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Inhaltsverzeichnis

UnsinnBearbeiten

Schon der erste Absatz enthält sehr viele Fehler. Definiert wird die mittlere Lebenserwartung. Sie ist eine völlig fiktive Zeitspanne ohne jeden Realitätsbezug. Sie findet sich in der letzten Spalte der Sterbetafel. Die Modellannahmen für deren zukünftige Entwicklung gibt es nicht; es wird dagegen einfach die Konstanz der historischen Sterblichkeit des Bezugsjahres unterstellt. Auch das mit dem biologischen Beginn der Entwicklung ist dummes Zeug. Üblicherweise wird die Geburt und nicht die Zeugung als Bezugspunkt gewählt. Einem Aktuar würden die Haare zu Berge stehen. Maßgeblich ist allein die Sterblichkeit im Untersuchungsjahr. Dass diese heutigen Sterbeziffern weit gehend historische Ursachen haben, ist der Grund für die Fiktion. Jemand stirbt heute und nicht erst morgen, weil er 1944 einen Lungendurchschuss erlitt oder 1935 eine Tuberkulose überlebte. Der Einleitungsabsatz muss grundlegend überarbeitet werden. Bei westdeutschen Säuglingen wächst die mittlere Lebenserwartung seit Jahrzehnten jährlich um etwa drei Monate. Alle zukünftigen Ereignisse beeinflussen die Lebenserwartung nicht. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 17:30, 30. Sep. 2015 (CEST)

Ginge es vielleicht auch etwas sachlicher? Zu mittlere: vgl Erwartungswert, daher verstehe ich Deinen Einwand(?) überhaupt nicht. Was Du mit fehlendem "Realitätsbezug" hier meinst, ist mir auch unklar, das haben Erwartungswerte halt so an sich. Eine Definition wie "Lebenserwartung ist die Zahl in der letzten Spalte der Sterbetafel" hast Du wohl nicht vorgeschlagen, es klingt aber fast so. Die jetzige Einleitung bemüht sich, stattdessen den Begriff zu umschreiben. Die unterstellte Konstanz der heutigen Verhältnisse ist die Modellannahme über die Zukunft. Zu "biologischen Beginn der Entwicklung" sehe ich Deine Kritik ein. Wäre "Beginn der Existenz als eigenständiges Lebenwesen" richtig? "allein die Sterblichkeit im Untersuchungsjahr maßgeblich" - in den Sterbetafeln vielleicht zutreffend, aber für Prognoserechnungen schon für die Rentenversicherung (hoffentlich) nicht. Hast Du konkrete Textvorschläge? Dann WP:SM. --jbn (Diskussion) 22:52, 30. Sep. 2015 (CEST)
Üblich ist die Bezeichnung mittlere im Gegensatz zur tatsächlichen Lebenserwartung eines Individuums, welche erst nach dem Tod ermittelt werden kann. Vor dem Tod kann sie nur geschätzt werden. Diese Schätzung der tatsächlichen Lebenserwartung ist etwas völlig anderes als die mittlere Lebenserwartung. Die mittlere Lebenserwartung ist ausschließlich vergangenheitsorientiert. Die individuelle Lebenserwartung ist ausschließlich zukunftsorientiert. Zusätzlich ist die mittlere Lebenserwartung eine reine Fiktion. Dazu sollten Sie sich die Logik der Sterbetafeln verdeutlichen. Anfangs 100.000 Säuglinge werden rechnerisch 120-mal den verschiedenen jährlichen geschlechtsspezifischen Sterbewahrscheinlichkeiten des Untersuchungsjahres unterworfen. Die Lebenserwartung ist also nichts anderes als eine Berechnungsvorschrift (also ein Algorithmus) für die letzte Spalte der Sterbetafel. Sie hat mit einer Realität nichts zu tun. Deswegen bezeichne ich sie als fiktiv. Die tatsächliche Lebenserwartung eines Geburtsjahrgangs einer Bevölkerung kann erst nach dem Tod des letzten Mitglieds dieser Kohorte berechnet werden. Die Aktuare könnten also heute die tatsächliche Lebenserwartung der im Jahre 1890 im Deutschen Reich geborenen Mädchen berechnen; dazu müssten sie eine entsprechende historische Sterbetafel aufstellen. Die Sterbefälle sind hauptsächlich auf Säuglingssterblichkeit, Infektionen und Kriegseinwirkungen zurückzuführen. Mit diesen Zahlen kann man heute wenig anfangen. Durchschnittsalter und mittleres Sterbealter sind wiederum völlig andere Begriffe. Ihre Erinnerung an den Erwartungswert hat mit der Lebenserwartung nichts zu tun. Die Lebenserwartung ist kein Mittelwert. Für Prognoseberechnungen haben die Versicherer ihre eigenen Sterbetafeln. Diese geheimen Tafeln sind für die Rentenversicherung und für die Lebensversicherung völlig verschieden. Ein Rentenversicherter will alt werden, um die Rendite zu erhöhen. Eine Lebensversicherung kauft man zur Absicherung der Familie nur dann, wenn man glaubt, jung sterben zu müssen. Die privaten Rentenversicherungen unterstellen in ihren Kalkulationen eine tatsächliche Lebenserwartung für weibliche Säuglinge von jetzt etwa 112 Jahren. Die Frauen erhalten also erst in den Jahren nach 2127 eine ordentliche Rendite ihrer Investition. Die Käufer und Verkäufer von Lebens- und auch von Rentenversicherungen haben also immer diametral entgegen gesetzte Absichten. - Ich mache keine Textvorschläge; das ist so kompliziert, dass es nur Experten können. Den Beginn der Existenz bezeichnet man bei Menschen und Tieren allgemein als Geburt. Lediglich für Pflanzen wäre Ihr Vorschlag hilfreich. Extrem wichtig ist hier der Begriff der Lebendgeburt; denn die Totgeburten fallen nicht in die Grundgesamtheit. Die DDR hatte eine bessere mittlere Lebenserwartung, weil als Lebendgeburt ein Säugling mit mindestens einem Herzschlag, mindestens einer Nabelschnurpulsation und mindestens einem Atemzug definiert wurde. In Westdeutschland hieß es oder statt und. Dieser kleine semantische Unterschied hatte enorme Auswirkungen auf die jeweiligen amtlichen Sterbetafeln. In Ägypten galten nur Einjährige als Lebendgeburten. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 00:15, 1. Okt. 2015 (CEST)

Noch ein Extrembeispiel. Wenn vor zwei Millionen Jahren eine Frau 40 Geburten hatte und nur eine Tochter 20 Jahre alt wurde und alle anderen Kinder im Alter von fünf Minuten starben, dann betrug damals die mittlere Lebenserwartung nur sechs Monate. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 07:07, 7. Okt. 2015 (CEST)

Daten aus 2006?Bearbeiten

Gibt es keine neueren Datensätze, die man für die Karten und Analysen im Artikel benutzen könnte? Bald sind die Daten 10 Jahre alt. In der Zwischenzeit hat sich extrem viel geändert in einzelnen Staaten. (insbesondere SChwellenstaaten)

94.219.192.234 13:47, 25. Okt. 2015 (CET)

weder Prognose noch TrendBearbeiten

Die Lebenserwartung ist weder Prognose noch Trend. Sie ist ausschließlich historisch. Sie hat mit der Zukunft nicht das Geringste zu tun. Sie berücksichtigte die heutige Mortalität als Folge der historischen Vorschädigungen. Die heutigen jungen Menschen können unmöglich Schädigungen haben oder bekommen, welche zum Beispiel durch die Notzeiten der Weltkriege oder durch heute bedeutungslose Infektionen hervorgerufen worden waren. Die Lebenserwartung ist fiktiv und historisch. Zukunftsaussagen machen nur die speziellen Sterbetafeln der privaten Rentenversicherungen, aber auch nur für die versicherten Personen. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 10:51, 28. Jul. 2016 (CEST)

Wenn ein Prognose nicht durch den Blick in eine Kristallkugel gewonnen wird, sondern auf der Grundlage wissenschaftlicher Methoden, dann basiert sie in jedem Fall auf Zahlen, die die Vergangenheit beschreiben und ist somit 'historisch' begründet. Historisch begründet und Prognose stehen also nicht im Widerspruch, sondern das eine bedingt das andere, abgesehen von spirituellen Methoden. Ließt doch bitte mal die Seite Prognose, bevor Du weiter irrwitzige Behauptungen aufstellst! --Manorainjan (Diskussion) 11:48, 28. Jul. 2016 (CEST)

Ich entsorge hiermit mal die nicht zielführende (meine Prognose ;-) Diskussion von meiner Disk (Datengrundlage, historisch ;-) hier her. --Manorainjan (Diskussion) 11:51, 28. Jul. 2016 (CEST)

mittlere LebenserwartungBearbeiten

Die mittlere Lebenserwartung ist fiktiv und nicht real. Sie ist pessimistisch und nicht optimistisch. Sie ist eine historische und keine prognostische Angelegenheit. Eine Kohorte von 100.000 Lebendgeborenen wird nacheinander rechnerisch den Sterblichkeiten eines jeden Jahrgangs im Untersuchungsjahr unterworfen. Zukünftige Entwicklungen bleiben unberücksichtigt. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 05:54, 20. Apr. 2016 (CEST)

Ich habe die angeblich fiktive Zahl nicht einer realen Zahl gegenübergestellt. Ich habe es dahingegen eine Prognose genant. Eine Argumentation, die sich gegen den Begriff real wendet, ist also nicht relevant sondern deviant. Ich bitte im eine geradlinige, nachvollziehbare Argumentation die nicht vom Thema abweicht. --Manorainjan (Diskussion) 11:18, 20. Apr. 2016 (CEST)
Sie schreiben in Rätseln. Die mittlere Lebenserwartung ist eben keine Prognose, sondern das Ergebnis eines statistischen Algorithmus aufgrund historisch bedingter Sterbeziffern. Man findet sie in der letzten Spalte der Sterbetafel. Sie ist fiktiv, weil sie kein lebender Mensch auf sich beziehen kann. Die Lebenden wissen nicht, wann sie sterben. Die Toten beeinflussen die Sterbetafel des Sterbejahres, welches am Todestag noch nicht beendet war. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 14:09, 20. Apr. 2016 (CEST)
Ich schreibe nicht in Rätseln.
Wenn Du aus meinem sehr konkret formulierten Text ein Rätsel machst, in Deinem Kopf, dann fällt das nicht in meine Verantwortung.
Wie uns Kollege Bleckneuhaus unten ganz richtig mitteilte, sind die Bezeichnungen für tendenziöse Abweichungen, also pessimistisch bzw. optimistisch nicht angebracht.
Auch Du schreibst nicht in Rätseln, sondern ziemlich wirres Zeug.
Ob die lebenden wissen, wann sie sterben entzieht sich weitestgehend unserer Kenntnis und ist zudem nicht relevant.
Du kannst z.B. nicht zwischen allgemein und speziell unterscheiden. Wenn man das nicht kann, sollte man seine Finger lassen, von statistischen Überlegungen.
Lass dich mal untersuchen! Nur weil man irgendwann mal eine Dr. gebaut hat, heißt das noch lange nicht, dass man im höheren Alter noch klar denken kann. Ich habe da begründete Zweifel! --Manorainjan (Diskussion) 15:11, 20. Apr. 2016 (CEST)
Die mittlere Lebenserwartung ist keine Prognose, sondern eine fiktive historische Betrachtung. Beim Stichwort Sterbetafel kann man sich über den Spezialfall der Rententafeln informieren. Hier versuchen die Rentenversicherungen eine Prognose. Bitte sachlich bleiben. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 21:30, 20. Apr. 2016 (CEST)

blind ersetztes "fiktiv"?Bearbeiten

Hallo Manorainjan, mir scheint, Dein revert auf Lebenserwartung war durch eine Wortklauberei bzgl "fiktiv" motiviert (geschenkt), hat aber gleichzeitig leider den sachlichen Fehler "optimistisch" wieder hergestellt (was inzwischen genauer ausgeführt wurde). Bitte genauer hingucken. --jbn (Diskussion) 14:27, 20. Apr. 2016 (CEST)

Stimmt. Die Prognose ist natürlich ungenau und nicht pessimistisch oder optimistisch. Andererseits, wer soll entscheiden, ab wann etwas als genau zu bewerten ist? Wo ist dafür der Maßstab? --Manorainjan (Diskussion) 14:59, 20. Apr. 2016 (CEST)
Die Lebenserwartung ist eben gerade keine Prognose. Sie beschreibt die gegenwärtige Mortalität als Folge historischer Krankheiten. Sogar die Annahme einer konstanten Mortalität hätte mit der Lebenserwartung nichts zu tun. Eine Ausnahme sind die Sterbetafeln der (privaten) Rentenversicherungen. Hier will man Vorhersagen über die zukünftige Sterblichkeit der Versicherten machen. Dabei gehen die privaten Versicherer von einer Risikoselektion aus. Nur die Allergesündesten kaufen eine private Rentenversicherung. Nur sie können auf eine positive Rendite hoffen. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 17:52, 26. Jul. 2016 (CEST)

Warum schreibst Du mir das? Willst du mir eine Rentenberatung geben? --Manorainjan (Diskussion) 14:08, 27. Jul. 2016 (CEST)

Ich schreibe Dir, weil der Artikel Lebenserwartung durch Deine Änderungen auch nicht besser wird. Im Übrigen wären Rentenberatungen nie verkehrt. Kranke bekommen keine Lebensversicherung, wohl aber eine Rentenversicherung. Gesunde brauchen keine Lebensversicherung, wohl aber eine Rentenversicherung. Ein Gesundheitsfragebogen wird nur bei der LV, nicht aber bei der RV verlangt. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 10:57, 28. Jul. 2016 (CEST)

sowiport - Portal für die SozialwissenschaftenBearbeiten

Suche nach 'Lebenserwartung' Sowiport 10.521 Treffer am 10. November 2016

--Grossonkel (Diskussion) 08:50, 10. Nov. 2016 (CET)

Lebenserwartung sinkt für weiße Amerikaner.Bearbeiten

Sollte das in den Artikel? http://www.wsj.com/articles/life-expectancy-for-white-americans-declines-1461124861 --85.181.196.250 00:38, 19. Nov. 2016 (CET)

Mich verwundert die vergleichsweise hohe Lebenserwartung der US-amerikanischen Bevölkerung in ihrer Gesamtheit trotz epidemisch grassierender Adipositas.--Der Eisvogel (Diskussion) 19:23, 8. Feb. 2017 (CET)

Unklare FormulierungBearbeiten

A: In Deutschland ist die Sterblichkeit seit 1871 im Mittel um 0,8 % jährlich zurückgegangen.

Was meint dieser Satz A im Artikel?

Ich denke die "Sterblichkeit" eines und jeden Individuums ist 100 %. Jedes lebende Individuum ist sterblich – und zwar ganz und gar.

Sterberaten (= Sterblichkeit pro Zeit) können laut Artikel Mortalität unterschiedlich definiert werden.

Ich versuche mal eine Interpretation des Satzes A:

Jährlicher Rückgang könnte sich auf die jährliche Abfolge von Geburtsjahrgängen beziehen.

Wer 1971 geboren wurde ist 100 Jahre nach 1871 geboren.

100 Jahre mal 0,8 % = 0,8 Jahre.

Ein 1971 Geborener hat also eine um 0,8 Jahre höhere Lebenserwartung als ein hundert Jahre früher Geborener.

Das kann nicht stimmen, die Lebenserwartung stieg stärker an.

--Helium4 (Diskussion) 22:07, 23. Mär. 2018 (CET)

Vermutlich ist die Eingangsfrage ganz leicht zu beantworten. Mit Sterblichkeit ist die jährliche Sterblichkeit gemeint. Vielleicht auch die mittlere jährliche Sterblichkeit. Wenn meine statistische Sterblichkeit 2017 nach der Sterbetafel für westdeutsche Männer 1 % beträgt, dann beträgt sie 2018 nur noch 0,992 % vom größeren Vorjahreswert. Das wäre zumindest vorstellbar. Ob das mathematisch und aktuarisch korrekt ist, weiß ich aber nicht. - Vielleicht ist auch der folgende Gedankengang gemeint: Die mittlere Lebenserwartung steigt jährlich um 8 Promille. Das wären in 100 Jahren 80 Prozent, also eine Verdoppelung in 125 Jahren. Auch das wäre vorstellbar und vielleicht realistisch. - Ihr Denkfehler liegt hauptsächlich in der Aussage 100 Jahre mal 0,8 % = 0,8 Jahre: Richtiger wäre: Einhundertmal 0,8 Prozent = 80 Prozent. Man muss aber die Gesetzmäßigkeiten der Zinsrechnung (Abzinsung) berücksichtigen. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 03:02, 24. Mär. 2018 (CET)

VerständnisfrageBearbeiten

 
CIA World Factbook: Weltkarte, auf der die Lebenserwartung von Menschen zum Zeitpunkt der Geburt in den UN-Mitgliedstaaten farblich dargestellt wird (2017)

Verstehe ich es richtig: Bei Ermittlungen der Lebenserwartung ab Geburt wie in der nebenstehenden Weltkarte geht es um jene Menschen, die im aktellen Jahr (hier: 2017) geboren wurden. Die genannten Zahlen sind also zu 100% eine Extrapolation von historischen Lebenserwartungen (die man erheben konnte) bis zu ca. 85 Jahre in die Zukunft. Das ist dann doch eine waghalsige Glaskugelei, oder? Niemand kann doch wissen, wie sich z.B. in welchem Land in 50 oder 70 Jahren der Klimawandel auswirken wird, mit seinem Einfluss auf die Lebenserwartung. Oder wie sich die Gesundheitsversorgung entwickeln wird, durch politische Entscheidungen oder medizinische Fortschritte. Oder ob irgendwann irgendwo Seuchen auftreten werden. Sollten derlei Weltkarten dann nicht, wenn überhaupt, dem Leser mit einem großen Löffel "Salz" dargereicht werden? nachsigniert: --Neitram  14:07, 25. Apr. 2018‎ (CEST)

Sie haben das Konzept der ferneren Lebenserwartung nicht ansatzweise verstanden. In einem Territorium wird innerhalb eines Kalenderjahres die Sterblichkeit eines jeden Geburtsjahrganges ermittelt. Dann werden diese Sterblichkeiten der Reihe nach auf eine Kohorte von anfangs 100.000 Nulljährigen angewandt. 100.000 Nulljährige werden also mit der Sterblichkeit der Nulljährigen multipliziert. Dieses Produkt wird dann von der Ausgangsanzahl von 100.000 subtrahiert. Man erhält so den Anfangsbestand der Einjährigen. Dieser Bestand wird danach mit der Sterblichkeit der Einjährigen multipliziert. Das dadurch entstandene Produkt wird von der Ausgangsanzahl der Einjährigen subtrahiert. Das Ergebnis wird mit der Sterblichkeit der Zweijährigen multipliziert. Und immer so weiter bis zur Sterblichkeit der 117-jährigen, welche 1,0 oder 100 % beträgt. - Jetzt hat man eine Tabelle mit 117 Zeilen und den altersentsprechenden Sterblichkeiten. Daraus kann man für jeden Geburtsjahrgang die fernere Lebenserwartung errechnen. Alles ist also reine Fiktion. Es wird nur die Vergangenheit betrachtet. Die Zukunft bleibt völlig unbeachtet. Die Menschen sterben heute als Folge ihrer früheren Vorerkrankungen. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 22:45, 25. Apr. 2018 (CEST)
Ich weiß nicht, was ich dir getan habe, dass du mich auf Wikipedia siezt? Ich verstehe jedenfalls leider deine Antwort nicht, das ist zuviel Fachchinesisch. Am konkreten Fall wird es vielleicht leichter zu erklären. Das CIA Factbook schreibt für Australien eine Lebenserwartung von "82.3 years (2017 estimate)". Heißt das, ein im Jahr 2017 geborener Australier hat heute eine Lebenserwartung von 82,3 Jahren (Zukunftsprognose)? Oder heißt es, ein vor 82,3 Jahren geborener Australier hatte eine Lebenserwartung von 82,3 Jahren? Oder etwas ganz anderes? --Neitram  09:27, 26. Apr. 2018 (CEST)
Du hast mir nichts getan, aber Deine Frage nicht unterschrieben. Du hast es immer noch nicht verstanden. Die Lebenserwartung ist eine reine Fiktion. Sie hat mit der Wirklichkeit nicht das Geringste zu tun. Wenn der australische Säugling fiktiv in jedem Lebensjahr die im Geburtsjahr herrschenden Sterblichkeiten aller alten Jahrgänge hätte, dann würde er im Alter von 82,3 Jahren sterben. Das hat mit der Zukunft nichts zu tun. Wenn 2018 alle Todesursachen wegfallen würden, dann änderte das nichts an der Lebenserwartung 2017. Aber auch mit der Vergangenheit hat das nur wenig zu tun. Viele 2017 in Australien verstorbene Menschen sind ja nur deswegen verstorben, weil sie vielleicht im Krieg eine schwere Verletzung oder Krankheit gerade noch mit schweren Folgeschäden überstanden haben, an denen sie 2017 vorzeitig verstarben. Der Neugeborene wird ohne diese Altlasten aufwachsen. Das wird aber beim Konzept der ferneren Lebenserwartung nicht berücksichtigt. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 10:31, 26. Apr. 2018 (CEST)
Oh, das war ein Versehen, ich habe jetzt oben nachsigniert. Danke für den Hinweis. Falls ich es richtig verstehe, dann sagt die Rechnung: unter der Annahme, dass die altersspezifischen Sterblichkeitsraten unverändert bleiben, hat ein heute Neugeborener diese errechnete Lebenserwartung. Das ist doch dann aber ganz klar eine Prognose in die Zukunft, basierend auf Messungen der Vergangenheit -- die unter der Annahme steht, dass sich in der Zukunft nichts ändern wird, was die Sterblichkeitsraten beeinflussen wird. Das ist gerade das, was ich mit dem großen Löffel "Salz" meine: die Aussagekraft der Lebenserwartung ist für das Leben der betroffenen Gruppe gering, weil die Rechnung auf einer simplen und unrealistischen Annahme beruht. --Neitram  11:00, 26. Apr. 2018 (CEST)
Es ist eben keine Prognose. Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Prognosen machen immer Zukunftsaussagen. Wenn Du sagst, es bleibt alles beim Alten, dann ist es per definitionem keine Prognose. Aber trotzdem ist Deine Schlussfolgerung falsch. Denn man weiß schon heute, dass die Mortalitäten 2018 kleiner sein werden als 2017. Das zu ignorieren, wäre idiotisch. Es hätte dieselbe Aussagekraft, als würde man einem Kleinkind sagen, wenn Du nicht weiter wächst, dann bleibt Deine Körpergröße so, wie sie ist. - Die Aussagekraft der Lebenserwartung ist für das Individuum gleich null. Erstens weil es sich um Mittelwerte handelt, die das Individuum nicht berücksichtigen. Zweitens weil es eine historische Fiktion ohne jeden Realitätsbezug ist. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 16:56, 26. Apr. 2018 (CEST)
Schade, ich glaube, wir reden aneinander vorbei -- wir sagen doch beide im Grunde genau das gleiche, nur mit anderen Worten, und du stellst meine Formulierung als falsch hin, obwohl es inhaltlich auf das gleiche hinausläuft: nämlich dass die Lebenserwartungszahlen als Prognose untauglich sind. Vielleicht mag sich ja ein Dritter noch dazu äußern. --Neitram  17:29, 26. Apr. 2018 (CEST)
Manchmal hilft ein Blick auf den Artikeltext: "Die Lebenserwartung ist die im Durchschnitt zu erwartende Zeitspanne, die einem Lebewesen ab einem gegebenen Zeitpunkt bis zu seinem Tod verbleibt. " besagt: Erstens ist die LE eine heute vorliegende Eigenschaft eines Lebenwesens. Zweitens: Diese Eigenschaft ist die durchschnittliche restliche Lebensspanne. Der fernere Text sagt, dass damit weder der Todeszeitpunkt des Individuums vorhergesagt wird noch überhaupt die Zukunft. Zur Bedeutung oder Interpretation dieser Eigenschaft mag man sich (wie bei allen Wahrscheinlichkeiten) eine große Zahl Individuen mit dem gleichen Wert dieser Eigenschaft vorstellen, die ihr ganzes Leben unter den angesetzten Bedingungen der Sterblichkeit verbringen. Wenn man deren tatsächliche Lebensspanne ermittelt (was bedeutet, dass man deren Tod abwartet), ist der daraus gebildete MIttelwert durch die fragliche Größe optimal geschätzt. - Und: Wie kann das hier gesagte jetzt helfen, den Artikel zu verbessern? @Benutzer_Diskussion:Neitram hast Du eine Idee dazu? --Bleckneuhaus (Diskussion) 17:50, 26. Apr. 2018 (CEST)
Statistiker oder besser die Aktuare sprechen nur von der ferneren Lebenserwartung als statistisches Konstrukt. Unabhängig davon hat der Begriff der Lebenserwartung noch mehrere andere Bedeutungen. Zum Beispiel hätte man die historische Lebenserwartung aller Bürger des Deutschen Reiches des Geburtsjahrganges 1900 nach dem Tod des letzten Probanden berechnen können. Außerdem könnte man über das durchschnittliche Sterbealter der 2017 Geborenen spekulieren. Das wäre dann deren tatsächliche durchschnittliche zukünftige geschätzte Lebenserwartung. Die verschiedenen Konzepte der Lebenserwartung sind so kompliziert, dass sie praktisch nur von Aktuaren richtig verstanden und erklärt werden können. Solche Leute finden sich wohl nicht bei Wikipedia. - Aktuare sagen, die Lebenserwartung ist die letzte Spalte der Sterbetafel. Es gibt jedoch zahlreiche Konzepte für Sterbetafeln. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 21:18, 26. Apr. 2018 (CEST)
@Bleckneuhaus, das ist zwar korrekt, aber meine Aussage geht deutlich weiter als das. Lebenserwartungszahlen sind nicht nur für das Individuum als Prognose unbrauchbar (das ist offensichtlich, denn sonst müssten alle Menschen des gleichen Geburtsjahrgangs das genau gleiche Alter erreichen), sondern sie sind auch als als Prognose der durchschnittlichen (Rest)lebensdauer für die gesamte große Gruppe unbrauchbar. Denn sie wären nur dann eine brauchbare Prognose, wenn wir die altersspezifischen Sterblichkeitsraten der betrachteten Population, so, wie sie an einem Stichtag gemessen wurden, für hundert Jahre in die Zukunft "einfrieren" könnten, und das können wir selbstverständlich nicht. --Neitram  08:52, 27. Apr. 2018 (CEST)
Einschub: Das sagte ich doch, oder? Wozu diskutieren wir hier überhaupt. --Bleckneuhaus (Diskussion) 12:52, 27. Apr. 2018 (CEST)
Richtig. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Lebenserwartung der Säuglinge weiterhin jedes Jahr um etwa drei Monate zunehmen wird. Vermutlich wird sich dieser Trend aber langsam abschwächen. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 11:45, 27. Apr. 2018 (CEST)
Ich rücke mal wieder vor: da ich gefragt wurde, wozu diese Diskussion diene, wenn wir uns alle eh darin einig seien. Zunächst wollte ich nur sichergehen, dass ich richtig liege. Der Knackpunkt ist, dass wir im ersten Satz definieren: "Die Lebenserwartung ist die im Durchschnitt zu erwartende Zeitspanne, die einem Lebewesen ab einem gegebenen Zeitpunkt bis zu seinem Tod verbleibt." Das ist sie aber, wenn es um die Zukunft geht, nicht. Sie ist vielmehr nur unter der Annahme, dass alle lebenslängenbeeinflussenden Faktoren im betrachteten Zeitraum unveränderlich seien, die im Durchschnitt zu erwartende Zeitspanne, die einem Lebewesen ab einem gegebenen Zeitpunkt bis zu seinem Tod verbleibt. Korrekt? --Neitram  14:10, 27. Apr. 2018 (CEST)
Die Wikipedia-Definition ist richtig, aber sehr allgemein. Sie ist aber nur eine von vielen anderen möglichen Definitionen. Zum Beispiel beträgt für viele Lungenkrebspatienten die Lebenserwartung bei Diagnosestellung etwa sechs Monate. Die einzige exakte Definition ist der Verweis auf die letzte Spalte der Sterbetafel. Diese Definition verschiebt die Diskussion aber nur auf die Definition der Sterbetafel. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 14:53, 27. Apr. 2018 (CEST)
Für einen kurzen Zeitraum in die Zukunft (Monate oder wenige Jahre) wird die prognostizierte Lebenserwartung also korrekter dem Mittel der tatsächlich eintretenden Lebenslängen entsprechen, und für einen längeren Zeitraum in die Zukunft (mehrere Jahrzehnte) entsprechend geringere Aussagekraft haben. Denn dass über viele Jahrzehnte alle lebenslängenbeeinflussenden Faktoren unverändert bleiben, ist ja extrem unwahrscheinlich. Korrekt? --Neitram  09:35, 2. Mai 2018 (CEST)
NEIN! Die Lebenserwartung hat mit dem Sterbealter NICHTS zu tun. Die Lebenserwartung ist auch keine Prognose. Sie ist ein historisches Konstrukt ohne jeden Realitätsbezug. Die Menschen sterben heute wegen ihrer historischen Vorerkrankungen. Diese Vorerkrankungen gibt es heute nicht mehr. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 10:41, 2. Mai 2018 (CEST)
Nicht schreien, bitte. Was ist deiner Meinung nach an dem Satz "Die Lebenserwartung ist die im Durchschnitt zu erwartende Zeitspanne, die einem Lebewesen ab einem gegebenen Zeitpunkt bis zu seinem Tod verbleibt" falsch? --Neitram  10:55, 2. Mai 2018 (CEST)
Da fehlt der Zusatz wie etwa: ".., vorausgesetzt, die Sterberaten bleiben konstant so wie zum Bezugszeitpunkt festgestellt (oder verändern sich nach einer bestimmten Prognose)." Aber formulier das mal einer vernünftig! --Bleckneuhaus (Diskussion) 12:36, 2. Mai 2018 (CEST)
Und das würde synonym sein mit der Aussage: "Alle Vorerkrankungen der heute Sterbenden wären auch bei den heute Lebenden vorhanden." Das wäre Unsinn. Wegen der besseren gesundheitlichen Versorgung und vor allem durch die langen Friedenszeiten steigt die Lebenserwartung alle drei Monate um vier Wochen. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 14:13, 2. Mai 2018 (CEST)
Nein, das wäre kein Unsinn, sondern unrealistisch; ich hoffe, den Unterschied muss man hier nicht auch noch erklären.. Trotzdem meinen die meisten Zeitungsnachrichten über Lebenserwartung genau diesen Wert. Oder war das nur früher so? --Bleckneuhaus (Diskussion) 18:43, 2. Mai 2018 (CEST)
Es ist unrealistisch, weil es nicht real, sondern fiktiv ist. Es ist unsinnig, weil die historischen Schädigungsmöglichkeiten unwiederbringlich vorbei sind. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 21:24, 2. Mai 2018 (CEST)

Stellen Sie sich bitte ein durchschnittliches Mädchen vor, welches um 0 Uhr am 1.1.2017 geboren wurde. Es lebt ein normales Babyleben mit durchschnittlicher Mortalität (=Säuglingssterblichkeit) bis 24 Uhr am 31.12.2017. Um Mitternacht wird es von einer Zeitmaschine um zwölf Monate zurückgebeamt. Als Einjährige durchlebt sie jetzt ihr zweites Lebensjahr bis zum 31.12.2017. Um Mitternacht wird es wieder um ein Jahr zurückgebeamt. Beginnend am 1.1.2017 startet es in ihr drittes Lebensjahr vom 1.1.2017 bis zum 31.12.2017 mit der durchschnittlichen Sterblichkeit von zweijährigen westdeutschen Mädchen. Am Jahresende wird das Kind zum dritten Mal um zwölf Monate zurückgebeamt. So geht es immer weiter. Nach dem zehnten Beamen durchlebt es ihr zehntes Lebensjahr mit einer minimalen Sterblichkeit von vielleicht 0,1 Promille pro Jahr. Nach dem n-ten Zurückbeamen beginnt für den n-jährigen Menschen das (n+1). Lebensjahr. Ihr Rucksack mit den Vorschädigungen und Krankheiten wird immer größer. Beginnend beim Minimum bei n=10 steigt die Mortalität ständig an. Nach dem Beamen bei n=110 beträgt die Mortalität geschätzt jetzt vielleicht schon 90 Prozent. Das Problem dieser Frau ist nicht die medizinische Versorgung im Jahre 2017, sondern ihr Rucksack mit allen Risikofaktoren und gesundheitlichen Altlasten. Fragen Sie doch mal eine 110-jährige Frau. Sie wird Ihnen etwas von zwei Weltkriegen, zwei Nachkriegszeiten, Lungenentzündungen, Rauchen, Flucht, Hungersnöten, Abtreibungen, Krebsbehandlungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen erzählen. Alles hat sie bislang gut überstanden. Trotzdem steigt die Mortalität DESWEGEN weiter an, um bei etwa n=117 ihr Maximum mit 100 Prozent zu erreichen. - Das ist die Fiktion der Lebenserwartung. Ihr Sinn liegt nur in der historischen und internationalen Vergleichbarkeit. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 07:33, 3. Mai 2018 (CEST)

Ähm, auf welche verbesserungswürdige Stelle im Artikel bezieht sich das jetzt? --Bleckneuhaus (Diskussion) 11:17, 3. Mai 2018 (CEST)
Ich versuche nur, diese vergebliche Diskussion mit einer vereinfachten Erklärung des aktuarischen Begriffs der Lebenserwartung zu beenden. Es muss nichts verbessert werden. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 12:08, 3. Mai 2018 (CEST)
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