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Die Dornier RS IV war ein viermotoriges Eindecker-Flugboot der am Bodensee ansässigen Dornier-Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Der Erstflug erfolgte am 12. Oktober 1918.

Dornier Rs IV
Zeppelin-Lindau Rs.IV L'Aerophile June,1921.jpg
Typ: Flugboot
Entwurfsland:

Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich

Hersteller:

Dornier-Werke GmbH

Erstflug: 12. Oktober 1918
Stückzahl: 1

GeschichteBearbeiten

Dieses Flugboot war das letzte der Dornier-„Riesenflugboot“-(Rs)-Reihe. Es war seinem Vorgänger, der Dornier Rs III, sehr ähnlich, wies aber eine wesentliche Neuerung auf: Es hatte an jeder Rumpfseite einen „Dornier-Flossenstummel“, der für eine hohe Seitenstabilität beim Schwimmen und Rollen auf See sorgte, eine wesentliche Erleichterung bei Start und Wasserung bot und eine Verringerung der Bootsbreite von 4,7 auf 3,5 m erlaubte. Nach dem Erstflug und der Erprobung auf dem Bodensee sollte die Rs IV in ein Verkehrsflugboot für 20 Passagiere umgebaut werden. Diese Pläne konnten aber nicht verwirklicht werden.[1]

AufbauBearbeiten

Der Bootsrumpf war 14,2 m lang, hohl, in Ganzmetall-Schalenbauweise gefertigt und mit den beschriebenen Flossenstummeln versehen. Der Flugzeugführer hatte seinen Platz im Bootsrumpf, die weitere Besatzung befand sich im oberen Rumpf.

Die Trägflächen mit Streben und Verspannung bildeten einen Schirmhochdecker. Sie hatten drei Stahlholme, Rippen aus Duraluminium und eine Stoffbespannung.

Das Leitwerk war in Normalbauweise mit einem Höhensteuer und einem Seitensteuer ausgeführt, das sowohl über als auch unter den Rumpf ragte.

Technische DatenBearbeiten

 
Seitenansicht
Kenngröße Daten
Besatzung 4–5
Länge 22,78 m
Flügelspannweite 37,00 m
Höhe 8,37 m
Flügelfläche 226,0 m²
Leermasse 7.137 kg
Rüstmasse 7.235 kg
Zuladung 3.365 kg
Startmasse 10.600 kg
Antrieb 4 × Maybach Mb IVa mit je 270 PS (199 kW),
Zweiblatt-Luftschrauben mit 3,10 m Durchmesser
Kraftstoffvorrat 3.200 l
Höchstgeschwindigkeit 138 km/h in Bodennähe
Landegeschwindigkeit 90 km/h
Steigzeit 22,2 min auf 1.000 m Höhe
53,7 min auf 2.000 m Höhe
Dienstgipfelhöhe 2.000 m
Reichweite 1.380 km

LiteraturBearbeiten

  • Günter Frost, Karl Kössler, Volker Koos: Dornier. Von den Anfängen bis 1945. Heel, Königswinter 2010, ISBN 978-3-86852-049-1, S. 19/20.
  • Heinz A. F. Schmidt: Historische Flugzeuge. Transpress, Berlin (VLN 162-925/25/68).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.aviastar.org/air/germany/dorn_rs-4.php