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Gemeinde Dongen
Flagge der Gemeinde Dongen
Flagge
Wappen der Gemeinde Dongen
Wappen
Provinz Noord-Brabant Noord-Brabant
Bürgermeister Marina Starmans-Gelijns (VVD)
Sitz der Gemeinde Dongen
Fläche
 – Land
 – Wasser
29,74 km2
29,24 km2
0,5 km2
CBS-Code 0766
Einwohner 26.076 (31. Jan. 2019[1])
Bevölkerungsdichte 877 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 38′ N, 4° 57′ OKoordinaten: 51° 38′ N, 4° 57′ O
Bedeutender Verkehrsweg N629 N632
Vorwahl 0162
Postleitzahlen 5101–5107, 5109
Website Homepage von Dongen
LocatieDongen.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Dongen, Kirche: de Sint-Laurentiuskerk

Dongen (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Noord-Brabant. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 29,74 km². Sie hatte am 31. Januar 2019 eine Einwohnerzahl von 26.076.

OrteBearbeiten

Lage und WirtschaftBearbeiten

Dongen liegt in einer moorigen Landschaft, am Fluss Donge, einem Nebenfluss der Maas, und am Wilhelminakanal. Im Süden wird Dongen begrenzt durch Rijen, und im Osten durch Waalwijk und Tilburg. Das Dorf ’s Gravenmoer liegt etwas nördlicher als Dongen. Dongen gehört zum Landstrich „Langstraat“. Mehrere Autobahnen, die A27 UtrechtBreda, die A58 und die A59, verlaufen über das Gemeindegebiet von Dongen.

Seit dem 17. Jahrhundert sind hier Gerbereien und andere Leder verarbeitende Betriebe tätig. Daneben gibt es, namentlich im kleinen ’s Gravenmoer, Landwirtschaft, und viel Handel und Kleingewerbe. Die Gemeinde hat auch zwei Hotels und einige Campingplätze. In Dongen befindet sich auch eine sehr alte, von Franziskanerinnen gegründete „kweekschool“. Das ist eine Schule, wo junge Leute zu Grundschullehrern ausgebildet werden. Der moderne Name in den Niederlanden für eine solche Schule ist PABO (Pedagogische Academie Basisonderwijs).

Einer von insgesamt 22 Standorten der Ardagh Glass Group für die Herstellung von Behälterglas in Europa.

GeschichteBearbeiten

Der Name Dongen steht für: Donk an dem Bach Aa. ’s Gravenmoer bedeutet: Moor des Grafen (von Holland).

Dongen entstand bereits vor dem 13. Jahrhundert auf zwei Sandrücken, „donken“, (vgl. Winnekendonk in Nordrhein-Westfalen), wo auch die ersten Kirchen gebaut wurden. Wie auch in Tilburg und vielen anderen Orten in Brabant gibt es immer noch den relativ hoch gelegenen, dreieckigen Dorfplatz, der „Heuvel“ (= Hügel) heißt. Drei alte Handelsstraße aus Breda, Oosterhout und Herzogenbusch kamen hier zusammen. Später entstand eine 5 km lange Dorfstraße zwischen diesen „donken“, an der die Bauernhöfe entstanden der Leute, die das Niedermoor urbar machten. Im Jahr 1281 gründete Wilhelm van Hoorne und Altena, Herr von Loon op Zand, die Herrlichkeit Dongen. Diese geriet im 14. Jahrhundert in die Hände vom mächtigen Herrn Willem van Duvenvoorde. Dieser ließ in Dongen ein Schloss bauen (welches 1656 durch ein Feuer zerstört und dann völlig abgerissen wurde). Bis zum 17. Jahrhundert war die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung. Dann kam die Herstellung von Stiefeln aus Leder und im 18. Jahrhundert das Gerbereigewerbe auf. Nach 1860 wurde dieses immer mehr in Fabriken getrieben. Dongen breitete sich nach 1960 stark durch die Ansiedlung von Pendlern aus den umliegenden Städten aus.

’s Gravenmoer lag bis 1672 nicht in Nordbrabant, sondern in Zuid-Holland. Der Handel mit und die Gewinnung von Torf war hier sehr bedeutend. Nach etwa 1650 kam der Heuhandel an dessen Stelle. Wegen der Angehörigkeit zu Holland wurde die Bevölkerung auch protestantisch, während Dongen selbst, wie im übrigen Brabant üblich, überwiegend katholischen Glaubens geblieben ist. Zwischen ’s Gravenmoer und Dongen verlief die Grenze zwischen diesen Gebieten, welche jahrhundertelang auch eine scharfe kulturelle Grenze bildete. Erst 1973 wurden die Dörfer in eine Gemeinde zusammengefügt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Beide Dörfer haben eine reformierte Kirche aus dem 15. Jahrhundert.
  • In Dongen steht die 1920 erbaute katholische Laurentiuskirche. Diese wurde entworfen von Mitgliedern des berühmten Architektengeschlechts Cuypers.
  • In Dongen steht das Heimatmuseum „De Looierij“ (Gerberei; Ortsgeschichte; elektrische Apparate 1850–1950)
  • Einige kleine Naturgebiete rings um die Dörfer
  • Einige „Langgiebel“-Bauernhöfe und Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert
  • Der große Freizeitpark Efteling liegt nur wenige Kilometer östlich von Dongen.

PolitikBearbeiten

Bei der letzten Kommunalwahl im Jahre 2018 konnte die Volkspartij Dongen erneut, jedoch mit großen Verlusten den Wahlsieg erringen. Fortan bilden sie mit der PvdA und der VVD die Koalition der Legislaturperiode 2018–2022.[2]

GemeinderatBearbeiten

Kommunalwahl am 21. März 2018[3]
Wahlbeteiligung: 50,52 %
 %
30
20
10
0
29,2
15,3
15,2
15,1
13,6
7,9
3,8
VPDa
OVDf
Sonst.g
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-8,6
± 0,0
-8,0
-0,6
+13,6
+7,9
-4,2
VPDa
OVDf
Sonst.g
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Volkspartij Dongen
f De Ouderenpartij voor Dongen
g Lijst Huijben 3,8 % (+3,8 %), Democratisch Podium 0,0 % (–8,0 %)

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[3]
1982 1986 1990 1994 1996a 1999 2002 2006 2010 2014 2018
Volkspartij Dongen 5 4 5 6 6 7 7 5 4 9 7
PvdA 1 3 2 1 1 2 3 4 2 3 3
CDA 5 6 7 5 4 4 5 4 4 5 3
VVD 2 2 1 1 2 2 2 2 4 3 3
D66 1 0 1 1 1 1 3
De Ouderenpartij voor Dongen 2
Lijst Huijben 0
Democratisch Podium 2 3 1
SP 0 2 3 5 5 3 4 4 4
RPF 0
Gemeenschapsbelangen 5 2
Partij Welzijn Ouderen 0
Links Akkoord 0
Gesamt 19 19 19 19 19 19 21 21 21 21 21
Anmerkungen
a Aufgrund der Eingemeindung von ’s Gravenmoer nach Dongen zum 1. Januar 1997 fand die Gemeinderatswahl bereits im Jahre 1996 statt.
b Im Jahre 1982 kandidierte die Volkspartij Dongen als Lijst du Fossé.

Kollegium von Bürgermeister und BeigeordnetenBearbeiten

Die Koalitionsparteien Volkspartij Dongen, PvdA und VVD werden im College van burgemeester en wethouders durch jeweils einen Beigeordneten vertreten. Folgende Personen gehören zum Kollegium[4]:

Funktion Name Partei Anmerkung
Bürgermeisterin Marina Starmans-Gelijns VVD seit dem 2. Februar 2015 im Amt
Beigeordnete René Jansen Volkspartij Dongen
Bea van Beers PvdA
Rolf Vullings VVD
Gemeindesekretär Henk van Noort seit November 2005 im Amt

Söhne und TöchterBearbeiten

  • Tiago Gerardo Cloin (1908–1975), römisch-katholischer Ordensgeistlicher, Bischof von Barra in Brasilien
  • Ward van der Harst (* 1988), Mitglied des niederländischen DJ-Duos W&W

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dongen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. René van Peer: Oude coalitie is ook de nieuwe in Dongen. In: BN DeStem. Wegener, 8. Mai 2018, abgerufen am 30. Dezember 2018 (niederländisch).
  3. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 30. Dezember 2018 (niederländisch)
  4. College van Burgemeester en Wethouders. In: dongen.nl. Gemeente Dongen, abgerufen am 30. Dezember 2018 (niederländisch)