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DualShock

Serie von Gamepads für PlayStation-Spielkonsolen
DualShock-Controller der PlayStation

DualShock (Eigenschreibweise: DUALSHOCK[1] oder DUAL SHOCK) ist der Name der sich im Lieferumfang befindlichen Gamepads der PlayStation und die Vorbezeichnung der sich im Lieferumfang befindlichen Gamepads der PlayStation 2, nach Einstellung der Produktion des Sixaxis-Controller auch der der PlayStation 3 und PlayStation 4. Die DualShock-Controller sind Produkte der PlayStation-Marke, werden von Sony Interactive Entertainment vertrieben und verfügen über zwei Vibrationsmotoren, welche die visuellen Eindrücke beim Spielen von Videospielen ergänzen sollen. Dieses Feature wurde von einigen Spielern zunächst skeptisch aufgenommen, überzeugte die Mehrheit aber letztlich durch das neuartige Spielgefühl.

Inhaltsverzeichnis

Button-LayoutBearbeiten

Die DualShock-Controller bietet vier Haupttasten (Kreuz, Kreis, Quadrat und Dreieck), die in einer kreisförmigen Form auf der rechten Seite des Gamepads angebracht sind. Diese Tasten sind in den meisten Spielen mit den Hauptaktionen belegt. Nebenaktionen können meist mit den vier Schultertasten (L1, L2, R1, R2) ausgeführt werden. Zur Richtungssteuerung bietet der DualShock ein 4-Wege-Steuerungskreuz. Diagonale Bewegungen sind durch das gleichzeitige Drücken zweier Tasten möglich. Nachdem Nintendo nach langer Geheimhaltung den N64-Controller präsentierte und damit den Joystick einführte, reagierte Sony auf diese Idee und tat es Nintendo gleich; Sony verbaute allerdings gleich zwei Analogsticks, die mit den Daumen gesteuert werden. Durch das Drücken der beiden Analogsticks werden noch die Tasten L3 und R3 erreicht.[2]

TechnikBearbeiten

Im DualShock kommen zwei Vibrationsmotoren zum Einsatz, daher auch der Name DualShock. Einen kleinen etwas lauteren Motor, vergleichbar mit den in einem Pager oder Mobiltelefon eingesetzten und einen zweiten etwas stärkeren, vergleichbar mit dem in einem Rumble Pak von Nintendo. Diese Motoren bringen kleine Metallgewichte zum Rotieren, und die Unwucht dieser Gewichte bringt den Controller zum Vibrieren. Die Vorteile vom DualShock gegenüber dem Rumble Pak liegen in der Energieversorgung, die im Dualshock durch die PlayStation selbst, im Rumble Pak nur durch Batterien gesichert ist.

Die Idee einer Vibrationsfunktion in einem Gamecontroller wurde erstmals von Nintendo im April 1997 (in Europa im Oktober 1997) mit dem Rumble Pak, einem Add-On für den Nintendo-64-Controller, ins Leben gerufen, die Integration direkt in den Controller wurde von Nintendo jedoch erst mit dem Nintendo-GameCube-Controller im Jahr 2001 übernommen.

DualShockBearbeiten

 
DualShock-Controller

Der DualShock ist der erste Controller der DualShock-Controller-Serie und wurde in Japan am 20. November 1997[3] mit dem Spiel Gran Turismo (in USA und Europa im Mai 1998) als optionales Zubehör eingeführt und wenig später als Standard für die PlayStation übernommen. Er ersetzte den Dual-Analog-Controller, der von außen identisch aussieht, jedoch über nur einen Vibrationsmotor verfügt.[3] Der DualShock-Controller der PlayStation ist der einzige, dessen Gehäuse standardmäßig grau ist, was daran liegt, dass die PlayStation die einzige Konsole der PlayStation-Familie ist, die grau ist.

DualShock 2Bearbeiten

 
DualShock 2-Controller

Im Zuge der Veröffentlichung der PlayStation 2 kam auch die verbesserte, zweite Version des DualShock. Der Aufbau ist völlig gleich. Er verfügt jedoch nun über größere Schultertasten, zwei zusätzliche Vibrationsstufen und die Tasten sind nun druckempfindlich, dieses Feature wurde jedoch nur von wenigen Spielen unterstützt. Die Farbe des Gehäuses wurde passend zum Gehäuse der PlayStation 2 von Grau zu Schwarz geändert. Der DualShock-Controller der PlayStation 2 ist der letzte mit einem Kabel an die Konsole gebundene Controller der PlayStation-Familie. Alle nachfolgenden sind via Bluetooth kabellos an die Konsole angeschlossen, können jedoch auch über ein mitgeliefertes Mini-USB-Kabel angeschlossen werden, um die Eingabeverzögerung (Latenz) zu verringern und zu vermeiden, dass der Akku des Controller während des Spielens leer wird.

DualShock 3Bearbeiten

 
DualShock 3-Controller

Sony führte im November 2007 in Japan den Nachfolger des DualShock 2-Controllers für die PlayStation 3 ein, der im Gegensatz zum bis dahin ausschließlich erhältlichen Sixaxis wieder über eine Virbationsfunktion verfügt. Seit Juli 2008 ist der DualShock 3 auch in Europa erhältlich. Da jedoch auch die Sixaxis-Funktionen enthalten sind, steht auf dem Controller sowohl der DualShock-3- als auch der Sixaxis-Schriftzug. Der Virbations-Effekt entspricht in der Stärke dem des DualShock 2, da die gleichen Motoren verwendet werden. Wie beim Sixaxis ist der DualShock-3-Controller jetzt standardmäßig drahtlos via Bluetooth an die Konsole angeschlossen, kann allerdings zum Verbinden und Aufladen auch über ein Mini-USB-Kabel an die USB-Schnittstellen der PlayStation 3 angebunden werden. Die Akkulaufzeit verkürzt sich je nach Benutzung der Rüttelfunktion, liegt jedoch immer noch je nach Spiel bei etwa 27 bis 31 Stunden.

Einige bei der Einführung bereits auf dem Markt befindliche Spiele (z. B. Ratchet & Clank: Tools of Destruction oder Burnout Paradise) hatten die Unterstützung für den DualShock 3 schon einprogrammiert, teilweise konnte sie auch im Rahmen einer Softwareaktualisierung nachgereicht werden (etwa bei MotorStorm). Voraussetzung für die Unterstützung des DualShock 3 war jedoch mindestens die Firmware-Version 1.94.[4][5][6]

DualShock 4Bearbeiten

 
DualShock 4-Controller
 
Diagramm des DualShock 4-Controllers von der Rückseite. Zu erkennen: Die in verschiedenen Farben leuchtende Plastikfläche (hier Blau).

Am 20. Februar 2013 wurde der DualShock 4-Controller (Eigenschreibweise: DUALSHOCK 4 Wireless-Controller[1]) mit den ersten Daten der PlayStation 4 in New York vorgestellt. Der aktuelle Controller hebt sich sowohl optisch als auch technisch stark von seinen Vorgängern ab. Die zwei Analogsticks wurden für eine bessere Griffigkeit angeraut und nach innen gewölbt, die Rückseite ist nun strukturiert. Zudem befindet sich nun an der Hinterseite des Controllers eine leuchtende Plastikfläche, die im Spiel beispielsweise Infos signalisieren kann und in manchen Spielen zum Tracking der Lage des Controllers durch die PlayStation Camera benötigt wird. Diese lässt sich in den Einstellungen der PlayStation 4 dimmen, jedoch nicht komplett ausschalten, was von vielen Spielern negativ aufgenommen wurde. Eine weitere Neuerung ist die „Share“-Taste, die es den Spielern erlaubt, aufgezeichnete Screenshots oder aufgezeichnetes Gameplay im Internet bereitzustellen oder das aktuelle Spielgeschehen live zu streamen. Zusätzlich ist im DualShock 4 ein Touchpad integriert, ebenso wie ein Audioausgang für Kopfhörer und ein Mono-Lautsprecher für Musik und Geräusche. Die Select- und Start-Taste wurden durch eine Options- und eine Share-Taste ersetzt, anstelle letzterer fungiert das Touchpad als zweite Taste.

Der Dualshock-4-Controller kann seit einem Systemsoftwareupdate der PlayStation 3 auch an dieser kabellos verwendet werden. Dabei muss allerdings auf die Funktion des Motionsensors, der Vibrationsmotoren und der PS-Taste verzichtet werden. Außerdem unterstützen nur bestimmte Titel die Verwendung des Controllers. Über ein Micro-USB-Kabel angeschlossen kann der DualShock 4 auch am Computer genutzt werden, da allerdings eine offizielle API fehlt und die Unterstützung durch offizielle Treiber von Sony mangelhaft ist, ist der Controller am PC nur mit inoffiziellen Treibern uneingeschränkt nutzbar. Am 13. Oktober 2016 kündigte Valve auf den Steam Dev Days eine zukünftige vollständige Unterstützung des Controllers durch die Online-Vertriebsplattform Steam an.[7] Mit der PlayStation 4 Slim und PlayStation 4 Pro wurde außerdem eine überarbeitete Version des DualShock-4-Controllers veröffentlicht, die neben einer geringfügig anderen Farbgebung auch über ein beleuchtetes Touchpad, eine minimal niedrigere Latenz bei Anschluss an das mitgelieferte Mini-USB-Kabel und eine längere Akkulaufzeit verfügt. Auch wurden die Gummiüberzüge der Analog-Sticks nun robuster, bei geschätzt 10 % aller DualShock 4-Controller der ersten Ausführung ließen sich diese nämlich abnutzen, sodass beispielsweise Risse im Gummi entstanden.[8]

Der DualShock-4-Controller ist derzeit (Stand August 2019) in über 25 verschiedenen Farben erhältlich.[9] Im August 2019 kündigte Sony folgende vier neue Farben für den DualShock-4-Controller für September 2019 an:[9]

  • Electric Purple
  • Red Camouflage
  • Titanium Blue
  • Rose Gold

AlternativenBearbeiten

Für den DualShock 4 gibt es unter anderem zwei offiziell lizenzierte PlayStation-4-Controller im Premiumsegment. Diese werden von den Herstellern Nacon und Razer hergestellt. Sie tragen die Namen Razer Raiju und Nacon Revolution.

WeblinksBearbeiten

  Commons: DualShock controllers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b DUALSHOCK 4 Wireless-Controller. Abgerufen am 28. Juli 2019 (deutsch).
  2. nowgamer.com
  3. a b SCPH @ PlayStation. Abgerufen am 2. Mai 2019.
  4. Test des DualShock 3 bei gameswelt.de
  5. Erscheinungsdatum des DualShock 3 bei gameswelt.de
  6. Firmware 1.94 Voraussetzung für die Rumblefunktion. (Die Presse)
  7. Steam: Valve stellt erweiterte DualShock-4-Unterstützung in Aussicht. 13. Oktober 2016, abgerufen am 14. Oktober 2016.
  8. Sony Responds To DualShock 4 Wearing & Tearing – TheSixthAxis. Abgerufen am 22. April 2019 (amerikanisches Englisch).
  9. a b PS4: Sony enthüllt vier neue Controller-Farben & sie sind sehr schick. Abgerufen am 15. August 2019.