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Dussack

spätmittelalterlicher Säbel
(Weitergeleitet von Dusägge)

Der Dussack, auch Dusack, Dussak, Dussägge oder Tisacke (von tschechisch tesák Hirschfänger), ist eine spätmittelalterliche, einhändig geführte Hieb- und Stichwaffe (vgl. Säbel) mit gekrümmter Schneide. Er entstand vermutlich im 15. Jahrhundert in Europa.

Dussack
006 dussak.JPG
Angaben
Waffenart: Säbel
Bezeichnungen: Dussack, Dussägge, Tisacke, Tisak
Verwendung: Duellwaffe, Schulwaffe
Entstehungszeit: Ca. 15. Jahrhundert
Einsatzzeit: Ca. 15. bis ca. 17. Jahrhundert
Ursprungsregion/
Urheber:
Europa
Verbreitung: Europa
Griffstück: Metall, Stoff, Leder
Besonderheiten: Die Dussäggen wurden grob aus Eisen hergestellt und dienten als Duell- und Fechtschulwaffen.
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BeschreibungBearbeiten

Der Dussack besteht aus einer sehr grob bearbeiteten Klinge, in die am hinteren Ende einfach ein ovales Loch ausgeschnitten wurde, um die vier Finger der Führungshand aufzunehmen. Sie besitzt eine stumpfe Schneide und läuft spitz zu. So sparte man sich das handwerklich komplexe Zusammenfügen von Einzelteilen verschiedener Materialien. Zur Erhöhung der Griffigkeit wurde die Grifffläche oft mit Stoff oder Lederriemen umwickelt.

VerwendungBearbeiten

Der Dussack war kaum als Kriegswaffe zu gebrauchen, da er zu schwer und zu unhandlich war. Hauptsächlich wurde er als Duellwaffe oder an Fechtschulen gebraucht. Der Dussack wurde sehr populär, Menschen der verschiedensten Volksschichten übten sich im Gebrauch. Beim Üben wurden allerdings meist Dussacke aus Holz verwendet.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wendelin Boeheim: Handbuch der Waffenkunde. Fourier, Wiesbaden, ISBN 3-921695-95-3.
  • Liliane Funcken, Fred Funcken: Waffen und Rüstungen des Mittelalters vom 8. bis zum 16. Jahrhundert. Orbis, München, ISBN 3-572-07893-8.

WeblinksBearbeiten