: City Population. 2011, abgerufen am 26. September 2015.
  9. Michael Sutcliffe, Sue Bannister:Case Study Metropolitan Governance eThekwini (Durban), South Africa. Paris, Nairobi, Eschborn 2015, online auf www.metropolis.org (englisch, PDF); PDF-Dokument S. 14.
  10. Census 2011: Durban. Abgerufen am 17. Mai 2019 (englisch).
  11. Diane Stinton (Hrsg.): African theology on the way: current conversations. ISG 46. SPCK, 2012, ISBN 978-0-2810-6536-3. Auszüge bei books.google.de
  12. Bookboon: Sanitation & Water Supply in Low-income Countries. Bookboon, ISBN 978-8-776-81866-1, S. 42 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  13. United Nations Human Settlements Programme: Global Atlas of Excreta, Wastewater Sludge, and Biosolids Management. UN-HABITAT, 2009, ISBN 978-9-211-32009-1, S. 514 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).