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Der Dritte Generalstabsoffizier oder Ic war in höheren Stäben des preußisch-deutschen Heeres und der Wehrmacht für die Feindlage und das militärische Nachrichtenwesen zuständig. Dem Dritten Generalstabsoffizier unterstand zu diesem Zweck die Feindnachrichtenabteilung, die durch Aufklärung und Kriegsgefangenenbefragung versuchte, die militärische Lage zu erkunden. Zur Spionageabwehr wurde ihm oft eine Gruppe Geheimer Feldpolizei unterstellt. Voraussetzung für die Verwendung als Generalstabsoffizier war der erfolgreiche Abschluss der Kriegsakademie. Als Gehilfe und Stellvertreter war dem Ic der Dritte Ordonnanzoffizier, in der Regel im Rang eines Oberleutnants zur Seite gestellt.

In der Bundeswehr entspricht der G2 dem Dritten Generalstabsoffizier.

→ siehe auch: Erster Generalstabsoffizier, Zweiter Generalstabsoffizier

LiteraturBearbeiten

  • Herbert Schottelius, Gustav-Adolf Caspar: Die Organisation des Heeres 1933–1939. In: Hans Meier-Welcker (Hrsg.): Handbuch zur deutschen Militärgeschichte. 1648–1939. Band 7: Wehrmacht und Nationalsozialismus. 1933–1939. Bernard & Graefe, München 1978, ISBN 3-7637-0308-X, S. 289–399, hier S. 333 und 367.