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Tartu (deutsch und schwedisch: Dorpat,[2] früher deutsch auch Dörpt; russisch Дерпт/Derpt, 11.–17. Jahrhundert, 1893–1918 Юрьев/Jurjew) ist Estlands zweitgrößte Stadt nach der Hauptstadt Tallinn und Sitz der Universität Tartu. Die ehemalige livländische Hansestadt liegt im Kreis Tartu.

Tartu
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Estland Estland
Kreis: Tartumaa lipp.svg Tartu
Gegründet: vor 1262
Koordinaten: 58° 22′ N, 26° 43′ OKoordinaten: 58° 22′ N, 26° 43′ O
Höhe: 79 m
Fläche: 38,8 km²
 
Einwohner: 98.480 (2013[1])
Bevölkerungsdichte: 2.538 Einwohner je km²
Zeitzone: EET (UTC+2)
Postleitzahl: 50050 – 51111
Kfz-Kennzeichen: T
 
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Urmas Klaas
Website:
Karte von Estland, Position von Tartu hervorgehoben

Inhaltsverzeichnis

Geografie und KlimaBearbeiten

Die Stadt Tartu liegt beiderseits des Flusses Emajõgi (deutsch Embach). Nördlich der Stadt liegt die gleichnamige Landgemeinde Tartu.

Tartu
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Tartu
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −4,8 −3,9 0,8 8,4 15,7 19,3 20,7 19,5 14,0 8,6 2,0 −2,3 Ø 8,2
Min. Temperatur (°C) −9,6 −9,4 −5,3 0,3 6,0 10,3 11,9 11,2 7,3 3,1 −1,6 −6,7 Ø 1,5
Niederschlag (mm) 29 23 26 34 53 61 71 86 65 53 48 40 Σ 589
Sonnenstunden (h/d) 1,2 2,3 4,3 6,0 8,4 9,5 8,5 7,0 4,6 2,8 1,0 0,8 Ø 4,7
Regentage (d) 8 7 7 7 8 9 10 11 11 11 11 11 Σ 111
Luftfeuchtigkeit (%) 85 84 79 72 68 73 77 80 84 85 89 88 Ø 80,3
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GeschichteBearbeiten

 
Tartu 1866

Die erste urkundliche Erwähnung Tharbatas datiert aus dem Jahre 1030. Der Großfürst von Kiew, Jaroslaw der Weise, zerstörte im Jahre 1030 eine von damaligen, vermutlich ebenfalls finno-ugrischen Einwohnern errichtete Holzfestung und errichtete unter dem Namen Jurjew (nach Juri, dem Taufnamen Jaroslaws) eine Festung. Im Jahre 1224 wurde die Estenburg Tharbatum durch den Schwertbrüderorden erobert. Sie wurde Sitz des Bischofs (bis 1558); vor der Burg entwickelte sich seit dem 13. Jahrhundert die Hansestadt. Im Mittelalter war Dorpat ein Bindeglied zwischen den Hansestädten (insbesondere Reval) und den russischen Städten Pleskau (Pskow) und Nowgorod. Dorpat gehörte seit 1721 zum russischen Zarenreich (Gouvernement Livland).

 
Rathaus

Ein Großfeuer zerstörte 1775 nahezu die gesamte Innenstadt. Die markantesten älteren Gebäude stammen aus dem 18. und vor allem aus dem 19. Jahrhundert. Nachdem auch das vorherige Rathausgebäude dem Brand zum Opfer gefallen war, wurde im 18. Jahrhundert das derzeitige Rathaus vom damaligen Stadtbaumeister, dem aus Rostock stammenden Johann Heinrich Bartholomäus Walther, entworfen und 1789 fertiggestellt.

1893 wurde die Stadt im Zuge der Russifizierung offiziell in Jurjew umbenannt; die Verwendung des estnischen oder des deutschen Namens war teilweise verboten. Der russische Name setzte sich aber nicht durch, nicht einmal im Russischen. Als Estland 1918 die Unabhängigkeit erlangte, wurde der Name „Tartu“ offiziell. Sowohl Dorpat als auch Tartu stammen aus dem altestnischen Namen Tarbata, der vielleicht Auerochs bedeutet.

In der Stadt bestand das sowjetische Kriegsgefangenenlager 331 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[3]

Am 23. Juni 2016 wurde Tartu als 62. Stadt der Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.[4]

BildungBearbeiten

Universität TartuBearbeiten

 
Hauptgebäude der Universität Tartu zur Weihnachtszeit

Tartu ist eine typische Studentenstadt, dominiert von der 1632 von König Gustav II. Adolf gegründeten Universität Dorpat, die 1802 von Deutsch-Balten mit Hilfe Zar Alexanders I. als einzige deutschsprachige Universität des Russischen Zarenreiches neu gegründet wurde. Erster Rektor der Universität wurde der aus Livland stammende Georg Friedrich Parrot, an den die Inschrift auf der „ingli sild“ / „Engelsbrücke“ am Domberg erinnert. Die Universität wurde zu einer Mittlerin zwischen der russischen und der deutschen Kultur bzw. war Drehscheibe der west-östlichen Beziehungen, gleichzeitig aber auch zum Geburtsort der estnischen und lettischen nationalen Erweckung. Die estnischen Nationalfarben waren ursprünglich die der StudentenverbindungVerein Studierender Esten“ an der Universität. Während der Jahre 1886 bis 1889 fand eine kompromisslose Russifizierung statt, in deren Zuge Deutsch von Russisch als Lehrsprache abgelöst wurde, weshalb die Mehrzahl der einstmals zu über 90 % deutschen Lehrkräfte nach Deutschland wechselte. Nach 1919 wurde die Universität die Nationaluniversität (estnisch Eesti Vabariigi Tartu Ülikool) der nunmehr unabhängigen Republik Estland und blieb auch in der darauffolgenden Sowjetzeit (1940–1991) die wichtigste Universität in Estland. Heute ist die Universität Tartu die einzige Volluniversität Estlands und die Mutteruniversität für die Technische Universität Tallinn und die Universität für Biowissenschaften.

Im Jahr 2004 standen 18.000 Studenten 135 Professoren und 700 weitere Lehrkräften gegenüber. Etwa 440 Personen sind in der Forschung tätig. Sie können mit 4000 wissenschaftlichen Veröffentlichungen jährlich aufwarten. An der Universität sind viele Studentenverbindungen aktiv, die im Vergleich zu Deutschland einen regen Zulauf an neuen Mitgliedern haben. In Tartu befindet sich auch eine moderne medizinische Forschungseinrichtung, das Biomeedikum.

Hochschulen und SchulenBearbeiten

Tartu ist einer von sechs Standorten der privaten Estonian Entrepreneurship University of Applied Sciences (EEUAS),[5] ferner einer Kunstschule[6] sowie unter anderem des Tartu Raatuse Gümnaasium, einer Schule mit zahlreichen Beziehungen zum deutschen Sprachraum,[7] und des Tartu Waldorfgümnaasium[8].

Weiterhin befinden sich in Tartu zwei Lehreinrichtungen der Streitkräfte: Die Estnische Nationalverteidigungsakademie und das, gemeinsam mit den beiden anderen baltischen Staaten betriebene, Baltic Defence College.

BevölkerungBearbeiten

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

1825[9] 1833[10] 1840[11] 1847[12] 1856[13] 1863 1867[14] 1881[15] 1897[16] 1922[15] 1934[17] 1939[18] 1959[19] 1970[20] 1979[21] 1989[22] 2000[22] 2010
8450 10.020 12.203 12.185 12.914 14.386 21.014 29.974 42.308 50.342 58.876 60.281 74.263 90.459 104.518 113.977 98.695 103.284

Historische BevölkerungsverteilungBearbeiten

Bevölkerung 1867[14] 1881[23] 1897[24] 1922[23] 1934[25]
Zahl % Zahl % Zahl % Zahl % Zahl %
Summe 21.014 100 29.974 100 42.308 100 50.342 100 58.876 100
Esten 9720 46,3 16.526 55,4 29.039 68,6 42.459 84,5 51.559 87,6
Deutsche 8907 42,4 10.486 35,2 7020 16,6 3210 6,4 2706 4,6
Russen 1866 8,9 1818 6,1 3689 8,7 2570 5,1 2640 4,5
Andere 521 2,5 1144 3,8 2560 6,1 2103 4,2 1971 3,3

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Blick auf das Rathaus im Herbst

Sehenswert ist die gesamte Altstadt Tartus mit Rathaus, dem Rathausplatz, den Einkaufsstraßen und dem klassizistischen Universitätshauptgebäude. Zahlreiche andere Universitätsgebäude liegen über die Stadt verstreut. Weithin sichtbar ist die mittelalterliche Johanniskirche, ein gotischer Backsteinbau mit kunsthistorisch bedeutsamen Terrakottenfiguren, dessen Wiederaufbau nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 2005 abgeschlossen wurde.

Auf dem Domberg, estnisch „Toomemägi“, befinden sich die Ruine des mittelalterlichen Doms (deren ausgebauter Chor erst als Universitätsbibliothek diente und jetzt das Universitätsmuseum beherbergt) sowie weitere Baulichkeiten der Universität, wie das Observatorium (58° 22′ 44″ N, 26° 43′ 12″ O, Teil des Weltkulturerbes Struve-Bogen) und das alte anatomische Theater, in dem bis Mitte der 1990er Jahre noch anatomische Vorlesungen gehalten wurden.

In Tartu gibt es mehrere Theater, Bühnen und Kunstprojekte sowie verschiedene Ausstellungen zur Geschichte der Stadt und der Universität. Neben dem Botanischen Garten der Universität gibt es mehrere Parks und Grünflächen in der Altstadt (z. B. Domberg, Barclay-Park) sowie am die Stadt durchkreuzenden Fluss Embach entlang.

Tartu ist Sitz des Estnischen Nationalmuseums sowie des Estnischen Literaturmuseums.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Partnerstädte von Tartu sind:[26]

Zudem besteht eine „Städtefreundschaft“ mit Deutschland  Greifswald, Deutschland (seit 2006).[27]

Mit weiteren Städten gibt es eine freundschaftliche oder partnerschaftliche Beziehung:

SportBearbeiten

Bei Tartu wird im Rahmen der Worldloppet der Skimarathon Tartu Maraton über 63 Kilometer von Otepää nach Elva ausgerichtet. 2017 fand die Weltmeisterschaft im Orientierungslauf in Tartu statt. Bekannte Eishockeyvereine der Stadt sind Tartu Kalev-Välk sowie die Tartu Big Diamonds. Der bekannteste Fußballverein ist der JK Tammeka Tartu. Das Basketballteam Tartu Rock nimmt sowohl an der Estnischen Meistriliiga, als auch an der Baltic Basketball League und der EuroChallenge teil. Die Mannschaft spielt derzeit in der ersten Fußballliga, Meistriliiga. Das Rugbyteam Tartu Lelo spielt in der estnischen ersten Rugbyliga.

SonstigesBearbeiten

In den 1930er Jahren erschienen in Dorpat die Baltischen Familiengeschichtlichen Mitteilungen. Im Juli 2005 fanden in Tartu die 25. Internationalen Hansetage (Hansetage der Neuzeit) statt.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Bis 1900Bearbeiten

1901 bis 1950Bearbeiten

  • Ernst Krenkel (1903–1971), sowjetischer Polarforscher; Funker des gesunkenen Schiffes Cheliuskin und der sowjetischen Nordpolexpedition Nordpol-1
  • Edgar Hark (1908–1986), evangelisch-lutherischer Pastor und Erzbischof
  • Wilhelm Hahn (1909–1996), deutscher evangelischer Theologe und Politiker (CDU)
  • Walter Kremser (1909–2000), deutscher Forstwissenschaftler
  • Wolf von Engelhardt (1910–2008), Geologe und Mineraloge
  • Erik Thomson (1915–1990), deutschbaltischer Landwirt und Schriftsteller
  • Erik Verg (1919–2005), deutscher Journalist
  • Villem Gross (1922–2001), Schriftsteller und Journalist
  • Ilmar Kullam (1922–2011), Basketballspieler
  • Hans-Dieter Brunowsky (1923–2012), Marineoffizier, Volkswirt und Schriftsteller
  • Paul Kaegbein (* 1925), deutscher Bibliothekar in Berlin und Köln
  • Peter Boerner (1926–2015), deutsch-amerikanischer Literaturwissenschaftler und Goetheforscher
  • Ain Kaalep (* 1926), Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
  • Karin Saarsen (1926–2018), Schriftstellerin und Journalistin
  • Hans Luik (1927–2017), Schriftsteller und Übersetzer
  • Eno Raud (1928–1996), Schriftsteller und Kinderbuchautor
  • Reginald Gruehn (1929–2002), deutscher Chemiker, Prof. f. Anorganische u. Analytische Chemie an der Universität Gießen
  • Bengt von zur Mühlen (1932–2016), deutscher Filmproduzent
  • Hanno Selg (* 1932), Moderner Fünfkämpfer und Hochschullehrer
  • Gero von Wilpert (1933–2009), Autor und Literaturwissenschaftler
  • Mart-Olav Niklus (* 1934), Biologe und ehemaliger Riigikogu-Abgeordneter
  • Toomas Savi (* 1942), Politiker
  • Jaak Panksepp (1943–2017), estnisch-US-amerikanischer Psychologe und Hochschullehrer
  • Anatoli Krikun (* 1948), sowjetischer Basketballspieler und -trainer
  • Endel Nõgene (* 1950), Dirigent

Ab 1951Bearbeiten

Persönlichkeiten, die mit Tartu in Verbindung stehenBearbeiten

Zahlreiche Persönlichkeiten stehen als Professoren, Alumni, Studenten und Angestellte der Universität mit Tartu in Verbindung. Ferner sind zu nennen:

  • Friedrich Amelung (1842–1909), baltischer Schachspieler und Schachkomponist
  • Andreas Ascharin (1843–1896), baltisch-russischer Literaturübersetzer und Schachspieler
  • Nikolai Bezhanitsky (1859–1919), russisch-orthodoxer Priester der örtlichen St.-Georgs-Gemeinde, Märtyrer zur Zeit des Estnischen Freiheitskrieges
  • Michael Bleive (1873–1919), russisch-orthodoxer Priester der örtlichen Mariä-Entschlafungs-Gemeinde, Märtyrer zur Zeit des Estnischen Freiheitskrieges
  • Werner Gruehn (1887–1961) war ein evangelischer Theologe und Religionspsychologe, Gründer und Rektor der Privaten Deutschen Theologisch-Philosophischen Luther-Akademie in Dorpat
  • Miina Härma (1864–1941), erste estnische Komponistin, Organistin und namhafte Chorleiterin, 1939 Ehrendoktor der Universität Tartu und Ernennung zur Ehrenprofessorin des Tallinner Konservatoriums
  • Traugott Hahn (1875–1919), deutscher evangelischer Theologe und Pfarrer, Professor in Dorpat, Märtyrer des estnischen Befreiungskampfes und der evangelischen Kirche
  • Arnold Hasselblatt (1852–1927), Historiker und Journalist
  • Melchior Hofmann (um 1500–1543), lutherischer Sendbote und späterer Täufer in Dorpat, löste als Prediger 1524 durch seine Predigt den Dorpater Bildersturm aus
  • August Alexander Kämmerer (1789–1858), deutscher Geologe und Apotheker, vermachte der Universität Dorpat eine Mineraliensammlung
  • Friedrich Maximilian Klinger (1752–1831), deutscher Dichter des Sturm und Drang, in Dorpat gestorben
  • Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792), deutscher Dichter des Sturm und Drang, 1759 mit seiner Familie nach Dorpat gezogen, verließ die Stadt 1768, um in Königsberg zu studieren
  • Jaan Tõnisson (1868–vermutlich Juli 1941), estnischer Verleger, Politiker, Ministerpräsident und Staatsoberhaupt der Republik Estland
  • Edgar Valter (1929–2006), einer der bedeutendsten zeitgenössischen Kinderbuchautoren, Illustratoren und Karikaturisten in Estland, in Tartu gestorben
  • Johann Anton Weinmann (1782–1858), Botaniker, erster gärtnerischer Leiter des 1803 gegründeten botanischen Gartens

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tartu – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikisource: Dorpat – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tartu. In: frendy.de, abgerufen am 30. Juni 2016.
  2. Die Betonung der Bezeichnungen Dorpat und Tartu liegt auf der ersten Silbe.
  3. Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977, DNB 540491969.
  4. Zur Bedeutung Tartus in der Reformationsgeschichte siehe das Stadtporträt Reformationsstadt Tartu. Vorübergehender Aufruhr im hohen Norden Europas des Projekts Reformationsstädte Europas. In: reformation-cities.org, abgerufen am 29. Juni 2016.
  5. Campus. In: eek.ee, abgerufen am 31. Mai 2019 (estnisch, russisch, hier: englisch).
  6. Die Kunstschule auf einen Blick (Memento vom 24. Mai 2013 im Internet Archive) abgerufen am 29. Juni 2016.
  7. Herzlich willkommen bei uns! In: raatuse.rtk.tartu.ee, abgerufen am 30. Juni 2016.
  8. waldorfkool.info, abgerufen am 30. Juni 2016.
  9. Статистическое изображение городов и посадов Российской империи по 1825 год. Сост. из офиц. сведений по руководством директора Департамента полиции исполнительной Штера. Спб., 1829.
  10. Обозрение состояния городов российской империи в 1833 году / Изд. при министерстве внутренних дел. – Спб., 1834.
  11. Статистические таблицы о состоянии городов Российской империи. Сост. в Стат. отд. Совета МВД. – Спб., 1840.
  12. Статистические таблицы о состоянии городов Российской империи [по 1 мая 1847 года]. Сост. в Стат. отд. Совета МВД. Спб., 1852.
  13. Статистические таблицы Российской империи, составленные и изданные по распоряжению министра внутренних дел Стат. отделом Центрального статистического комитета. [Вып. 1]. За 1856-й год. Спб., 1858.
  14. a b R. Eckhardt: Resultate der am 3. März 1867 in den Städten Livlands ausgeführten Volkszählung. Tab. 4. Summarische Gliederung der städtischen Bevölkerung in Livland nach ihrer Nationalität für Civil und Militair getrennt. Livl. Gouvernements-Typographie, 1871 (Scan in der Google-Buchsuche).
  15. a b Tallinn, Riigi Statistika Keskbüroo: 1922 a. üldrahvalugemise andmed. Vihk 1. Rahva demograafiline koosseis ja korteriolud Eestis. Tallinn 1924–25, 3 Bde., OCLC 173274744, lk. 10 (= Résultats du recensement de 1922 pour toute la république/Ergebnisse der republikweiten Volkszählung 1922; Nationale Regierungsveröffentlichung).
  16. Первая Всеобщая перепись населения Российской империи 1897 года. Наличное население в губерниях, уездах, городах Российской Империи (без Финляндии). In: demoscope.ru/weekly, abgerufen am 30. Juni 2016.
  17. Estonia. Riigi Statistika Keskbüroo: Rahvastiku koostis ja korteriolud: II rahvaloenduse tulemusi. Tallinn, 1935, OCLC 38611530, lk. 1 (= Données du recensement de 1. III 1934/Ergebnisse der Volkszählung vom 1. März 1934; Nationale Regierungsveröffentlichung).
  18. Reichskommissar für das Ostland: Strukturbericht über das Ostland. Teil I: Ostland in Zahlen. 2 Teile. Bearb. von Gottfried Müller. Riga 1942, DNB 560954328.
  19. Перепись населения СССР 1959 года (Memento vom 9. Oktober 2008 im Internet Archive), abgerufen am 30. Juni 2016.
  20. Перепись населения СССР 1970 года (Memento vom 16. Juli 2012 im Webarchiv archive.is), abgerufen am 30. Juni 2016.
  21. Перепись населения СССР 1979 года (Memento vom 16. Juli 2012 im Webarchiv archive.is), abgerufen am 4. Juli 2016.
  22. a b Statistikaamet/Statistical Office of Estonia: 2000. Aasta rahva ja eluruumide loendus. Faktiline ja alaline rahvastik, rahvastiku paiknemine, soo- ja vanuskoosseis – 2000 Population an Housing Census. Population de facto and Usual Resident Population, Location of the Population, Population Sex and Age Structure (PDF; 6,5 MB), abgerufen am 30. Juni 2016.
  23. a b Tallinn, Riigi Statistika Keskbüroo: 1922 a. üldrahvalugemise andmed. Vihk 1. Rahva demograafiline koosseis ja korteriolud Eestis. Tallinn 1924–25, 3 Bde., OCLC 173274744, lk. 33 (= Résultats du recensement de 1922 pour toute la république/Ergebnisse der republikweiten Volkszählung 1922; Nationale Regierungsveröffentlichung).
  24. Первая Всеобщая перепись населения Российской империи 1897 г. Под ред. Н. А. Тройницкого. 21: Лифляндская губерния. – Спб., 1905, с. 78–79.
  25. Estonia. Riigi Statistika Keskbüroo: Rahvastiku koostis ja korteriolud: II rahvaloenduse tulemusi. Tallinn, 1935, OCLC 38611530, lk. 47–53 (= Données du recensement de 1. III 1934/Ergebnisse der Volkszählung vom 1. März 1934; Nationale Regierungsveröffentlichung).
  26. Partnerlinnad. In: tartu.ee, abgerufen am 31. Mai 2019.
  27. Städtepartnerschaften. In: greifswald.de, abgerufen am 30. Juni 2016 (Liste Greifswalder Partnerstädte und Städtefreundschaften).