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Doug Pederson

US-amerikanischer American-Football-Spieler und -Trainer

Douglas Irving Pederson (* 31. Januar 1968 in Bellingham, Washington) ist ein US-amerikanischer Trainer und ehemaliger Spieler auf der Position des Quarterbacks im American Football. Er ist seit der Saison 2016 Head Coach der Philadelphia Eagles, mit denen er in der Saison 2017 den Super Bowl LII gewann. Als Ersatzspieler gewann er zudem mit den Green Bay Packers in der Saison 1996 den Super Bowl XXXI, womit er nach Mike Ditka, Tom Flores und Tony Dungy als Vierter sowohl als Spieler als auch als Head Coach einen Super Bowl gewann.

Doug Pederson
Doug Pederson (Eagles).jpg
Doug Pederson
Positionen:
Quarterback
Head Coach
Trikotnummern:
14, 18
geboren am 31. Januar 1968 in Bellingham, Washington
Karriereinformationen
Aktiv: 1991heute
Ungedraftet im Jahr 1991
College: Northeast Louisiana
Teams

als Spieler

als Trainer

Karrierestatistiken
Geworfene Yards     2.762
TDINT     12–19
Quarterback Rating     62,3
Spiele als Head Coach     53
G/V (Regular Season)     29:19 (60,4 %)
G/V (Play-offs)     4:1 (80,0 %)
Stats bei NFL.com
Stats bei pro-football-reference.com
Coaching stats bei pro-football-reference.com
Karrierehöhepunkte und Auszeichnungen

Karriere als SpielerBearbeiten

Pederson wurde 1968 in Bellingham, Washington, geboren und besuchte die High School in Ferndale. Dort war er als Quarterback, Safety und Kicker aktiv und spielte zudem noch Baseball und Basketball.

Danach ging er auf die Northeast Louisiana University, wo er in drei Jahren als Starting Quarterback auf 6.445 geworfene Yards und 33 Touchdowns kam und seinen Abschluss in Betriebswirtschaften machte.[1]

1991 nahmen ihn die Miami Dolphins als Undrafted Free Agent unter Vertrag. Pederson wurde aber wieder entlassen, bevor er zum Einsatz kam. Daraufhin spielte er 1992 für die New York/New Jersey Knights in der World League of American Football, bis ihn die Dolphins wieder unter Vertrag nahmen. Dort kam er zunächst nicht über den Practice Squad hinaus, kam aber nach verletzungsbedingten Ausfällen von Dan Marino und Scott Mitchell zum Einsatz. 1995 wählten ihn die neu in die Liga gekommenen Carolina Panthers im Expansion Draft aus, Pederson wurde aber vor Saisonbeginn wieder entlassen. Nachdem er kurzzeitig bei Rhein Fire in der NFL Europe spielte, nahmen ihn die Dolphins erneut für einige Wochen als Ersatzmann unter Vertrag. Insgesamt kam er in sieben Spielen für die Dolphins zum Einsatz, in denen er acht Pässe warf.[2]

 
Pederson als Holder bei den Green Bay Packers

Daraufhin unterschrieb Pederson bei den Green Bay Packers, wo er bis 1998 als Backup für Brett Favre diente und in dieser Position in der Saison 1996 den Super Bowl XXXI gewann. Ab 1997 war er neben seiner Rolle als Backup-Quarterback als Holder tätig. Gegen die Minnesota Vikings erzielte er 1998 zwei Touchdowns, als er bei deutlichem Rückstand für Favre eingewechselt wurde.[3][4]

In der Saison 1999 nahmen ihn die Philadelphia Eagles unter Vertrag. Dort lief er in den ersten neun Spielen als Starter auf, bis er durch Donovan McNabb ersetzt wurde, den die Eagles im Draft 1999 an zweiter Stelle ausgewählt hatten. Für Philadelphia warf Pederson sieben Touchdowns bei neun Interceptions, nach der Saison wurde er entlassen.[5]

Er wechselte zu den Cleveland Browns, nachdem er zunächst über sein Karriereende nachgedacht hatte. Dort kam er zu acht Einsätzen als Starting Quarterback, von denen er sieben Mal verlor.[6] Von 2001 bis 2004 war er ein zweites Mal bei den Green Bay Packers aktiv, danach beendete er seine Karriere, um als Trainer tätig zu werden.[4]

Karriere als TrainerBearbeiten

Pederson begann seine Karriere als Trainer im High-School-Football bei der Cavalry Baptist Academy in Shreveport, Louisiana. 2009 wechselte er zu den Philadelphia Eagles, die ihn als Offensive Quality Control Coach verpflichteten.[7] 2011 wurde er Quarterback Coach, 2013 nahmen ihn die Kansas City Chiefs als Offensive Coordinator unter Vertrag. Mit Pederson gelang den Chiefs 2015 der erste Sieg in einem Playoffspiel seit 22 Jahren, nachdem das Team nach einem Start mit einem Sieg und fünf Niederlagen elf Partien in Folge gewann. Die Philadelphia Eagles holten ihn 2016 als Head Coach wieder zurück.[8]

In der Saison 2017 führte Pederson die Eagles zu ihrem ersten Super-Bowl-Sieg, sie gewannen den Super Bowl LII gegen die favorisierten New England Patriots mit 41:33.[9]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Doug Pederson auf der Website der Philadelphia Eagles, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).
  2. Kevin Nogle: Super Bowl 2018: Former Miami Dolphins on Philadelphia Eagles, New England Patriots rosters auf thephinsider.com, 4. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).
  3. Don Pierson: VIKINGS 37, PACKERS 24, Chicago Tribune, 6. Oktober 1998, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).
  4. a b Rob Demovsky: Doug Pederson: From Brett Favre's 'Front Doctor' to Super Bowl coach auf espn.com, 2. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).
  5. Reuben Frank: Ghosts of brutal 1999 season don't haunt Pederson auf nbcsports.com, 2. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).
  6. Terry Pluto: Cleveland Browns brought Doug Pederson back to NFL auf cleveland.com, 2. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).
  7. Roy Lang III: Calvary's 'shot in the dark' sparks Doug Pederson's coaching success, Shreveport Times, 22. Januar 2018, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).
  8. Eagles Name Doug Pederson Head Coach auf der Website der Philadelphia Eagles, 18. Januar 2016, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).
  9. Barry Wilner: Eagles win first Super Bowl, holding off favored Patriots 41-33 in a game that shattered Super Bowl records, Chicago Tribune, 4. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2019 (englisch).