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Divitz-Spoldershagen

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Divitz-Spoldershagen führt kein Wappen
Divitz-Spoldershagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Divitz-Spoldershagen hervorgehoben
Koordinaten: 54° 19′ N, 12° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Barth
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 27,51 km2
Einwohner: 444 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18314
Vorwahlen: 038231, 038227
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 018
Adresse der Amtsverwaltung: Teergang 2
18356 Barth
Website: www.amt-barth.de
Bürgermeister: Christian Haß
Lage der Gemeinde Divitz-Spoldershagen im Landkreis Vorpommern-Rügen
RostockLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldAltenpleenGroß MohrdorfGroß MohrdorfGroß MohrdorfKlausdorf (bei Stralsund)KramerhofPreetz (bei Stralsund)ProhnSaal (Vorpommern)BarthDivitz-SpoldershagenFuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Karnin (bei Barth)Kenz-KüstrowLöbnitz (Vorpommern)LüdershagenPruchtenSaal (Vorpommern)TrinwillershagenBergen auf RügenBuschvitzGarz/RügenGustowLietzowParchtitzPatzigPoseritzRalswiekRappinSehlenAhrenshoopBorn a. DarßDierhagenPrerowWieck a. DarßWustrow (Fischland)FranzburgGlewitzGremersdorf-BuchholzMillienhagen-OebelitzPapenhagenRichtenbergSplietsdorfVelgastWeitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen)Wendisch BaggendorfElmenhorst (Vorpommern)SundhagenWittenhagenBaabeGöhren (Rügen)Lancken-GranitzSellinMönchgutZirkowGroß KordshagenJakobsdorfLüssow (bei Stralsund)Lüssow (bei Stralsund)NieparsPantelitzSteinhagen (Vorpommern)WendorfZarrendorfAltenkirchen (Rügen)BreegeDranskeGloweLohmePutgartenSagardWiek (Rügen)Bad SülzeDettmannsdorfDeyelsdorfDrechowEixenGrammendorfGransebiethHugoldsdorfLindholzTribseesAhrenshagen-DaskowSchlemminRibnitz-DamgartenSemlowAltefährDreschvitzDreschvitzGingstInsel HiddenseeKluisNeuenkirchen (Rügen)Neuenkirchen (Rügen)RambinSamtensSchaprodeSchaprodeTrent (Rügen)Ummanz (Gemeinde)Ummanz (Gemeinde)Ummanz (Gemeinde)BinzGrimmenMarlowPutbusPutbusSassnitzStralsundStralsundSüderholzZingstZingstZingstKarte
Über dieses Bild

Divitz-Spoldershagen ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Vorpommern-Rügen und ist Teil des Amtes Barth.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Divitz-Spoldershagen liegt beidseits der Barthe, welche das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung durchfließt. Die Gemeinde befindet sich ca. 6 km südwestlich der Stadt Barth und grenzt im Norden an den „Gäthkenhäger Wald“. Im Süden bei Martenshagen befindet sich das kleine Waldgebiet „Martenshagener Holz“. Hier befinden sich auch die höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet mit knapp über 20 m ü. NHN. Größere Seen gibt es im Gemeindegebiet keine.

OrtsteileBearbeiten

  • Divitz
  • Frauendorf
  • Gäthkenhagen
  • Martenshagen
  • Spoldershagen
  • Wobbelkow

GeschichteBearbeiten

 
Schloss Divitz um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die Gegend wurde schon in der Steinzeit besiedelt, davon zeugen steinzeitliche Funde. Die Ortsnamen stammen wahrscheinlich von den Ortgründern „Godeke“, „Marten“ oder den „Martinus“ beziehungsweise „Spolder“, der auf einen Holzspalter hindeutet. Es sind frühdeutsche Gründungen während der deutschen Ostkolonisation.

Bereits seit 1318 gehörten die Orte zur Herrschaft Divitz. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Divitz, Spoldershagen, Martenshagen und Gäthkenhagen fast vollständig vernichtet.

Die Gegend gehörte bis Ende des Dreißigjährigen Krieges zum Herzogtum Pommern. Nach dem Westfälischen Frieden bis zum Jahr 1815 gehörte sie dann zu Schwedisch-Pommern und danach zur preußischen Provinz Pommern. Sie war bis 1952 Teil des Landkreises Stralsund und danach bis 1994 zum Kreis Ribnitz-Damgarten im Bezirk Rostock.

Die Gemeinde wurde durch den Zusammenschluss der Gemeinden Divitz und Spoldershagen am 13. Juni 1999 gebildet.[2] Bis zum 1. Januar 2005 war die Gemeinde Teil des Amtes Barth-Land.

Divitz

Die slawische Ortsgründung Divitz wurde in Urkunden des Rüganer Fürsten Wizlaw erstmals erwähnt.

Nach 1200 entstand auch die Burg Divitz. Die Burg Divitz ist eine Wasserburg mit breitem Graben. Diese Burg war eine von vielen, die entlang der Grenze von Pommern zu Mecklenburg errichtet wurden. Das gleichnamige Geschlecht von Divitz war hier im lehnsrechtlichen Besitz bis ins 14. Jahrhundert, es starb dann aus. Nach kurzzeitigem Besitz der Familien Moltke und Vitzen kaufte die Familie von Krackewitz 1480 das Gut. Als diese 1625 mit Bogislaw von Krackewitz ausstarb fiel das Gut als erledigtes Lehn heim, d. h. an den Herzog. Dieser verlieh es 1626 an seinen Kanzler Philipp von Horn, der es seinem Enkel Graf Johannes Lilienstedt (schwedischer Repräsentant) vererbte. Weiter kam es dann durch Erbschaft an die Familie von Krassow, die 1842 ein Fideikommiß auf Divitz mit den weiteren Pertinenzen – Frauendorf, Wobbelkow und Martenshagen, errichteten. Später ging der Besitz mit 500 ha an die Familie von der Groeben, letzter Besitzer war 1945 Siegfried Graf von der Groeben.[3]

Frauendorf

Der Ort Frauendorf wird lange Zeit überhaupt nicht erwähnt.

Gäthkenhagen

Der Ortsteil Gäthkenhagen wurde im Jahr 1278 als „Godekenhagen“ erstmals urkundlich erwähnt.

Martenshagen

Martenshagen wurde 1318 erstmals als „Mertenshagen“ genannt.

Spoldershagen

Spoldershagen entstand nach 1200 im Zuge der deutschen Ostkolonisation. Spoldershagen wurde als „Spoldenershagen“ am 18. November 1319 erstmals urkundlich erwähnt.

Wobbelkow

Wobbelkow (ein Tymmo de Wobbelkow wurde genannt) wurde erstmals im Jahr 1256 erwähnt. Es ist eine slawische Ortsgründung.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Divitz-Spoldershagen

  • Sehenswert ist das Divitzer Schloss mit seinem Schlosspark.

VerkehrsanbindungBearbeiten

 
Flughafen Stralsund-Barth im Gemeindegebiet Divitz

Im Südteil der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 105. Im Gemeindegebiet befindet sich der Ostseeflughafen Stralsund-Barth.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Divitz-Spoldershagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2017 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  3. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 56, ISBN 3-88042-636-8