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Dornstetten

Stadt in Baden-Württemberg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dornstetten
Dornstetten
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dornstetten hervorgehoben

Koordinaten: 48° 28′ N, 8° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Freudenstadt
Höhe: 621 m ü. NHN
Fläche: 24,21 km2
Einwohner: 8061 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 333 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72280
Vorwahl: 07443
Kfz-Kennzeichen: FDS, HCH, HOR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 2 37 019
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1 + 2
72280 Dornstetten
Website: www.dornstetten.de
Bürgermeister: Bernhard Haas
Lage der Stadt Dornstetten im Landkreis Freudenstadt
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Über dieses Bild

Dornstetten ist eine baden-württembergische Kleinstadt im Landkreis Freudenstadt in der Region Nordschwarzwald, rund sieben Kilometer östlich der Kreisstadt Freudenstadt.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Blick auf die Altstadt, von Osten her

Dornstetten liegt im nördlichen Schwarzwald. Der Ort liegt auf einer Höhe von 600–715 m ü. NN.[2] Im Stadtteil Aach entsteht die Glatt als Zusammenfluss der Quellbäche Ettenbach, Stockerbach und Kübelbach. 1164 ha (48 %) der Gemarkungsfläche sind bewaldet.

StadtgliederungBearbeiten

 
Dornstetten, Abbildung aus dem Buch „Das Königreich Württemberg“ (1905)

Die Stadt Dornstetten besteht aus der früheren Stadt Dornstetten und den ehemaligen Gemeinden Aach und Hallwangen. Zur ehemaligen Gemeinde Aach gehören das Dorf Aach, das Gehöft Benzinger Hof und die Häuser Glattal. Zur früheren Stadt Dornstetten gehören die Stadt Dornstetten und das Gehöft Lattenberg (die eine Hälfte, der andere Teil des Lattenberg mit zwei Anwesen gehört zur Gemeinde Glatten). Zur ehemaligen Gemeinde Hallwangen gehört das Dorf Hallwangen.

Im Gebiet der früheren Stadt Dornstetten liegen die Wüstungen Brennenweiler, Bühlerhof und Diffenthal oder Niedertall.[3]

GeschichteBearbeiten

 
Dornstetten um 1900

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung Dornstettens erfolgte bereits im Jahre 767 im Lorscher Codex, zu dieser Zeit existierte auf dem heutigen Gemeindegebiet das Dornstetter Waldgeding. Zwischen 1267 und 1276 wurde der Ort zur Stadt erhoben. Dornstetten gehörte damals den Grafen von Urach-Fürstenberg. Über die Grafen von Hohenberg kam die Stadt 1320 an Württemberg. Für das Jahr 1461 wird erstmals eine Schule in der Stadt erwähnt. Ab 1500 lag die Stadt im Gebiet des Schwäbischen Reichskreises. 1755 wurde Dornstetten Sitz des gleichnamigen Oberamts, das aber schon 1807 im Zuge der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im Königreich Württemberg aufgelöst und in das Oberamt Freudenstadt eingegliedert wurde. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte die Stadt 1938 zum Landkreis Freudenstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel Dornstetten in die Französische Besatzungszone und kam somit 1947 zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

GemeindefusionBearbeiten

Am 1. Januar 1975 vereinigte sich Dornstetten mit Aach und Hallwangen zur neuen Stadt Dornstetten.[4]

ReligionenBearbeiten

Seit der Reformation ist Dornstetten evangelisch geprägt. In Dornstetten gibt es eine römisch-katholische Kirche – die römisch-katholische Einwohnerschaft wird jedoch von der Kirchengemeinde Freudenstadt betreut. Daneben gibt es eine neuapostolische und eine evangelisch-methodistische Gemeinde in der Stadt.

PolitikBearbeiten

 
Rathaus und Gasthaus Ochsen in Dornstetten

GemeinderatBearbeiten

Nach der Kommunalwahl vom 23. Mai 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Freie Wähler/CDU 47,4 % 9 Sitze 2009: 48,1 %, 8 Sitze
Freie Bürger 38,2 % 7 Sitze 2009: 32,7 %, 6 Sitze
SPD 14,3 % 3 Sitze 2009: 19,1 %, 3 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Im März 2012 wurde Bernhard Haas im zweiten Wahlgang mit 51,1 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister von Dornstetten gewählt. Amtsinhaber Dieter Flik erhielt 3,2 Prozent.[5]

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold unter einer liegenden fünfendigen schwarzen Hirschstange ein schwarzer Dornstrauch.“

PartnerschaftBearbeiten

Dornstetten unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Scey-sur-Saône-et-Saint-Albin in der Region Haute Saône in Frankreich. Das Gymnasium Dornstetten führt alljährlich mit dem Ort einen Schüleraustausch durch.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Stadt ist mit einigen Buslinien erschlossen und gehört der Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt an. Zudem verfügt Dornstetten über einen Bahnhof an der Gäubahn. Die Strecke wird zwischen Freudenstadt Hbf und Eutingen im Gäu im Stundentakt bedient. Alle zwei Stunden erreicht man die Städte Karlsruhe und Stuttgart umsteigefrei.

Die Stadt liegt sowohl an der Deutschen Fachwerkstraße als auch an der Deutschen Alleenstraße.[6]

BildungseinrichtungenBearbeiten

Neben dem Gymnasium, das mit dem Schuljahr 2006/07 vom Progymnasium in drei Stufen zum Vollgymnasium ausgebaut wurde, und der Realschule gibt es auch eine Werkrealschule, welche mit der Realschule in einem Gebäude ist, und drei Grundschulen (in jedem Ortsteil eine). Die Außenstelle Dornstetten der Dreifürstensteinschule (Körperbehindertenschule der Stiftung KBF) und die Eichenäcker-Schule, eine Förderschule für Schüler mit geistiger Behinderung, runden das Schulangebot ab. Hinzu kommen noch sieben Kindergärten.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Im Besucherbergwerk „Himmlisch Heer“ im Stadtteil Hallwangen

MuseenBearbeiten

Neben dem Heimatmuseum beherbergt Dornstetten auch ein Puppen- und Spielzeugmuseum (im „Kaufhaus Hegel“).

Im Stadtteil Hallwangen kann das historische Silber-, Kupfer- und Schwerspatbergwerk „Himmlisch Heer“ besichtigt werden.

GebäudeBearbeiten

Sehenswert ist die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern und Gassen. Dornstetten liegt an der Südroute der Deutschen Fachwerkstraße (MosbachHaslach im Kinzigtal), die an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Zudem gibt es den Aussichtsturm Königskanzel.

FreizeiteinrichtungenBearbeiten

Eine weitere Attraktion ist der Barfußpark[7] im Ortsteil Hallwangen. Auf diesem 2,4 km langen Rundweg mit vielen Erlebnis-, Kneipp- und Spielstationen wird abwechslungsreiches Naturerlebnis für Jung und Alt geboten, aber auch das Barfußlaufen gezielt als Naturheilmittel gegen Venenleiden eingesetzt.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Renate Karoline Adler: Demographie und Familiengeschichte der beiden Schwarzwalddörfer Aach und Schönmünzach im Kreis Freudenstadt. Rückwirkungen der beginnenden Industrialisierung auf die ländliche Sozialstruktur (= Beiträge zur südwestdeutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte; Bd. 14). Scripta-Mercaturae-Verlag, St. Katharinen 1991, ISBN 3-922661-98-X (zugl. Dissertation, Universität Tübingen, 1990).
  • Gottlob Herbert Bidermann (Hrsg.): Städtle und Stadt. Dornstetten und Freudenstadt. Spurensuche zur Jahrtausendwende. Ritter und Leute, Kirchen und Bauten. Steinach, Reutlingen 2000, ISBN 3-929652-02-1.
  • Hermann Haeberlin: Dornstetten. Das wirtschaftliche und soziale Leben im 16. und 17. Jahrhundert. Schwarzwald-Verlag L. Lauk, Altensteig 1932 (zugl. Dissertation, Universität Frankfurt 1931).
  • Gerhard Wein: König, Adel und freie Bauern zwischen Neckar und Schwarzwald. Gedanken zur älteren Geschichte des Kreises Freudenstadt und der Stadt Dornstetten. Heimat- und Museumsverein für Stadt und Kreis Freudenstadt, Freudenstadt 1985.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dornstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Dornstetten in Zahlen
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 613–616.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 492.
  5. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dornstetten-haas-holt-absolute-mehrheit.ef6b4c85-23cf-4d30-8341-c25e36d0c2fc.html
  6. alleenstrasse.com
  7. Naturerlebnis BarfussPark