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Die Donnerode ist ein geistliches Oratorium von Georg Philipp Telemann und im Telemann-Werkeverzeichnis als TWV 6:3a (1. Teil) bzw. 6:3b (2. Teil) eingeordnet. Der Text, eine Adaption bzw. Versifizierung von Psalm 8 und 29, stammt von dem damaligen Kopenhagener Hofprediger Andreas Cramer.

Anlass für die Komposition war das Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755, auf das aber nur das Bass-Duett Er donnert, daß er verherrlicht werde unter reichlicher Verwendung der Pauken indirekt Bezug nimmt. Die Uraufführung fand auf Anweisung des Hamburger Rats am 11. März 1756 in St. Jakobi in Hamburg statt. Sie erfreute sich sowohl in der Stadt als auch überregional außerordentlicher Beliebtheit, so dass Telemann 1760 einen zweiten Teil hinzukomponierte.

AufbauBearbeiten

1. Teil – Oratorium für Chor (SATB) mit drei Trompeten, Pauken, zwei Oboen, Fagott, Streichern und Basso continuo

  • Chor & Soli: Wie ist dein Name so groß
  • Arie (Sopran): Bringt her, ihr Helden
  • Arie (Alt): Fallt vor ihm hin
  • Arie (Tenor): Die Stimme Gottes erschüttert die Meere
  • Arie (Bass I): Die Stimme Gottes zerschmettert die Zinnen
  • Arie (Bass II): Sie stürzt die stolzen Gebirge zusammen
  • Duett (Bass I und II): Er donnert, daß er verherrlichet werde
  • Chor: Wie ist dein Name so groß

2. Teil – Oratorium für Chor (SATB) mit drei Trompeten, Pauken, zwei Hörnern, zwei Flöten, zwei Oboen, Streichern (darunter ein Violoncello concertato) und Basso continuo.

  • Chor & Soli: Mein Herz ist voll
  • Arie (Sopran): Schönster von allen Geschlechtern
  • Arie (Bass): Gürt an ein Schwert
  • Arie (Bass): Scharf sind deine Geschosse
  • Chor & Soli da capo: Dein Szepter ist ein richtig Szepter
  • Arie (Tenor): Deines Namens, der herrlichen
  • Choral: Dein Nam’ ist zuckersüß Honig
  • Chor da capo: Wie ist dein Name so groß