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Abhängigkeitssyndrom durch psychotrope Substanzen

Gruppe von Störungen der Psyche und des Verhaltens aufgrund wiederholter Einnahme psychotroper Substanzen
(Weitergeleitet von Drogenmissbrauch)
Klassifikation nach ICD-10
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (Abhängigkeitssyndrom)
F11.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide (Abhängigkeitssyndrom)
F12.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide (Abhängigkeitssyndrom)
F13.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika (Abhängigkeitssyndrom)
F14.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain (Abhängigkeitssyndrom)
F15.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien, einschließlich Koffein (Abhängigkeitssyndrom)
F16.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Halluzinogene (Abhängigkeitssyndrom)
F17.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak (Abhängigkeitssyndrom)
F18.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch flüchtige Lösungsmittel (Abhängigkeitssyndrom)
F19.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen (Abhängigkeitssyndrom)
ICD-10 online (WHO-Version 2016)
Kampf dem Drogenmissbrauch: deutsche Briefmarke von 1975

Ein Abhängigkeitssyndrom durch psychotrope Substanzen (auch: Drogenabhängigkeit, Drogensucht, Drogenmissbrauch) bezeichnet eine Gruppe von Störungen der Psyche und des Verhaltens aufgrund wiederholter Einnahme psychotroper Substanzen. Typisch ist ein starkes, periodisch oder dauerhaft auftretendes Substanzverlangen, eine fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen oder Aktivitäten, und ein teilweiser Kontrollverlust mit zwanghaftem Substanzkonsum.

Je nach Substanz unterschiedlich stark ausgeprägt, kommt es dabei meist zur Toleranzerhöhung und körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen.[1][2] Da alle Substanzen innerhalb von einem sozialen Zusammenhang eingenommen werden, ist die Abhängigkeit im Kontext komplexer Wechselwirkungen seelischer, sozialer und körperlicher Prozesse zu betrachten.

Inhaltsverzeichnis

Medizinische DefinitionBearbeiten

Zur Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms müssen nach der ICD-10 mindestens drei der folgenden Kriterien während des letzten Jahres gemeinsam erfüllt gewesen sein:

  1. starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen
  2. Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft)
  3. körperliche Entzugssymptome
  4. benötigen immer größerer Mengen, damit die gewünschte Wirkung eintritt
  5. fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen, Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen (das Verlangen nach der Droge wird zum Lebensmittelpunkt)
  6. fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.

Die Klassifikation in der ICD-10 ist in verschiedenen Substanzen unterteilt (siehe Kasten Klassifikation nach ICD-10).

Im offiziellen Sprachgebrauch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) existierte von 1957 bis 1963 der Begriff Sucht. Danach wurde er zunächst durch Missbrauch und Abhängigkeit ersetzt. Schließlich wurde nach 1969 das Missbrauchskonzept zugunsten vier definierter Klassen des Gebrauchs verworfen:[3]

  1. Unerlaubter Gebrauch ist von der Gesellschaft nicht tolerierter Gebrauch.
  2. Gefährlicher Gebrauch ist Gebrauch mit wahrscheinlich schädlichen Folgen für den Konsumenten.
  3. Dysfunktionaler Gebrauch liegt vor, wenn psychischen oder sozialen Anforderungen nicht mehr entsprochen werden kann.
  4. Schädlicher Gebrauch hat bereits schädliche Folgen (Zellschäden, psychische Störung) hervorgerufen.

HäufigkeitBearbeiten

Zur Häufigkeit der einzelnen Abhängigkeitssyndromen siehe jeweilige Hauptartikel zu den psychotropen Substanzen.

Auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien wird die Zahl der manifest von Medikamenten abhängigen Menschen in Deutschland auf ca. 1,4–1,9 Millionen geschätzt. In etwa 80 % der Fälle handelt es sich dabei um eine Abhängigkeit von Benzodiazepinen,[4] welche ein hohes Abhängigkeitspotential aufweisen.

AbhängigkeitspotenzialBearbeiten

 
Abhängigkeitspotential und Schadpotential verschiedener psychotroper Substanzen; nach David Nutt (2007)[5]
 
Vergleich von Abhängigkeitspotential und Verhältnis zwischen üblicher und tödlicher Dosis verschiedener psychotroper Substanzen; nach R. S. Gable (2006)[6][7]

Psychotrope Substanzen, also Denken und Gefühle beeinflussende Stoffe, können mit jeweils unterschiedlichen Potenzialen eine Person zum unbedingten erneuten Konsum veranlassen, also zur körperlichen oder psychischen Abhängigkeit führen. Diese Eigenschaft heißt Abhängigkeitspotenzial oder Suchtpotenzial.

Das Abhängigkeitspotenzial von Substanzen mit sehr kurzer oder sehr langer Halbwertszeit soll, nach einer Theorie von Hollister (1978), niedriger sein. Es wird angenommen, dass bei schnell anflutenden Substanzen das Abhängigkeitspotenzial am höchsten ist.[8]

Gemäß einer britischen Studie aus dem Jahr 2007 gelten als die Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial (in nach Abhängigkeitspotential absteigender Reihenfolge, Skalenwerte in Klammern dahinter):[5][9]

Substanzen mit mittlerem Abhängigkeitspotenzial:[5][10]

Substanzen mit niedrigem Abhängigkeitspotenzial:[5][11]

Substanzen ohne ausgeprägtes Abhängigkeitspotenzial:[5][12]

NäheresBearbeiten

Alkohol
Obwohl alkoholische Getränke in vielen Ländern legal sind, hat Ethanol ein mit Opiaten, Barbituraten und Kokain vergleichbares körperliches und psychisches Abhängigkeitspotenzial. Die körperliche Alkoholabhängigkeit entwickelt sich nach einem langzeitig erhöhten Alkoholkonsum und führt zur Alkoholkrankheit.[13] Beim Absetzen der Substanz kann es zum Delirium tremens kommen. Die Zahl der Alkoholabhängigen ist hoch, weil Alkohol eine billige und einfach beschaffbare Droge ist, die zudem gesellschaftlich anerkannt ist, z. B. Konsum bei gesellschaftlichen Anlässen.
Amphetamine (Speed)
Amphetamine können eine starke psychische Abhängigkeit auslösen, da die Wirkung eine gesteigerte Leistung, verbesserte Konzentration sowie Euphorie als Partydroge verspricht. Das Abhängigkeitsrisiko hängt von der genetischen Disposition sowie der psychischen Situation der Person ab. Bei Tierversuchen konnten einige Individuen ihren Konsum lebenslang regulieren, während bei 50 % nach einiger Zeit eine psychische Abhängigkeit mit starker Toleranzbildung auftrat.[14]
Cannabis
Cannabiskonsum kann bei einigen Konsumenten eine psychische Abhängigkeit erzeugen; ob sich eine solche Abhängigkeit ausbildet, wird möglicherweise von sozialen Faktoren und vom Alter der Konsumenten mitbestimmt. Die Ausbildung einer körperlichen Abhängigkeit konnte nicht belegt werden.[15][16][17][18]
Crack (Kokain-Derivat)
Crack besitzt vermutlich das höchste psychische Abhängigkeitspotenzial, da die Wirkung sehr schnell anflutet und nur von kurzer Dauer ist. Nach dem Konsum entsteht das Bedürfnis, Crack noch mal zu konsumieren, wobei ein dauerhafter Gebrauch entstehen kann. Bei Langzeitkonsumenten sind auch körperliche Abhängigkeitssymptomatiken zu beobachten, weil bio-chemische Prozesse im Körper verändert werden (z. B. körpereigene Dopamin-Produktion).[19][20]
Halluzinogene
Die klassischen Halluzinogene wie LSD, Mescalin, halluzinogene Pilze werden als nicht-abhängigkeitserzeugende Substanzen angesehen, da keine körperliche Abhängigkeit erzeugt wird.[21] Zusätzlich wird eine Toleranz gebildet, die 1 bis 2 Wochen hält, wobei innerhalb dieser Wochen bei wiederholter Einnahme eine geringere Wirkung auftritt, dadurch kann kein häufiger Konsum durchgeführt werden. Viele Konsumenten verringern ihren Gebrauch mit der Zeit oder stellen ihn sogar ein.[22] Eine psychische Abhängigkeit lässt sich nicht ausschließen, wobei diese allerdings umstritten ist, da Halluzinogene bei schlechter Gefühlslage einen Horrortrip auslösen können. Daher eignen sich Halluzinogene nicht für die Verbesserung der psychischen Lage.[23][24]
Heroin und sonstige Opiate
Heroin zählt zu den Substanzen mit dem höchsten körperlichen und psychischen Abhängigkeitspotenzial überhaupt. Aufgrund der euphorischen Wirkung bildet sich schnell eine psychische Abhängigkeit, da der Konsument im Rausch negative Gedanken und Sorgen vergisst. Andere Opiate wie Tramadol oder Codein bieten ebenfalls eine ähnliche Euphorie bei höherer Dosierung, wobei die psychische Abhängigkeit weitaus geringer ist, da diese Opiate keine vergleichbar starke Euphorie erzeugen. Das Abhängigkeitsrisiko wird demnach nach der psycho-sozialen Situation des Konsumenten bestimmt. Nach häufigem Gebrauch stellt sich bei Opiaten eine körperliche Abhängigkeit ein, wobei der Entzug als äußerst unangenehm erlebt wird und daher für den Betroffenen eine (negative) Motivation bietet, weiter zu konsumieren, um die Entzugserscheinungen zu vermeiden oder zu reduzieren.
Kokain
Kokain hat ein hohes psychisches Potenzial, abhängig zu machen, weil der Konsument häufig nach der Wirkung in eine Depression verfällt und daher wieder zur Droge greift, um der depressiven Episode zu entfliehen. Außerdem entwickelt der Konsument unbewusst eine Gier, mehr zu konsumieren. Besonders oft ist auch das Craving bei Kokain-Konsumenten zu beobachten, wobei durch bestimmte Schlüsselreize der Konsument ein weiteres Verlangen nach der Droge bekommt. Eine körperliche Abhängigkeit durch Kokain ist nicht bekannt.[20][25]
Medikamente
Etwa 4 bis 5 % der Medikamente besitzen ein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial.[26] Das trifft insbesondere für Hypnotika, Sedativa und Tranquillantien sowie für Psychostimulantien zu, außerdem für opioidhaltige Analgetika. Patienten erwarten von Medikamenten meist eine positive Wirkung, daher kann es unter Umständen schwer sein, das Gefahrenpotenzial hinsichtlich eines Missbrauches oder einer Abhängigkeit bei der Einnahme richtig einzuschätzen.
MDMA (Ecstasy)
MDMA hat ein gewisses psychisches Abhängigkeitspotenzial. Aufgrund der Wirkung ist es selten, dass täglicher Konsum stattfindet. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich viele Konsumenten nur noch nach der Einnahme von MDMA „fallenlassen“ können. Zusätzlich benutzen einige Konsumenten MDMA als Mittel zur Bewältigung von Problemen und können dadurch abhängig werden.[27]
Tabakrauch
Bei Tabakrauch ist Nikotin mitverantwortlich für die Abhängigkeit.[28][29] Vergleiche von Tierstudien und Studien über menschlichen Drogenkonsum zeigen auf, dass pures Nikotin nur wenig Abhängigkeitspotenzial hat, Tabakzigarettenrauch jedoch ein sehr hohes Suchtpotenzial aufweist.[30][31][32] Nikotin hat in Verbindung mit anderen Stoffen im Tabakrauch ein extrem hohes Abhängigkeitspotenzial und kann sehr schnell zu einem abhängigen Verhalten führen.[33] Laut einem im Jahr 2007 veröffentlichten Papier von D. Nutt u. a. liegt das Abhängigkeitspotenzial von Tabakrauch zwischen Alkohol und Kokain. Genauer gesagt, liegt das physische Abhängigkeitspotential bei dem von Alkohol bzw. Barbituraten und das psychische Abhängigkeitspotenzial bei dem von Kokain.[34] Ein Vergleich mit der Abhängigkeit von Opiaten wie Heroin ist nicht angezeigt, weil diese weitaus komplizierter zu behandeln ist und die Entzugserscheinungen schwerwiegender sind. Es reichen wenige Zigaretten oder wenige Tage mit kleinem Zigarettenkonsum bis zum Eintritt der körperlichen Abhängigkeit. Das Abhängigkeitspotenzial von oral aufgenommenem Nicotin ist deutlich geringer, Pflaster haben fast kein Abhängigkeitspotenzial.[35]
Vor allem ist von Bedeutung, dass Nikotin, in Verbindung mit anderen Stoffen im Tabakrauch, unterschwellig das Verlangen nach einem Tabakerzeugnis erzeugt und durch das immer kürzer werdende gewöhnungsbedingte Reiz-Reaktions-Intervall eine immer stärker ausgeprägte Abhängigkeit in Form von erhöhtem Tabakkonsum entsteht.
Man weiß heute, dass bereits nach drei Wochen Abstinenz keine messbare Veränderung der Acetylcholinrezeptoren mehr vorhanden ist – diese sich also wieder auf Normal-Niveau eingestellt haben. Während dieser Zeit kann es zu Unruhe und Gereiztheit bis hin zu Aggressivität sowie zu Depressionen kommen. Das Nikotin selbst ist zu diesem Zeitpunkt schon längst nicht mehr im Gehirn nachweisbar (bis max. drei Tage nach Beendigung des Nikotinkonsums).
Folglich kann man ein Abhängigkeitspotential konstatieren, welches eher unbewusst, d. h. im unreflektierten Alltag, seine stärkste Ausprägung findet. In Entzugsphasen tritt es dadurch zum Vorschein, dass diese unbewussten Anteile nun bewusst durch den Entziehenden verarbeitet werden.
Im Ergebnis ist festzustellen, dass während des Entzugs weniger die Abhängigkeit von der vom Tabakrauch erzeugten Wirkung von Bedeutung ist, was viele gescheiterte Therapien mit Nicotinsubstituten zeigen, sondern vielmehr der durch die nikotinerge Stimulation des Nucleus accumbens induzierte Lernprozess. In geeigneter Weise kann dieser Lernprozess nur durch starke Selbstmotivation oder professionelle Verhaltenstherapien beeinflusst bzw. umgekehrt werden. Nikotinersatz oder Medikamente können den Entzug unterstützen.
Die Rückfallwahrscheinlichkeit bei Rauchern, die ohne Hilfsmittel mit dem Tabakkonsum aufhören, liegt bei 97 % innerhalb von sechs Monaten nach dem Rauchstopp. Bis 2012 ging man davon aus, dass Nikotinersatzpräparate bei korrekter Dosierung und weiterer fachlicher Anleitung die Erfolgschancen um 3 % steigern können.[36] Eine neuere Studie von 2012 besagt, dass die Rückfallraten bei denen, die Nikotinersatzpräparate zum Aufhören verwendet haben, genau so hoch war wie derer, die ohne Hilfsmittel aufgehört haben.[37][38]
Die psychische Abhängigkeit durch eingeprägte Verhaltensmuster, die sich im Laufe einer „Raucherkarriere“ entwickeln, kann nach dem körperlichen Entzug auch nach Jahren noch vorhanden sein.

Multipler SubstanzgebrauchBearbeiten

Eine Störung durch multiplen Substanzgebrauch liegt laut ICD-10 (F19.-) vor, wenn die Substanzaufnahme chaotisch und wahllos verläuft, oder wenn Bestandteile verschiedener Substanzen untrennbar vermischt sind.

Physische AbhängigkeitBearbeiten

Charakteristisch für eine physische Abhängigkeit ist das Auftreten von Entzugserscheinungen, welche beim Absetzen der psychotropen Substanz auftreten. Häufige Symptome sind Schwitzen, Zittern, Schmerzen, Schwindel und Übelkeit. Je nach Substanz können auch Halluzinationen auftreten. Opioide, Benzodiazepine, Barbiturate und Alkohol können eine physische Abhängigkeit auslösen. Obwohl ähnliche Wirkungen auch nach dem Ende der Einnahme von Medikamenten wie Cortisone, Beta-Blocker und Anti-Depressiva auftreten können, wird hier nicht von einer physischen Abhängigkeit, sondern von Absetzerscheinungen gesprochen. Vorbote einer physischen Abhängigkeit ist die Toleranzbildung. Der Konsument muss eine höhere Dosis einnehmen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Gleichzeitig passt der Körper sich an die Substanz an und entwickelt dabei eine Abhängigkeit.

Die Entzugserscheinungen sind einer der Gründe für den weiteren Konsum der psychotropen Substanz, damit die unangenehmen, häufig quälenden Symptome verschwinden. Die Geschwindigkeit, mit der ein Konsument anfällig für eine physische Abhängigkeit wird, ist abhängig an der Häufigkeit des Konsums, Intensität der Wirkung, genetische Disposition und psychische Anfälligkeit. Dabei können einige Menschen vom ersten Konsum einer Substanz eine physische Abhängigkeit entwickeln, während andere Menschen kaum anfällig werden.

Psychische AbhängigkeitBearbeiten

Eine psychische Abhängigkeit liegt vor, wenn der Betreffende sich nur nach Einnahme psychotroper Substanzen wohlfühlt. Nach Abklingen der Wirkung der Substanz treten häufig depressive Stimmungen, eine hohe Reizbarkeit, eventuell Ängste und daher das Verlangen nach einer weiteren Einnahme der Substanz auf. Auch Schlafstörungen können auftreten. Bei Menschen, welche am Tag Alkohol trinken, um sich besser zu fühlen oder um „über die Runden“ zu kommen, kann man von einer Abhängigkeit sprechen.

Selbstmedikation bei unangenehmen emotionalen ZuständenBearbeiten

Da Experimente mit Alkohol und illegalen Drogen ein Übergangsritus zu sein scheinen, mit dem fast alle Heranwachsenden in Berührung kommen, während nur eine Minderheit dieser Heranwachsenden abhängig wird, hat der Psychologe Daniel Goleman – bekanntester Apologet des Konzepts der emotionalen Intelligenz – nach Prädiktoren für dieses Abhängigwerden gefragt. Neben dem Faktor „Gelegenheit“ (d. h. leichter Verfügbarkeit des Suchtmittels) benennt er als Hauptfaktor das Potential unangenehme Gefühle – wie Angst, Wut oder Depression – zu verringern. Teenager mit unzureichender emotionaler Selbstregulation und geringer Resilienz werden leichter abhängig als emotional stabile Heranwachsende.[39] So hat die Psychologin Jeanne Tschann (UC San Francisco) 1994 in einer Langzeitstudie mit 13- und 14-Jährigen nachgewiesen, dass vor allem solche Teenager von Suchtmitteln abhängig werden, die unter besonderer emotionaler Belastung stehen.[40] Die Psychologin Kathleen Merikangas (National Institute of Mental Health) bezeichnet den Alkoholismus, den Menschen mit chronisch hohem Ängstlichkeitsniveau entwickeln, als Selbstmedikation von Angstsymptomen“.[41] Die Selbstmedikationsthese wird auch von Edward Khantzian (Harvard University) unterstützt. Nach einer Studie von Khantzian, konsumieren Menschen, die ihre Impulsivität nicht kontrollieren können und schnell gelangweilt sind, wegen der beruhigenden Wirkung häufiger Alkohol.[42] Depressive dagegen bevorzugen stimulierende Drogen wie z. B. Kokain; je tiefer die vorausgegangene Depression, desto stärker wird häufig die Abhängigkeit.[43] Dagegen haben Menschen mit hohem Aggressionspotential einen stärkeren Drang zum Konsum von Opioiden wie z. B. Heroin.[44]

Theorien zur Entstehung des AbhängigkeitssyndromsBearbeiten

Abhängigkeit ist das Ergebnis eines multikausalen Prozesses, bei dem biologische und soziale Faktoren zusammenwirken. Eine Abhängigkeitserkrankung entwickelt sich somit in einem multikausalen und interaktiven Prozess.[45]

Neurobiologische WirkmechanismenBearbeiten

 
Übersicht über das Belohnungssystem des menschlichen Gehirns, dessen krankhafte Sensitivierung bei der Entstehung von Abhängigkeit eine zentrale Rolle spielt. Der Kern des Systems ist der grün markierte Signalverkehr von der ventral tegmental area (VTA) zum Nucleus accumbens.

Das Entstehen einer Abhängigkeit ist neurobiologisch gesehen eine krankhafte (pathologische) Form eines eigentlich nützlichen, biologischen Lernvorgangs, der Sensitivierung genannt wird.[46] Auf den Oberflächen und im Innern von Nervenzellen bewirkt eine psychoaktive Substanz Veränderungen, die das zukünftige Verlangen nach einem erneuten Konsum dieser Substanz verstärken. Diese Sensitivierung des Verlangens hält in der Regel auch noch lange nach einem Entzug an und verursacht deshalb ein erhöhtes Risiko für einen Rückfall. Das angestrebte Gefühl (Euphorie) wird im Gegensatz zum Verlangen nicht verstärkt, sondern schwächt sich ab (Toleranzentwicklung).[47][48]

Auf zellulärer und molekularer Ebene wird die Sensitivierung durch Veränderungen in Neurochemie, Neurophysiologie, Neuroanatomie und Genexpression verursacht. Dabei kann bereits ein einmaliger Gebrauch einer Substanz zu lange anhaltenden Veränderungen in der Signalübertragung von Nervenzellen führen. Die weitreichendsten Veränderungen passieren während der Entwicklungsphasen des Gehirns, am extremsten während der vorgeburtlichen (pränatalen) Entwicklung.[49][50][51][52]

In zwei Übersichtsarbeiten (Reviews) von 2016 wird Abhängigkeit als ein Zusammenhang von drei Krankheits-Komplexen beschrieben, die jeweils bestimmten Veränderungen in bestimmten Netzwerken des Gehirns zugeordnet werden. Es sind dies die Komplexe (1) krankhaftes Verlangen (Sucht), (2) krankhafte Entzugserscheinungen und (3) krankhafte Erwartungshaltungen.[53][54] In einer nachfolgenden Übersichtsarbeit von 2018 wurde beschrieben, dass dieses Modell - mit kleinen Abweichungen - auch für den Missbrauch von Cannabis zutreffend ist.[55]

Genetische DispositionBearbeiten

Die Wahrscheinlichkeit einer Suchterkrankung wird auch durch bestimmte Varianten in den Erbanlagen mit beeinflusst. Allerdings gibt es bis heute (2018) immer noch eine große Lücke zwischen den im einzelnen sehr kleinen Effekten von diesbezüglichen genetischen Abweichungen und dem bekannten Ausmaß tatsächlicher erblicher Beeinflussung.[56][57] Gleichwohl gibt es bereits sehr konkrete Ergebnisse im Bereich Nikotin,[58][59] Opioiden,[60] Alkohol,[61][62][63] Cannabis[64][65] und Kokain.[66] Untersuchungsmethoden auf diesem Gebiet sind Familienstudien, Adoptionsstudien, Zwillingsstudien, Kandidatengen-Findung, genomweite Assoziationsstudien und die Analyse von Copy Number Variants (CNV) bei bestimmten Chromosomen-Abschnitten.

Willenhafte Steuerung des SubstanzverlangensBearbeiten

Abhängigkeit beinhaltet eine Beeinträchtigung von Wahrnehmung, Risikoabschätzung und Kontrolle des eigenen Verhaltens. Die Wahrscheinlichkeit automatischen Verhaltens im Zusammenhang mit Substanzgebrauch ist erhöht. Die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Entscheidungen zu wählen, ist somit zwar oft erschwert aber keineswegs vollständig verloren.[67]

Begleiterkrankungen und FolgenBearbeiten

Neben dem Abhängigkeitssyndrom gibt es eine Reihe von körperlichen und psychischen Begleitkrankheiten.

Psychische BegleiterkrankungenBearbeiten

Psychische Störungen können einem Abhängigkeitssyndrom vorausgehen und sind als Begleitkrankheiten zu therapieren. Mögliche Begleitkrankheiten können z. B. Angststörungen, Depression, ADHS, Anpassungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen oder Psychosen sein.

Die genannten psychische Störungen können ebenso Folge eines Abhängigkeitssyndrom sein, im Fall einer Psychose ist der Begriff Drogenpsychose geläufig.

Auch soziale Isolation kann einem Abhängigkeitssyndrom vorausgehen oder Folge davon sein.

Folgen des AbhängigkeitssyndromsBearbeiten

Die Folgen des Abhängigkeitssyndroms hängen wesentlich ab von der psychotropen Substanz, zu der die Abhängigkeit besteht. Siehe daher auch den Hauptartikel zur jeweiligen Substanz.

Die Befriedigung der Abhängigkeit nimmt im Leben der Betroffenen einen immer größeren Raum ein. Die Aufmerksamkeit der Konsumierenden wird zunehmend auf Konsum und Beschaffung der psychoaktiven Substanz und das anschließende Verweilen im Rauschzustand verlagert. Andere Aktivitäten, Interessen und Verpflichtungen werden oft vernachlässigt. Die Persönlichkeit, oder die Persönlichkeitsentwicklung, kann erheblich beeinträchtigt werden. Zusätzlich besteht die Gefahr von Beschaffungskriminalität.

Prävention und TherapieBearbeiten

PräventionBearbeiten

Neuere Ansätze zur Drogenprävention setzen weniger auf Abschreckung, d. h. die Betonung der oft organismusschädigenden Eigenschaften, sondern vermehrt auf Aufklärung.[68] Abschreckung wurde von den Zielgruppen häufig nicht ernst genommen.[69] Aufklärung wird als eine Alternative zu der auf Repression ausgerichteten Drogenpolitik, in der Konsum als nicht tolerabel angesehen wird, eingesetzt.

Ziel dieses Präventionskonzept ist es, Wissen um die Wirkung einer Substanz zu vermitteln. Dies betrifft sowohl die zu erwartenden angenehmen Wirkungen bzw. unerwünschten Nebenerscheinungen, als auch die möglichen sozialen und körperlichen Schäden. Dieses Wissen soll es dann ermöglichen, eine eigene Entscheidung zu treffen.[70] Da nicht davon ausgegangen wird, dass diese Entscheidung in jedem Fall gegen den Konsum ausfällt, soll zu ungefährlichem Umgang, wie beispielsweise der Vermeidung vom Mischkonsum, angeregt werden. Ziel der Prävention soll es sein, auf die Stärkung der Persönlichkeit und das Aufzeigen von Alternativen zum Substanzkonsum hinzuwirken. Diese Alternativen müssen für die potentiellen Konsumierenden erlebbar sein – beispielsweise die Erfahrung, dass man sich nach ein zwei Stunden „Auspowern“ mindestens ebenso „relaxed“ fühlt wie durch den Konsum von Cannabis.

Prävention und substanzspezifische Aufklärung soll so früh wie möglich beginnen, da der erste Kontakt mit Drogen häufig in der Adoleszenz stattfindet.[71][72]

TherapieBearbeiten

Eine Drogentherapie bei einem Abhängigkeitssyndrom hat den dauerhaften Verzicht (Abstinenz) auf die abhängigkeitserzeugende Substanz zum Ziel und kann folgende Punkte umfassen:

  1. körperlicher Entzug der abhängig machenden Substanz (Entzug psychotroper Substanzen)
  2. Substitution durch eine Substanz ohne oder mit geringerer Schadwirkung
  3. psychotherapeutische Behandlung (Kurzzeitinterventionen, v. a. Langzeitentwöhnung) in einer Fachklinik, wobei diese ihr Augenmerk auf eventuelle Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung der Patienten legen und sich stark an individuellen Ressourcen orientieren
  4. Physiotherapie
  5. Mitarbeit in Selbsthilfegruppe
  6. Mitbehandlung der Angehörigen/Bezugspersonen; siehe auch: Co-Abhängigkeit

In der Behandlung Opiatabhängiger kann die (manchmal dauerhafte) Verabreichung eines Substitutionsmittels im Rahmen einer Substitutionstherapie zu einer deutlichen Schadensbegrenzung (engl.: harm reduction) führen, sodass hier die Forderung nach Abstinenz als alleiniges Behandlungsziel aufgegeben wurde bzw. jeweils im Einzelfall (und eventuell immer wieder neu) entschieden werden muss. Die Wirksamkeit einer Dauersubstitution ist überzeugend belegt und wird auch vom Gesetzgeber anerkannt.[73][74] Es werden auch Medikamente entwickelt, die nicht als Substitution zu betrachten sind, sondern die Abhängigkeitssymptome gezielt bekämpfen sollen z. B. Clofenciclan.

Die Behandlung von Abhängigkeiten hat sich zu einem Spezialgebiet der Medizin entwickelt, das heute zunehmend auch auf Erkenntnissen der Neurobiologie aufbaut und ein ganzes Spektrum an therapeutischen Verfahren anbieten kann. Auch pädagogische Maßnahmen können Teil einer Therapie sein, insbesondere bei Jugendlichen.[72] In einer Veröffentlichung der Deutschen Rentenversicherung „Beurteilung von Weiterbildungen von Einzeltherapeuten und Gruppentherapeuten (Tätigkeitsfeld Sucht)“ der Autoren von Ammer, von Bötticher, Kullig und Scheipers wurde 1992 beschrieben, was genau Psychotherapie im Kontext von Abhängigkeitserkrankung heißt und wie die entsprechenden Ausbildungen gestaltet sein müssen, um erfolgreich Suchttherapie zu betreiben.[75]

SonstigesBearbeiten

AbgrenzungenBearbeiten

Andere Formen der Abhängigkeit welche nicht durch Konsum psychotroper Substanzen gekennzeichnet sind, sind im Artikel Abhängigkeit (Medizin) zusammengefasst. Wenn Konsum von psychoaktiven Substanzen zu einer Überschreitung von Gesetzen führt, wird Abhängigkeit oder Substanzkonsum strafrechtlich definiert. Fragestellungen dieser Art berühren dann in der Regel die Arbeitsgebiete der Toxikologie im Bereich der Rechtsmedizin.

Siehe auchBearbeiten

AWMF-LeitlinienBearbeiten

Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften:

LiteraturBearbeiten

AllgemeinBearbeiten

  • G. Glaeske: Psychotrope und andere Arzneimittel mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential. In: Jahrbuch Sucht 2000. Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren. Neuland, Geesthacht 1999.
  • Roswitha Algeier-Föll, Günter Schmidt: Drogen-Wissen. Interdisziplinäres Drogen-Lexikon. Schmidt, Berlin 2003, ISBN 3-8330-0256-5.
  • Markus Berger: Handbuch für den Drogennotfall – Das Wichtigste zu Gefahrenpotenzialen, Überdosierungen und Abhängigkeiten. Nachtschatten, Solothurn 2004, ISBN 3-03788-125-9.
  • Theo Dingermann, Karl Hiller, Georg Schneider, Ilse Zündorf: Schneider – Arzneidrogen. 5. Auflage. Spektrum, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-8274-2765-6.
  • Jürgen Engel: Süchtige Zeiten. Versuch einer Provokation. In: Christian Hoffstadt, Remo Bernasconi (Hrsg.): An den Grenzen der Sucht – On the edge of addiction – Aux confins de la dépendance. (= Reihe Aspekte der Medizinphilosophie. Band 8). Festschrift für Remo Bernasconi. Projekt, Bochum/Freiburg im Breisgau 2009, ISBN 978-3-89733-204-1, S. 83–102.
  • Sabine Grüsser, Caroline N. Thalemann: Verhaltenssucht. Diagnostik, Therapie, Forschung. Huber, Bern 2006, ISBN 3-456-84250-3.
  • Andreas Heinz, Anil Batra, Norbert Scherbaum, Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank: Neurobiologie der Abhängigkeit. Grundlagen und Konsequenzen für Diagnose und Therapie von Suchterkrankungen. Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-021474-3.
  • Christian Hoffstadt, Remo Bernasconi (Hrsg.): An den Grenzen der Sucht – On the edge of addiction – Aux confins de la dépendance. (= Aspekte der Medizinphilosophie. Band 8). Festschrift für Remo Bernasconi. Projekt, Bochum/Freiburg im Breisgau 2009, ISBN 978-3-89733-204-1.
  • Aldo Legnaro, Arnold Schmieder (Hrsg.): Suchtwirtschaft. (= Jahrbuch Sucht. Band 1). Lit, Münster/Hamburg/London 1999, ISBN 3-8258-3531-6.
  • Aldo Legnaro, Arnold Schmieder (Hrsg.): Deregulierung der Abhängigkeit. (= Jahrbuch Sucht. Band 2). Lit, Münster/Hamburg/London 2001, ISBN 3-8258-4892-2.
  • Aldo Legnaro, Arnold Schmieder (Hrsg.): Rauchzeichen. Zum modernen Tabakkonsum. (= Jahrbuch Sucht. Band 3). Lit, Münster/Hamburg/London 2002, ISBN 3-8258-6077-9.
  • Aldo Legnaro, Arnold Schmieder (Hrsg.): Suchtränder. (= Jahrbuch Sucht. Band 4). Lit, Münster/Hamburg/London 2004, ISBN 3-8258-7428-1.
  • J. Olds, P. Milner: Positive reinforcement produced by electrical stimulation of septal area and other regions of rat brain. In: J Comp Physiol Psychol. 47(6), 1954, S. 419–427. (Wichtige historische Veröffentlichung zur Suchtphysiologie)
  • Ronald R. Rippchen; VfD, Verein für Drogenpolitik: Konkrete Erste-Hilfe-Tipps bei Drogenproblemen. The Grüne Kraft, Löhrbach 2006, ISBN 3-922708-60-9.
  • Sebastian Scheerer: Sucht. (= rororo. 6367). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1995, ISBN 3-499-16367-5.
  • Wolfgang Schmidbauer, Jürgen vom Scheidt, Monika Schulenberg: Handbuch der Rauschdrogen. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-16277-7.
  • Henning Schmidt-Semisch, Frank Nolte: Drogen. (= Rotbuch. 3000). Rotbuch-Verlag, Hamburg 2000, ISBN 3-434-53505-5.
  • Giulia Sissa: Die Lust und das böse Verlangen. Eine Philosophie der Droge. (Originaltitel: Le Plaisir et le Mal, Odile Jacob, Paris 1997, übersetzt von Christine Schmutz). Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-91917-1.
  • Bernhard van Treeck: Drogen- und Suchtlexikon. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-542-2.
  • Bernhard van Treeck: Drogen. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin, 2003, ISBN 3-89602-420-5.
  • Felix Tretter (Hrsg.): Suchtmedizin kompakt. Schattauer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7945-2866-0.
  • Andrew Weil: Drogen und höheres Bewusstsein. AT, Aarau 2000, ISBN 3-85502-684-X.
  • Claudia Wiesemann: Die heimliche Krankheit. Eine Geschichte des Suchtbegriffs. (= Medizin und Philosophie. Band 4). Frommann-Holzboog, Stuttgart 2000, ISBN 3-7728-2000-X.

Verständliche Informationen für Betroffene und AngehörigeBearbeiten

  • Johannes Lindenmeyer: Lieber schlau als blau. 7. Auflage. Beltz, Weinheim/Basel 2005, ISBN 3-621-27562-2.
  • Ralf Schneider: Die Suchtfibel. 15. Auflage. Schneider, Hohengehren 2010, ISBN 978-3-8340-0770-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Definitionen der WHO (, dort unter der Klassifikation F10-F19) und der American Psychiatric Association (DSM-IV-TR (Memento des Originals vom 27. September 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.behavenet.com)
  2. Abhängigkeit. In: gbe-bund.de. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2013; abgerufen am 3. Februar 2014.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gbe-bund.de
  3. R.-D. Stieglitz (Hrsg.): Kompendium. Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatische Medizin. Karger, Basel 2002, ISBN 3-8055-7272-7.
  4. Medikamentenabhängigkeit. (Memento des Originals vom 16. Januar 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundesaerztekammer.de Website der Bundesärztekammer. Abgerufen am 15. Dezember 2013.
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  10. Mittelwert Abhängigkeitspotenziale ≥ 1,50 und < 2,00 in der Skala der Studie von Nutt u. a.
  11. Mittelwert Abhängigkeitspotenziale ≥ 1,00 und < 1,50 in der Skala der Studie von Nutt u. a.
  12. Mittelwert Abhängigkeitspotenziale < 1,00 in der Skala der Studie von Nutt u. a.
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