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Dorothy Jeakins

US-amerikanische Kostümbildnerin

BiografieBearbeiten

 
Kostüm von Ingrid Bergman im Film Johanna von Orleans (1948)

Dorothy Jeakins wurde von ihren Eltern als Kind verlassen und besuchte Schulen in Los Angeles und San Diego. Um sich ihr Studium am Otis College of Art and Design zu finanzieren, lebte sie nebenbei als Dienstmädchen bei Familien.[1] Jeakins wurde Mitglied des Southern California Arts Project und fand eine erste Anstellung als Malerin der Farbabteilung der Walt Disney Studios. Für den Konzern I. Magnin entwickelte sie Modeentwürfe.[2] Dort wurde der Filmregisseur Victor Fleming auf sie aufmerksam und verpflichtete sie für seinen nächsten Film Johanna von Orleans (1948).

Gleich für Joan of Arc, ihre erste Arbeit als Kostümbildnerin, erhielt Jeakins zusammen mit Barbara Karinska bei der Oscarverleihung 1949 den Oscar für das beste Kostümdesign in dem Farbfilm. Ein zweiter Oscar für das beste Kostümdesign folgte 1951 als sie zusammen mit Edith Head, Eloise Jensson, Gile Steele und Gwen Wakeling für den Farbfilm Samson und Delilah (1949) von Cecil B. DeMille ausgezeichnet wurde. Dorothy Jeakins entwarf auch in den folgenden Jahrzehnten Kostüme für besonders viele Kostüm- und Historienfilme, wenngleich sie auch für viele Filme, die in der Gegenwart spielten, Designs entwarf.

Bei der Oscarverleihung 1953 war sie gleich für zwei Oscars nominiert: Zum einen zusammen mit Edith Head und Miles White für die Kostüme in dem Farbfilm Die größte Schau der Welt (1952) von DeMille, andererseits gemeinsam mit Charles Le Maire für den Schwarzweißfilm Meine Cousine Rachel (1952) von Henry Koster. Bei der Oscarverleihung 1957 folgte zusammen mit Edith Head, Ralph Jester, John Jensen und Arnold Friberg eine weitere Nominierung für den Farbfilm Die zehn Gebote (1956) von C.B. DeMille. Im Anschluss war sie drei Mal für den Tony Award für das beste Kostümdesign bei den Broadway-Inszenierungen Major Barbara (1957), Too Late The Phalarope (1957) sowie The World of Suzie Wong (1959) nominiert.

Weitere Nominierungen für den Oscar für das beste Kostümdesign folgten 1962 in dem Schwarzweißfilm Infam (1961) von William Wyler und 1963 im Farbfilm Music Man (1961) von Morton DaCosta. Bei der Oscarverleihung 1965 erhielt sie schließlich für das beste Kostümdesign in dem Schwarzweißfilm Die Nacht des Leguan (1964) von John Huston ihren dritten Oscar. Danach folgten weitere Oscarnominierungen für das beste Kostümdesign bei der Oscarverleihung 1966 in dem Farbfilm Meine Lieder – meine Träume (1965) von Robert Wise, 1967 im Farbfilm Hawaii (1966) von George Roy Hill sowie 1974 zusammen mit Moss Mabry für So wie wir waren (1973) von Sydney Pollack.

Nachdem sie 1987 auch den Women in Film Crystal Award erhielt, wurde sie zuletzt bei der Oscarverleihung 1988 für den Oscar für das beste Kostümdesign in The Dead – Die Toten (1987), der letzten Regiearbeit von John Huston, nominiert. Für diesen Film überzeugte Regisseur John Huston sie eigens, noch einmal aus ihrem Ruhestand zurückzukehren.[3] Neben ihren Entwürfen für Film und Theater war Jeakins ab 1967 auch Kuratorin der Mode- und Textilabteilung des Los Angeles County Museum of Art.[4]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dorothy Jeakins (IMDb Bio). Abgerufen am 3. September 2019.
  2. Dorothy Jeakins. Abgerufen am 3. September 2019 (englisch).
  3. Brendan Kilty SC says: Huston Meets Joyce. In: Irish America. 13. Juni 2014, abgerufen am 2. September 2019 (amerikanisches Englisch).
  4. Dorothy Jeakins. Abgerufen am 3. September 2019 (englisch).