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Dissoziative Identitätsstörung

psychische Störung, charakterisiert durch mehrere Persönlichkeitszustände und Amnesie
künstlerische Interpretation mehrerer dissoziativer Identitäten
Klassifikation nach ICD-10
F44.81 Multiple Persönlichkeit(sstörung)
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die dissoziative Identitätsstörung (DIS) (nach DSM-5 und ICD-11) oder multiple Persönlichkeit(sstörung)[1] (MP/MPS) (nach ICD-10) ist eine dissoziative Störung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass verschiedene Persönlichkeitszustände (dissoziative Identitäten) abwechselnd die Kontrolle über das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen übernehmen.[2][3][4] Diese verschiedenen Persönlichkeiten verfügen über eigene Charaktereigenschaften, Verhaltensweisen, Fähigkeiten, Wahrnehmungs- und Denkmuster.[2][3][4] Zusätzlich treten Erinnerungslücken zu Ereignissen oder persönlichen Informationen auf, die nicht mehr durch gewöhnliche Vergesslichkeit erklärbar sind.[2][3][4] Die DIS sollte nicht mit der dissozialen Persönlichkeitsstörung oder psychotischen Störungen wie der Schizophrenie verwechselt werden.[2][4]

Die dissoziative Identitätsstörung wird in der Regel von weiteren psychischen Symptomen begleitet.[2] Als Ursache werden Abweichungen von der typischen Gehirnentwicklung aufgrund extrem traumatischer Erlebnisse während der Kindheit vermutet.[5][6] Entsprechende funktionelle und anatomische Veränderungen im Gehirn sind bei Betroffenen in ihrem Erwachsenenalter inzwischen vielfach durch statistische Auswertungen nachgewiesen worden.[5]

VerbreitungBearbeiten

Auf der Grundlage einer Vielzahl von Einzelstudien mit weit auseinanderliegenden Ergebnissen wurde 2011 die Verbreitung der dissoziativen Identitätsstörung in der Allgemeinbevölkerung auf etwa 1–3 % geschätzt.[7] Es handelt sich nicht um eine seltene Erkrankung.[7][8] Bei Patienten in psychiatrischen Kliniken, bei jugendlichen Krankenhauspatienten und bei Teilnehmern an Programmen gegen Drogenmissbrauch, Essstörungen und Zwangsstörungen lag die Verbreitung in Nordamerika, Europa und der Türkei bei 1–5 %.[7] Statistisch signifikante Unterschiede nach Geschlecht wurden nicht festgestellt.[7]

Ursachen und EntstehungBearbeiten

Nach jahrzehntelanger Auswertung einer sehr großen Anzahl von Krankengeschichten besteht in Fachkreisen nahezu Einigkeit darüber, dass die DIS durch äußere Störeinflüsse der Entwicklung während der Kindheit verursacht wird. Extrem negative Lebensumstände überwältigender Art wie Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch, insbesondere bis zum Alter von 5 Jahren, können die Entwicklung einer integrierten Persönlichkeit verhindern. Stattdessen kann es zu einer Abkapselung von Gedächtnisinhalten und wechselnden Identitäten kommen.[7] Die Ergebnisse gezielter Gehirnforschung in diesem Bereich haben diese Auffassung in vollem Umfang bestätigt.[9][10][11] Daher wird die DIS in der Regel als Traumafolgestörung angesehen.[8][12][13][14][15][16]

SymptombildBearbeiten

Betroffene haben wechselnde Identitäten mit jeweils eigenem Selbstbild und -konzept, beispielsweise grundlegende Einstellungen und Gefühle betreffend. Hinzu kommen Erinnerungslücken und regelmäßig auch Symptome ähnlich denen der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).[2][17] Unterschiedliche weitere Symptome, die denen anderer Störungen ähneln, sind häufig und bessern sich in der Regel nur, wenn die DIS in deren Behandlung mit einbezogen wird.[2] Dazu gehören insbesondere Depressionen, Angst-, Schlaf- und Essstörungen, Sucht- und Zwangserkrankungen, somatoforme Störungen, ängstlich-vermeidendes und Borderline-Verhalten.[2] Markante Unterschiede zwischen den einzelnen Identitäten sind dabei nicht ungewöhnlich;[2] auch das empfundene Alter oder Geschlecht kann sich unterscheiden.[18][19] Das gesamte Symptombild weist dadurch eine besondere Bandbreite und Variabilität auf. Des Weiteren nehmen die Betroffenen ihre Identitätswechsel in der Regel lange Zeit nicht als solche, sondern als unklare Störungen wahr. Auch deshalb bleibt eine DIS oft lange unerkannt oder falsch diagnostiziert.[7]

NeurobiologieBearbeiten

Mit dem Identitätswechsel gehen Wechsel körperlicher Werte des vegetativen Nervensystems (zum Beispiel Puls, Blutdruck, Muskelspannung, und Sehschärfe) und markante Wechsel in der Aktivität des Gehirns einher, wie mit bildgebenden Verfahren wiederholt nachgewiesen wurde.[9][10][11][20][21][22] Bei derartigen Untersuchungen zeigten sich auch Unterschiede zwischen tatsächlicher und gespielter (simulierter) DIS.[23] Auch bestimmte anatomische Abweichungen im Gehirn von Menschen mit DIS wurden wiederholt festgestellt.[24][25] Sie werden als mögliches Hilfsmittel bei der individuellen Diagnose erforscht.[26]

DiagnoseBearbeiten

Die Diagnose erfolgt durch Erhebung der Krankengeschichte, eventuell mit Eigen- und Fremdanamnese. Sie gilt als anspruchsvoll,[27] auch weil es Teil des Symptombildes ist, dass die Persönlichkeitszustände oft nur getrennt erlebt werden und teilweise die Tendenz besteht, sie zu verbergen. Auch daher ist das Risiko einer Fehldiagnose erhöht.[7][28]

DifferenzialdiagnoseBearbeiten

Die differenzialdiagnostische Abgrenzung kann komplex anmuten und benötigt ausreichende Fachkenntnis.[27] Besonders sorgfältig muss die Unterscheidung von Persönlichkeitsstörungen wie der Borderline-Störung, Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis oder der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung erfolgen.

  • Patienten mit einer Borderline-Störung leiden unter häufigen Stimmungsschwankungen, oft ohne von außen erkennbare Ursache, die auf den ersten Blick wie Identitätswechsel imponieren können. Außerdem sind schwerwiegende Identitätsstörungen typisch für das Krankheitsbild.
  • Auch manche Formen der Schizophrenie können Ähnlichkeit zu Symptomen aufweisen, die bei der DIS möglich sind. So erleben manche dieser Patienten Stimmen, die ihre Handlungen kommentieren und beobachten, was auch im Erleben co-bewusster Identitäten auftreten kann. Im Unterschied zu psychotischen Personen zeigen Menschen mit DIS jedoch keine schneiderschen Symptome zweiten Ranges, und die Symptome ersten Ranges haben keine wahnhafte Qualität oder externe Lokalisation.
  • Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung teilt mit der dissoziativen Identitätsstörung die traumatische Genese und es treten häufig dissoziative Symptome wie Amnesie und Depersonalisation auf. Umgekehrt ist die DIS daher auch häufig von PTBS-artigen Symptomen begleitet.[17]

BehandlungBearbeiten

PsychotherapieBearbeiten

Die Therapie verfolgt grundsätzlich das Ziel, die Lebensqualität durch verbesserte innere Kommunikation und Kooperation zu steigern, sowie, sofern gewünscht, die Integration verschiedener Persönlichkeitszustände zu einem zu unterstützen.[7][29] Die Prioritäten der therapeutischen Arbeit sollen dabei sein:[7]

  1. Stabilisierung und Sicherheit
  2. Traumabearbeitung zur Reduktion der damit assoziierten, PTBS-artigen Symptomatik
  3. Schritte zur Kommunikation, Kooperation, und eventuellen Integration von Persönlichkeitszuständen

Unter Beachtung dieser Prioritäten stehen drei Felder im Fokus:

  1. Reaktionsmuster bei Gefahren und Traumata
  2. Unterbrechungen, Lücken und Sprünge in der kindlichen und jugendlichen Entwicklung
  3. Bindungs- und Abgrenzungsverhalten

Dabei ist das subjektive Erleben der eigenen Daseinsberechtigung auf eine selbstverständliche, nicht-apologetische Art Grundlage und verbindendes Element dieser Felder, und bildet so die Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität bei Menschen mit dissoziativer Identität.[27] Für die Therapie der DIS verwendete psychotherapeutische Methoden sind beispielsweise die Ego-State-Therapie und die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie. Es wird direkt mit den verschiedenen Identitäten gesprochen.[29] Auch speziell angepasste Skills-Trainings, bei deren Entwicklung die Besonderheiten und Bedürfnisse von Menschen mit DIS berücksichtigt wurden, stehen zur Verfügung.[30]

PharmakotherapieBearbeiten

Es gibt bisher (Stand 2019) kein Medikament, das zur Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung zugelassen ist. Vorhandene Forschungsergebnisse sind noch von geringer Aussagekraft, und weitere Studien werden benötigt.[31] Eine etwaige Medikation findet daher im Rahmen des Off-Label-Use statt. Sie orientiert sich sowohl an der individuellen Symptomatik, als auch an der individuellen Reaktion auf das Medikament.[32]

GeschichteBearbeiten

Diskussionen über dissoziative Identitäten waren bei französischen Psychiatern und Philosophen der Jahre 1840 bis 1880 ein häufiges Thema.[33] Der Begriff der Dissoziation als „Desintegration und Fragmentierung des Bewusstseins“ wurde 1889 durch den französischen Psychiater und Begründer der modernen dynamischen Psychiatrie Pierre Janet (1859–1947) geprägt.[34] Er entwickelte eine bis heute einflussreiche Theorie über die Verarbeitungsprozesse traumatischer Erfahrungen und betrachtete die Traumaantwort grundsätzlich als eine Störung des Gedächtnisses, welche die Integration der traumatischen Erinnerungen in bestehende kognitive Strukturen verhindere, was über deren Abspaltung von Bewusstsein und Willenskontrolle zu dissoziativer Amnesie führe.[35] Damit hat Janet bereits 1889 wichtige Grundlagen für das Verständnis der Dissoziation als solcher und damit auch für die moderne Psychotraumatologie und -therapie geschaffen, die für fast 100 Jahre weitgehend in Vergessenheit gerieten.[36] Ein Fall von DIS aus dem 16. Jahrhundert wurde erstmals 1896 und dann erneut 1996 analysiert.[37]

1973 erschien Sybil, ein von der Journalistin Flora Rheta Schreiber verfasster Fallbericht über eine Patientin mit 16 Persönlichkeitszuständen, der zum Bestseller avancierte. Danach meldeten sich in den USA mehrere hundert Menschen, die angaben, ebenfalls unter dieser Störung zu leiden. In späteren Jahren wurde das Buch aufgrund bestimmter darin vorkommender Methoden (Erzeugung von Medikamentenabhängigkeit, Elektroschock) und der kommerziellen Interessen der Beteiligten als unzuverlässige und irreführende Quelle angesehen.[38]

Im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) der American Psychiatric Association (APA) ist die DIS seit 1968 enthalten und erhielt anfangs den Namen hysterische Neurose vom dissoziativen Typ (DSM-II, 1968). Danach änderte sich die Bezeichnung zunächst zu multiple Persönlichkeit (DSM-III, 1980), dann zu multiple Persönlichkeitsstörung (DSM-III-R, 1987),[39] und schließlich hin zu dissoziative Identitätsstörung (DSM-IV, 1994). In der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation war die Störung zunächst als hysterische Neurose (ICD-8, 1965) zu finden[40] und behielt diesen Namen (ICD-9, 1977),[41] bis sie in multiple Persönlichkeitsstörung (erste ICD-10-Version, 1992),[3][42][43] dann in multiple Persönlichkeit (alle späteren ICD-10-Versionen)[44] und schließlich in dissoziative Identitätsstörung (ICD-11, 2018) umbenannt wurde.[4] Darin spiegelt sich eine Entwicklung der Sichtweise wider,[8][45] wobei jedoch die Einordnung als dissoziative Störung insoweit konstant blieb, als auch die multiple Persönlichkeitsstörung als solche galt und insbesondere nicht den Persönlichkeitsstörungen zugerechnet wurde.[3][39][42][43]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

FachliteraturBearbeiten

LeitlinienBearbeiten

  • International Society for the Study of Trauma and Dissociation: Guidelines for Treating Dissociative Identity Disorder in Adults, Third Revision. In: Journal of Trauma & Dissociation, 12:2, 2011, S. 115–187, PDF (abgerufen 25. Juli 2016).
  • International Society for the Study of Trauma and Dissociation: Guidelines for the Evaluation and Treatment of Dissociative Symptoms in Children and Adolescents. In: Journal of Trauma & Dissociation, Vol. 5(3), 2004, S. 119–150, PDF (abgerufen 30. Juli 2016).
  • European Society for Trauma and Dissociation: Guidelines for the assessment and treatment of children and adolescents with dissociative symptoms and dissociative disorders., 2017, Child and Adolescent Committee of the ESTD, PDF (abgerufen 8. April 2019).

EinführungenBearbeiten

  • M. J. Dorahy, B. L. Brand, V. Sar, C. Krüger, P. Stavropoulos, A. Martínez-Taboas, R. Lewis-Fernández, W. Middleton: Dissociative identity disorder: An empirical overview. In: The Australian and New Zealand journal of psychiatry. Band 48, Nummer 5, Mai 2014, S. 402–417, doi:10.1177/0004867414527523, PMID 24788904 (Review).
  • B. L. Brand, R. J. Loewenstein, D. Spiegel: Dispelling myths about dissociative identity disorder treatment: an empirically based approach. In: Psychiatry. Band 77, Nummer 2, 2014, S. 169–189, doi:10.1521/psyc.2014.77.2.169, PMID 24865199 (Review).
  • Kathlen Priebe, Christian Schmahl, Christian Stiglmayr: Dissoziative Identitätsstörung. In: Dieselben: Dissoziation. Theorie und Therapie Springer-Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-642-35066-5, S. 228–236.
  • Frank W. Putnam: Handbuch dissoziative Identitätsstörung: Diagnose und psychotherapeutische Behandlung. Probst, Lichtenau/Westfalen 2013, ISBN 978-3-9813389-9-7.
  • Luise Reddemann: Dissoziation, in: T. Bronisch, L. Reddemann, M. Bohus, M. Dose, C. Unckel: Krisenintervention bei Persönlichkeitsstörungen: Therapeutische Hilfe bei Suizidalität, Selbstschädigung, Impulsivität, Angst und Dissozation. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-89688-0. 4. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-89096-9, S. 145–163.
  • Jochen Peichl: Die inneren Trauma-Landschaften. Borderline, Ego-State, Täter-Introjekt; mit 21 Tabellen. Schattauer Verlag, Stuttgart u. a. 2007, ISBN 3-7945-2521-3.
  • Luise Reddemann, Arne Hofmann, Ursula Gast: Psychotherapie der dissoziativen Störungen. 3., überarbeitete Auflage. Thieme, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-13-130513-8.

Rezeption in den MedienBearbeiten

Die DIS findet sich in Filmen und Büchern sowohl als bloßes Mittel zur Handlungsentwicklung, als auch als zentrales Thema.[48][49][50] Die Darstellung in Spielfilmen wird als häufig realitätsfern beschrieben,[50][51][52][53] was Fach- und Interessensverbände kritisieren.[53][54] Es sind mehrere autobiografische Werke erschienen, die zum Teil wesentlichen Einfluss auf die allgemeine Kenntnis und das öffentliche Verständnis der DIS hatten.[55]

Spielfilme und SerienBearbeiten

BücherBearbeiten

DokumentationenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DIMDI - ICD-10-GM Version 2019.
  2. a b c d e f g h i DSM-5 Task Force.: Diagnostic and statistical manual of mental disorders : DSM-5. Hrsg.: American Psychiatric Association. 5. Auflage. American Psychiatric Association, Arlington, VA 2013, ISBN 978-0-89042-554-1.
  3. a b c d e The ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders. World Health Organization.
  4. a b c d e ICD-11 - Mortality and Morbidity Statistics. WHO, abgerufen am 6. April 2019 (englisch).
  5. a b Brigitte Bosse: Dissoziative Identitätsstörung – „Wir sind Viele“. Deutsches Ärzteblatt, PP, Heft 6, Juni 2014, S. 264–265.
  6. Luise Reddemann, Arne Hofmann, Ursula Gast: Psychotherapie der dissoziativen Störungen. 3., überarbeitete Auflage. Thieme, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-13-130513-8.
  7. a b c d e f g h i International Society for the Study of Trauma and Dissociation: Guidelines for Treating Dissociative Identity Disorder in Adults, Third Revision. In: Journal of Trauma & Dissociation. Band 12, Nr. 2, 28. Februar 2011, ISSN 1529-9732, S. 115–187, doi:10.1080/15299732.2011.537247., PDF
  8. a b c Ursula Gast, Frauke Rodewald, Arne Hofmann, Helga Mattheß, Ellert Nijenhuis, Luise Reddemann, Hinderk M. Emrich: Die dissoziative Identitätsstörung – häufig fehldiagnostiziert. In: Deutsches Ärzteblatt. 2006, 103(47), S. A-3193, B-2781, C-2664.
  9. a b Y. R. Schlumpf, E. R. Nijenhuis, S. Chalavi, E. V. Weder, E. Zimmermann, R. Luechinger, R. La Marca, A. A. Reinders, L. Jäncke: Dissociative part-dependent biopsychosocial reactions to backward masked angry and neutral faces: An fMRI study of dissociative identity disorder. In: NeuroImage. Clinical. Band 3, 2013, S. 54–64, doi:10.1016/j.nicl.2013.07.002, PMID 24179849, PMC 3791283 (freier Volltext).
  10. a b Y. R. Schlumpf, A. A. Reinders, E. R. Nijenhuis, R. Luechinger, M. J. van Osch, L. Jäncke: Dissociative part-dependent resting-state activity in dissociative identity disorder: a controlled FMRI perfusion study. In: PloS one. Band 9, Nummer 6, 2014, S. e98795, doi:10.1371/journal.pone.0098795, PMID 24922512, PMC 4055615 (freier Volltext).
  11. a b A. A. Reinders, A. T. Willemsen, E. M. Vissia, H. P. Vos, J. A. den Boer, E. R. Nijenhuis: The Psychobiology of Authentic and Simulated Dissociative Personality States: The Full Monty. In: The Journal of nervous and mental disease. Band 204, Nummer 6, Juni 2016, S. 445–457, doi:10.1097/NMD.0000000000000522, PMID 27120718.
  12. Michaela Huber: Viele sein. Ein Handbuch : Komplextrauma und dissoziative Identität - verstehen, verändern, behandeln. Junfermann, Paderborn 2011, ISBN 978-3-87387-782-5, S. 23.
  13. Reinhard Plassmann, Harald Schickedanz: Dissoziative Identitätsstörungen. In: PiD - Psychotherapie im Dialog. 18, Nr. 03, 2017, ISSN 1438-7026, S. 89. doi:10.1055/s-0043-111262.
  14. Psychotherapie der dissoziativen Störungen: Krankheitsmodelle und Therapiepraxis - störungsspezifisch und schulenübergreifend, Luise Reddemann, Arne Hofmann, Ursula Gast, 3., überarb. Aufl. Auflage, Thieme, Stuttgart 2011, ISBN 9783131305138, S. 25.
  15. Kathlen Priebe: Dissoziation: Theorie und Therapie, Christian Schmahl, Christian Stiglmayr, Springer-Verlag, Berlin 2013, ISBN 9783642350665, S. 228 & 230.
  16. Hans-Jürgen Möller (Hrsg.): Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie (=  Springer Reference Medizin) 2017, S. 2085, doi:10.1007/978-3-662-49295-6.
  17. a b Paul F. Dell, John A. O'Neil: Dissociation and the dissociative disorders : DSM-V and beyond. Routledge, New York 2009, ISBN 978-0-415-95785-4.
  18. International Society for the Study of Trauma and Dissociation: Guidelines for Treating Dissociative Identity Disorder in Adults, Third Revision. In: Journal of Trauma & Dissociation. Band 12, Nr. 2, 28. Februar 2011, ISSN 1529-9732, S. 122, doi:10.1080/15299732.2011.537247., PDF
  19. Paul F. Dell, John A. O'Neil: Dissociation and the dissociative disorders: DSM-V and beyond. Routledge, New York 2009, ISBN 978-0-415-95785-4, S. 301.
  20. A. A. Reinders, E. R. Nijenhuis, A. M. Paans, J. Korf, A. T. Willemsen, J. A. den Boer: One brain, two selves. In: NeuroImage. Band 20, Nummer 4, Dezember 2003, S. 2119–2125, PMID 14683715.
  21. A. A. Reinders, E. R. Nijenhuis, J. Quak, J. Korf, J. Haaksma, A. M. Paans, A. T. Willemsen, J. A. den Boer: Psychobiological characteristics of dissociative identity disorder: a symptom provocation study. In: Biological psychiatry. Band 60, Nummer 7, Oktober 2006, S. 730–740, doi:10.1016/j.biopsych.2005.12.019, PMID 17008145.
  22. A. A. Reinders, A. T. Willemsen, J. A. den Boer, H. P. Vos, D. J. Veltman, R. J. Loewenstein: Opposite brain emotion-regulation patterns in identity states of dissociative identity disorder: a PET study and neurobiological model. In: Psychiatry research. Band 223, Nummer 3, September 2014, S. 236–243, doi:10.1016/j.pscychresns.2014.05.005, PMID 24976633.
  23. A. A. Reinders, A. A. Reinders, A. T. Willemsen, H. P. Vos, J. A. den Boer, E. R. Nijenhuis: Fact or factitious? A psychobiological study of authentic and simulated dissociative identity states. In: PloS one. Band 7, Nummer 6, 2012, S. e39279, doi:10.1371/journal.pone.0039279, PMID 22768068, PMC 3387157 (freier Volltext).
  24. E. Vermetten, C. Schmahl, S. Lindner, R. J. Loewenstein, J. D. Bremner: Hippocampal and amygdalar volumes in dissociative identity disorder. In: The American journal of psychiatry. Band 163, Nummer 4, April 2006, S. 630–636, doi:10.1176/ajp.2006.163.4.630, PMID 16585437, PMC 3233754 (freier Volltext).
  25. S. Chalavi, E. M. Vissia, M. E. Giesen, E. R. Nijenhuis, N. Draijer, J. H. Cole, P. Dazzan, C. M. Pariante, S. K. Madsen, P. Rajagopalan, P. M. Thompson, A. W. Toga, D. J. Veltman, A. A. Reinders: Abnormal hippocampal morphology in dissociative identity disorder and post-traumatic stress disorder correlates with childhood trauma and dissociative symptoms. In: Human brain mapping. Band 36, Nummer 5, Mai 2015, S. 1692–1704, doi:10.1002/hbm.22730, PMID 25545784, PMC 4400262 (freier Volltext).
  26. Antje A. T. S. Reinders, Andre F. Marquand, Yolanda R. Schlumpf, Sima Chalavi, Eline M. Vissia: Aiding the diagnosis of dissociative identity disorder: pattern recognition study of brain biomarkers. In: The British Journal of Psychiatry. 7. Dezember 2018, ISSN 0007-1250, S. 1–9, doi:10.1192/bjp.2018.255 (cambridge.org [abgerufen am 23. Juli 2019]).
  27. a b c Bessy Albrecht-Ross: Der Wille zu leben: Fragen zum guten Leben bei Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung. Tectum Verlag, Marburg 2017, ISBN 3-8288-3921-5.
  28. V. Şar: The many faces of dissociation: opportunities for innovative research in psychiatry. In: Clinical psychopharmacology and neuroscience: the official scientific journal of the Korean College of Neuropsychopharmacology. Band 12, Nummer 3, Dezember 2014, S. 171–179, doi:10.9758/cpn.2014.12.3.171, PMID 25598819, PMC 4293161 (freier Volltext) (Review).
  29. a b Bethany L. Brand, Amie C. Myrick, Richard J. Loewenstein, Catherine C. Classen, Ruth Lanius: A survey of practices and recommended treatment interventions among expert therapists treating patients with dissociative identity disorder and dissociative disorder not otherwise specified. In: Psychological Trauma: Theory, Research, Practice, and Policy. Band 4, Nr. 5, 2012, ISSN 1942-969X, S. 490–500, doi:10.1037/a0026487 (apa.org [abgerufen am 30. Juli 2019]).
  30. Boon, Steele, van der Hart: Coping with trauma-related dissociation : skills training for patients and their therapists. 1st ed. W.W. Norton, New York 2011, ISBN 978-0-393-70646-8.
  31. Bethany L. Brand, Ruth Lanius, Eric Vermetten, Richard J. Loewenstein, David Spiegel: Where Are We Going? An Update on Assessment, Treatment, and Neurobiological Research in Dissociative Disorders as We Move Toward the DSM-5. In: Journal of Trauma & Dissociation. Band 13, Nr. 1, Januar 2012, ISSN 1529-9732, S. 9–31, doi:10.1080/15299732.2011.620687 (tandfonline.com [abgerufen am 30. Juli 2019]).
  32. Julie P. Gentile, Kristy S. Dillon, Paulette Marie Gillig: Psychotherapy and Pharmacotherapy for Patients with Dissociative Identity Disorder. In: Innovations in Clinical Neuroscience. Band 10, Nr. 2, Februar 2013, ISSN 2158-8333, S. 22–29, PMID 23556139, PMC 3615506 (freier Volltext).
  33. Nach: Ursula Gast, Frauke Rodewald, Arne Hofmann, Helga Mattheß, Ellert Nijenhuis, Luise Reddemann, Hinderk M. Emrich: Die dissoziative Identitätsstörung – häufig fehldiagnostiziert. In: Deutsches Ärzteblatt. 2006, 103(47), S. A-3193, B-2781, C-2664.
  34. Pierre Janet: L’automatisme psychologique. Félix Alcan, Paris 1889 (Reprint: Société Pierre Janet, Paris 1889/1973). Nach: Ursula Gast, Frauke Rodewald, Arne Hofmann, Helga Mattheß, Ellert Nijenhuis, Luise Reddemann, Hinderk M. Emrich: Die dissoziative Identitätsstörung – häufig fehldiagnostiziert. In: Deutsches Ärzteblatt. 2006, 103(47), S. A-3193, B-2781, C-2664.
  35. „Die Phobie vor dem Trauma überwinden“ – Zur Bedeutung von Janets Dissoziationstheorie für die Entwicklung der modernen Psychotraumatologie. Ein Gespräch mit Onno van der Hart – von Michaela Huber. (PDF 169 kB; Archiv (Memento vom 6. Dezember 2018 im Internet Archive)).
  36. Gerhard Heim, Karl-Ernst Bühler: Die Wiederkehr des Vergessenen: Zur Geschichte der PTBS. In: K. Brücher, M. Poltrum (Hrsg.) Psychiatrische Diagnostik. Zur Kritik der Diagnostischen Vernunft. Parodos Verlag, Berlin 2012, ISBN 3-938880-55-4, S. 87–104.
  37. Onno van der Hart, Ruth Lierens, Jean Goodwin: Jeanne Fery: A Sixteen Century Case of Dissociative Identity Disorder. In: The Journal of Psychohistory. 24 (1), 1996, S. 1–12, PDF (abgerufen 29. July 2016).
  38. Mikkel Borch-Jacobsen: Making Minds and Madness. Cambridge University Press, 2009, ISBN 978-0-521-71688-8, S. 64ff.
  39. a b Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders: DSM-III-R. American Psychiatric Association, Washington, D.C. 1987, ISBN 0890420181, S. 269–272.
  40. Aubrey Lewis, Rudolf Degkwitz, Werner Mombour, World Health Organization.: Diagnosenschlüssel und Glossar psychiatrischer Krankheiten : Dt. Übers. d. internat. Klassifikation d. WHO, ICD (ICD, Internat. classification of diseases), 8. Revision u.d. internat. Glossars. 2., korrigierte Aufl. Stand: Sommer 1971. Springer, Berlin 1971, ISBN 3-540-05553-3.
  41. Diagnosenschlüssel und Glossar psychiatrischer Krankheiten Deutsche Ausgabe der internationalen Klassifikation der Krankheiten der WHO, ICD (=International Classification of Diseases), 9. Revision, Kapitel V. Fünfte Auflage, korrigiert nach der 9. revision der ICD. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 1980, ISBN 978-3-642-67529-4.
  42. a b World Health Organization: The ICD-10 classification of mental and behavioural disorders: diagnostic criteria for research. World Health Organization, Geneva 1993, ISBN 92-4154455-4, S. 104 (who.int [PDF]).
  43. a b World Health Organization: The ICD-10 classification of mental and behavioural disorders: Clinical descriptions and diagnostic guidelines. World Health Organization, Geneva 1992, ISBN 92-4154422-8, S. 128 (who.int [PDF]).
  44. World Health Organization: International statistical classification of diseases and related health problems. 10th revision, 2nd ed. Genf 2004, ISBN 92-4154649-2 (englisch).
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