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Dorstadt

Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dorstadt
Dorstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dorstadt hervorgehoben
Koordinaten: 52° 6′ N, 10° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Oderwald
Höhe: 80 m ü. NHN
Fläche: 10,36 km2
Einwohner: 705 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38312
Vorwahl: 05337
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hinter dem Kloster 27
38312 Dorstadt
Website: dorstadt.de
Bürgermeister: Bruno Polzin (SPD)
Lage der Gemeinde Dorstadt im Landkreis Wolfenbüttel
Sachsen-AnhaltBraunschweigLandkreis GoslarLandkreis HelmstedtLandkreis HildesheimLandkreis PeineSalzgitterAm Großen RhodeBarnstorf-WarleVoigtsdahlumVoigtsdahlumBaddeckenstedtBörßumBörßumBurgdorf (Landkreis Wolfenbüttel)CrammeCremlingenDahlumDahlumDenkteDettumDorstadtElbe (Niedersachsen)ErkerodeEvessenEvessenFlötheSchladen-WerlaHaverlahHedeperHeereHeereHeiningen (Niedersachsen)KissenbrückKneitlingenKneitlingenOhrumRemlingen-SemmenstedtRoklumSchöppenstedtSehldeSickteUehrdeVahlbergVeltheim (Ohe)WinnigstedtWittmarWolfenbüttelKarte
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Dorstadt ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Oderwald (Sitz in Börßum) im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Dorstadt liegt zwischen Wolfenbüttel und Schladen am Osthang des Oderwalds unmittelbar an der Oker, naturräumlich im Börßum-Braunschweiger Okertal. Dies wird durch die Oker, den früheren Verlauf der Ilse und die in Dorstadt in die Oker mündende Warne gebildet. Am rechten Ufer bilden mehrere Erhebungen wie der Westerberg und der Spitzberg die eher waldlose Landschaft. Zwei Kilometer nördlich liegt ebenfalls am linken Ufer Ohrum mit dem historischen Okerübergang und wenige Kilometer südlich Heiningen sowie rechtsseitig der Oker der frühere Eisenbahnknotenpunkt Börßum.

GeschichteBearbeiten

Dorstadt wurde erstmals 1110 urkundlich erwähnt. Eiko von Dorstadt, der seinen Stammsitz im heutigen Dorstadt hatte, erhielt die bischöfliche Burg Schladen von Bischof Udo von Hildesheim. 1167 wurde die Gemeinde als Neuendorf urkundlich erwähnt.

600 Jahre war die Geschichte des Ortes mit der des Klosters Dorstadt verbunden. 1189 wurde das Augustinerinnen Chorfrauenstift zum Heiligen Kreuz von den Edelherren vor Dorstadt gestiftet. Das Kloster vermehrte kontinuierlich seinen Grundbesitz durch Landkauf in den Nachbardörfern, bis hin nach Bruchmachtersen[2] vergrößerte sich im 13. Jahrhundert der Klosterbesitz auf 1000 Hektar Acker. Nach einer „protestantischen Zwischenphase“ ab 1568 kehrten die Augustinerinnen 1643 zurück.

Das Kloster wurde 1802 säkularisiert. 1810 wurde das Kloster als Rittergut verkauft.

ReligionBearbeiten

  • Evangelisch-lutherische St.-Bartholomäus-Kirche (Am Bruch 10). Die historische Kirche gehört zum Pfarrverband Halchter und ist die südlichste Kirche der Propstei Wolfenbüttel.
  • Katholische Heilig-Kreuz-Kirche (Harzstraße 49). 1937 erbaut und 1964 erweitert, seit 2006 Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Petrus in Wolfenbüttel. An der Kirche befindet sich das Haus der Besinnung, es ist ein Selbstversorgerhaus in Trägerschaft der Pfarrgemeinde St. Petrus und wird genutzt von Gruppen bis 20 Personen für Besinnungstage, Schulungen und Freizeiten.
  • Neuapostolische Kirche (Am Förstergarten 8). Die Gottesdienste der 1957 gegründeten Gemeinde fanden zunächst in der alten Schule im Süddorf statt, 1977 wurde eine eigene Kirche erbaut. Die Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Wolfenbüttel.

PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat aus Dorstadt setzt sich aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl 2011)

Nach der Kommunalwahl 2016 blieb die Sitzverteilung unverändert.[3]

Bürgermeister ist Bruno Polzin (SPD).[4]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gold-rot gespalten und schrägrechts mit einem blau-silbernen Schachbalken überzogen.“


Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Das Rittergut Dorstadt wird heute als landwirtschaftliches Unternehmen mit Land- und Forst- sowie Gebäudewirtschaft betrieben.[5]

Die Bundesautobahn 36 mit dem Anschluss in Klein Flöthe liegt ca. 6 km westlich der Gemeinde.

PersönlichkeitenBearbeiten

In Dorstadt geborenBearbeiten

  • Eberhard Warkehr (1932–2017), deutscher Chemiker, Hochschullehrer, Hochschulrektor und Kommunalpolitiker

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dorstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Reinhold Försterling, Sigrid Lux unter Mitarbeit von Günter Freutel: Bruchmachtersen. In: Archiv der Stadt Salzgitter (Hrsg.): Beiträge zur Stadtgeschichte. Bd. 11, Bruchmachtersen, Engelnstedt, Salder, Lebenstedt „Ortschaft Nord“ in alten Ansichten. 1. Auflage: 1-3000. Salzgitter 1994, ISBN 3-930292-01-7. Försterling et al. 1. Aufl., Seite 9 ff.
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Januar 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dorstadt.de
  4. Gemeinderat Dorstadt (Memento des Originals vom 19. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dorstadt.de
  5. Rittergut Dorstadt