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Dimitris Tsatsos

griechischer Rechtswissenschaftler und Politiker

Dimitris Th. Tsatsos (griechisch Δημήτρης Θ. Τσάτσος, * 5. Mai 1933 in Athen; † 24. April 2010 ebenda), war ein griechischer Rechtswissenschaftler und ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments. Er war der Sohn des Politikers und Juristen Themistoklis Tsatsos (1906–1971) und ein Neffe des früheren Staatspräsidenten Konstantinos Tsatsos.

LebenBearbeiten

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Athen und Heidelberg erfolgten die Promotion und die erste Habilitation an der Universität Athen. 1968 erhielt Dimitris Tsatsos unter der griechischen Militärdiktatur keine Vorlesungserlaubnis vor Ort. Er habilitierte sich deshalb 1968 ein zweites Mal an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. Dort lehrte er bis 1974 als Professor. Von 1974 bis 1980 war Tsatsos Professor für Verfassungsrecht an der Aristoteles-Universität Thessaloniki. Während dieser Zeit engagierte er sich politisch als Mitglied des ersten Nachdiktaturparlaments. Von 1980 bis 1989 war er Inhaber des Lehrstuhls für Verfassungsrecht an der Panteion-Universität Athen. Gleichzeitig lehrte er als ordentlicher Professor für Deutsches und Ausländisches Staatsrecht an der Fernuniversität Hagen. Von 1991 bis 1997 war er zusätzlich Direktor des Instituts für Deutsches und Europäisches Parteienrecht in Düsseldorf.

1994 bis 2004 war Tsatsos Mitglied des Europäischen Parlamentes in der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas. Er war Doktorvater des ehemaligen Bundesvorsitzenden der FDP, Guido Westerwelle.

AuszeichnungenBearbeiten

Tsatsos war Ehrenbürger von Skiathos, Chersonissos und Neapoli (Kreta).

WeblinksBearbeiten